T6x T60 Mainboard-Tausch – Schrauben übrig nach Zusammenbau

marcin

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Hallo zusammen,

ich habe vor etwa eineinhalb Monaten meinen ersten ThinkPad bekommen und hatte vorher nur wenig Erfahrung mit Laptops oder Elektronik im Allgemeinen.

Gestern habe ich zwei 14-Zoll T60s bekommen – einen mit funktionierendem Mainboard aber anderen Problemen, und einen in gutem Zustand mit einem defekten Mainboard (zumindest laut meinen bescheidenen Diagnosefähigkeiten).

Den Mainboard-Tausch habe ich erfolgreich durchgeführt. Ich habe versucht, dem T60 HMM als Anleitung zu folgen, und zusätzlich ein YouTube-Video genutzt – am Ende hatte ich aber noch 6–8 Schrauben übrig. Ich vermute, dass die meisten davon aus den Schritten stammen, bei denen das Mainboard am Rahmen befestigt wird.

Meine Frage: Sollte ich alles nochmal auseinandernehmen und versuchen, alle Schrauben einzusetzen – oder ist das etwas, womit ich erstmal davonkommen kann?

Vielen Dank im Voraus!
 
Willkommen bei uns im Forum und unter den ThinkPad-Bastlern :)

Die Frage lässt sich ohne Bilder vom Inneren deines ThinkPads schwer beantworten. Aber 6-8 Schrauben klingt doch nach ziemlich viel.
Die meisten Bauteile sind zwar mit mehreren Schrauben verschraubt und halten auch mit einer Schraube weniger, aber unter zu wenigen Schrauben leidet dann natürlich irgendwann das ThinkPad.

Bevor du alles wieder auseinander nimmst, noch drei Fragen:

1. Bist du dir sicher, dass die Schrauben nicht vielleicht auch aus dem Spender-Thinkpad stammen könnten?
2. Hörst bzw fühlst du, dass etwas locker ist?
3. Funktioniert es denn jetzt wieder?

Wenn du merkst, dass etwas nicht richtig befestigt ist oder klappert, würde ich es auf jeden Fall, soweit wie notwendig, noch einmal öffnen und die fehlenden Schrauben verbauen.
 
Wenn du (anhand des HMM) identifizieren kannst, welche Schrauben du übrig hast, dann würde das zumindest eingrenzen, wo sie hingehören könnten.
Ein scharfes Foto von der Schraubensammlung hier einzustellen würde vermutlich auch helfen.

1. Bist du dir sicher, dass die Schrauben nicht vielleicht auch aus dem Spender-Thinkpad stammen könnten?
Das ließe sich einfach prüfen, indem man auch den Spender wieder zusammensetzt. Wenn man das genauso macht wie beim Empfänger, dann sollte man hinterher entweder 0 oder 16 Schrauben übrig haben. ;)
Außerdem wäre es eine gute Übung für die nächste Operation am noch lebenden Patienten.

@StarManni:
Die S-Serien sind leichtere Varianten. Das "S" steht für "Schrauben übrig". ;)
 
Möchte wegen Copyright das Titelbild nicht direkt posten. Bitte mal Suchmaschine mit "perscheids-schrauber-buch" anwerfen..... Da werden Sie geholfen :-) (Vielleicht gibt es das Buch auch für Thinkpads ?????)
 
Vielen Dank für eure Antworten. Ich freue mich, dass man zwischen 2:00 und 9:00 Uhr so viele Antworten zu einem Laptop aus dem Jahr 2006 bekommt 😂

Zuerst zur Klarstellung: T60s steht für 'SchraubLOS' – es ist ein Prototyp, und ich habe es bereits geschafft, zwischen 6 und 8 Schrauben loszuwerden 😂

Ich habe heute Morgen nach etwas Schlaf nochmal nachgeschaut und 2 fehlende Schrauben gefunden + mich an 2 für die Modem-Karte erinnert, die ich gar nicht eingebaut habe. Damit kommen wir auf 2-4 und ja, ein paar könnten auch vom anderen Spender sein.

Kurz gesagt: Ich habe noch viel zu lernen, aber ich denke, mit jedem Teardown werde ich weniger Schrauben verlieren.
Diese Woche kommt ein drittes T60, das werde ich auch zerlegen – diesmal mit ordentlicher Beschriftung der Schrauben und Schritt für Schritt nach dem HMM.

Der Rechner fühlt sich gut an, nichts wackelt innen und er bootet, also nehme ich das erstmal so.
Ich habe mich eher gefragt, ob z.B. aus eurer Erfahrung eine fehlende Befestigungsschraube nach 2 Jahren zu einem Riss im Mainboard führen kann – aber ohne zu wissen, welche Schraube fehlt, könnt ihr das wahrscheinlich nicht beantworten.

Diese Art, die Schrauben zu tracken, hat so nicht ganz geklappt @hikaru
 

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Wenn ich ThinkPads komplett zerlegt habe, z.B. um eben das Mainboard auszutauschen, hat mir geholfen, bei ausreichend Platz, die Schrauben auf einer freien Fläche so aufzulegen, wie ich sie aus dem Gerät entnommen habe. Also so, dass die losen Schrauben den Umriss des Notebooks abbilden.
Mir persönlich würde eine Schraubensammlung, wie auf deinem Foto abgebildet, beim Wiederzusammenbau wenig helfen.
 
@marcin
Diese Magnetmatte von iFixIt habe ich auch. Auf diese kann man mit einem wasserlöslichen Folienstift schreiben. Ich notiere dann pro Kasten, welche und wie viele Schrauben dort liegen und gebe jedem Kästchen dann eine Nummer entsprechend dem HMM und dem spezifischen Schritt darin.
 
Ich habe mich eher gefragt, ob z.B. aus eurer Erfahrung eine fehlende Befestigungsschraube nach 2 Jahren zu einem Riss im Mainboard führen kann – aber ohne zu wissen, welche Schraube fehlt, könnt ihr das wahrscheinlich nicht beantworten.

Prinzipiell wird wegen einer fehlenden Schraube kaum etwas passieren, da das Mobo im Gegensatz zu Consumergeräten ja noch im Structure Frame steckt und nicht das Gehäuse selbst noch stabilisiert. Beim T60 kann ich mir vorstellen, dass die Schrauben vom Palmrest noch über sind oder so.

Selber sortiere ich die Dinger in einzelne Schachteln oder solchen Mehrfachkisten nach "Bauabschnitt".

Sieh es insofern positiv, dass die Schrauben lose im Laptop vermutlich mehr Schaden anrichten als auf dem Tisch;-)
 
Ach, die extra Schrauben wurden vom Hersteller nur als Resever eingebaut, wenn man mal welche verliert :cool:
 
Gerade die T60 hab ich öfter zerlegt und mir folgende Vorgehensweise angewöhnt:
1. Palmrest, Tastatur und Displayeinheit demontiert. Ale Schrauben und kleinteile in eine Blechdose mit Deckel gelegt. Die paar Schrauben kann man mit HHM gut zuordnen.
2. Basecover demontiert bis man das Board incl. Structureframe herausnehmen kann. Alle Kleinteile incl. Schrauben kommen in eine 2. Dose.
3. Board aus Frame ausbauen, die Schrauben komen dan in eine 3. Dose.
Das hat für mich gereicht, um den Überblick zu behalten. Zusammenbau geht dann mit HHM ganz gut. Nach dem Einbau des Boards in den frame darf in der 3. Dose nichts mehr drin sein, nach dem Einbau des Frames ins Basecover muß alles aus der 2. Dose verbaut sein und der Rest kommt dann alles bei Display, Bezel, Tasta, und Palmrest dran.

Ich verwende auch bei meinen anderen Reparaturarbeiten ausgediente Pullmolldosen, die schließen fest und es passen auch Kleinteile wie WLAN-Karten hinein.
 
Wenn ich ThinkPads komplett zerlegt habe, z.B. um eben das Mainboard auszutauschen, hat mir geholfen, bei ausreichend Platz, die Schrauben auf einer freien Fläche so aufzulegen, wie ich sie aus dem Gerät entnommen habe. Also so, dass die losen Schrauben den Umriss des Notebooks abbilden.
Mir persönlich würde eine Schraubensammlung, wie auf deinem Foto abgebildet, beim Wiederzusammenbau wenig helfen.
Genau so mache ich es auch. "Schraubensammlungen" helfen mir auch nicht. Dann habe ich hinterher halt auch Schrauben übrig und weiß nicht wohin damit. Wenn ich die aber in der Form hinlege, wie ich sie entnommen habe, dann weiß ich genau, wo ich gucken muss und wo sie ggf. fehlt - was hinterher dazu führt, dass ich keine mehr übrig behalte.
 
Ich lege einfach immer alle Schrauben zum betreffenden Bauteil das ich ausbaue. Manchmal sind die ja auch mit Zahlen oder Buchstaben im Gehäuse beschriftet. Dann lege ich einen Zettel mit dem betreffenden Symbol neben den Schraubenhaufen. Bei mir sind idR mit der Methode so gut wie nie Schrauben über. Für das Kabelmanagement mache ich, wie es @Schwarzmetaller bereits angesprochen hat, Fotos.
 
Ja, bei der Kabelführung sind Fotos definitiv hilfreich. Besonders, wenn man seine Arbeit mal unterbricht, warum auch immer. Drei Tage später habe sich die Knicke in den Kabel entspannt und das Gedächtnis weiß auch nicht mehr wo es lang ging (da jetzt unten durch oder doch oben drüber? Vorne herum oder hinten herum führen? Welches Antennenkabel gehört an welchen Kartenanschluss? Usw.)
 
Eigentlich sind wir mit den Thinkpads dank der HMMs im Vorteil. Da braucht man sich die Position der Schrauben nicht zu merken, die steht ja im HMM. Aber: man muß die Schraubengrößen auseinanderhalten - und da half mir zunächst auch nur ein Meßschieber und zur Not ein Stahllineal. Bei der IFixIt-Matte wäre ich skeptisch, daß auf dieser nach dem Wegräumen noch alle Teile an Ort und Stelle sind. Da wäre ein Setzkasten mit Deckel doch sicherer (pro bearbeuitetem Projekt einer!). Zwar nicht unbedingt bei Notebooks, aber bei anderen Schrauberein möchte man zudem keinen Magneten auf dem Tisch haben und magnetisierte Schrauben sind auch nicht in jedem Fall ein Vorteil. Fotos mache ich bei Geräten,von denen ich kein HMM habe auch immer. Das Dell M6600 beispielsweise lag 4 Wocher zerlegt bei mir herum, weil ich auf ein Ersatzteil gewartet habe, wobei auch noch die erste Bestellung in die Binsen gegangen ist. Die Teile kamen zusammen mit den Fotos (auf Laser ausgedruckt), den Pullmolldosen und der ausgedruckten Anleitung aus dem Netz sowie handschriftlichen Notizen in einen Karton und dieser dann ins Regal. Spitzenreiter war ein Gerät, was über ein Jahr zerlegt im Regal stand.
 
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