Was schätzt Ihr, wieviel kwh brauchts für ein Thinkpad?

da distreuya

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Hi,

würd mich mal interessieren, was Ihr so schätzt, wieviel Energie man für die Herstellung eines Laptop braucht.
Stichwort "graue Energie", also Energieaufwand für Rohstoffgewinnung und Verarbeitung.
Zur Orientierung:
Ein Tag Arbeit am Laptop bei 30W entspricht 0,72kWh;
Durchschnittlicher Stromverbrauch vom Einpersonen-Haushalt pro Jahr etwa 1600kWh.

Ich weiss es ehrlich gesagt selbst nur ungefähr, bin sehr gespannt, was ihr so sagt.
Übrigens eine Bitte: Suchmaschine ist ausdrücklich NICHT erlaubt. Mich interessiert es brennend, was Ihr subjektiv so glaubt.


Vielen Dank!
Tobias
 
moin,

ja, beim kühlschrank kanns schnell grenzwertig werden mit der wirtschaftlichkeit beim weiterbenutzen. da kann dann auch ein ersatz mit aa++ deutlich preisgünstiger werden....


aber z.b. bei pkw sieht das gan anders aus. nen 15 jahre alter mercedes w124 zu 2500,- euro kann man locker noch 10 jahre fahren, bevor er dann seinen lebensabend in afrika verbringen kann......

nen neuer kleinwagen mit 6 liter verbrauch kostet erstmal 7500 euro mehr, und ist nach 10 jahren nichmal mehr für afrika zu gebrauchen.

keine lust jetzt auszurechnen, weiviel diesel man für 7500 euro bekommt, und wie lange der kleinwagen halten muss, um wenigstens eine einsparung beim spritgeld zu bringen...vermutlich fällt der vorher auseinander, und die energieverschwendung bei der herstellung beginnt von neuem. ;)

immerhin verbraucht ein w124 diesel auch nur 8 oder 9 liter...

läuft also alles wieder auf wachstum wachstum wachstum raus.....

man könnte nämlich auch autos bauen, die mit ein weinig mehraufwang ein vielfaches länger halten. aber dann darf man ja nicht nach 10 jahren den hochofen wieder anwerfen, um stahl herzustellen
und wo sollten dann die vielen umweltfreundlichen arbeitslosen hin?

gruß
 
[quote='kopernikus',index.php?page=Thread&postID=755518#post755518]ja, beim kühlschrank kanns schnell grenzwertig werden mit der wirtschaftlichkeit beim weiterbenutzen. da kann dann auch ein ersatz mit aa++ deutlich preisgünstiger werden....
[/quote]stimmt, da hast Du Recht, hier:
http://www.be24.at/blog/entry/14139/warum_kaufen_koreaner_koreanische_produkte
steht, ein Kühlschrank braucht 1400kWh graue Energie, das rentiert sich dann wirklich schnell, zumindestens wenn die Entsorgung und Neuproduktion nicht in großem Maße neue problematische Emissionen verursacht. Aber da gehe ich jetzt bei einem Kühlschrank erstmal nicht von aus.

Meine Eltern hatten bis vor einem Jahr einen W124, ein tolles Auto, hat leider nach 22 problemlosen Jahren aufgegeben, wär aber sicher noch reparabel gewesen, die Kupplung funktionierte nicht mehr. Nun steht da ein W169, also A-Klasse. Was soll ich sagen. Wenn das der Fortschritt von 22Jahren deutscher Igenierskunst sein soll, dann Prost Mahlzeit. Völlig am tatsächlichen Bedarf vorbeientwickelt.

mfg Tobias
 
meine eltern hatten auch von 1978 an für mehr als 20 jahre einen w123 200d, der wollte eigentlich bei uns seinen friedvollen tod erleben, leider wurde ein opfer der "umweltpolitik".
deshalb wurde plötzlich die steuer für diesel ohne partikelfilter und katalysator so stark erhöht, dass sich der vollkommen intakte (super gepflegte) mercedes verkauft werden musste. der daraufhin angeschaffte gebrauchte 190d hat zwar auch wieder 18 jahre gehalten und ist erst aufgrund der abwackprämie entsorgt worden, aber die qualität dieses autos war längst nicht mehr mit dem w123 zu vergleichen (oder meinem /8 200d ende der siebziger).
jetzt fährt mein schwiegervater eine a-klasse (übrigens, er ist zufrieden!?), aber ich kann hier nur die mangelnde haltbarkeit dieses produktes nur bedauern, schließlich habe alle mercedes neu ungefähr das gleiche geld gekostet = knapp 35.000,- deutsche mark

ach ja, heute ist wieder so eine enteignung auf zur zeit legalem wege im gange: meine schwester fährt seit mehr als 16 jahren einen mitsubishi space wagon diesel, dafür bekommt sie nicht mal mehr eine rote "umwelt"-plakette und darf, da sie mitten in münster wohnt, ihren pkw nicht mehr nutzen, ohne 40€ und einen punkt auf gebrummt zu bekommen.

also soll sie sich ein neues auto kaufen, dass bei der herstellung graue energie von 30.000 kwh verbraucht, obwohl sie ihr auto lediglich zum wöchentlichen einkauf und für fahrten zu unserer 84 jährigen mutter benötigt. sonst erledigt sie alle fahrten mit dem fahrrad.

gruß in't huus

gatasa
 
moin,

carsharing mag in innenstädten funktionieren, aber in ländlichen gebiten ist das nicht sinnvoll.
ausserdem kaufen die ebenfalls immer neue, nicht haltbare fahrzeuge......

die alten w123 und w124 fahren vermutlich noch, wenn heute neu gekaufte autos schon wieder eingeschmoltzen sind.


offenbar ghat die automobilindustrie einen mächtigen einfluss auf unsere gesetzgeber, scheinbar jedenfalls mehr, als die wähler....

diese sinnfreie umweltplakette ist die reinste volksverar****ung.

für die, die glauben ein altes großes auto sei ein spritfresser: ein mercedes 200D von 1970 verbrauchte etwa 7-8 llter, ein ebensolcher von 1983 und 1993 ebenfalls. bis heute hat sich in den letzten 40 jahren nicht viel getan, was den verbrauch betrifft.

ein 200ps mercedes benziner brauchte vor 40 jahren zwischen 12 und 14 litern super, und daran hat sich bis heute nichts geändert. nen 2002er w210 schluckt ebenfalls 14 liter.



meine vermutung ist , dass das an einem konglomerat aus öl-, banken- und automobilindustrie , sowie auf der behördlichen seite der steuereinnahmengier und irgendwelcher parteispenden liegt.
die wollen sich alle die tachen weiter füllen.

banken "verdienen" an den neuwagenkrediten, die autoinsdustrie an unnötigen neuwagen-verkäufen, die ölkonzerne am verbrauch, der hoch genug gehalten wird, und der staat an den umsatzsteuern + mineralölsteuern.

inwieweit die beteiligten gegenseitig eigentümer des anderen sind, müsste mal erforscht werden....

denkbar für mich wäre, dass ölkonzerne reichlich automobilaktien besitzen, oder bankaktien, und darüber autoaktien.

jedenfalls werden wir ganz offensichtlich von denen abgezockt, und dazu machen die einfach irgendwelchen sinnlosen gesetze. und das sollte doch eigentlich in einer demokratie nicht passieren?

das beste beispiel sind holzöfen und kamine. da ist kein gekld dran zu verdienen.
deshalb darf jeder dussel solche brennstellen in betrieb nehmen, und die umwelt damit mit feinstäuben und giften zunebeln-
je inkompetenter der benutzer, und je ungeeigneter das brennmaterial (föngt bei feuchtenm hlz ja erst an..), desto schlimmer.

aus einem richtig betrieben holzofen/kamin kommt keine sichtbare rauchwolke.

ich behaupte, dass 95% der kamine und holzöfen somit falsch befeuert werden, denn die rauchwolke ist fast bei jedem zu sehen.
gäbe es nun tatsächlich ein feinstaubproblem in den städten, müsssten diese öfen als erstes verboten werden, oder zumindest kontrolliert werden.
oder man müsste einen lehrgang einführen, den jeder betreiber einer soclhen feuerstelle absovieren müsste, bevor er feuer machen darf.

da es das nicht gibt, und bei uns im umweltamt das telefon gleichzeitig täglich wegen beschwerden über stinkende kamine heißklingeln, ist der beweis erbracht, dass es bei der umweltplakette für pkw in städten nicht um feinstaub oder umwelt geht, sondern andere überlegungen die politiker zu dem unsinn gebracht haben.
obs nur dummheit war, sich von lobbyisten belallen zu lassen, oder parteispenden, oder sonstwas, werden wir wohl nie erfahren. mit umweltschutz hatte das jedenfalls rein garnichts zu tun-.
 
Sagt mal, woher eigentlich das Vorurteil, das moderne Autos nicht mehr so lange halten? Ich hörs immer genau umgekehrt, dass moderne Autos zu lange leben.
 
moin,

ende der 80er, anfang 90ziger jahre war die rostvorsorge zu gut. wahrscheinlich wurde auch besserer stahl verbaut.
das resultat sind autos gewesen, die locker 20 jahre halten, ohne dran schweissen zu müssen. so ein golf2 von 1990, oer ein w124 bis bj 1993 ist noch heute quasi rostfrei.

das hat sich aber dann schlagartig geändert, heutzutage ist ein 6 jahre alter durchgegammelter mercedes keine seltenheit.
selbst die aluminium teile der s-klasse coupes blühen an allen ecken - und so ein gerät kostet 150.000 euro. da sollte man doch etwas mehr an langlebigkeit erwarten dürfen?

dazu kommt, dass man wegen unsinniger steuerabstufungen und sogar parkgebührenbefreiungen, sowie der medienmacht (z.b. "böser mensch, der kein cowboy ist aber nen geländewagen fährt" usw.) zu kleinwagen getrieben wird.

diese sind aber nicht für mehr als 100k km gebaut. das beste beispiel düfte der smart sein - da hält der motor in der egel nur 60000km....

ausserdem geht man immer mehr dazu über, keine einzelteile mehr zu verkaufen. da wird dann z.b. aus radlager und bremsscheibe ein teil gemacht , was dazu fführt , dass das teil unnötig teuer wird, und unnötigerweise dinge ausgetauscht werden muessen, die garnciht kaputt sind.
die so unnötig hohen reparaturkosten führen dann dazu, das so ein auto durch ein neues ersetzt wird, und die noch nicht soo alte kiste nach afrika geht, wo es egal ist, ob die bremse funktioniert...

und damit die reparatur sich früher nicht mehr lohnt, kommen dann noch irgendwelche vorgeschiobenen umweltgebühren oder fahrverbote dazu- hauptsache da noch bestens brauchbare auto witrd schnell durch ein neues ersetzt......


das schlimme ist eigentlich, dass durch sinnfreie gesetze wie katalysator, umweltplakette, oder co2 unsinn vorsätzlich volksvermögen entwertet wird.
der umwelt bringts nichts, denn der alte daimler läuft in polen, keine 10km hinter der grenze, noch 2 jahrzehnte weiter, und der staub kennt keine stadtgrenze. ;)
vermutlich fährt der da noch länger, als das auto, das ihn wegen angeblicher umweltschutzvorteile ersetzt hat.

gruß
 
[quote='kopernikus',index.php?page=Thread&postID=756302#post756302]selbst die aluminium teile der s-klasse coupes blühen an allen ecken [/quote]



Rostendes Aluminium? :huh: Eher nicht. ;)



Um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, wer aus ökologischen Gründen ein neues Notebook kauft sollte sich das mit dem Thinkpad aber 2x überlegen...

http://www.greenpeace.org/international/campaigns/toxics/electronics/how-the-companies-line-up


Lenovo schneidet unter den großen Herstellern äußerst schlecht ab. :thumbdown:
 
[quote='SherifX',index.php?page=Thread&postID=758355#post758355]Rostendes Aluminium? :huh: Eher nicht. ;)[/quote]
Glaube schon!
Warum nicht?
Wenn die Qualität so schlecht ist verdient es nur nicht mehr die Bezeichnung;-)

Gruß Flexibel
 
Aluminium "rostet" nicht. Rost ist ein Trivialer Begriff für oxidiertes Eisen.
Aluminium selbst kann aber sehr gut oxidieren, bzw reagiert auch sehr schnell. Normalerweise hat Aluminium eine Al3O2 ( Aluminiumoxid ) Schutzschicht, die sich innerhalb von wenigen Sekunden bildet. Da Al3O2 durchsichtig ist glänzt es auch oxidiert noch wie vorher.
Was dem Aluminium beim Auto aber zu schaffen macht ist das Salz im Winter. Deshalb kann es auch anders als mit Sauerstoff reagieren und das sieht man dann sehr wohl.
 
Die Begriffwahl hier ist das Problem. "Rost" nennt man das Oxidationsprodukt wenn EISEN mit Sauerstoff reagiert. Beim Aluminium heisst das nicht "rosten", sondern oxidieren...
 
[quote='betzi',index.php?page=Thread&postID=758670#post758670]Die Begriffwahl hier ist das Problem.[/quote]

nö,
ist nicht das problem. ich hatte ja geschreben "blühen an allen ecken" :D


wer mal nen w124 T hatte, kennt das von den zierleisten an den hinteren fenstern.

das siehtjedenfalls sehr unschön aus. etwa so, als hätte jemand nen gebrauchtes kaugummi da drangepappt und überlckiert. und irgendwann plattzt der lack dann natürlich auch ganz ab...

gruß
 
Da oxidieren aber dann keine Aluminiumteile sondern schnödes Eisen...

Aluminium passiviert sich durch eine dünne Oxidschicht selbst, wie meine Vorredner richtig beschrieben haben. Im Unterschied zu Eisen haftet Al2O3 sehr gut an reinem Aluminium wodurch die Oxidation gestoppt wird. Rost blättert stetig vom Eisen ab und entblößt weiteres Metall...
Selbe Eigenschaft wird u.A. beim Eloxieren von Al ausgenutzt.


Ohne diesen Effekt würde es überhaupt keinen Sinn machen Aluminium herzustellen. Es ist derart unedel, dass es sich ohne diese schützende Oxidschicht an Luft fast selbst entzündet (siehe Aluminothermie).
 
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