Warum werden Festplatten immer Kopfüber verbaut?

rutti

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14 Juli 2012
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314
Hallo @ All

Ich stelle mir schon seit langem die Frage, warum werden bei Notebooks die Festplatten immer Kopfüber eingebaut?
Also mit der Beschriftung nach unten und die Elektronik nach oben wenn das Notebook in Verwendung ist.

Da ich mir eigentlich keinen Reim daraus machen kann, möchte ich euch Fragen warum das so ist.

Bin gespannt ob es dazu eine technische Erklärung gibt.

Mit herbstlichen Grüßen aus Oberösterreich
 
Der hätte auch umgekehrt eingelötet werden können. Wo liegt der technische Grund wirklich?

Geht nicht allein um die Richtung, sondern auch darum, dass der Stecker unten auf der Festplatte sitzt. Wäre ich Ingenieur würde ich A den geringsten Hebel und B den billigeren Stecker/Buchse nehmen.
Davon ausgehen, das die Platine in den durschnittlichen Laptops mittig im Chassis sitzt wäre Kopfüber wohl der direkteste Weg vom SATA-Anschluss der HD zur Platine und der Buchse. Umgedreht (mit der Schrift Richtung Tastatur) müssten ein paar Milimeter mehr überbrückt werden, was wieder zu den oben genannten Problemen führen könnte.

Aus Gründen der Lesbarkeit kann ich mir dagegen kaum vorstellen, denn der Mehraufwand des Ausbaus im Vergleich zur Software-Identifikation ist so hoch, dass die damit nichts mehr gewinnen (1 cm weiter raus und umdrehen ist dagegen keine Arbeitsersparnis). So vermute ich da schon einen ernsthaften technischen Hintergrund, wobei ich damit nicht behaupten möchte, das meine Annahme richtig ist.

Vielleicht ist es auch noch ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen und da es sich bewährt hat wurde es zur Tradition, auch wenn es heute keinen wirklichen Grund mehr gibt.

Grüße
 
Interessante Überlegungen.

vermutlich wird es wirklich eher eine Designfrage sein. Ich meine ein Bautechnisches Design. Platz, wenig Kabel Adapter usw Plus Hebel Wirkung.

Vielleicht können wir ja mal einen Entwickler in unseren Reihen begrüßen und diesen Fragen.
 
Also ich würde sagen die ideale Einbaulage ist gegeben wenn die Festplatte drehbar gelagert ist:
Beim lesen Anschluss nach unten, dann fallen die Daten leichter raus und beim Schreiben Anschluss nach oben zwecks besserer Füllung....
....ich glaub ich geh lieber...:rolleyes:

Absolut genial! Jetzt müsste man sich eine entsprechende Vorrichtung überlegen und patentieren lassen...
 
vermutlich wird es wirklich eher eine Designfrage sein. Ich meine ein Bautechnisches Design. Platz, wenig Kabel Adapter usw Plus Hebel Wirkung.
Genau das ist es:
Baue ein Systemboard aus, lege es auf den Tisch und eine HDD mit Label nach oben daneben. Ihr werdet feststellen, dass die Anschlüsse gegen das Board stoßen. Dreht man die HDD auf den Kopf, kann man fast ungehindert die HDD am Anschluss anschließen.

Will heißen:
HDD mit Label nach oben setzt höhere Basecover voraus.
Selbst bei einigen ThinkPads der "Ziegelstein-Generation" war die HDD mit dem Label nach unten verbaut (z.B. 760), da der Anschluss für den Caddy auf dem Board nach oben ragt, dass man den Caddy von oben auf die Buchse drücken konnte. Mit Etikett nach unten konnte eine flachere Bauweise erreicht werden.
 
Nach dem Durchlesen des Threads und viel Grinsen wird das wohl die plausibelste Erklärung sein ;)
 
Wenn ich hier sitzend mal nach Australien blicke, dann sitzen dort die Festplatten von hier aus gesehen, alle richtig rum drin SCNR

Duck und wech....

Habe meine SSD und HDD beide dann also in beide Richtungen betrieben. Konnte keinen Unterschied feststellen ;)
 
Genau das ist es:
Baue ein Systemboard aus, lege es auf den Tisch und eine HDD mit Label nach oben daneben. Ihr werdet feststellen, dass die Anschlüsse gegen das Board stoßen. Dreht man die HDD auf den Kopf, kann man fast ungehindert die HDD am Anschluss anschließen...

Übliche 2,5" Festplatten ragen dann ohnehin einige mm noch nach aussen, sodass dieser Platzgewinn zu Nichte geht. Wäre die Platte auf die Höhe des Anschlusses reduziert, so wäre es wieder vollkommen egal. Das Basecover schliesst ohnehin alles bündig ab (http://s14.directupload.net/images/121020/rfilx3bj.png :D). Hätte die Platte die Bauhöhe des Anschlusses, so wäre dies ohnehin wieder egal. Also Platzgewinn kann ich mir hier nicht vorstellen.


Wie wäre es hiermit:
- Kleinere Bauhöhen lassen sich einfacher bei der Herstellung umstellen, indem die spezifische Stelle des Basecovers einfach mehr nach Innen ragt, oder per Polster überbrückt wird - umgekehrt würde das die Platte vom Notebook Inneren wegdrücken und zu einer Schräglage und mehr Aufwand beim Einbau führen.
(http://s7.directupload.net/images/121020/gcbegyq5.png)
- und last but not least... einige hier werden schon diverse Notebooks zerlegt haben, und ich bezweifel das sich das Gerät auf einer Hebebühne befindert - es wird also gedreht, ergo ist die Platte, und andere Bauteile, für den Techniker in dem Moment doch richtig herum... man man man :D


Ich glaube also nicht das es sich zwangsläufig um hohe Designkunst handelt, sondern einfach praktischer ist.

just my 2 cents.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was wurde eigentlich bei den Festplatten konstruktiv geändert, daß die inzwischen in allen Lagen betrieben werden dürfen?
Ich habe in einem PC noch eine alte Fujitsu-HDD (3,5", SCSI, 500MB), die darf nur in 3 verschiedenen Lagen eingebaut werden (Label nach oben, auf der linken Seite oder auf der rechten Seite) und da auch nur mit max. 5° Abweichung. :confused:

Gruß
Micha
 
Ist die HDD beim x61t aus Andersrum verbaut? Hab Sie zwar schon ein paar Mal ein- und ausgebaut, aber noch nie drauf geachtet.
 
Ist eigentlich irgentwo klar definiert, wo bei einer Laptop Festplatte oben und unten ist?
Finde nix im Netz.Hat sich also eingebürgert das dort wo die Beschriftung ist, oben zu sein hat.
Denke aber mal dort, wo der Controller und der Motor sitzt oben ist, da hier die meiste Wärme entsteht.
Wird dann ins Laptopgehäuse abgeführt und nicht ins Plattengehäuse
Also ist für mich "Oben" unten und umgedreht. Dann wäre ja alles richtig.
Verfallsdaten werden bei Dosen ja auch auf den Boden gedruckt. :cool:

:facepalm: Alle zuviel Zeit hier :rolleyes:
 
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