Was schätzt Ihr, wieviel kwh brauchts für ein Thinkpad?

da distreuya

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Hi,

würd mich mal interessieren, was Ihr so schätzt, wieviel Energie man für die Herstellung eines Laptop braucht.
Stichwort "graue Energie", also Energieaufwand für Rohstoffgewinnung und Verarbeitung.
Zur Orientierung:
Ein Tag Arbeit am Laptop bei 30W entspricht 0,72kWh;
Durchschnittlicher Stromverbrauch vom Einpersonen-Haushalt pro Jahr etwa 1600kWh.

Ich weiss es ehrlich gesagt selbst nur ungefähr, bin sehr gespannt, was ihr so sagt.
Übrigens eine Bitte: Suchmaschine ist ausdrücklich NICHT erlaubt. Mich interessiert es brennend, was Ihr subjektiv so glaubt.


Vielen Dank!
Tobias
 
Grob geschätzt: 200 kwh

Edit: Mit oder ohne Stromgemeinkosten?

Edit 2: Mit Rohstoffen? Dann eher 400 kwh
 
Da das ganze ja in China stattfindet wo Emissionen und Co kein schwein interessieren und Kohle nix kostet tippe ich auf 20 kWh
 
Das kann denke ich hier definitiv keiner, auch nur annähernd einschätzen!
1 Laptop, wie soll das gehen?!? Ohne genau Werte, ohne Quellen, subjektiv???
Ich sage 1Million kWh

edit: als kleines bsp.:
Schon allein ein Ionenimplanter bei der CPU- Herstellung hat mehrere 10000 Watt!
 
ich weiss, dass das genau nur sehr schwer zu bestimmen ist, daher soll hier auch nur rein subjektiv geschätzt werden.
 
Poah, also, mit 4000 kwh darf man bestimmt rechnen. Viel geht ja schon bei der Waver-Herstellung drauf, dann die Produktionsbedingungen der nm-Prozesse (Reinraum, Überwachung etc.)

Schwierig zu schätzen, aber sowas wird schon bei rum kommen. :S

LG Stephan
 
Mein Tipp:
- Strom - 500 KW
- Wasser - 1.000 Liter

Gruß Flexibel
 
...ich tipp ma' 1600 kWh. So'n Jahresverbrauch könnt' ich mir vorstellen braucht das bestimmt. Also mit Bauelementen und allem drum und dran... jo.
 
... wenn auch die Energie zur Rohstoffgewinnung mitgerechnet wird könnte ich mir ca. 20 Jahre sprich: 1600 * 20 also 32000 ganz ohne probleme vorstellen.
Eventuell sogar noch mehr.
Allein Rohölgewinnung und Metallabbau und -verarbeitung sollten da schon gewaltige Summen in Anspruch nehmen.
 
Interessantes Thema...

Ich rechne mal mit Blick auf die Anschaffungskosten eines ThinkPads.
Bei einem fiktiv-durchschnittlichen Wert von 1000,- € können die Stromkosten imho kaum so hoch sein, wie hier bereits erwähnt.

Ich schätze auch 1000 kw/h, - bei angenommenen -,15 Cent pro kw/h wären das 15 % des Anschaffungswertes....
Selbst wenn der Strompreis in anderen Herstellungsländern exorbitant niedriger wäre, würde sich ein höherer Stromverbrauch m.M. hierzulande trotzdem auf den Preis auswirken.

Aber wahrscheinlich liege auch ich komplett daneben.

Viele inter-nette Grüsse,
Andreas :)
 
moin,

ja, du liegst weit daneben, und zwar bei den stromkosten.....

15 cent für die kilowattstunde zahlt der deutsche normalverbraucher, wegen steuern, mindermenge usw....

industriestrom kostet hier bei uns sicher nur 3-5 cent, und in china und anderen ausgebeuteten ländern, aus denen das metall kommt, wahrscheinlich nur 1 oder 2 cent.



naja, back to topic.
wirklich schwer zu schätzen, hab ja nichtmal ne vorstellugn, wleche metalle wo ausgebuddelt und gewonnen werden,...

ich sag mal 5000kw/h



jedenfalls kann man seinen alten 20 liter fressenden V8 geländewagen der umwwelt zuliebe besser noch 10 jahre weiterfahren, als ein 3 liter auto neu zu kaufen und den jeep zu verschrotten.
das 3liter auto ist da nämlich die größere umweltsünde, solange das alte "material" noch nicht ganz abgenutzt ist ;)


so ähnlich wirds wohl bei computern auch sein.



gruß
 
Hallo,

das ist sehr schwer zu bestimmen, einerseits sind es die Halbleiter (nicht nur die CPU) die einen wesentlichen Energieverbrauch haben, man denkt nur an den Halbleiterkristall der zuerst mal gezüchtet werden muß. Das Display ist hier sicher auch ein Thema. Auch die Metallgeheäuse sind nicht ohne in diesem Zusammenhang. Andererseits werden aber alle diese Materialien in Großserie produziert, etwa die Chips nicht nur für Lenovo sondern für alle. Da gibt es viele Effekte der Einsparung die sich gerade in diesem High Tech Sektor auch in Asien auszahlen. Transport muß man auch noch dazurechnen.Ich schraibe daher mal 300 - 600 khw, natürlich auch etwas abhängig vom Modell.

Viel schlimmer dürfte es aber mit Wegwerfelektronik sein (billige Radios,...) die igndwo im Hinterland in fragwürdigen Fabriken gebaut werden die Umweltschutz nicht einmal dem Sinne nah kennen. :huh:

Christian
 
Ein Tag Arbeit am Laptop bei 30W entspricht 0,72kWh
Die Rechnung hat nen dicken Haken.
Ich zumindest kenne niemanden der 24 Stunden am NOtebook arbeitet.

bei 30W würde ich hier eher nen Richtwert von 10 Stunden veranschlagen wenn man das Gerät neben 8 Stunden arbeit auch noch 2 Stunden privat nutzt.

Damit komme ich auf 0,3 kwh pro Tag.

Die Gesamtbilanz ? Sicherlich über 10000 kwg wenn man Transport mitrechnet. zudem verschlingt alleine die Magnesium-Titanlegierung schon wesentlich mehr Energie für die Verarbeitung als Aluminium.
 
[quote='Pommbaer',index.php?page=Thread&postID=755358#post755358]Ich zumindest kenne niemanden der 24 Stunden am NOtebook arbeitet.[/quote]

moin,

ich habe hier 2 stück 24/7 laufen, eins als server, und eins für die Ü-kameras.

desktopgeräte brauchen soviel strom, dass sich ein x60 innerhalb von 2 jahren durch stromeinsparung von selbst bezahlt, ein T40 hat man nach 1 jahr kostenlos ;)


nochmal zu dem gesamten kw/h verbrauch.


allein der transport vom verkäufer zum endkunden dürfte im schnitt etwa 10kw/h verbrauchen, wenn der käufer mitm auto zum laden fährt, noch weitaus mehr.
1 liter treibstoff enthält etwa 10kw/h. ein herkömmlicher kleinwagen verbraucht das wenn er kalt gestartet wird innerhalb von 5km, autos mit richtigem motor schaffen den liter auf den ersten beiden kilometern.

und die einzelteile werden ja auch nicht alle an derselben stelle hergestellt, müssen also auch transportiert werden.

das summert sich ganz schnell. nehmt nur mal nen einzelteil wie den akku. irgendwoher muss das lithium ja kommen, und das erdöl, aus dem die gehäuse gekocht werden, und die metalle (kupfer + blech), usw usw....
dann werden daraus an einer stelle die zellen hergestellt, woanders die elektonik zusammengebaut, und irgendwo die gehaüse gekocht und gegossen.
dann wird das alles wieder weitertransportiert, und woanders zusammengesteckt. dann wird der akku dorthin geschickt, wo er ins notebook gesteckt wird.

und alle, die daran arbeiteten, müssen zur arbeit hingelangen, und wieder nach hause. die hallen müssen geheizt oder belüftet weerden usw.

das ergebnis dürfte weitestgehend davon abhängen, in wie weit man das alles mit einbezieht.

.
wenn man das alles einkalkuliert wird auf jeden fall eine 4stellige zahl dabei rauskommen.

ich hoffe wir erfahren hier noch ein annähernd genaue schätzergebnis?


gruß
 
Interessant - Danke!

Hallo Ihr Schätzmeister,[quote='Pommbaer',index.php?page=Thread&postID=755358#post755358]Die Rechnung hat nen dicken Haken.
Ich zumindest kenne niemanden der 24 Stunden am NOtebook arbeitet.
[/quote]Recht hat er!

OK, mein Wissensstand ist, dass ein Computer ungefähr 4000kWh für die Herstellung braucht, wobei man natürlich nicht so genau weiss, wie die Systemgrenze gezogen wurde. Zählt der Fahrtweg eines Minenmitarbeiters noch dazu oder nicht?! Also sehr schwer zu sagen.
Aufgrund des Gebrauchs von Leichtmetallen und aufwendigerer Elektronik (Bauteile mit besonders wertvollen Edelmetallen, um die Leistungsdaten auf kleinem Volumen zu erreichen) würde ich auf 5000-6000kWh aufrunden, meine persönliche Meinung. Das lässt Green-IT in einem ganz anderen Licht erscheinen, zumindest wenn man funktionierende Hardware aufgrund von Öko-Beweggründen ersetzt. Andere Sache ist natürlich der Neukauf.

Mich interessierte eure Einschätzung, weil mir der immense Energieaufwand nicht bewusst war, bis ich es letztens selbst an verschiedenen Stellen gelesen habe. Ich kann die Energiemengen aber gut nachvollziehen. Mir war nicht bewusst, dass die Produktion eines einzigen Notebooks soviel Energie verschlingt, wie mein gesamter Privatstromverbrauch in 5 Jahren.

Es bestärkt mich in meiner Einstellung, vorhandene Recourcen bewusst weiterzunutzen, also den Kühlschrank - so er noch einwandfrei funktioniert - bis zum Gerätetod weiterzunutzen und erst dann den A++-Kühler in die Wohnung zu holen. Nicht, wie Verbrauchermagazine immer propagieren, einen 10Jahre alten Kühler obligatorisch zu tauschen - der Umwelt zuliebe.
Gleiches gilt wohl auch für Autos. Da frage ich mich schon lange, wie teuer es ist, Politiker in ihrer Gesetzgebung so zu beeinflussen, dass Umwelt-Prämie, Umwelt-Zone und anderer Umwelt-Pseudokrams dabei rauskommt.

Bezüglich der Schätzungen: streute ja schon sehr stark, aber im Mittel ist es wohl, wenn ich den Tip mit 1mio kWh vernachlässige (tut mir Leid, aber so ist das Endergebnis besser ;) selbst bei einem sehr günstigen kWh-Preis wär das Endprodukt nicht bezahlbar) landen wir hier im Durchschnitt bei 5025kWh. Habt Ihr gut gemacht :thumbup:

Vielen Dank
Tobi
 
Das lässt Green-IT in einem ganz anderen Licht erscheinen, zumindest wenn man funktionierende Hardware aufgrund von Öko-Beweggründen ersetzt. Andere Sache ist natürlich der Neukauf.
So gesehen ist jeder Ersatz Umweltkritisch. Die Frage ob ein Gegenstand bei der Herstellung jetzt 5000kwh oder 7000kwh verbraucht hat spielt so gesehen keine Rolle, denn der sparsamste Weg ist das was man aufzubrauchen bis ein Ersatz unumgänglich ist.

Ich versuche immer den "Spezialisten" mal die Wahrheit vor Augen zu führen, wenn die sich für mehrere Hundert Euro neue Hardware kaufen nur um dann 30W weniger zu verbrauchen als vorher.. die wirtschaftlichkeit liegt dabei immer weit im Keller, aber die sehen nur die gesparten 30W die sich bei durchscnittlicher Nutzung von 10 Stunden pro Jahr auf nichtmal 40€ summieren.
 
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