X2xx/s (X200/s-260) Thinkpad-Haverie, was tun?

samba

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Schnüff, mein TP X201 einen Zusammenstoss mit einem Krug Wasser erlitten. Ich habe umgehend Stecker und Akku abgezogen, das Gerät äußerlich getrocknet und dann geöffnet. Ins innere ist dem Anschein nach von oben nur wenig Wasser gedrungen und das ist auf den inneren Abdeckungen geblieben. Allerdings scheint über die Seite Wasser in USB-Port und Audio-Ein/Ausgänge gekommen zu sein. So weit ich es sehe, habe ich das Gerät ausgeschaltet, bevor es zu einem Kurzschluß kommen konnte. Nach dem ich das Gerät 2 Tage sicherheitshalber aus gelassen habe, habe ich voll Hoffnung und mit großem Bangen das Gerät wieder eingeschaltet. Leider, schnüff, tut sich nichts oder wenig. Die Leuchten blinken kurz in irgendeiner Kombination und dann bleiben 2 an (ich habe mir das noch nicht notiert). Die Festplatte fährt manchmal kurz an, der Bildschirm rührt sich nicht und der Lüfter nur, wenn ich auf den Ein-/Ausschalter drücke.

Nun frage ich mich, was da noch zu tun wäre?

Könnte das geblinke der LEDs so etwas, wie ein Zeichen von Selbstdiagnose sein, wie das gepiepe beim PCBios? Wenn ja, wo gibt dafür eine Aufschlüsslung? Wenn die Selbstdiagnose nicht oder nur begrenzt hilft, stellt sich die Frage, wie weiter? Kann mir jemand eine zuverlässige Werkstatt in Bremen und Umgebung (HH, H) nenne, die günstig oder kostenlos einen Kostenvoranschlag machen kann? Oder hat das nur wenig Sinn? Ist davon auszugehen, dass ich in jedem Fall ein neues Bord brauche, was ich dann auch selbst bestellen und einbauen kann? Oder gäb es andere Dinge, die defekt sein könnten, so dass ich ggf. günstiger davon kommen könnte? Für den Fall, dass ich ein neues Mainbord brauche, stellt sich auch die Frage, ob das sich das überhaupt lohnt. Bei Ebay habe jetzt nur welche für über 300€ gefunden.
 
warum sollte man auch versuchen, schneller als Mornsgrans zu sein :)

Edit haut mir auf die Finger: Doppelpost :facepalm:
 
Es lohnt noch. Im ungünstigsten Fall ist "nur" eine Sicherung durchgebrannt.
Da aber die LEDs noch reagieren und eine Lichtorgie veranstalten, besteht die Chance, dass nach Reinigung und Trocknung des Rechners alles wieder funktioniert. Vielleicht sogar die Tastatur.
 
Ich bedanke mich für Eure Tipps. Werde mich dann gleich ans Werk machen. Gibt es bezüglich der Wärmeeleitpaste irgendwelche speziellen, die ich nehmen sollte (hatte eh immer wieder Probleme mit Überhitzung)? Soll ich auch das Display auseinandernehmen? So weit ich gesehen habe, ist da nur äußerlich was rangekommen. Das Display ist das Teil, was ich noch nie bei einem TP auseinandergenommen habe und wenn es vermeidbar scheint, würde ich es gerne so lassen (irgendwie habe ich da einiges an Respekt vor dem Teil).

Ach bin ich froh, dass ich wenigstens eine mehrfach abgesicherte Backup-Lösung am Start habe und mir darüber keine Gedanken machen musste, sondern auf dem geliehenen Ersatzrechner (Acer, kein Trackpoint, schlechte Tastatur, seufz) erst mal gleich weiterarbeiten kann.
 
Multimeter nehmen und durchmessen. Widerstand muß niedrig sein (Niederohmig), dann ist die Sicherung noch intakt.

MfG, Sebastian
 
Soll ich auch das Display auseinandernehmen? So weit ich gesehen habe, ist da nur äußerlich was rangekommen.
Solange Du nicht definitiv ausschließen kannst, dass etwas zwischen Display und Displaybezel durchgelaufen ist, musst Du zumindest den Inverter auf Feuchtigkeitsspuren untersuchen.
 
Problem: Eine Schraube, mit der das Board am Gehäuse verbunden ist (vorne mittig) lässt sich nicht lösen, weil zu stark verbunden. Trotz passenden Schraubendrehers habe ich die Schraube jetzt wohl kaputt gekriegt, so dass der Dreher keinen Halt mehr kriegt. Irgendeiner eine Idee, wie ich die hartnäckige Schraube noch loskriege ohne Board und Gehäuse beschädigen kann oder wenn es sein muss, wie man das so hinkriegen kann, dass es keine Folgeschäden mit sich bringt?
 
Wenn Gewalt nicht hilft, hilft mehr Gewalt.

Bosch Ixo oder so etwas da? So mache ich das immer.
 
Hmm, nein so ein Gadget habe ich (leider) nicht. Würde es den wirklich etwas helfen, wenn der Schraubendreher keinen Halt kriegt? Gibt es irgendwelche Zangen, die vielleicht die Schraube vom Rand her gut greifen können und genügend Kraft übertragen zum Drehen. Auch wenn kein Rost da ist, habe ich mich gefragt, ob Rostlöser da hilft, es aber wegen des Boards, dass den Inhalt vom Rostlöser vermutlich nicht verträgt, erst mal gelassen.

Das mehr Gewalt her muss, ist mir irgendwie klar, nur will ich die möglichst intelligent einsetzen, um das Problem nicht weiter zu verschlimmern.
 
Kleinen Längsschlitz-Schraubendreher mit scharfer Klinge aufsetzen und mit Druck hin und her bewegen, dass sie sich langsam in den Schraubenkopf schneidet (muss also ein Schlitz entstehen).

Dazu braucht man natürlich ein entsprechendes Schraubendreherset.
z:B.:
Werkzeug.jpg
 
So, die Operation is erst einmal durchgeführt. Ob der Patient das überlebt hat, da bin ich sehr gespannt. Die Schraube mußte ich ausbohren, habe vorher vier Computerschrauberläden abgeklappert, nachdem ich selbt mit dem Schlitzschrauber keinen Erfolg hatte. Niemand hat sich da ran getraut und so mußte ich es selbst tun. Das Board hat ein bisschen etwas abgekriegt. Unsicher, ob die Leiterbahn dabei beschädigt wurde oder nicht. Auf jeden Fall war die Überwindung der Schraube wohl Pflicht. Die Rückansicht ergab zwar, dass das Board selbst auch nix abgekriegt hatte. Wohl aber auch hier die Ports. Jetzt lasse ich trocknen und grause mich noch ein bisschen vor der Aufgabe des wieder zusammensetzens. Die Schrauben habe ich leider nicht dokumentiert, wo die herkamen. Gibt es da eine Übersicht zu?
 
Nicht einfach trocknen lassen, sondern mit Isopropanol aus-/abwaschen und anschließend trocknen lassen. Wichtig sind vor Allem die nicht sichtbaren Bereiche zwischen den Anschlüssen und dem Board.
 
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