T590 T590 20N4: Dauernde Absturze und Thunderbolt-Fehlermeldungen

tect

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Hallo zusammen,

seit gestern habe ich ein merkwürdiges Problem mit meinem T590: Das Display geht im laufenden Betrieb nach ca. 30-60 Minuten plötzlich auf volle Helligkeit, das OS friert ein, dann dauert es ein paar Sekunden und das Gerät schaltet sich ab. Ich würde sagen, dass das eher nach Notabschaltung durch den System-Controller aussieht als nach einem Systemabsturz durch z.B. einen RAM-Fehler.
Man kann es danach wieder booten, aber das Spiel wiederholt sich,
Das gleiche passiert auch, wenn man in die Diagnose-Software bootet: Irgendwann friert die ein und das Gerät geht aus, egal welcher Test läuft.

Da es immer eine gewisse Zeit läuft, habe ich die Thunderbold-Fehler 9006 (nhi) in der Ereignisanzeige sehen können. Die dringenden TB-Software- und Firmware-Updates von 2023 hatte ich eigentlich gemacht, also komisch.
Nachdem auch die angezeigten System-Temperaturen und das Verhalten des Geräts bis zum Absturz immer unauffällig waren, dachte ich an den RAM. Beim Umdrehen des Geräts ist mir dann aufgefallen, dass auf der Unterseite der Bereich des Bodens hinter den Thunderbolt-Ports ungefähr auf Höhe des Scharniers echt sehr warm war, obwohl es schon ein paar Minuten ausgeschaltet war.
Also mal mit dem IR-Thermometer den Bereich beobachtet indem ich das Gerät aufgeklappt hochkant gestellt habe und den Systemeigenen RAM-Test gestartet habe: Nach 45 Minuten ist die Temperatur des Kunststoffes am Boden ca. 4 cm hinter den TB-Ports direkt vor den Lüftungsschlitzen von 27 auf 45 Grad geklettert, ich hab den Test dann abgebrochen. Die Temperaturen wären noch weiter angestiegen, da war kein Ende in Sicht.
Zum Vergleich: Der Rest des Bodens war normal warm. Und ein normal auf dem Tisch im selben Raum stehendes stehendes T16 Gen 1 hat nach 6 Stunden keinen Bereich am Gehäuseboden mit Temperaturen über 39,5 Grad.
Offensichtlich wird beim T590 dort irgendwas zu heiß und irgendwann schaltet das Gerät dann ab, ich vermute wegen der Fehlermeldungen im Windows System-Log und der Lage des Hotspots, dass es was mit dem TB-Controller zu tun hat. Natürlich helfen die aktuellen Raumtemperaturen da nicht...
Ist das Problem bekannt? Kann man dagegen etwas machen oder ist der Controller oder irgendein Spannungsregler im Eimer und das Mainboard muss getauscht werden?
Danke schon mal für Eure Antworten!
 
Ich habe dem nichtssagenden Titel etwas mehr Aussagekraft verpasst ;)
Die dringenden TB-Software- und Firmware-Updates von 2023 hatte ich eigentlich gemacht, also komisch.
Welcher Treiberstand ist jetzt installiert?
Ist dasa BIOS auch aktuell?

Hast Du schon einen RAM-Test mit MEMTEST von einem bootfähigem USB-Stick ausgeführt?
 
Danke für Deine Antwort!
Aktuell hat der Thunderbolt Controller den Treiber 1.41.1353.0 vom 12,12,2022 drauf, das ist der aus dem Lenovo-Paket n2ita11w und die Firmware aus n2ith08w_v4.
Ich bekomme gerade keinen RAM-Test durch der länger als eine Stunde läuft, wenn das Gerät am Netzteil hängt. Das Gerät schaltet immer irgendwann ab. Übrigens auch egal, ob ich einen Linux-Ramtest oder einen CPU-Stresstest mache oder wenn der Windows Desktop ruht.
Ich probiere den RAM-Test jetzt mal auf Akku. Da ist der TB-Port ja nicht unter Stress. Ich hoffe, der Akku hält den extended-Test noch durch. Aber wenn es etwas mit dem TB-Controller zu tun hat, sollte der RAM-Test ja dann durchlaufen. Oder zumindest laufen bis der Akku aufgibt.
 
Wie schon im ersten Post geschrieben, alle mit Tools wie ThrottleStop auslesbaren Temperaturen sind völlig unauffällig. Das System ist mir gestern schon mehrfach bei 43 bis 45 Grad (je nach Core) beim Streaming abgesemmelt, also fast ruhender Windows-Desktop.
Dabei wurde die GPU der CPU verwendet, nicht der NVidia-Chip. Der ist eigentlich eh immer aus. Aber stimmt, die GPU-Temperatur hab ich nicht nachgeschaut.
Ich prüfe das nochmal, sobald der extended RAM-Test durch ist. Den halte ich gerade am laufen, indem ich immer mal wieder für 15 Minuten das Netzteil anstecke, damit der Akku durchhält und gleichzeitig der Boden des Geräts wieder Zeit zum Abkühlen bekommt und nicht schmilzt ;)
 
sobald der extended RAM-Test durch ist
Ist der im MEMTEST?

Achja:
Code:
chkdsk /r /f C: <Enter>
Im Windows Befehlsfenster (Als Administrator ausführen) kann auch helfen, wenn das Dateisystem inkonsistent sein sollte und Fehlerhafte Dateien beim Rechnerstart geladen werden.
 
Im Moment ja, der extended Memory-Test der Lenovo-UEFI-Diagnostics läuft halt ein paar Stunden, aktuell hat er 1,5 Stunden von ca sechs Stunden absolviert. So lang hat der seit gestern nicht mehr durchgehalten.
Ich will damit nur sicherstellen, dass der Arbeitsspeicher nicht das Problem ist, sondern die Hitze im Bereich der TB-Ports. Darum der ganze Zinnober mit dem Akku und Netzteil nur kurz rein um das Leerlaufen des Akkus zu verhindern. So bleibt die Temperatur am Hot Spot unter 45 Grad.
Die anderen Hardware-Tests der UEFI-Diagnose liefen alle ohne Fehler durch, aber die dauern halt auch nicht so lange.

Das Dateisystem kann ich ausschließen, weil die Abstürze eingesteckt auch in der UEFI-Diagnose und mit einem von USB-Stick bootendem Linux passieren.
 
So, jetzt ist er beim "Moving Inversions 32bit Test" wieder ausgegangen. Ich war in einem Telefonat und hab ihn dadurch länger als 30 Minuten am Netzteil gelassen.
Genau dieser eine Test lief dann nach dem Neustart einfach problemlos durch. Da bis zu dem Event auch alle anderen Speichertest-Schritte 4,5 Stunden lang ohne Fehler durchliefen, glaube ich nicht an ein RAM-Problem.
Im Moment läuft das Gerät auf dem Kellerboden, der ist 18 Grad kalt und der ganze Boden des T590 ist 22 Grad warm, nur die Stelle an den Ports ist 34 Grad warm. Der Akku ist voll und lädt nicht. Also geht da nicht unendlich viel Strom durch. Das kommt mir einfach komisch vor.
Im Moment läuft Windows, das installierte gerade Updates. Dabei hatte die CPU pro Kern irgendwas zwischen 51 und 56 Grad bei 30-50% Gesamtauslastung. Jetzt ist er fertig, CPU-Kerne bei 41-43 Grad.
Thinkvantage sagt dazu im Moment Akku 26 Grad, CPU 40 Grad, GPU 40 Grad (interne) und 37 Grad (Nvidia), SSD 45 Grad und Steuerplatine 66 Grad (das erscheint mir viel).

Hatte ich noch vergessen zu erwähnen: BIOS auf Defaults gesetzt und mehrfachen Reset am versteckten Taster unten habe ich heute früh als erstes gemacht, das hat offensichtlich nichts gebracht.
 
Danke für Eure Antworten und besonders auch für das Angebot, Dabaqolof!
Ich versuche erst mal noch was:
Ich habe den T590 aufgeschraubt, "aufgebockt" und unter Last gesetzt, so dass ich die Unterseite des Mainboards bequem mit einem IR-Thermometer abscannen kann, während das Teil sich anstrengt.
Erste Überraschung; An der heißesten am Gehäuseboden außen gemessenen Stelle sind auf dem Mainboard gar keine Bauteile, zumindest nicht auf der Unterseite des Mainboards. Da hätte ich jetzt den glühenden TB-Controller erwartet.
Direkt in der Nähe des Bereichs ist unterhalb das WLAN-Modul und oberhalb die SSD, darum herum ein paar Spulen und ich vermute Spannungsregler, sowie der ein oder andere kleine SMD-Chip.
Ich habe dann auch nirgendwo Temperaturen über 30 Grad auf der Platine oder Bauteilen rund um die TB-Ports messen können, aber die Western Digital NVME-SSD wurde verdammt heiß. Bei einem Filesystem-Scan kam der Controller sehr schnell auf über 55 bis 60 Grad und die Flash-Chips auf 45 bis 50 Grad. Bei offenem Gehäuse und im 20 Grad kalten Keller.
Die SSD ist mit einem Wärmeleitpad thermisch direkt mit der Platine verbunden. Könnte ja sein, dass so im Lauf der Zeit über die Platine ein paar "thermische Kollateralschäden" verursacht werden. Ich habe noch eine alte Samsung mit 512 GB, darauf clone ich die WD-SSD morgen mal und probiere mal, wie sich das System mit der Samsung SSD verhält.
Ich werde berichten.
 
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