Ubuntu Anfänger ... ein paar Verständnissfragen...

gothic

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Hallo zusammen,

nachdem ich nun von Mac OS X wieder auf Windows umgestiegen bin (Hardwareeinschränkungen etc. haben mich dazu bewegt) wollte ich doch das ganze mehr oder weniger mal komplett machen und hab mal Linux (Ubuntu 11.04) auf meine 2. Platte.

An sich finde ich die Oberfläche, Bedienung und auch den Aufbau etc. wirklich TOP aber womit ich absolut nicht klar komme ist das TERMINAL. Wine und z.B. Codemeter (ein Dongeltool) konnte ich einfach mit simplen Doppelklick installieren. Aber wieso muss es bei z.B. VMWare, Teamspeak (und ich denke noch vielen anderen Programmen) so umständlich über das Terminal gehen? Wo genau liegt da der große Vorteil den ich übersehe. Alleine bis ich es geschafft habe VMWare zu installieren vergingen 1 1/2 Stunden. Nun wollte ich es wieder deinstallieren (da die Version 7.1.3 wohl mit dem neuen Ubuntu noch nicht klarkommt) und 7.1.4 installieren. Habs zwar mit den Befehlen die ich im Internet gefunden habe versucht aber auch hier hats leider nicht gekleppt.

Wieso nicht einfach eine saubere Übersicht wie in der Softwareverwaltung (bin mir gerade nicht sicher ob der Name stimmt da ich momentan in WIN7 bin) und mit einem Klick deinstallieren?

Bin ich einfach nicht der Typ für Linux der auf jede kleine Sache im System Zugriff haben will?

Lohnt es sich da einzuarbeiten in die ganzen Linux-Terminal-Befehle?

Gruß
 
Lohnt es sich da einzuarbeiten in die ganzen Linux-Terminal-Befehle?
Hi,

und willkommen bei den Ubunties :D.

Natürlich lohnt sich das. Sonst verpaßt Du das Beste an Linux. Die Kommandozeile von Windows hat mit der von Linux höchstens den Namen gemeinsam (die Powershell-Fans hören bitte einfach mal weg ... ;) ).

Am Anfang ist das Terminal eher für die Helfer nützlich. Statt einen ausführlichen Comic zu verfassen "klickst Du hier, klickst Du da, machst Du Screenshot, ...", geht man mit gepasteten Terminalausgaben dem Fehler viel schneller auf den Grund als man das grafisch je könnte. Nach etwas Eingewöhnung hat aber auch der Einsteiger etwas davon. Analoges gilt für Anleitungen allgemein (beachte meine Signatur).

Thema VMware: ich persönlich bin hauptsächlich wegen der grauenhaft antiquierten Linux Installation von VMware schon vor längerer Zeit zu Virtualbox gewechselt.
 
vmware umgeht den paketmanager. daher kann man es auch nicht über selbigen deinstallieren. eine saubere installation sieht anders aus. leider gibt es keine passenden pakete für ubuntu. bei proprietärer software ist das nicht ungewöhnlich, da die hersteller oft keine lust haben, für die unterschiedlichen distributionen jeweils eigene pakete anzubieten. stattdessen gibt es dann ein einziges installationsscript. beschwerden darüber richte bitte an den jeweiligen softwareanbieter. somit kommt man leider in manchen fällen nicht ums terminal herum. i.d.r. sollten sich aber passende anleitungen finden, wenn mehr nötig sein sollte, als ein paar fragen mit ja/nein/vielleicht zu beantworten. deinstallation sollte eigentlich auch über entweder das installationsscript oder ein installiertes script möglich sein.
 
Wenn du mal etwas Zeit an der Hand hast und das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden möchtest, empfehle ich dir, den Installations-Guide für Arch-Linux auszudrucken und es zusammen mit Gnome3 zu installieren.
Zum einen bekommst du, ganz ohne Frustration, einen kleinen Blick hinter die Kulissen und ein erstes Gefühl für die Kommandozeile. Die ist gar nicht so schlimm, kann sogar sehr nützlich sein :P.
Das zweite ist, dass, sobald dein System steht, du nie wieder etwas per Hand installieren musst, es sei denn es ist etwas wirklich sehr exotisches/unbekanntes/neues. Sonst gibt's bei Arch nämlich für alles schon fertige Installationsskripte, inklusive natürlich VMWare und Teamspeak. Das (De-)Installieren findet dann ganz unkompliziert mit jeweils einem Befehl in der Kommandozeile statt.

ArchLinux ist, ob man's glaubt oder nicht, sehr unkompliziert (nicht nur bei der Installation von Paketen) - und, wie ich finde, auch besonders für Linux-Neulinge (keine PC-Neulinge!) sehr geeignet.

Grüße,
mikar
 
Ich würde dir entgegen mikars Rat empfehlen, bei Ubuntu zu bleiben. Weniger wegen "technischer" Vorteile, sondern einfach wegen der unschlagbar großen und netten Community.
So richtig einarbeiten musst du dich ins Terminal nicht. Das kommt quasi von allein. Wenn du dein Ubuntu optimiertst, kommst du ums Terminal ja kaum herum, z.B. beim Festplattenschutz hdaps. Auch die Ausgabe von TLP-stat nutzt ja das Terminal. Bei anderen Problemlösungen wird ja auch meist ein Weg übers Terminal aufgrund seiner Einfachheit beschrieben. Und mit der Zeit erkennst du viele Befehle einfach wieder und "gewöhnst" dich dran.

Ich bin absolut kein Terminal-Freak der alles aus dem Terminal heraus macht. Aber allein das normale Benutzen bei Installation und Problemlösungen haben mich die Scheu vor dem Terminal ablegen lassen.
Du kannst dich natürlich auch in das Thema Terminal einlesen und wirst dadurch wohl viel schneller ein tieferes Verständnis für die Materie haben - aber ob du das brauchst und willst? Mir haben die Kenntnisse die man so von selbst erwirbt gereicht, um Ubuntu zu konfigurieren und zu benutzen.
Vor allem der normale Installationsweg über Synaptic oder das Software-Center ist ja denkbar einfach, es sind nur Einzelfälle in denen man etwas Hand anlegen muss.

Grüße
bassplayer
 
Gerade die englische Arch Community + IRC ist wesentlich besser als die von Ubuntu, finde ich. Gerade auch weil man dort auch Maintainer teilweise trifft. Bei Ubuntu kommen bei komplizierteren Sachen meist keine Antworten.

Das bezieht sich nicht auf die Wikis. Kann auch allgemein anders sein - ich hab das aber so kennengelernt.

Trotzdem wäre ich auch für Ubuntu als Anfänger mit Scheu vor der Konsole...
 
Es kommt der Tag, wo man merkt, das man auf der Shell wirklich wesentlich schneller und universeller unterwegs ist. Die Kombinationsmöglichkeiten der ganzen kleinen Tools durch pipes und co sind einfach durch kein grafisches Programm erreicht bisher. Schon mal versucht in einer Datei jede Zweite Zeile oder gar mal eine Spalte zu löschen? Schon mal 400 Quellcode - Dateien versucht mit einem Editor zu durchsuchen?. Das sind wirklich Kleinigkeiten auf der Shell, und ziemlich große Probleme für grafische Programme. Klar könnte man sagen, das man sowas eh nicht oft macht, aber aus meiner Erfahrung kann ich berichten: Wenn man erstmal merkt, das man kann, dann benutzt man es auch öfter :)

Was die Communities angeht, möchte ich mal eine Lanze für Linux ganz allgemein brechen. Ich denke alle Distries, die eine genügend große Nutzerzahl haben, haben auch eine sehr hilfsbereite Community - von Gentoo mal abgesehen :P , aber die richten sich ja auch explizit nicht an Einsteiger.
 
Sehe ich genau so, es gibt aber Leute die werden nie warm mit der Shell - leider.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, es ist grauenhaft wenn man Leute immer wieder mit seiner "ach so tollen" Distribution missionieren will...

@gothic an das Terminal gewöhnt man sich mit den Jahren bis man damit gut zurecht kommt (so ging es zumindest mir). Ein Desktop kann sich laufend ändern. Gnome2,3 KDE usw. aber die Befehle im Terminal bleiben größtenteils gleich. Es ist etwas beständiges. Von daher es es praktisch und es lohnt sich auch einige Befehle zu lernen. Allerdings kommt das ganz von alleine :-)
 
@klaibari Naja so schlimm war das in dem Thread ja nu auch wieder nicht. Das hab ich schon ganz anders erlebt...
 
Danke für die vielen Antworten. Hab momentan Linux Mint mal drauf und bin bis jetzt schonmal recht zufrieden damit. Habs sogar geschafft den Grafikkartentreiber über das Terminal zu installieren (nach 1h Arbeit ein wahres Erfolgserlebniss ;)). Drucker aus dem Windowsnetzwerk laufen auch (da hatte ich z.B. bei Mac größere Probleme). Mal sehn wie sich das ganze im Arbeitsalltag macht. Problem ist momentan dass ich lauter verschiedene Befehle hab von denen ich eig. keine Ahnung hab was sie bedeuten. Sollte sich aber wenn ich es mal öfters nutze ja legen.

Gruß
 
Ich nutze den Threat jetzt einfach nochmal kurz für ein kleines Problem. Soweit läuft alles rund nur mit einem Programm habe ich leider Probleme. Unser CAD-Programm (PYTHA wenn es jemanden was sagt) läuft leider nicht wirklich sauber. Unter VMWare ruckelt es unerträglich und unter Wine (aktuelle Beta) läuft es leider auch nicht viel besser. Gibt es da irgendwo noch Tuningmöglichkeiten?
 
Aus der Doku:
"Die Grafikkarte muss OpenGL 2.1 und DirectX 9.0 unterstützen und über 512 MB Speicher verfügen"
Wie sieht es damit unter VMWare aus? Da wuerde ich erst mal suchen.
Mal mit Virtualbox probiert?
 
Du könntest noch ...


  • Virtualbox testen
  • prüfen, ob im BIOS die Virtualisierung enabled ist
  • prüfen, ob beim VMware/Virtualbox 3D-Grafikunterstützung enabled ist

EuleR60 war schneller... :mad:
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles klar werde ich mal durchtesten. Danke für die flotte Antwort.

Gruß

EDIT: BIOS war die Funktion an, VMWare auch und bei Virutalbox ebenfalls. Wenn ich das Fenster klein ziehe ist es ok, aber sobald ich Vollbild bin ruckelt es schon sehr stark. Naja dafür muss dann wohl Win7 weiter herhalten. Das ist wohl auch das größte Problem bei den Betriebssystemen ... da hat Windows einfach die Nase vorn aufgrund des riesigen Marktanteils :/...

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
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