Textverarbeitung/Software als Schreibmaschinenersatz

netghost78

Well-known member
Themenstarter
Registriert
25 Jan. 2011
Beiträge
1.456
Für meine Oma suche ich eine Software/Textverarbeitung, die extremst simpel zu bedienen ist. Dazu gehört, daß die Dokumente automatisch ohne Eingabe eines Dateinamens gespeichert werden.
Es soll möglichst so ablaufen, daß der Benutzer so arbeitet, wie an einer Schreibmaschine.

Hat da jemand eine Idee?

Danke
 
Hmm, kann man evtl. ein Word/OpenOffice/etc. Dokument per Command-Line erstellen? Also eine Art touch-Funktion.
Dann könnte man ein batch-File schreiben, das eben erst ein Dokument erstellt + speichert und gleich im Anschluss Word mit diesem Namen des Dokuments öffnet. In Word dann selbst noch Autosav einschalten - und die Abfrage, ob man das Dokument bei beenden noch speichern will, ausschalten (falls das geht).

Wenn sie wirklich nur eine Schreibmaschine braucht, wäre es wohl mit batch-Script + Notepad++ mit Autosave auch getan.

//edit:
Also falls sie wirklich keine Formatierungsmöglichkeiten etc. braucht, dann wäre es wohl auch kein großer Aufwand einfach ein kleines Java-Programm zu schreiben mit einer ganz simplen Swing-Box oder ähnliches.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann auf zum Test des genannten Systems.

Die Batch Datei iteriert einfach von Brief000001 bis Brief999999

Ich denke viel mehr Dokumente kommen dann auch nicht zusammen.

Viel Erfolg!
 
@netghost78
wie wäre es denn mit einem digitalen diktiergerät, das dann mittels spracherkennungssoftware die texte in word oder anderen programmen umwandelt? das könnte dann ja dein vater erledigen.
ich kenne einen kollegen, der texte so schon seit langem "schreibt". es bedarf zwar etwas der nachbearbeitung, aber der zeitvorteil ist schon immens.

gruß in't huus

gatasa
 
Diktiergerät hat auch was, ja. Aber ich füchte, daß da eine Spracherkennung überfordert ist.
Weiterhin wieder ein Gerät, wo mehr als ein Knopf zu betätigen ist, sehr gefährlich.
Schreibmaschine schreiben kann sie, daran scheitert es nicht und ein Laptop, der mit einem Knopf komplett hoch- und wieder runterfährt, das sollte ihr beizubringen sein.
 
Geht nicht, da kein Internetanschluß in der Wohnung vorhanden ist.

Ich weiß nicht in welcher Gegend ihr wohnt, aber bei Verfügbarkeit von 3g schafft eine UMTS-Karte abhilfe. Bei dem geringen Datenvolumen gibt es da schon sachen für ~10€/Monat ohne Laufzeit.
 
3g ist sicher verfügbar, aber wozu muß ich 10 € im Monat ausgeben, wenn die Wohnung nur 500m von der meines Vaters weg ist und das Schreiben vielleicht jeden Monat ein mal vorkommt.
 
netghost78 schrieb:
3g ist sicher verfügbar, aber wozu muß ich 10 € im Monat ausgeben, wenn die Wohnung nur 500m von der meines Vaters weg ist und das Schreiben vielleicht jeden Monat ein mal vorkommt.

Berechtigter Einwand, allerdings lese ich immer nur von Dir, das dieses oder jenes nicht geht. Wenn also die Problemstellung nur einmal im Monat getätigt wird und dein Vater nur ca. 500m entfernt wohnt, wie wäre es dann mal zum Kaffee trinken zur Oma zu gehen und den Brief zu schreiben.
 
Naja, da mein Vater sie auch noch pflegen muß, ist die Zeitplanung schon sehr straff und so könnte sie die Texte alleine schreiben. Das ist das Ziel der Aktion.
 
Naja, da mein Vater sie auch noch pflegen muß, ist die Zeitplanung schon sehr straff und so könnte sie die Texte alleine schreiben.

Schon wieder ein Grund warum etwas nicht gehen sollte...was hindert denn Dich oder deinen Vater daran ein Notebook mitzunehmen, eine Briefvorlage zu erstellen und wenn man sie sowieso schon besucht dann bootet man das Notebook (mir war so als wenn Notebooks genau für solche mobilien Zwecke erfunden wurden) die Oma kann den Brief oder whatever schreiben und dann speichert man das ganze auch gleich ab. 500 m sind ja nun nicht intergalaktische Dimensionen die zu überbrücken sind.

Ab und zu sollte man nämlich auch mal praktisch denken.
 
Ich denke wir werden hier keine optimale Lösung finden, entweder weiter Schreibmaschine und ihr müsst ihre paar Seiten halt ein oder zweimal im Monat schnell abtippen oder aber ihr nehmt einen Laptop mit hin und sagt ihr sie soll den Deckel dann schließen, aber schon wenn sie die Maus bewegt und versehentlich das Fenster schliesst etc:facepalm: Ich denke weiter so verfahren wie bisher spart euch jede Menge Stress... Ich kenne das von meinem jetzt 91 jährigen Großvater, der will auch allerhand Dinge vereinfachen oder kommt schon mit den ihm bekannten Dingen nicht mehr richtig klar. So kann er mit seiner Brille nicht mehr richtig lesen, wir waren schon x-mal beim Augenarzt, dann liest er in der Zeitung was von einem Tee der gut für die Augen sein soll - also wird der Tee besorgt und getrunken, dann kaufen wir einen teuren Aufsatz für die Brille (eigtl. ganz Simpel) - aber das Gestell auf dem Gestell ist für ihn zu gewöhnungsbedürftig, als nächstes ein Lesestein von Rhodenstock mit eingebauter LED was man einfach aufs Buch/Papier drauflegt... naja mittlerweile ist klar das es garnichtmehr so sehr das "Sehen" ist, als vielmehr die nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Ich war ein halbes Jahr in der Altenpflege sowie 4 Wochen in der Geriatrischen Klinik, ich möchte an dieser Stelle ohne das Thema sprengen zu wollen eine wichtige Erfahrung die ich im Zusammensein mit Hochbetagten und Sterbenden hatte zu berichten geben. Viele Menschen arbeiten, bekommen Kinder, bauen Häuser, fahren in den Urlaub, haben Freunde, essen gut etc. - ohne sich dabei immer wieder zu vergegenwärtigen das alles nur geliehen ist und das letzte Hemd keine Taschen haben wird. Diese Menschen kommen dann sehr oft schlecht damit zurecht das nach und nach alles wieder vergeht, wie es der natürliche Gang der Dinge ist, entsprechend entsteht dann viel Leid und es kommen Sätze wie "das ging alles so schnell vorbei", "ich wollte aber noch", "das wusste ich doch nicht" oder auch "ich will noch nicht..." etc. ; Ich habe allerdings auch Gegenbeispiele (leider in meiner Erfahrung in der Minderheit) erlebt, Menschen die sich des Geschenks des Lebens immer bewusst waren, immer sehr präsent, demütig, dankbar lebend, wissend wie zerbrechlich und endlich das Leben ist und dadurch auch intensiver lebend, entsprechend kämpfen diese Menschen am Ende nicht und halten auch nicht mehr an alten Gewohnheiten fest, sie lassen eher alles los und sind in der Lage aus der Fülle ihres bewussten Lebens zu berichten (darin liegt das Weise des Alters). Ich möchte der Oma des Threaderstellers nichts unterstellen, denn ich kenne sie ja garnicht, aber bei meinem Großvater sehe ich eben bestimmte Formen von Festhalten (wie zb. ich muss jetzt unbedingt noch lesen, schreiben, im Garten arbeiten, etc.) - obwohl dies alles garnicht mehr nötig wäre. Ich will auch nicht sagen das die Menschen dann alles lassen und sterben sollten, aber es geht mehr darum, eine Andere der Lebensphase angemessene Qualität auszuleben, sowie Kindheit, Pubertät, Erwachsenalter etc. als Phasen auch mehr oder weniger ihre Charakteristka haben. Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben