Thinkpad WHS

Beregond

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3 Aug. 2011
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Hallo zusammen,

mein Bruder muss einen WHS bekommen. Leider ist hier das Platzproblem sehr groß, daher greife ich die schon öfter diskutierte Variante eines Thinkpads als Server auf. Ich habe da nur in wenigen Punkten noch ein paar Bedenken, insbesondere zum Thema Dauerbetrieb eines Thinkpads in zugeklappten Zustand in einer Dockingstation und Überwachung.

Also, erstmal das geplante Setup:

Das älteste Thinkpad mit 64 Bit (glaube das T61, muss noch mal Wiki lesen, WHS 2011 braucht ja 64 Bit) soll gebraucht gekauft werden. Da kommt ne externe Platte ran, das ganz wird auf einer Garderobe platziert (ist der einzige Platz wo das geht... bietet gerade genug Höhe um das TP aufzuklappen und auf dem Stuhl stehend die "Serverkonsole" verwenden zu können wenn nötig).
Soweit so zweckmässig, nun zu meinen Fragen zwecks Dauerbetrieb (sollte ja laut diversen Threads hier kein Problem sein) und Überwachung:

- Mal angenommen Lüfter o.ä. fallen aus und das Thinkpad wird zu heiß, dann schaltet es sich ja ab (jedenfalls theoretisch). Sprich dies dürfte keine Gefahr darstellen, aber wie sieht es mit anderen Komponenten aus wie z.B. Festplatten o.ä.? Ich habe keine Ahnung was in einem Thinkpad alles zu einem Brand führen könnte...
- ... und wie man diese Komponenten sinnvoll überwachen könnte. Gibt es eine Überwachungssoftware die auf dem WHS 2011 läuft und das Gerät herunterfahren könnte sobald gewisse Parameter außerhalb der Norm laufen?

Banale Frage am Rande: Kommt das Thinkpad ohne Akku in die Dock (geht das überhaupt?... hab das noch nie probiert) und ist das vom Stromverbrauch her sinnvoll? Und falls der Akku drinbleibt: wie sollte man diesen pflegen in so einer Situation?

Vielen Dank und viele Grüße,

Beregond
 
Hallo zusammen,

mein Bruder muss einen WHS bekommen. Leider ist hier das Platzproblem sehr groß, daher greife ich die schon öfter diskutierte Variante eines Thinkpads als Server auf. Ich habe da nur in wenigen Punkten noch ein paar Bedenken, insbesondere zum Thema Dauerbetrieb eines Thinkpads in zugeklappten Zustand in einer Dockingstation und Überwachung.

Also, erstmal das geplante Setup:

Das älteste Thinkpad mit 64 Bit (glaube das T61, muss noch mal Wiki lesen, WHS 2011 braucht ja 64 Bit) soll gebraucht gekauft werden. Da kommt ne externe Platte ran, das ganz wird auf einer Garderobe platziert (ist der einzige Platz wo das geht... bietet gerade genug Höhe um das TP aufzuklappen und auf dem Stuhl stehend die "Serverkonsole" verwenden zu können wenn nötig).
Soweit so zweckmässig, nun zu meinen Fragen zwecks Dauerbetrieb (sollte ja laut diversen Threads hier kein Problem sein) und Überwachung:

- Mal angenommen Lüfter o.ä. fallen aus und das Thinkpad wird zu heiß, dann schaltet es sich ja ab (jedenfalls theoretisch). Sprich dies dürfte keine Gefahr darstellen, aber wie sieht es mit anderen Komponenten aus wie z.B. Festplatten o.ä.? Ich habe keine Ahnung was in einem Thinkpad alles zu einem Brand führen könnte...
- ... und wie man diese Komponenten sinnvoll überwachen könnte. Gibt es eine Überwachungssoftware die auf dem WHS 2011 läuft und das Gerät herunterfahren könnte sobald gewisse Parameter außerhalb der Norm laufen?

Banale Frage am Rande: Kommt das Thinkpad ohne Akku in die Dock (geht das überhaupt?... hab das noch nie probiert) und ist das vom Stromverbrauch her sinnvoll? Und falls der Akku drinbleibt: wie sollte man diesen pflegen in so einer Situation?

Vielen Dank und viele Grüße,

Beregond

Hallo Beregrond,

ist es sinnvoll WHS laufen zu lassen? Ich will euch ja nicht grundsätzlich davon abbringen, aber mit einem Server auf einer Linux Platform ständet ihr euch bei diesen Platzverhältnissen vermutlich besser...
Mein Server läuft zur Zeit auf einem Palm Pre, ohne Schwierigkeiten.

Brandgefahr geht meiner Meinung nach wenn dann vom Netzteil aus, alles andere brennt normalerweise nicht. Natürlich sind diese Angaben ohne Gewähr.

Jedenfalls hättet ihr, wenn ihr einen reinen Webserver benötigt, mit einer Linux-Platform viel stromsparendere Möglichkeiten, die auch sehr schnell laufen, je nach Zugriffszahlen.

Den Akku würde ich stecken lassen, falls mal der Strom ausfällt bleibt der Server dann wenigstens noch eine Weile an.

Hast du dir die Raspberry Pi mal angeschaut?
 
- Mal angenommen Lüfter o.ä. fallen aus und das Thinkpad wird zu heiß, dann schaltet es sich ja ab (jedenfalls theoretisch). Sprich dies dürfte keine Gefahr darstellen, aber wie sieht es mit anderen Komponenten aus wie z.B. Festplatten o.ä.? Ich habe keine Ahnung was in einem Thinkpad alles zu einem Brand führen könnte...
Die Gefahr eines Brandes o.ä. ist nicht größer als bei einem klassischen Server. Das kannst du also vernachlässigen.


Banale Frage am Rande: Kommt das Thinkpad ohne Akku in die Dock (geht das überhaupt?... hab das noch nie probiert) und ist das vom Stromverbrauch her sinnvoll? Und falls der Akku drinbleibt: wie sollte man diesen pflegen in so einer Situation?
Das Notebook müsste ohne Akku im Dock laufen, sinnvoll ist das m.E. aber nicht.
Mit Akku fungiert dieser als eine USV und kann im Falle eines Stormausfalls dafür sorgen, daß der Rechner noch sauber herunterfahren kann. Gerade bei einem Server ja sehr sinnvoll.

Man sollte sich nicht zu viele Gedanken um die Akkupflege machen: Akkus sind Verbrauchsgegenstände.
Und beim Serverbetrieb kommt es ja nicht auch lange Laufzeiten an, da reicht eine halbe Stunde Laufzeit, um das Gerät noch sauber herunterfahren zu können.
 
Mir stellt sich die Frage wozu ein Dock benötigt wird. Das ThinkPad wird ja nicht beweget und es kommen gerade mla 3 Kabel ran (Strom, Ethernet, USB-HDD). Ich denke das kann man sich sparen.
 
- Ohne Akku wird der Prozessor vermutlich nur in der niedrigsten Geschwindigkeit laufen.
- Wenn das Ding zu heiß wird, schaltet es sich schlagartig ab (wie jeder halbwegs moderner Rechner)
- Akku am besten drin lassen und mit Lenovo Software die Ladeschwellen niedrig halten (max. z.B. 80-90%)
- Überwachungssoftware gibts bestimmt, muss man sich mal umschauen :D
- Dock fände ich praktisch, da das Thinkpad damit leicht angehoben wird und besser Luft bekommt, ist aber kein Muss.
 
T60 mit Core2Duo (oder Solo) kann auch 64-bit.
Wenns WHS sein soll find ich die Idee nicht schlecht, für Linux gibt es wahrscheinlich bessere Alternativen, z.B. ein NAS...
 
es kommt auch auf das netzteil an. geräte, die ohne akku beim 65er netzteil drosseln, laufen dafür mitunter am 90er netzteil mit voller leistung. beim x60s ist vermutlich die cpu auch bei vollem tak sparsam genug um das kleine netzteil nicht zu überfordern
 
es kommt auch auf das netzteil an. geräte, die ohne akku beim 65er netzteil drosseln, laufen dafür mitunter am 90er netzteil mit voller leistung. beim x60s ist vermutlich die cpu auch bei vollem tak sparsam genug um das kleine netzteil nicht zu überfordern

Geht auch noch mit 40W.
 
Also, T60 konnte auch mit einem x64-tauglichen Prozessor (also C2D) nicht mehr als 3GB hardwaretechnisch verarbeiten, auch nicht in Rev2. Preislich sind die bei gleichem Prozessor mittlerweile auch auf dem selben Niveau.
Ich würde sagen:
X61
kleiner C2D
Intel Grafik
8GB RAM
Anschluss über LAN
Alternativ T61 mit gleichen Specs

Wenn man lange genug wartet, kriegt man ein solches X61 in schlechtem Zustand für ~120€ und spart viel Strom.
Wenn man's simple haben will, macht man Win7 X64 drauf und greift über WinRemote oder Teamviewer darauf zu.
Das ist vielleicht am Anfang leichter, als mit der Konsole auf nen Pinguin zu feuern ;)

Viel Erfolg
 
Also, T60 konnte auch mit einem x64-tauglichen Prozessor (also C2D) nicht mehr als 3GB hardwaretechnisch verarbeiten, auch nicht in Rev2. Preislich sind die bei gleichem Prozessor mittlerweile auch auf dem selben Niveau.
Ich würde sagen:
X61
kleiner C2D
Intel Grafik
8GB RAM
Anschluss über LAN
Alternativ T61 mit gleichen Specs

Wenn man lange genug wartet, kriegt man ein solches X61 in schlechtem Zustand für ~120€ und spart viel Strom.
Wenn man's simple haben will, macht man Win7 X64 drauf und greift über WinRemote oder Teamviewer darauf zu.
Das ist vielleicht am Anfang leichter, als mit der Konsole auf nen Pinguin zu feuern ;)

Viel Erfolg

Auf den Pinguin per ssh zu feuern ist jetzt auch nicht so schwer, bei der bash gibt es ja immer noch man für jeden Befehl und man braucht ja nicht zwingend eine grafische Oberfläche. Falls doch kann man X-Anwendungen ja auch per ssh tunneln.

Allerdings müsste der TE erstmal verraten, was er denn mit dem Server vor hat.
Bei einem reinen Webserver halte ich eine schlanke Platform (z.B. die Dockstar) mit einem Linux (vorzüglich Debian Squeeze) für die beste und sparsamste Alternative. Natürlich muss das der TE für sich selbst entscheiden.
Was auch als kleiner Webserver geeignet ist sind die IGEL-Thinclients mit den 1GHz Prozessoren, sowie andere Thinclients, oder ein Smartphone auf Linuxbasis.
 
Zu einem Teil deiner Fragen kann ich etwas Erfahrung meinerseits besteuern:
- Brandgefahr: Ich habe mein X41t als Server laufen. Es steht ebenfalls auf einem Schrank und ich habe die deutsche Bürolösung für Kaffeemaschinen umfunktioniert und es auf einer 40x40 Fliese platziert. Jetzt kommt nämlich mein persönlicher Erfahrungspunkt mit einem T42p: Es kokelt sehr wohl und da ist nichts mit sekundenschneller oder was auch immer Absschaltung. Eine Kollegin rief mich ins Labor weil mein Laptop komisch piepte...Ich konnte nicht da ich gerade was Krebserregendes in der Hand hatte. 2-3 min später kam ich ins Labor und zwischen den F-Tasten stieg bereits Rauch auf. Sofort Netzteil raus und siehe da die Unterseite hatte sich an ein paar Stellen sogar schon verflüssigt. Fatalerweise sogar in der Nähe der explosionsfähigen Zellen des Akkus...dafür brauchts zwar relativ viel Temperatur, wenn die Kettenreaktion läuft "kann" der Akku die aber auch selber bereitstellen.
Vernachlässigbar sehe ich die Brandgefahr nicht und sie ist einfach von der Logik her schon um Klassen höher einzustufen als wenn sich alles in einem Metallgehäuse befindet und weit verteilt. Vielleicht ist das Plastik und andere Komponenten schwer entzündlich, jedoch sitzt beim Laptop auch alles viel näher und auch wärmer zusammen. Li-Ion Akkus dieser Bauform fallen nicht umsonst unter das Sprengstoffgesetz (zumindest war das mal so?!)
- Akkuabhängiges Untertakten gibts beim T61 nicht!
- WHS? Wieviel Prozessorlast erwartest Du? Ich würde RMClock zum undervolten nutzen und den Lüfter mit Fancontrol ab 50° voll laufen lassen. Für Stufe 1 würde ich etwas unter RT einstellen, damit er immer läuft. Das ist auch besser als viele On/Off Zyklen. Mein X41t wird an keiner Stelle auch nur warm. Das musst Du aber fürs T61 selber austesten. Beachte auf dem Schrank ist es (gerade im Winter) nochmal wärmer als auf Schreibtischhöhe.
- Überwachungssoftware: Ich meine Speedfan hat das CPUtempabhängig drauf!
- Ganz final gegen Missverständnisse: Wenn irgendein Laptop die für einen Server nötige Qualität hat, dann ein TP!
 
Ich fand die Idee mit dem Palm pre ziemlich gut! da steckt jetzt aber kein LAN-Kabel drin, gell? ;)
 
Hier noch ein recht eindrucksvolles Video zur Akkugefahr:
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Edit:
Das kommt natürlich nur in instabilen Zuständen des Akkus vor. In diesen Zustand wurde dieser Akku künstlich versetzt.
Mir ist kein original ThinkPad-Akku bekannt, bei dem diese Gefahr bestünde.
Normalerweise schaltet das Thinkpad vorher ab.
Eine Möglichkeit diesem Phänomen vorzubeugen, ist das Mainboard auszubauen, die Festplatte daran zu hängen und den Akku per angelöteter Leitung in einiger Entfernung zu betreiben.

Das Netzteil würde ich anschließen und das Display, sowie alle anderen unnötigen Komponenten würde ich mir sparen und das Mainboard in einem kleinen Gehäuse unterbringen (so bei meinem vom Flexing befallenen R51 geschehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Alternative zu einem TP wäre für den WHS auch ein HP N36L/N40L. Sind recht günstig in der Anschaffung, verwenden billigen DDR3-Speicher, bieten viel Platz für Platten, sind von Grund auf als Server vorgesehen und sind sehr kompakt gebaut.
 
Hallo zusammen,

soviele Antworten, ich versuchs mal so zu sortieren, wie ich es verstehe:

- Im Prinzip kann man jedes TP mit Core2 verwenden, ihr würdet allerdings vom T60 abraten wegen RAM-Ausbau. Empfehlung liegt auf X6x bzw. T61.
- Man kann es mit Akku laufen lassen (quasi als USV).
- Ich muss mir keine Sorgen wegen Brandgefahr machen.

Nun zu den Nachfragen:

- Die Docking hatte ich deshalb als Idee, da ich befürchte gelegentlich doch was am Server machen zu müssen, dann ist es einfacher in runternehmen zu können... sicherlich ne Frage der Bequemlichkeit und nicht notwendig, da Docks aber fast nix kosten für die Generation dachte ich das wäre ganz praktisch.
- Er hat im Büro einen WHS laufen und möchte für zuhause eben auch genau diesen, das OS ist daher fix.

Habe ich das soweit alles korrekt zusammen, weil dann wären meine Fragen beantwortet.

VG,
Beregond

Edit:

- Ok, nach den Kommentaren von sys und Thrakath bin ich mir mit dem Akku wieder nicht mehr sicher :(
- Ich habe selbst den N40L von HP, bin auch begeistert davon.... aber der passt mir net ins Konzept, da gelegnetlich doch ein Monitor und ne Tastatur dran sinnvoll ist.... nur remote ist blöd... daher ja die idee, die Serverkonsole direkt am Server zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen der Brandgefahr: du kannst ja das TP (wie erwähnt) auf eine Fliese o.ä. stellen und vor allem einen Rauchmelder direkt darüber anbringen.
Dann würdest du einen eventuellen Brand noch rechtzeitig bemerken und könntest ggf. mit einem CO2-Löscher das Feuer bekämpfen.

Grüße
bassplayer
 
OT: Als Hartz4ler ist das umsetzbar :thumbsup: Oder die Omma einquartieren!
 
Bei den X60(s), R60 und Z61(t/m/p) gibts die gleiche Einschränkung mit 3GB RAM ;)
Ich kann übrigens vom R60 (T5600, 15" XGA, Intel GMA 950, Windows XP) bestätigen, dass es ohne Akku beim Betrieb am 65W-Netzteil auf 966 MHz heruntertaktet - und daran konnte ich nichts ändern. Hatte allerdings gerade auch kein 90W-Netzteil da, um zu testen, ob es damit funktioniert.
 
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