Thinkpad benutzt zuwenig physikalischen Speicher

haseluenne

New member
Themenstarter
Registriert
7 Nov. 2005
Beiträge
54
Hallo! Als ich vorhin mal wieder was aufwändiges gerendert habe (jedoch kein 3D, war nur pure Berechnung), hat Windows gemeckert, dass die Auslagerungsdatei zu klein sei, und er sie vergrößern müsse.

Schön und gut, aber laut Gerätemanager waren noch rund 300MB von 512MB realem Speicher frei? Und die Auslagerungsdatei ist schon stark benutzt gewesen, warum macht er nicht mal den RAM noch etwas voller anstatt zu meckern?
Das ist mir schon öfters aufgefallen, er benutzt immer viel zu ausgiebig den Swap, anstatt erstmal den RAM mehr oder weniger zu füllen, also voller als 1/3 belegungsstatus wird er eigentlich nie.

Habe ein T43 mit Intel GMA900, 512MB RAM (ja, etwas knapp) und 750MB festem swap.
 
Google doch mal nach XP-tweaks.

Z.B. Link Nr1 bei Suche nach "XP Ram besser ausnutzen" liefert:

Windows XP verwendet gerne die Auslagerungsdatei, obwohl manchmal noch genügend RAM zur Verfügung stünde. Mit einem Eintrag in der "system.ini" kann man XP dazu zwingen zuerst allen verfügbaren RAM auszunutzen. Dazu trägt man in der "system.ini" unter dem Zweig [386Enh] folgende Zeile ein:
ConservativeSwapfileUsage=1

Außerdem kann ich dir nur raten, die Swap statisch und dafür maximal groß zu setzen. Eine Veränderbare, und womöglich noch vom System gesteuerte Größe der Auslagerungsdatei ist ABM für die Festplatte!
 
Danke, werd ich mal probieren.

Fest eingestellt ist mein Swap ja schon, aber Windows hat ihn als Notmaßnahme wohl erhöht (Sprechblase mit Ausrufezeichen in der Taskleiste), da ihm wohl die Luft zu dünn wurde.
 
Moin,

die SYSTEM.INI ist nur für das 16Bit-Subsystem relevant, so dass irgendwelche Einträge für das eigentliche System keinerlei Wirkung zeigen dürften.
 
Alle Angaben ohne Gewähr:

- Speicher unter Windows XP besser ausnutzen:

In Registry und der Systemsteuerung kann man das Speicherverhalten von WinXP beeinflussen. Für die ersten zwei Tips gilt folgender Schritt: Klicken auf "Start" > "Ausführen" tragen in die Befehlszeile "regedit" ein und bestätigen mit "ENTER". Per Doppelklick können wir ähnlich wie im Windows-Explorer navigieren. Nun geben wir nacheinander auf "Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\Me mory Management". Im rechten Fenster werden mehrere Werte angezeigt, mit denen man diese Tuning Maßnahmen durchführen kann:

a. So verhindern wir, dass Windows den Kernel bei vielen geöffneten Programmen auslagert:
Wenn wir viel Arbeitsspeicher besitzen und gleichzeitig mehrere Anwendungen ausführen Leistungseinbußen bemerken, weil Windows dann unnötigerweise Teile des Kernels auf die Festplatte lagert, um Speicher zu sparen, obwohl davon noch reichlich genug vorhanden ist. Doppelklicken um dies zu ändern auf "DisablePagingExecutive" und setzen hier den Wert "1" davor.

b. Das Zugreifen von häufig genutzten Daten mit einer Erhöhung des Festplattencaches beschleunigen:
Im Fenster rechts den Wert "LargeSystemCache" suchen und per Doppelklick den Wert auf "1" setzen.

c. Allgemeine Speicheroptimierung:
Wenn Windows der Speicher ausgeht, lagert es ständig auf die langsame Festplatte aus. Es ist jedoch möglich soviel Speicher freizugeben, dass selbst PC´s mit ca. 64MB-RAM in die Gänge kommen können. Man sollte daher Windows entschlacken von allem überflüssigem:
a) Die Windowssounds müssen ständig in den Arbeitsspeicher geladen werden und nehmen dort dann auch ihren Platz ein, damit sie nicht jedesmal von der Festplatte aufgerufen werden müssen. Am besten deaktivieren wir diese. Klicken nacheinander auf "Start" > "Systemsteuerung" > "Sounds und Audiogeräte" > "Sounds" und wählen hier kein Schema aus.
b) Ein Hintergrundbild kann locker mehrere Megabyte (Manche haben 6MB) verschlingen. Egal, wie schön sie anzusehen sind, sie rauben einfach den vorhandenen Arbeitsspeicher. Klicken sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Desktopbereich und wählen "Eigenschaften". Hier klicken sie unter "Desktop" > "Hintergrund" auf "Keins".
c) Schauen wir danach mal in den Autostartordner. Hier werden vielleicht Programme geladen (Office, Firewall oder ein Virenscanner), die ein "rundes" Arbeiten nahezu unmöglich machen, da sie permanent im Hintergrund arbeiten. Wenn diese Anwendungen benötigen werden, kann man diese auch manuell starten. Um den Autostartordner zu leeren auf "Start" > "Programme" > "Autostart". Per Rechtsklick alle Programme löschen, die sie nicht mehr brauchen.


- Optimale Größe der Auslagerungsdatei:
Wenn viele Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind, benötigt Windows mehr Speicher als manch ein Computer hat. Dann holt es sich den Speicher einfach von
der Festplatte aus der sogenannten Auslagerungsdatei. Da die Festplatte langsamer ist, als Arbeitsspeicher (Zugriffszeiten sind bei RAM in Nanosekunden angegeben, bei der Festplatte sind es schon Milisekunden) wirkt dies wie ein Bremmsschuh. Doch auch den Zugriff auf die Auslagerungsdatei kann man beschleunigen: rechte Maustaste auf "Arbeitsplatz" und klicken sie nacheinander weiter auf ?Einstellungen? von ?Systemleistung?. Jetzt auf ?Erweitert? und dann unten auf ?Ändern?.
Weisen wir hier der Auslagerungsdatei 300 MByte als Minimal- und Maximalwert zu. Wegen dieser festen Größe muss Windows weniger Zeit mit der Veraltung der Datei aufbringen. Falls sie bei sehr vielen geöffneten Programmen auf Speichermangel stoßen, erhöhen wir den Wert jeweils um 50Mbyte.


- Den Systemcache vergrößern
Wenn man über 192MB RAM verfügt, lohnt es sich, den Systemcache zu vergrößern. Hier wird ein recht großer Teil des Arbeitsspeichers benutzt um einen großen Cachespeicher für Programme einzurichten. Dadurch beschleunigen wir den erneuten Zugriff darauf. Um den Systemcache zu vergrößern folgende Anweisungen:
Klicken auf "Start" > "Systemsteuerung" > "System" > "Erweiter". Öffnen sie die "Einstellungen" von dem Abschnitt "Systemleistung". Nun knipsen auf "Erweitert" und markieren unten die Option "Systemcache". Nach einem Neustart wird mehr Arbeitsspeicher für den Systemcache benutzt.
 
Moin,

zu obigen Tipps ein paar Anmerkungen, die teilweise zitiert sind von Cerberus aus dem Forum "pc-experience.de":

1) Registry-Hacks

a)
Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryMa
nagement ->DisablePagingExecutive

An dieser Schraube zu drehen bringt überhaupt nichts, denn dieser Eintrag ist ein Relikt aus NT 4.0 Tagen und bewirkt null, da der Eintrag nur noch aus Kompatiblitätsgründen vorhanden ist.

b) Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryMa
nagement ->LargeSystemCache

Auch hier sollte man Vorsicht walten lassen, denn eine Änderung bewirkt eine Erhöhung des Speichers für Dateioperationen, der dann widerum den Anwendungen fehlt, also klare Empfehlung für den Desktopbereich: Finger weg!

Das gilt in gleichem Maße für die Optionen IOPageLockLimit und System Page Table Entries .

Zitat dazu aus der MS Knowledgebase:

"Caution. Do not change the value of this entry. Changing it prevents the system from calculating an optimal value for your system and adjusting the value when your system changes".

Dasselbe gilt auch für weit verbreitete "Optimierung" des SecondLevelDataCache, die ebenfalls verpufft, da diese Option seit der Pentium 3 CPU-Gneration von Windows ignoriert wird. Bei älteren CPU's kann es eine minimale Leistungssteigerung bewirken.

c) kann man machen

2) Auslagerungsdatei selbst
Hierzu empfehle ich diesen Thread

3) Systemcache vergrößern
Hier rate ich vehement von ab, denn der Systemcache wird für das dateisystem genutzt. Eine vergrößerung bringt nur etwas, wenn man tausende von Dateien aufhat. Dies ist i.d.R. auf Servern so und bringt auf dem Desktop nichts außer einer Hauptspeicherverknappung für Programme, die dann zu erhöhtem Swapping bzw. Paging führt. Und genau das wollen wir doch vermeiden!

Summa summarum: es gibt keine wirklich funktionierende Optimierungsmaßnahme zur Speicherausnutzung unter WindowsXP. Die meisten kommerziell zu erwerbenden "Tweaking Tools" ändern obige Registry-Werte. Im Zweifelsfalle kann man sich sein ganzen System zerschießen. Auf SWAP zu verzichten, geht eher auf Systemen wie Linux.

mfg. frimp
 
Original von frimp
Summa summarum: es gibt keine wirklich funktionierende Optimierungsmaßnahme zur Speicherausnutzung unter WindowsXP. Die meisten kommerziell zu erwerbenden "Tweaking Tools" ändern obige Registry-Werte. Im Zweifelsfalle kann man sich sein ganzen System zerschießen. Auf SWAP zu verzichten, geht eher auf Systemen wie Linux.

mfg. frimp

FULL ACK !

Hat die c't auch mal untersucht: Die ganzen gängigen "Tuning"-Tipps brachten rein gar nichts. Um die Pagefile maximal auszunutzen, verwende ich immer den von Win vorgeschlagenen Max.-Wert als feste Größe. Die tlw. genannten 300 MB sind ein schlechter Witz.

XP lagert bewusst relativ früh aus, um jederzeit Ram für den Start weiterer Programme zu haben und auch noch etwas Cache für Dateioperationen. Dieses Verhalten hat sich in der Praxis bestens für die Masse der Nutzer bewährt.

Gruß
Roger
 
Moin,

man müßte auch wirklich tief in den Kernel von NT ;) gehen (darauf beruhen ja auch W2K und XP), um zu verstehen, was da eigentlich passiert.

Man muß auch unterscheiden zwischen PAGING und SWAPPING.

PAGING:
Der von einem Programm benötigte Hauptspeicher (der auch größer als das physikalische RAM sein darf) wird in gleichförmige "Kacheln" unterteilt. Diese werden nach bestimmten Algorithmen (least recently used, last recently used, blablablubb) auf Platte ausgelagert und nach Bedarf wieder in den Hauptspeicher geladen. Idealerweise werden Kacheln mit Festplattensektoren assoziiert, um den Zugriff zu beschleunigen.

SWAPPING:
Hier werden ganze Prozesse, die sich z.B. "schlafen gelegt" haben, auf Festplatte ausgelagert. Erst wenn ein bestimmtes Ereignis, z.B. über einen externen Interrupt oder einen Timer gesteuert, auftritt, wird "zurückgeswapped".

Echtes Swapping passiert unter Windows dann, wenn nichts mehr geht. Man bekommt auch die Meldung, dass der virtuelle Speicher zu klein ist, die Platte rödelt wie blöd und nichts geht mehr. Soweit ich weiß, wollte sich Dave Cuttler bei der Entwicklung des NT-Kernels ganz von Swapping verabschieden. Aber das ist so lange her das ich das nicht mehr genau weiß.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben