USV mit Steckdosenleiste gesucht

elchmartin

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Hallöchen liebe alle!
Ich hänge mich mal hier dran. Bei Interesse könnten wir das Thema auch ausgliedern.

Bisher habe ich das Stromausfall-Thema und somit auch USVs gekonnt ignoriert. Da mein Heimserver-Klimbim nun ja etwas gewachsen ist und mir dann die Daten doch recht kostbar sind und ein Rückspielen des Backups 2 Tage braucht, spiele ich nun mit dem Gedanken, da mal ran zu gehen.

Vorweg sei gesagt, dass ich in den fast 4 Jahren, die wir nun in unserem Eigenheim wohnen keinen ungeplanten Stromausfall hatten.
In der Region ist sowas auch recht ungewöhnlich/selten. Die gesamte Hauselektrik ist gerade neu, da ist auch seit 4 Monaten kein Wurm zu erkennen :whistle:

An die USV sollen natürlich der Heimserver, Sinn macht vielleicht auch die Fritzbox und der Switch. Somit behielte ich auch rudimentäre Kontrolle über mein SmartHome ;)

Geruch, Gefiepe oder anderes Generve spielen keine Rolle, das Server-Rack steht im Keller.
Derzeit zieht das Gesamtkonstrukt durchgängig knapp 100W (gemessen der Steckdose), das beinhaltet allerdings auch den Drucker im Standby. Jener darf natürlich ausgehen, wenn der Strom weg ist. Über den Verbrauch des Gesamtsystems will ich nicht Diskutieren, der ist zu hoch.

Ich denke wenn ich eine Stützzeit von 15min plane, haut das locker hin.
Ich überlog nun an folgendem:
Kann man das nehmen? Spricht was dagegen? Derzeit für ~€175 zu bekommen ... da jetzt viel mehr zu investieren, macht meine ich wiederum wenig Sinn. Die Rackmount-Möglichkeit finde ich sehr nett, dann kann die USV mit ins Schränkchen.

Was denkt Ihr?
 
Die Batterien im Inneren der USV dürfen nicht vom Benutzer ersetzt werden. Die
Wartung der Batterien ist ausschließlich zugelassenem Fachpersonal gestattet.
Anders z.B. bei den meisten APC-USV, deren Akku teilweise sogar im laufenden Betrieb auswechselbar sind.
Zudem besitzt diese USV keine "Management"-Funktion, man kann so nicht den Zustand des Akkus abfragen und kann den angeschlossenen nicht veranlassen, herunterzufahren, bevor der Akku erschöpft ist.

Praktisch ist bei o.a. Gerät die Rack-Montagemöglichkeit.
 
Laut User Manual aber nur zum laden von USB-Geräten, aber kein Datenaustausch.
 
Für die Fritzboxen, die von dem Problem mit falsch dimensionierten Kondensatoren betroffen sind(1nF statt 100nF und zwar alle 7590er der ersten ca. 3 Produktionsjahre und ne noch teurere 4G Box) sind neben Power Zyklen sogar ganz normale Reboots gefährlich,weil da die Wlan-Chips zeitweise außer Betrieb sind und ihre Spannungswandler dann ne mords Überspannung produzieren. Denen ist aber auch mit Schonung auf Dauer nicht zu helfen.
 
Hey es geht nicht um eine möglichst lange Stützzeit für deinen Server sondern darum das die USV signalisieren kann ich hab demnächst keinen Puffer mehr fahr runter. Hierzu ist eine USB-Verbindung zw. USV-Server erforderlich.

Unter Line Interactive brauchst gar nichts kaufen. Diese Steckdosenleistendinger sind Schund.
Modelle die das können absolute Einsteigerklasse geht so los ab circa 300 Euro: circa 200 Euro scheint günstiger geworden zu sein.

APC Back-UPS Pro (BR700G-GR)


Wenn man es halbwegs ernst meint, das würde jetzt leider sehr technisch werden. Am besten man schaut sich sowas mal in nem Feldversuch mit Oszi an was ich mit echtem Sinus und gerechneten SInus meine. Kurz gesagt die modernen 80+ Netzteile sind extrem empfindlich geworden vorallem aufgrund dem aktiven PFC. Das sind keine elektrischen Eisenbahntrafos mehr. Du musst eigentlich eine Spannung mit einem sauberen Sinus-Signal liefern sonst nimmt die Elektronik in dem Netzteil an beim Umschalten ohgott hier ist was ganz falsch und schaltet ab. Dann ist nämlich dein Server trotzdem aus und die USV freut sich über die wenige Last.

Pers. würd ich einen Server nicht unter sowas absichern: APC Smart-UPS (z.B. SMT750IC) das ist dann eher so die 400 Euro klasse. Wäre aber das erste Modell wo ich aus hiesiger Erfahrung ein gutes Bauchgefühl aufgrund der Specs habe.

Schnell ist man an dem Punkt wo man sich sagt das BRD-Stromnetz ist doch so stabil ich spar mir die Nummer. Unter Line Interactive brauchst nicht kaufen die Umschaltzeiten einer Offline-USV die erst passiv wartet und dann zuschaltet wenn der Strom weg ist sind z.T. bis zu 10ms das reicht dann oft noch das der Server fliegt.

Eaton baut sicher auch gute USVs da kenn ich mich aber null aus.

Zu der von dir verlinkten Legrand. Ich weiß nicht wo ich Anfangen soll. BLOSS nicht kaufen das ist SnakeOil vom feinsten. Damit kannst du vielleicht einen Radiowecker absichern aber keinen Server.

Die Specs hab ich mir durchgelesen:
-> Offline / Standby Strom wird einfach durchgereicht erst wenn er abfällt wird umgeschaltet d.h. keine aktive Spannungsregelung wie eine Line Interactive hat. Vermutlich ist der Server hier schon aus.

-> Ausgangsspannung. Liefert wohl nur simulierten Sinus, du brauchst für aktuelle NEtzteile mit aktiver PFC einen reinen Sinus identisch zum Strom aus der Steckdose. Vermutlich ist der Server spätestens jetzt aus.

-> wie von @Mornsgrans schon angemerkt keine Ahnung was der USB-Anschluss dieser Legrand macht aber du brauchst da massiv Management um Hardware kontrolliert runterzufahren. APC kann das gut sowohl unter Windows als auch unter Linux z.B. mit apcupsd alles sehr offen und toll dokumentiert z.B. https://dirk-hahn.de/apc-usv-mit-apcupsd-unter-ubuntu/ unbedingt abklären wie Legrand das macht.

Wenn du in ein Rack verbauen willst und 2 HE hast. APC Smart-UPS SMT750RMI2UC. Diese gut.

Was m.E. viel sinnvoller ist als USV-Konzepte in Deutschland wäre das du deine wichtigen Daten an einen zweiten Standort oder in eine Cloud syncst. So ne zweite Backup-NAS bei den Eltern z.B. die deine NAS über einen VPN-Tunnel spiegelt. Oder wenigstens ne Cloud-Lösung für das wichtigste Zeug. Da gewinnst viel mehr an Sicherheit. Wie du selber sagst hattest du in vier Jahren keinen ungeplanten Stromausfall. Ähnlich sind meine Beobachtungen hier in Bayern. Eher hab ich mal einen ungeplanten Brand oder Wasserschaden vermute ich leider und dann sind die Daten besser wo anders verfügbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Steckdosenleistendinger sind Schund.
Ich nehme dies mal als Zitat und Quintessenz raus, damit es kein fullquote wird :D

Ich danke für die ausführliche Antwort, vermutlich werde ich dann doch ohne USV fahren und schön regelmäßig sichern.

Die Kopie der wichtigen Daten automatisiert an andere Standorte ist ohnehin ein Langzeit-Plan, den ich für die Familie(-n) vorsehe. Jeder hat ein NAS Zuhause, welches sich automatisch zu den anderen spiegelt.... So die Idee.

Leider provoziert ein USV-Test mit dem echten Server natürlich direkt auch einen Schaden am System... Sonst würde ich so ein simples Dingen einfach mal kommen lassen und ausprobieren.

Nun ja.
Ich denke für mich ist das Thema damit erst mal gegessen.
 
3. Die USV lädt ihre Batterie jedes Mal auf, wenn sie an das Stromnetz angeschlossen wird (auch
wenn sie ausgeschaltet ist). In diesem Standby-Zustand ist es auch möglich, den USB-Ladean-
schluss zu verwenden.
(Benutzerhandbuch)
S. 45ff

Eben entdeckt:
(techn. Handbuch)
erwähnt, dass das USB-Kabel zur Kommunikation mit dem Rechner dient. Es gibt aber keine spezielle Software hierzu, vermutlich werden nur die Windows Batterie-Funktionen eine rudimentäre Kommunikationsmöglichkeit bieten.

Aber das Thema ist jetzt eh durch.
 
Aus dem Datasheet vom Link oben:

The UPS can be connected to a PC through the USB port allowing you tomonitor its operations, thanks to the free software, and carry out anemergency shutdown of Windows and Linux operating systems.Keor PDU is managed by a microprocessor and is able to display thefollowing alarms and operating modes through the smart LED bar:• Battery Mode• Battery Low• Overload• System Fault• End of Backup Time



Auf den Bildern sehe ich keinen USB-A-Anschluss deshalb weiß ich nicht woher diese Info mit USB-Laden kommt.
 
Offline kann durchaus ausreichend sein wenn der Server die Ueberbrueckungszeit ab kann. Fuer meinen Server und den Desktop reicht es z.B.

Jedoch sind 800VA, 480W und Offline dort einfach keine guten Specs fuer den Preis, das kriegst du von Eaton oder APC guenstiger.
 
Bevor ich mir Gedanken über eine USV mache sollte ein eigener RCD samt seriöser Absicherung nur für den Serverbereich installiert werden.
Es macht wenig Sinn wenn die Kaffeemaschine in der Früh bei einem Fehlerfall die gesamte Hausinstallation mit runterfährt ;-)

Und natürlich ist ein vernünftiger Backup Plan für meine Daten noch wichtiger als die mögliche 100% Verfügbarkeit von einem Homeserver....
 
Bevor ich mir Gedanken über eine USV mache sollte ein eigener RCD samt seriöser Absicherung nur für den Serverbereich installiert werden.
Hat der Elektriker natürlich so ausgeführt.
Ich kann also das ganze Haus "ausschalten" und nur den Server laufen lassen.
 
Von der Eaton 3S 850 D kann ich nur abraten. Da hat es mir drei Stück zerschossen als ich sie getestet habe und den Akku leer gefahren habe bis die NAS runtergefahren ist. Zwei hat es sofort zerschossen bei ca.20% Akku und eine lief einmal komplett durch und hat es aber beim zweiten Durchlauf auch erwischt. Eaton kaufe ich nicht mehr. Momentan habe ich zwei APC_Back-UPS_BE850G2-GR wo ich sehr zufrieden bin.
 
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