Ich denke wir werden hier keine optimale Lösung finden, entweder weiter Schreibmaschine und ihr müsst ihre paar Seiten halt ein oder zweimal im Monat schnell abtippen oder aber ihr nehmt einen Laptop mit hin und sagt ihr sie soll den Deckel dann schließen, aber schon wenn sie die Maus bewegt und versehentlich das Fenster schliesst etc:facepalm: Ich denke weiter so verfahren wie bisher spart euch jede Menge Stress... Ich kenne das von meinem jetzt 91 jährigen Großvater, der will auch allerhand Dinge vereinfachen oder kommt schon mit den ihm bekannten Dingen nicht mehr richtig klar. So kann er mit seiner Brille nicht mehr richtig lesen, wir waren schon x-mal beim Augenarzt, dann liest er in der Zeitung was von einem Tee der gut für die Augen sein soll - also wird der Tee besorgt und getrunken, dann kaufen wir einen teuren Aufsatz für die Brille (eigtl. ganz Simpel) - aber das Gestell auf dem Gestell ist für ihn zu gewöhnungsbedürftig, als nächstes ein Lesestein von Rhodenstock mit eingebauter LED was man einfach aufs Buch/Papier drauflegt... naja mittlerweile ist klar das es garnichtmehr so sehr das "Sehen" ist, als vielmehr die nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Ich war ein halbes Jahr in der Altenpflege sowie 4 Wochen in der Geriatrischen Klinik, ich möchte an dieser Stelle ohne das Thema sprengen zu wollen eine wichtige Erfahrung die ich im Zusammensein mit Hochbetagten und Sterbenden hatte zu berichten geben. Viele Menschen arbeiten, bekommen Kinder, bauen Häuser, fahren in den Urlaub, haben Freunde, essen gut etc. - ohne sich dabei immer wieder zu vergegenwärtigen das alles nur geliehen ist und das letzte Hemd keine Taschen haben wird. Diese Menschen kommen dann sehr oft schlecht damit zurecht das nach und nach alles wieder vergeht, wie es der natürliche Gang der Dinge ist, entsprechend entsteht dann viel Leid und es kommen Sätze wie "das ging alles so schnell vorbei", "ich wollte aber noch", "das wusste ich doch nicht" oder auch "ich will noch nicht..." etc. ; Ich habe allerdings auch Gegenbeispiele (leider in meiner Erfahrung in der Minderheit) erlebt, Menschen die sich des Geschenks des Lebens immer bewusst waren, immer sehr präsent, demütig, dankbar lebend, wissend wie zerbrechlich und endlich das Leben ist und dadurch auch intensiver lebend, entsprechend kämpfen diese Menschen am Ende nicht und halten auch nicht mehr an alten Gewohnheiten fest, sie lassen eher alles los und sind in der Lage aus der Fülle ihres bewussten Lebens zu berichten (darin liegt das Weise des Alters). Ich möchte der Oma des Threaderstellers nichts unterstellen, denn ich kenne sie ja garnicht, aber bei meinem Großvater sehe ich eben bestimmte Formen von Festhalten (wie zb. ich muss jetzt unbedingt noch lesen, schreiben, im Garten arbeiten, etc.) - obwohl dies alles garnicht mehr nötig wäre. Ich will auch nicht sagen das die Menschen dann alles lassen und sterben sollten, aber es geht mehr darum, eine Andere der Lebensphase angemessene Qualität auszuleben, sowie Kindheit, Pubertät, Erwachsenalter etc. als Phasen auch mehr oder weniger ihre Charakteristka haben. Grüße