TrueCrypt, Win XP, Win Home (Recovery Partition) und Linux - kann das was werden?

powerbar

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Hey hier,
nachdem ich 2 Jahre nur gelesen habe, und jetzt ne neue HDD ins Thinkpad R60 kommt, muss ich mal diese Frage loswerden.

Zur Zeit sieht die Config so aus:
- Partition für XP Pro
- Partition für XP Home (Recovery Partition)
- Partition für Linux ext3
- Partition für Linux swap

So, eigentlich würde ich das auch so wieder benutzen wollen, nur hätte ich gern alles mit PreBoot Verschlüsselung von TrueCrypt verschlüsselt.
Aber wie stellt man das am dümmsten an?
Erst Partitionieren, dann TrueCrypt drauf, dann mit den Backup-CDs von IBM probieren die ersten beiden Partitionen zu erstellen, danach die beiden für Linux?
Oder erst IBM alles einrichten lassen, dann die HDD verschlüsseln? (Wobei dann ja die Backup-Partition nicht verschlüsselt wäre - oder doch? Und wie kann ich da dann das PW eingeben?)
Wie bekomme ich Linux wieder zum laufen?
Wie funktioniert das mit Backups?

Ihr merkt schon: ich habe noch keinen richtigen Ansatzpunkt, wie ich da sinnvoll vorgegen kann. Ich hätte die Frage parallel im TrueCrypt-Forum gestellt, aber das ist im Moment offline. Daher müsst erstmal ihr helfen.

Wer hat schon Erfahrungen mit einem Thinkpad und TrueCrypt? Wer kennt sich sonst aus?

Danke euch!
 
[quote='powerbar',index.php?page=Thread&postID=435101#post435101]Erst Partitionieren, dann TrueCrypt drauf, dann mit den Backup-CDs von IBM probieren die ersten beiden Partitionen zu erstellen, danach die beiden für Linux?[/quote]Das wird wohl nicht hinhauen. Die Recovery-CDs/DVDs erstellen genau 2 Partitionen (die System-Partition mit Windows und die versteckte Recovery-Partition) und machen alles andere platt.
Damit wäre dann dein System weg, als auch Truecrypt und der Auslieferungszustand wiederhergestellt.
Das Problem, welches ich außerdem sehe, ist, dass sich die Bootloader in die Quere kommen. Windows hat einen (wenn du 2x Windows installierst), dann noch Linux, den von IBM für die Recovery-Option und zuletzt den von TrueCrypt. Wie man das am besten löst, weiß ich nicht. Von der Priorität muss der von TrueCrypt wohl als erster gestartet werden, damit du die Festplatte überhaupt erst mounten kannst. Danach müsste die OS-Auwahl kommen.

Aber da kann dir unser Verschlüsselungsexperte verdi wohl am besten weiterhelfen. ;)

Wenn du es nicht so kompliziert haben willst und eine gut backupbare Lösung haben willst, dann mach es so wie jetzt und erstell zusätzlich eine eigene Partition, die du verschlüsselst. In diese kannst du dann alle eigenen Dateien und verschlüsselungswerte Sachen reinpacken und von allen Betriebssystemen darauf zugreifen. Zudem kannst du diese Partition in einem Stück sichern und hast damit immer deine ganzen Eigenen Dateien gesichert. Diese Partition kannst du ganz einfach aus jedem OS mit TrueCrypt beim OS-Start mounten.
 
Ok danke, schon mal gut zu wissen.
Die RecoveryCD erkennt dann aber schon, das die HDD nicht mehr 80GB groß ist, und macht die System Partition entsprechend größer?

Wegen Bootloader: Ich habe jetzt ja schon Linux parallel laufen, das installiert einfach Grub über den Win-Loader und fertig. Dort im Menu kann ich dann Linux oder eines der beiden Win XP auswählen.
Interessanterweise geht der "Blaue Knopf" Start trotzdem noch.
 
[quote='powerbar',index.php?page=Thread&postID=435120#post435120]Die RecoveryCD erkennt dann aber schon, das die HDD nicht mehr 80GB groß ist, und macht die System Partition entsprechend größer?[/quote]Jep. Nur die Größe der Recovery ist fest (5 GB oder so), der Rest wird der Systempartition zugeteilt.
 
Mmmmh... Mit mehreren OSsen bei Truecrypt "PreBoot Encryption" habe ich keine praktische Erfahrung. Aber immerhin ein paar Gedanken dazu: :)

Erstens gibt es zu Beginn der Systemverschlüsselung IIRC die Frage, ob es nur ein oder mehrere Betriebssysteme gibt. Demnach scheint Truecrypt die Bootloader Geschichte handeln zu können. Steht dazu was im Handbuch?

Außerdem kann man Partitionen nur in die "PreBoot Encryption" einbinden, wenn sie Primärpartitionen sind. Darauf solltest Du dringend beim Partitionieren achten. Und weil es AFAIK maximal vier Primärpartitionen pro Platte geben kann, wird es bei Deinem Plan schon eng, oder?
 
Ich habe nie verstanden welchen Sinn es macht eine Betriebsystempartition zu verschlüsseln.
Vielleicht erklärst du mir ja mal warum sich das jemand antut?
 
Ich verstehe es auch nicht so recht, zumal das System dadurch ja auch nicht unbedingt schneller wird. :D

Ein Argument ist, dass dann auch sämtliche temporäre Dateien, Auslagerungs- und Hibernationsdaten verschlüsselt werden. Und da sich alle Programme ebenfalls in C:\Programme\ (also auf der Systempartition) installieren, werden diese und ihre persönlichen Einstellungen auch verschlüsselt. Gerade bei Firefox, der ja wie der IE zum Beispiel Passwörter, den Browserverlauf und Favoriten speichert, ist eine Verschlüsselung sinnvoll. (Pfad kann man aber auch ändern, daher ist das kein Argument) Genauso, wenn jemand jede Menge unlizensierte Programme einsetzt....der könnte auch etwas dagegen haben, dass diese jedem zugänglich sind, der den Rechner in die Hände bekommt... :rolleyes:

Ein bisschen paranoid muss man meiner Meinung nach schon sein, wenn man sein System kompeltt (alle Laufwerke und alle Partitionen) verschlüsselt und dann auch noch eine extra starke Verschlüsselung á la Serpent-Twolfish-AES oder so nimmt...;)

Aber auf der anderen Seite: Wenn man das System mit einer Wohnung vergleich... Man möchte ja auch nicht, dass jeder so einfach in die Wohnung kann, um sich umzusehen.
 
Joa, ganz einfach: Nur Datenpartitionen ist totaler Humbug, dann kann man es auch gleich ganz bleiben lassen. Gerade XP cached alles mit, und allein dank dem Hibernation-Mode liegt mein kompletter Ram-Inhalt auf der HDD, für alle lesbar (inklusive TrueCrypt Schlüssel für Datencontainer zum Beispiel!!!).

Logische Konsequenz ist dann: Ganz oder gar nicht.

Des weiteren handelt es sich ja um ein Laptop, welches auch hin und wieder rumgetragen wird - und hoffentlich nie verloren.
Ich bin aber zum Beispiel nebenher noch Vorstand in einem Verein, habe also Mitgliederdaten, Bankverbindungen, Zugangspasswörter usw bei mir auf der HDD. Klaro, die sind jetzt schon in nem Container, aber was bringt mir das, wenn den Schlüssel im Hibernation-File liegt? (Ok, ich gebs zu, der normalen Finder eines Laptops wird damit nix anfangen können und eigentlich würde es reichen)

Ich bin ja auch grade nur am überlegen, nur gibts bei mir 2 Optionen: Ganz oder gar nicht. (Klaro, sehr sensible Daten wie o.g. oder meine wichtigen Daten liegen immer in einem Container). Aber eigentlich sind auch meine Mails, Firefox-Passwörter oder meine Jabber-Logs nicht für andre gedacht. Und die kann man nun mal ganz einfach im Klartext rauslesen...

Die Alternative wäre der Security-Chip im Thinkpad fällt mir grade ein... aber der hatte doch Probleme oder nicht? Wer hat da Erfahrungen? Weil da wäre ja die ganze HDD verschlüsselt, d.h. die Partitionen und Bootloader dürften sich nicht in die Quere kommen?

Nur kann man dann die HDD nicht mehr im externen Gehäuse auslesen (was ja bei TrueCrypt trotzdem möglich wäre, soweit ich das verstanden habe)?
 
Ich habe mein System sowohl auf meine Hauptrechner als auch auf meinem X31 komplett verschlüsselt (bis auf die /boot-Partition). Das ganze läuft zwar ausschliesslich mit Linux, aber vielleicht sind die dort zusammengetragenen Informationen ja irgendwie eine kleine Hilfe?
Thread
Anmerken könnte ich noch, dass ich keine Verlangsamung der Systeme feststellen konnte. Also zumindest keine Merkliche. Irgendwo in dem Thread wird auch auf Benchmarks eingegangen, denen man im Prinzip entnehmen kann, dass der Geschwindgkeitsverlsut vernachlässigbar ist. Allerdings ahbe ich kA, in wieweit sich das auch auf ein Windows-System übertragen lässt.
Die Festplatte lässt sich, zumindest wenn es um ein Linux-System mit den dort entsprechenden Verschlüsselungsmechanismen handelt, auch mounten, wenn die Festplatte in einem ext. Gehäuse steckt (vorausgesetzt, man hat die Passphrase zur Hand. Ohne die Hat man nachwievor nur eine verschlüsselte Festplatte in der Hand :-)).
Munter. Grimsrud
 
[quote='powerbar',index.php?page=Thread&postID=435659#post435659]aber was bringt mir das, wenn den Schlüssel im Hibernation-File liegt? (Ok[/quote]

Was soll das denn heissen? Der Schlüssel liegt im Hibernation-File?
Sorry, wo "liegt" der denn? Ich kann dir nicht folgen.

Also der Truecrypt Key sollte standardmaessig nicht im Cache gehalten werden, ob nun verschlüsselte Partition oder nicht.
Macht ja auch Sinn. Temp, Browser-Verlauf usw. lassen sich ja leicht auslagern.
Und statt dem Container kann man ja auch der einfach halt halber eine ganze Datenpartition verschlüsseln.

Aber jeder wie er mag, ist muessig darueber zu diskutieren. ;-)

Viel Erfolg jedenfalls.
 
[quote='Bryan99',index.php?page=Thread&postID=435828#post435828]Temp, Browser-Verlauf usw. lassen sich ja leicht auslagern.
Und statt dem Container kann man ja auch der einfach halt halber eine ganze Datenpartition verschlüsseln.
[/quote]Genau so habe ich es gehandhabt und mir (und meinem Sicherheitsbedürfnis) reicht das vollkommen aus. :thumbup: [quote='Bryan99',index.php?page=Thread&postID=435828#post435828] ist muessig darueber zu diskutieren. ;-)[/quote]Du hast es erkannt. Sonst würde die Diskussion noch ewig so weitergehen.

Mich würde ja mal interessieren, ob der Herr Bundesminister des Inneren seine Daten auch in irgendeiner Form verschlüsselt. Schließlich war er es ja, der mehr oder weniger den Stein ins Rollen gebracht hat.
 
Wegen Hibernation-File: Schickt man den PC in Ruhezustand, wird der Inhalt des Rams auf die HDD geschrieben. Beim neustart zurückgeschrieben, und man kann ohne Hochfahren und recht schnell weiterarbeiten. Allerdings ist es mir jetzt schon passiert, dass danach TrueCrypt Volumes noch gemounted waren! D.h. der hat den Schlüssel ausm Ram auf die HDD geschrieben, danach zurück. Das heißt aber auch, das er mal auf der unsicheren HDD lag.

Aber eigentlich wollte ich nicht über Sinn oder nicht diskutieren, sondern wissen, ob das o.g. Szenario jemand hat/kennt/oder Rat weiß!
 
Bei einer Verschlüsselung muss man sich immer die Frage stellen, vor wem man seine Daten schützen will. Die meisten von uns müssen sich nur vor allzu neugierigen Laptopdieben schützen. Dann reicht es, die eigenen Dateien, die Anwendungsdaten des E-Mail-Clients und ein paar andere Daten zu verschlüsseln.
Wenn sich jemand vor Industriespionage schützen muss, sollte er über eine Festplatte mit integrierter Verschlüsselung nachdenken. Eine Verschlüsselung des ganzen Systems macht es nur unnötig schwer, bei einem Problem die defekte Installation einfach zu reparieren.
 
einige haben auch einfach ne vernünftige grundeinstellung bezüglich privater daten...
 
Wenn ich den "Dokumente und Einstellungen"-Ordner hier browse, finde ich haufenweise persönliche Dinge. Dann verschlüssele ich das System lieber gleich komplett. Hat außerdem den Vorteil, dass alle weiteren Partitionen schon ab Systemstart gemounted sind. Für mich einfacher und außerdem spart das LW-Buchstaben.

@powerbar: Grundsatzdiskussionen sind unvermeidlich. :whistling: Wir haben ja immerhin schon fast Seite zwei erreicht. :D Wenn nicht noch jemand mit praktischer Erfahrung für Dein Szenario kommt, würde ich an Deiner Stelle ein Komplettbackup anlegen und einfach mal probieren.
 
die theorie sollte so sein dass sich truecrypt in den bootsektor der partition schreibt ... sofern man das beim ersteller so einstellt ... also müsste es theoretisch mit mehreren partitionen funktionieren ... versuch macht kluch ;)
 
Ich hab mir ja eine neue HDD bestellt, daher kann ich mit der neuen Testen, wie ich Lust habe. Und zum arbeiten nebenher immer die alte zurückbauen.
Mal schaun, anscheinend hat keiner nen Plan, wenn ich das Richtig sehe.

Meiner ist im Moment: Mit IBM CDs installieren. Dann die beiden Partitionen für Linux abzwicken (die müssen auch erstmal nicht verschlüsselt werden, das ist eher ein Backup Surf und Arbeitssystem, wenn das Windows mal nicht will, und ne Spielerei. Auf die sensiblen Daten greife ich damit nicht zu.).
Dann mit TrueCrypt die System-Partition verschlüsseln (Notiz für mich: vorher und nach Benchmarks machen).
Und dann mal testen, ob die Rescue Partition auf die andre zugreifen kann, oder wie das klappen wird. Zur Not die Rescue Partition platt machen - gebraucht habe ich sie ehrlicherweise eh noch nie. Backups vom System mache ich nicht (Wenns wirklich mal kaputt ist, wird es frisch mit neuen Treibern installiert. Als Backupsystem habe ich ja Linux drauf). Backups von den Daten werden regelmäßig gemacht, aber dafür brauch ich die Recovery Partition ja auch nicht.

Hab ich noch einen Denkfehler, oder könnte das so klappen?
 
Google spuckt zu dem Thema einiges aus. Z.B. das hier.

Es geht offenbar, solange nur die XP-Partition und nicht die ganze Platte verschlüsselt wird. Sonst wird es schwierig. Schade, dass die sonst gute TrueCrypt Dokumentation das Thema Multiboot totschweigt.
 
Joa, das hatte ich auch gesehn... spricht wohl einiges gegen die Recovery Partition.
Allerdings bezieht sich das auf Version 5.0, ich hab irgendwo gesehn, das gerade das in der Version 6.0 verbessert wurde.
Aber da findet man auch nix zu.
 
Du kannst XP ganz normal mit TC verschlüsseln und dann Linux installieren, dessen Bootloader allerdings nicht in den MBR, sondern die Root Partition. Was ich mit der Recovery Partition willst versteh ich nicht so ganz, afaik kann R&R ja keine mit TC verschlüsselten Partitionen sichern und wenn du wiederherstellst, willst du doch deine Systemconfig und nicht die zugemüllte von R&R, also Acronis Sektor by Sektor Image von der XP TC System Partition. Wenn dann der TC Bootscreen kommt, drückst du einfach ESC und es wird die Rootpartition gebootet. So hatte ich es mal testweise mit Opensuse, weiss nicht ob TC jetzt auch schon die Sys. Par von Linux verschlüsseln kann, aber bei Opensuse kannst du auch root und user Partition bei Installation direkt verschlüsseln, das funzt, zumindest tat es das mit TC 5 und Suse 10.3
 
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