Vergessene oder aussterbende Worte/Begriffe

ingolf

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14 Nov. 2004
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715
Hallo ins Forum:

Dieser Beitrag ist zwar sehr Off-Topic (liebe Moderatoren, Ihr könnt den Beitrag auch gerne wieder schließen), aber mich würde schon interessieren, welche Worte oder Begriffe aus Eurer Sicht (müssen nicht unbedingt technischen Bezug haben) in Vergessenheit geraten oder vom Aussterben bedroht sind.
Ich mache einfach mal den Anfang:
- Telegramm
- Bildschirmtext
- Mikrocomputer
- Heimcomputer

Grüße, Ingolf :whistling: .
 
Erstmal entfernen wir das Grobe mit der Handeule, bevor im Nachgang das Fatuch zum Einsatz kommt. Letzteres spülen wir zwischendurch im Eimer, der am Handstein gefüllt wurde. Jetzt widmen wir uns niederen Gefilden, nachdem der Feudel um den Leuwagen gelegt wurde... :cool:

Hat vermutl. 'was von einem Rätsel für Einige von Euch :D

.
 
Grundsätzlich würde ivh mal sagen, dass jede Art von Mundart oder "Platt", nicht bezogen auf das Plattdeutsch, mehr und mehr verschwindet. Leider.





Gruß aus Trier
 
Gibt aber auch Gegenbewegungen... die Uni Kiel ist zB. stolz, Friesisch anbieten zu können :thumbsup:
 
die_matrix' schrieb:
Grundsätzlich würde ivh mal sagen, dass jede Art von Mundart oder "Platt", nicht bezogen auf das Plattdeutsch, mehr und mehr verschwindet. Leider.



Gruß aus Trier


Na des stimmt so net ;-)
Wobei Mundart ist ja nicht gleich Dialekt und Sprachfärbung bei weitem keines von beiden ;-)
 
einposter' schrieb:
@ gatasa: war ja klar, daß irgendwann der Münsterländer Klare ins Spiel kommt *lach*

willst du denn immer das bier so trocken runterwürgen?
bei uns gilt immer noch das beidhändig reißen. ein herrengedeck sind nun mal ein pils und ein korn, naturlich aus der heimischen örtlichen kornbrennerei.

zur not geht aber auch der einzige likör, der hier akzeptiert wird: "Nienkärkske Wind" mit 42 prozent :thumbsup:

übrigens ist plattdeutsch kein dialekt oder mundart, sondern eine eigenständige, dem holländisch verwandte sprache.
ein zitat aus wikipedia.de bestätigt das:
"Sie gehören – mit den hochdeutschen und niederländischen Mundarten – zum Dialektkontinuum der kontinentalen westgermanischen Mundarten. Weiter weisen die niederdeutschen Dialekte Ähnlichkeiten mit dem Englischen und dem Friesischen auf."

gruß in't huus

gatasa
 
gatasa' schrieb:
übrigens ist plattdeutsch kein dialekt oder mundart, sondern eine eigenständige, dem holländisch verwandte sprache.
richtig, aber
gatasa' schrieb:
ein zitat aus wikipedia.de bestätigt das:


Sowas tut mir immer weh zu lesen........es ist nur Wikipedia ...nicht die heilige dogmatische Schrift ;-)
 
Die heilige dogmatische Schrift ist aber auch nur auf Papier/Pergament geschrieben, welches sich durch seine Geduldigkeit auszeichnet.
 
gatasa' schrieb:
willst du denn immer das bier so trocken runterwürgen?

Nene, gatasa, so trocken ist nicht wirklich pralle. ABER: *ein* Bierchen geht immer, auch mit KFZ. Und da ich den grauen Lappen ungern in die nördlichste Großstadt Deutschlands schicken will, lasse ich die Finger vom Herrengedeck :whistling:
 
gatasa' schrieb:
übrigens ist plattdeutsch kein dialekt oder mundart, sondern eine eigenständige, dem holländisch verwandte sprache
:thumbup: Stimmt. Sinds ik Nederlands spreek begrijp ik het platduits zonder blikken of blozen.... :thumbsup:
 
Himalaya' schrieb:
gatasa' schrieb:
übrigens ist plattdeutsch kein dialekt oder mundart, sondern eine eigenständige, dem holländisch verwandte sprache
:thumbup: Stimmt. Sinds ik Nederlands spreek begrijp ik het platduits zonder blikken of blozen.... :thumbsup:

holländisch verstehen kann ich bis apeldorrn und zwolle, wenn die leute so freundlich sind und nicht zu schnell reden, dann wirds aber schlechter. im reinen grenzgebiet kann man sich noch relativ gut auf platt mit den holländern unterhalten.
hier ist meine frau mir aber weit überlegen, in ihrer familie wurde zu hause nur platt gesprochen. meine frau musste in der schule erst hochdeutsch lernen.
lustig war es mit meiner schwiegermutter, die immer erst in hochdeutsch einen satz anfing und zum ende immer in platt verfiel.
die hat mit ihrem platt sogar mal so einen urbayern dazu gebracht, hochdeutsch zu radebrechen. sie hatte sich über ihn geärgert, weil er erkennbar absichtlich bayrisch sprach und dies nicht wirklich verständlich. darauf häv sie us up plat sächt, nu küart wi äs plattdüütsch und er verstand nichts mehr. da er neugierig war, hat er auf hochdeutsch nachgefragt, was das denn für eine sprache sei. als er hörte, dass wir platt gesprochen haben, war er überrascht und ab dann konnte er mit einschränkungen hochdeutsch.

gruß in't huus

gatasa
 
Bei "Platt" kann man nach mehrwöchigem "Einhören" immerhin meist zumind. den Sinn eines Satzes verstehen... probier' das 'mal mit Friesisch :wacko:

Wobei man mit "platter" Vorbelastung friesische Texte oftmals erstaunlich gut versteht...

http://www.friiske.de/repository/1/plugin_data/links/42_1.pdf

Da dürften die Engländer mit dem Gälischen deutlich weniger Chancen haben :D
 
Ich kann es im Moment leider nicht an einem bestimmten Begriff festmachen, aber manchmal bewundere ich die Österreicher, was für schöne traditionelle Worte Sie benutzen. In manchen Beziehungen habe ich das Gefühl, dass es dort noch beschaulicher ist als in D. Bin jedenfalls gern dort!

Grüße,Cunni

PS: Ich habe was... dort studiert man nicht Jura, sondern das Jus :thumbsup:
 
Das einzige was nicht aussterben darf ist Kölsch. Das klingt und liest sich wenigstens noch lustig. :D
 
zählen den auch alte ausdrücke in meiner "sprache"

schmetterling = pfyfoltru
eidechse = lischeeturu oder latüchji , gibt noch einig mehr
grimassen schneiden oder clownerie = moojini clown = mooji
wein = wii , aber nichts zum spielen sondern zum trinken
türe = d`Poort oder z`Tiri
türklinke = z`Ginschet

ein text beispiel auf wiki eventuell unverständlich für euch,
blattdeutsche oder ostfrisen haben aber gute chancen :w00t:

sprachherkunft wiki ist da nur halb so gut.

viel spass beim lesen

greeTz, lyvi
 
für das schweizer fernsehen brauche ich immer einen untertitel, freundlicher weise wird auf 3sat dies bei einigen filmen so gemacht.

österreichisch ist manchmal wirklich spaßig, z.b. matura (die reife) für abitur (davongehen) oder kieberer für kommissar. aber das ganze wird immer getoppt von der aussprache.

gruß in't huus

gatasa
 
Auf de-AT sind nicht nur die landesspezifischen Ausdrücke zu beachten. Nein auch die sich im Gesprochenen unterscheidende Grammatik
ist wichtig: Wir benutzen v.a. selten den Imperfekt - dieser wird zu 80% durch den Perfekt ersetzt. Außerdem laufen wir nicht wohin, sondern gehen
wohin. In Ö gehen v.a. aus dem F stammende Wörter verloren wie: Trottoir (AT:Gehsteig D:Bürgersteig), Portemonnaie, Bureau, Coiffeur, etc.
Auch beim Bier hört man in Ostösterreich immer seltener das Wort Seidl (für 0,3l) es setzt sich das "kleine Bier" durch (genauso wie das Lager vom Pils
verdrängt wird)
Schluss mit dem Lamento
Gruß,
stoffi
PS. edith sagt: da kieberer der a net immer a haberer (Freund) ist, ist schlichtweg sehr tiefer (breiter) Dialekt
 
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