X1 Tablet Thinkpad X1 Tablet Gen 3 - Positive Erfahrungen mit Linux oder ChomeOS Flex?

Cpt.Yesterday

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Bin kürzlich günstig an ein gebrauchtes X1 Tablet Gen 3 rangekommen ...

Soweit so gut, funktioniert überraschend gut und besonders die Tastatur ist eine positive Überraschung (besser als bei den X13-Gen 2 Modellen ... vielleicht aber auch nur der persönliche Eindruck) ...

Unter Windows ist es aber einfach eine lahme Ente ...

Ok, habe jetzt nicht erwartet, dass das Ding Bäume ausreist ...

Man merkt selbst deutlich die Unterschiede zu einem T480s mit gleichem i5 8250u (kein Wunder, da im Tablet die CPU deutlich gedrosselt wird) ...

Habe es mit Windows 10 und 11 angetestet ... mit Windows 11 in der Einrichtungsphase, hätte man es auch als Kochplatte verwenden können ...

Habe vor und nach den Windows-Installation das Gehäuse auf gehabt für SSD-Wechsel ... nach der Windows-Installation sah der Kupfer-Kühlkörper so aus als ob dieser stellenweise zu warm wurde (deutliche Verfärbungen ... das trotz WLP-Erneuerung) ...

Verbaut ist nun eine SKHynix BC711, die recht sparsam ist und von der Performance völlig ausreicht (und immer noch besser ist als die vorher verbauten Intel SSD).


Hatte daher kurz einen Abstecher nach Ubuntu 22.04 damit gemacht ...

Im Vergleich zu Windows flutscht es nur so durch ... wird kaum warm und lässt sich im allgemeinen sehr schnell & angenehm bedienen ...

Leider leider ist es von Lenovo offiziell nicht in der Support-Liste für Linux / Ubuntu ...

Daher fehlen da entscheidende Treiber:

- Fingerabdrucksensor wird weder unterstützt noch überhaupt erkannt (kann auch im Terminal nicht gelistet werden) ... hatte da ähnliche Erfahrungen mit einem Thinkpad E15 Gen 3 (AMD)
- Hauptkamera / rückseitige Kamera "existiert" ebenso nicht für Ubuntu (Frontkamera und IR-Kamera werden immerhin gefunden ... Frontkamera läuft mit deutlichen Qualitätseinbußen)
- Skalierungsstufen sind nur 100%-Schritten anwendbar ... 100% ist zu klein, 200% teils zu groß ...
- Skalierung kann zwar für externe Monitore anders voreingestellt werden, doch wird dennoch die Einstellung des Tablet-Displays angewendet (gerade die 200% erscheinen dann absurd groß)
- Sinnvolle Stiftnutzung habe ich nicht hinbekommen ... außer zum "anklicken" waren keine Texteingaben damit möglich, auch wenn der Stift korrekt erkannt wurde
- Lautstärke von 100% entspricht bestenfalls 50% unter Windows ... erst durch Übersteuerung werden diese brauchbar

Hat jemand von euch bessere Erfahrungen gemacht?
Welche Distribution habt ihr verwendet?
Wurde bei euch die Hardware komplett erkannt?

Aktuell hat man die Wahl zwischen recht trägem Windows 10 / 11 und vollem Funktionsumfang oder ...
Flottes Ubuntu 22.04 allerdings mit eingeschränktem Hardware-Support

Bin nicht sicher ob sich die Investition an Zeit lohnt auch ChomeOS Flex zu testen ... hat das eventuell jemand versucht?
Auch das ist das X1 Tablet nicht offiziell zertifiziert ... auch wenn das relativ ähnliche X380 in der offiziellen Support-Liste steht, habe ich da geringe Hoffnung, dass es wenigstens da klappen könnte
 
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normsen

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Allgemein zum Stift, in welchen Programmen benutzt Du den? Auf dem Linux Desktop hat der nur Mausfunktion, in Grafikprogrammen GIMP, MyPaint, Krita, aber auch in Xournal kannst Du dann den Stift als Zeichengerät benutzen, musst aber beispielsweise in Xournal zuerst die Drucksensitivität aktivieren.
 

Cpt.Yesterday

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Allgemein zum Stift, in welchen Programmen benutzt Du den? Auf dem Linux Desktop hat der nur Mausfunktion, in Grafikprogrammen GIMP, MyPaint, Krita, aber auch in Xournal kannst Du dann den Stift als Zeichengerät benutzen, musst aber beispielsweise in Xournal zuerst die Drucksensitivität aktivieren.
Mich hat es eher negativ überrascht, dass man ohne die Tastatur/Touchpad nicht wirklich weiterkommt ...

Sprich wie unter Windows mit abgedockter Tastatur automatisch ein Schreibfeld zu öffnen oder die Bildschirmtastatur habe ich nicht hinbekommen unter Ubuntu 22.04.

Daher, so einen richtigen "Tablet Modus" gibt es nicht unter Linux? Finde nur einige Projekte für ältere ARM-basierte Smartphones wie das Community-fortgeführte Ubuntu-Touch.
 

normsen

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Nö, Tabletmodus in Linux wäre mir nichts in die Richtung bekannt. Es gibt auch keine wirklich gut funktionierende Handschrifterkennung. Aber in den einzelnen Anwendungen funktioniert der Stift, wie er soll. Bildschirmtastatur gibt es, meine heißt Florence, aber out of the box geht da sehr wenig.
 

Cpt.Yesterday

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Also kurzum: Es ist wieder bei Windows 10 gelandet

Grund:
Das einzige OS abseits von Windows, was ich fand, das halbwegs einen Mehrwert bot für das Tablet war FydeOS (Chrome Flex Fork mit Android App Support).
Ansonsten ist es unter Ubuntu-basierenden Distributionen ohne Tastaturdock recht frei von Nutzen. Vor allem die fehlende Skalierungsmöglichkeiten zwischen den 3 Stufen 100% (zu klein) , 200% (zu groß) und 300% schränkt die Bedienbarkeit stark ein.

Die bekanntesten Linux Distributionen unterstützen zwar die Stifteingabe, aber man kann damit relativ wenig etwas sinniges tun ...

Allgemein unter Linux (auch Chrome Flex / FydeOS) funktionieren Folgendes nicht:
- Fingerabdruck-Sensor (da hat der Hersteller nie irgendwelche Treiber bereitgestellt, daher ist in den Kernel nie was eingepflegt worden)
- Hauptkamera / rückseitige Kamera wird nicht erkannt
- Scheinbar wird die IR-Kamera als primäre Kamera erkannt und die Frontkamera als Sekundäre



Am Ende ist es doch ein relativ sinnfreies Gerät meiner Meinung nach ...

Man hat entweder ein recht träges Windows Notebook inkl. Tablet-Modus mit 4-5h Laufzeit (wenn es gut läuft) oder ...
Ein flottes Linux Notebook mit Touch-Funktion, dass ohne Tastaturdock kaum einen Mehrwert hat zu einem "klassischen" Yoga und mit nur 4-5h Laufzeit oder ...
Ein flottes Chromebook auf FydeOS-Basis ... faktisch ein großes Android-Tablet mit ca. 4h Laufzeit ...

Als "kompaktes" Notebook ist die Nutzung von der Haptik her nachteilig, da man die Tablet-Stütze immer ausklappen muss ... daher als "Laptop" sehr unbequem und nur auf einem Tisch gut nutzbar ...

Als reines Tablet viel zu geringe Laufzeit ...

Besonders enttäuschend sind die Lautsprecher ... Zur Medienwidergabe schlechter geeignet als die meisten Smartphones ...

Ebenso die Gehäuseoberfäche, die Fingerabrücke magisch anzieht ... was gerade für ein Gerät, dass dazu gedacht in den Händen gehalten zu werden, eine Konstruktionsfehlentscheidung ist ...


Hatte mir da echt mehr erhofft.

Vermutlich ist es interessant für alle, die sehr viele Handschriftliche Notizen machen wollen und diese schnell digitalisieren (z.B. über OneNote).
 
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