Versteckte Ordner per Multitouch-Geste öffnen

Danton

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Auch ich habe eine Privatsphäre und private Dateien auf meinen PCs. Nur leider muss ich diese häufiger mal aus der Hand geben, weshalb ich nach einer Lösung gesucht habe, einzelne Ordner mit Passwort zu schützen. Dafür gibt es einerseits Drittanbieter-Software, welche ich nicht unbedingt nutzen wollte, und andererseits mächtige Verschlüsselungsfunktionen von Windows, Bitlocker.

Auf der Suche im Internet, wie sich mit Windows-Boardmitteln ein Passwortgeschützter Ordner erstellen lässt, bin ich auf ein Batchscript gestoßen, welches diesen Zweck relativ einfach und elegant löst, allerdings einen Schönheitsfehler hat, denn das Passwort zum öffnen liegt im Quelltext, lässt sich also von jedermann einfach betrachten, indem man die Batchdatei mit einem Editor öffnet.
Dabei hat mir dann der bekannte "Batch to exe-Converter" geholfen, welcher das Programm für einen kompiliert, und den Quelltext nicht mehr so einfach lesbar macht.

Trotzdem musste ich noch umständlich in den Ordner navigieren, und auch das wollte ich mir sparen.
Vom SL510 kannte ich ja die Multitouch-Funktionen des Touchpads, und unter anderem die beiden frei Konfigurierbaren Gesten im Treiber - das "Doppeltippen mit zwei Fingern" und den "Dre-Finger-Druck".
Im Synaptics-Treiber (Systemsteuerung->Maus->Letzte Registerkarte->Touchpad->Gesten) kann man ein beliebiges Programm auswählen, welches beim "betätigen" dieser Gesten geöffnet werden soll, dafür nahm ich nun mein batchscript - nunja, mein kompiliertes Batchscript.

Das klappte eine Weile ganz gut, bis zum nächsten Neustart, denn dann schien das Script den Ordner nicht mehr öffnen zu wollen, und gab immer nur die Meldung aus, das der Ordner "locked" wäre, wenn man das Progämmchen aber direkt aus dem Ordner hinaus startete, funktionierte es.
Ich kam zu der Vermutung, dass das Script in einem anderen Ordner gecachet wird, und setzte in einer der obersten Zeilen die Aufforderung, doch bitte zu erst in den Ordner zu wechseln, in welchem sich der Private-Ordner befindet.


Seitdem funktioniert auch das problemlos, und ich kann bequem per Doppeltippen die Passwortabfrage starten, nach der Eingabe des richtigen Passwortes öffnet sich der Privatordner in einem eigenen Fenster, und ich muss dann nur nochmal Doppeltippen und das Fenster wieder schließen, um ihn wieder verschwinden zu lassen.


Code:
cls
@ECHO OFF
cd <Pfad wo der Ordner sich befindet>
title Folder <Gewünschter Ordnername>
if EXIST "Control Panel.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}" goto UNLOCK
if NOT EXIST Private goto MDLOCKER
:LOCK
ren Private "Control Panel.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}"
attrib +h +s "Control Panel.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}"
echo Folder locked
goto End
:UNLOCK
echo Enter password to unlock folder
set/p "pass=>"
if NOT %pass%==<Wunschpasswort hier hin> goto FAIL
attrib -h -s "Control Panel.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}"
ren "Control Panel.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}" Private
echo Folder Unlocked successfully
%SystemRoot%\explorer.exe /e,"<Ordnerpfad, an dem sich der unsichtbare Ordner befindet>\<Gewünscher Ordnername>"
goto End
:FAIL
echo Invalid password
goto end
:MDLOCKER
md Private
echo Private created successfully
goto End
:End

Vielleicht findet das ja noch einer praktisch. :rolleyes:
 
Klingt gut, aber Bitlocker gibt es nur bei Ultimate und Enterprise???
 
Nice :thumbup: Werde das bei zeiten mal testen, habe auch lange nach soetwas gesucht!
 
Das klappte eine Weile ganz gut, bis zum nächsten Neustart, denn dann schien das Script den Ordner nicht mehr öffnen zu wollen, und gab immer nur die Meldung aus, das der Ordner "locked" wäre, wenn man das Progämmchen aber direkt aus dem Ordner hinaus startete, funktionierte es.
Ich kam zu der Vermutung, dass das Script in einem anderen Ordner gecachet wird, und setzte in einer der obersten Zeilen die Aufforderung, doch bitte zu erst in den Ordner zu wechseln, in welchem sich der Private-Ordner befindet.
Das hat nichts mit "cachen" zu tun, sondern einfach mit der Frage, in welchem Ordner ein Befehl ausgeführt wird.
Wenn du "dir" aufrufst, kommt ja je nach Kontext eine andere Ausgabe: Du bekommst jeweils den Inhalt des aktuellen Ordners ausgegeben.
Und genauso hat jedes andere Programm einen Arbeitsordner.
 
@PPrecht, es gibt nur Win 8 und Win 8 Pro für Privatanwender und halt Enterprise...
 
Ist der inhalt vor einer simplen suche auch verteckt?

Vor kurzen neugierigen blicken schützt das sicher.

Wenn jemand aber genauer hinschaut wird das relativ einfach zu umgehen/entdecken.

Hier die beschreibung wie man an deinen "geschützen" ordner kommt ohne das passwort zu kennen.

- Versteckte/Systemdateien ausblenden deaktivieren
- den jetzt sichtbaren ordner umbennen




Ich weiß nicht was ein batch to exe converter genau macht aber ich vermute wenn man die exe in einem editor aufmacht findet man dort ebenfalls das passwort im klartext


Wenn du ernsthaft etwas verstecken willst hilft wohl nur ein verschlüsselter container
 
Das hat nichts mit "cachen" zu tun, sondern einfach mit der Frage, in welchem Ordner ein Befehl ausgeführt wird.
Ja, das meinte ich damit. Also dass der Touchpadtreiber die exe an einen anderen Ordner verfrachtet, cachen war vielleicht etwas blöd ausgedrückt, ja :D

Ich weiß nicht was ein batch to exe converter genau macht aber ich vermute wenn man die exe in einem editor aufmacht findet man dort ebenfalls das passwort im klartext
Nein, da sieht man natürlich nix im klartext, das wäre ja witzlos :D
Ich vermute, dieser "Converter" kompiliert die batchdatei.

Klaro, wenn ich ernsthaft etwas verstecken will, dann mache ich das natürlich anders, und verschlüssele die Datei natürlich auch noch, aber das will ich ja nicht unbedingt, der Ordner erfüllt eigentlich schön seinen Zweck, finde ich :D
 
Hast du schonmal eine exe datei in einem Editor angeschaut?
Du wirst erstaunt sein wieviel lesbarer Text da drin ist.

Solange der Konverter keine Komprimierung durchführt wird jeder Ausgegebene Text und auch das Passwort lesbar sein.
 
Hast du schonmal eine exe datei in einem Editor angeschaut?
Du wirst erstaunt sein wieviel lesbarer Text da drin ist.

Solange der Konverter keine Komprimierung durchführt wird jeder Ausgegebene Text und auch das Passwort lesbar sein.
Evtl. ist ein HexEditor nötig, damit man das besser lesen kann. Sonst stimmts natürlich. Aber da der Ordner nur als Versteckt bzw. als Systemdatei markiert wird, braucht man eh gar kein Passwort, sondern muss einfach nur Systemdateien einblenden lassen. Vor dem Zufallsblick schützt es natürlich.
 
Also wenn ich die exe in GVIM öffne, dann sehe ich da nichts des eigentlichen Quelltextes als Klartext drin. :p
 
Kannst du mal eine kompilierte Datei hier hochladen? Oder falls das Forum .exe verbietet eben umbennen oder irgendwo anders hochladen. Kannst ja das Passwort auch eben ändern :)
 
Hm, mach ich dann wohl morgen Abend, denn ich bin grade nur noch am Handy online, und das wird sich wohl bis morgen um 18 Uhr leider auch nicht ändern. ._.
 
Natürlich ist da nichts mehr vom Quelltext zu sehen und viel unlesbares Zeugs drin.
Aber individuelle Texte wie "folder locked", "invalid passoword" und dein passwort können nicht "kompiliert" werden und bleiben somit lesbar.

Oder anders gefragt: Wie wird Text gespeichert?

Solange er nicht komprimiert/verschlüsselt wird bleibt er lesbar.
 
Achso. Ja, natürlich, das Passwort bleibt codiert erhalten, ja. Aber man kann es halt nicht mit einem klick lesen wie in der batchdatei :D
 
Hab jetzt mal den converter von f2ko benutzt, da ist tatsächlich kein einziger Text mehr lesbar.
Wird wohl komprimiert und oder Verschlüsselt.


Warum ich auf die Idee gekommen bin dass es noch lesbar sein könnte:
Wird in einem C-Code eine Ausgabe auf die Konsole gemacht ist der Text später in der Exe lesbar da standardmäßig keine komprimierung durchgeführt wird.
 
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