Vorstellung VHS Digitalisierung meiner Setups

DocMabuse

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Moin Leute,

Ich wollte euch mal meine Setups vorstellen mit dereb Hilfe ich VHS, MiniDV und bald auch 8mm digitalisiere.

Ich habe das Projekt angefangen, da mich jemand in unserem ReparaturCafe fragte, ob dies möglich sei.

Natürlich ist es in diesem Rahmen aus Zeitgründen kaum möglich, sowas zu realisieren.

Ich fand in einem Sozialkaufhaus eine originale und nie genutzte Version von Magix um eine VHS Recorder an einen Windows 7 PC anzuschließen.

Da ich gerade einen HP 630 ThinkPad Client erstanden hatte, installierte ich W7 auf die 32GB SSD.

Einen alten VGA Monitor und Tastatur mit Maus hatte ich eh da.

Ohne viel zu rum zu reden, das Setup macht das, was es soll. Die alten VHS Kassetten werden direkt mit diesem Tool digitalisiert und abgespeichert.

Für MiniDV hatte ich bereits einen alten Camcorder von Sony zu Hause. Das Problem war nur, ich hatte kein Gerät mit einem Mini firewire Anschluss.

Also besorgte ich mir einen t400 und und stattete es mit einer 1 TB Festplatte und Linux Mint aus.

Warum keine SSD? Weil festplatten günstiger sind und mehr Speicherplatz bieten.

So angeschlossen macht der Camcorder seinen Dienst, via dvgrab und ffmpeg.

Alles in allem war es ein relativ billiges und günstiges und auch zuverlässiges Setup.


Alles in allem funktioniert alles wunderbar. Es ist nur relativ zeitintensiv, da alles in Echtzeit berechnet wird

Was sagt ihr dazu bzw. Habt ihr auch Bedarf?
 

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Tolles Projekt,
kann man sich echt mal antun, wenn man noch VHS Kassetten herumliegen hat. Kannst du was zu den Anschlüssen sagen. Wie hast du zb den Videorecorder angeschlossen?
 
Coole idee - ich hatte noch Kindheitsvideo von mir. Von Panasonic gab es mal eine dvd-hdd recorder, der via lan die files ausgeben konnte. Das hat auch astrein funktioniert.
 
Hatte mich tatsächlich vor ein paar Tagen auch mit dem Gedanken beschäftigt, aber wie üblich ein bisschen im Rabbit Hole gelandet.
Nach dem Motto "wenn schon, dann richtig", primäre Quelle war dieser Reddit-Thread bzw das da verlinkte Forum:
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Angesichts der Preise für die empfohlenen Komponenten, hab ich da aber noch nicht mit angefangen, steht aber weiterhin auf der Agenda. Bei den Eltern oder Bekannten liegt ja doch noch einiges als VHS herum, sei es privater Natur oder auch kommerzieller Content, der aber ggf auf keinem anderen Medium vorhanden ist.

Analog sieht es auch mit DVDs aus, da bin ich gerade mit dem Setup von ARM fertig und die Arbeit kann beginnen.
 
Wenn es um Digitalisierung geht, schau mal im Gleitz-Forum vorbei. Viel tut sich da zwar nicht (nicht mehr), aber als Archiv zum Fachwissen ist es Goldwert und man erhält eigentlich immer noch viele brauchbare Hinweise und Tipps.

Grüße Thomas
 
Mache ich ähnlich. Aus diesem Grund hat mein aktueller Rechner auch eine FireWire-Karte bekommen. Wenn man in ffmepg einen yadif-Filter einstellt, sehen die Videos ganz brauchbar aus.
 
Vor dei Jahren wollte mein Opa seine recht umfangreiche VHS-C- und Mini-DV-Sammlung auf den Rechner zu ziehen. Die alte Kamera (kompatibel zu beiden Formaten funktionierte auch noch.

Es war aber absehbar, dass die Einarbeitung in eine Videoschnittsoftware ihn überfordern würde, und weder mein Vater noch ich wollten tagelang DJ (oder eher "CJ") spielen. Also habe ich mein altes FSC Amilo Si 1520 (X60-Konkurrent mit 4-Pol-Firewire-Port) ausgemottet, eine 2TB-HDD eingebaut, und eine 1-Klick-Lösung mit dvgrab für meinen Opa gescriptet, mit der er nur noch Kassette wechseln und einen Button klicken musste.

Nach zwei Wochen brachte mein Opa das Notebook zu meinem Vater, ich habe die HDD ausgebaut und an den Desktop-PC (Ryzen 5 2600 - damals der stärkste Rechner in der Familie) angeschlossen, und mit einem zweiten Script (fmpeg) innerhalb von zwei Tagen alle Videos h264-encodiert (das wollte ich dem Amilo dann doch nicht mehr zumuten).
 
Bei mir war es das Digitalisieren von fast 200 VHS-Kassetten während der ersten Corona-Homeofficezeit. Die große Herausforderung waren dabei die extrem unterschiedlichen Laufzeiten der Kassetten, sprich bis zu 8 Stunden (Longplay einer 240er).

Was mich davor immer zuverlässig davon abgehalten hatte, das mal in Angriff zu nehmenm war zum einen der Aufwand mit einem ständig laufenden PC in Kombination mit den besagten Laufzeiten und bei praktisch allen USB-Grabbern und auch den TV-Karten die Asynchronität von Bild und Ton. Schwierig fand ich da auch immer, den richtigen Tonpegel zu finden. Von den entstehenden Dateigrößen bei 8h nicht zu reden.

Gemacht habe ich es dann mit einem Panasonic HDD-DVD-Recorder (DMR-EH595), der über Scart vom VHS-Videorekorder aufgenommen hat. Die Aufnahme habe ich dann vom Panasonic auf wiederbeschreibbare DVDs schreiben lassen und dann am PC die VOB-Dateien mit VOBMerge wieder zusammengefügt. Die VHS-Laufzeiten habe ich immer vorher über das Echtzeitzählwerk des Videorekorders bestimmt und entsprechend die Aufnahmequalität eingestellt (Zielgröße war immer DVD-Größe=4.7Gb). Minimal 1h, maximal 8h, Auflösung war immer 352x240. Dabei war auch bei 8h immer alles synchron und die Bildqualität (für mich) völlig ausreichend. Die Tonqualität war ebenfalls hervorragend (nu

Ich habe dann immer morgens und abends eine Aufnahme gestartet und dann noch ein zweites identisches Setup gekauft. Diese Panasonic-Teile gab es damals für 60€. Größte Vorteile waren für mich der minimale Hardwareaufwand, kein Umcodieren nötig und dass es unbaufsichtig laufen konnte.

Hat für mich damals perfekt funktioniert. Nur die Videoköpfe der teilweise 35 Jahre alten Kassetten brauchten zwischendurch öfters mal ne Reinigung ;)
 
Ich hab irgendwo im Keller auch noch einen guten S-VHS Rekorder und einen Toshiba D-R1 DVD-Rekorder mit dem ich damals auf DVD oder DVD-RAM kopiert habe.
 
.... oder auch kommerzieller Content, der aber ggf auf keinem anderen Medium vorhanden ist.
"kommerzielle"n Content von VHS würde ich nur digitalisieren, wenn es um Material geht, welches nirgendwo oder sowieso nur in schlechter Qualität digital verfügbar ist. Nach heutigen Maßstäben ist die Bildqualität von VHS-Filmen und VHS-Videos einfach grausig.
Ich habe vor Jahren privates Material digitalisiert, in der Familie rumgefragt, ob noch jemand etwas digitalisiert haben möchte und dann den JVC-VRC an einen Senior verschenkt, der sich sehr darüber gefreut hat. Ich kann und will nicht alles sammeln.
 
Um die volle Qualität von VHS ins Digitalzeitalter rüber zu retten gab es zudem bloß begrenzt Zeit ab Aufnahme. Ein Kumpel hat vor 20 Jahren Videos von unseren Aktivitäten der späten 80er und frühen 90er digitalisiert. Die Bildquali hatte da schon schwer nachgelassen, Audio noch einwandfrei inkl der typischen unangenehmen Windgeräusche von Homevideos.
Musikaufnahmen ließen sich auf VHS länger archivieren als auf Kassette, da kam wohl irgendwann ein Modus hinzu, der schon im digitalen PCM Format war.
 
Tolles Projekt,
kann man sich echt mal antun, wenn man noch VHS Kassetten herumliegen hat. Kannst du was zu den Anschlüssen sagen. Wie hast du zb den Videorecorder angeschlossen?
Ist quasi Idiotensicher, wahrscheinlich nicht dass was man als professionell bezeichnen kann.

Ich merke schon, dass hier in Forum echte Cracks sind.
Ich bin mit den beiden Setups echt zufrieden, zumal ich keinerlei Ahnung davor David hatte.

Ich wollte mal ne kurze Rechnung aufmachen,was mich die Hardware gekostet hatte:

-Monitor 14 Zoll vom Sperrmüll
-Videorecorder ist ebenso da keine FB existent
-HP T630 (neu von Piosparts für 30€ in 2023)
-Tastatur und Maus aus der Grabbelkiste
-Magix Software ungeöffnet 1€
-T400 Lappi aus dem Forum 20€ (Topzustand)
- Sony Camcorder aus 2007 für ???

Also alles in allen kein Aufwand, zudem ich den HP T630 zum Retro-Gaming nutzen könnte.
 

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Ich wollte das alles auch mal in Angriff nehmen, allerdings habe ich nach mehreren Stunden Lesen aufgegeben.

Meine Route wäre gewesen: Rechner mit TB-Anschluss, Intensity Shuttle an Rechner via TB, einen "guten" VCR an das Intensity Shuttle.

Das Intensity Shuttle war damals schon nicht günstig und einen guten VCR zu finden war damals auch die Hölle.
 
Ansonsten gibt es ja auch Dienstleister für sowas, wenn man sich nicht selbst damit beschäftigen möchte. Für den Erhalt von Erinnerungen ist es vielleicht besser so, als wenn man selbst mit wenig Erfahrung und "billigem" Equipment nur mäßige Ergebnisse erzielt.

Grüße Thomas
 
@mectst da gebe ich dir grundsätzlich Recht geben. Allerdings waren meine Erfahrungen mit "professionellen" Anbietern eher mau. Ich hatte das Gefühl, dass da mit wirklich sehr günstiger Hardware gearbeitet wurde und die Ergebnisse waren entsprechend meh.
 
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