T14*/T15* T14 G2 Intel - Tastaturtausch "ReNew"-Keyboard: SSD Entschlüsslelung (Linux, LUKS) kaputt

einzelheinz

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Interessantes Verhalten meines T14 Gen 2 nach dem Tausch der Tastatur gegen eine "ReNew"-Tastatur, angeblich original, neu, verkauft von lapstore, mit Backlight (€30): Das Gerät läuft mit Linux/Fedora 44, die SSD ist mit LUKS verschlüsselt. Nach dem Tausch kam der Screen für die Passphrase-Abfrage; nach dem (ziemlich sicher korrekten) Eingeben derselben kam er gleich nochmal, erneut die (ziemlich sicher richtige) PP eingegeben, und dann ging nichts mehr weiter; mit "Esc" die Konsolen-Ausgabe angesehen, cryptsetup hatte irgendein Problem.
Mit einem vom Stick gebooteten Fedora-Live-System funktionierte dieselbe Tastatur im Anschluss dann, soweit ich feststellen konnte, ganz normal. Die LUKS-Passphrase hatte keine deutschen Sonderzeichen o.ä. drin - dass die PP falsch gewesen wäre (weil falsche Tastaturbelegung z.B.) , war ja offensichtlich nicht das Problem

Also altes Original-Keyboard wieder eingebaut und alles ging wieder, die SSD-Entschlüsselung funktioniert normal. Auch beim 2. Mal Testeinbau der "ReNew"-Tastatur das Gleiche wie oben. Ganz abgesehen davon, dass mir diese Tastatur mit den überpinselten Tasten überhaupt nicht gefällt und auch das Backlight, weswegen ich sie ja haben wollte, irgendwie mau aussah, geht die natürlich zurück; und wahrscheinlich werde ich in den sauren Apfel beißen und diese hier für €64 kaufen (Lenovo Tastatur 5N20V44203): https://www.ipc-computer.de/notebook-ersatzteile/tastaturen/tastatur-5n20v44203-70022038

Hätt mich nur interessiert, ob es jemandem hier schonmal ähnlich erging.

Besten Gruß, eh
 

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Lösung
Von einem Boot-Stick aus kannst Du das LUKS-Volume auch auf der Konsole entschlüsseln, sogar mit der Passphrase im Klartext. Wenn ich mich richtig erinnere, sieht das so aus:
Bash:
echo G3h31mP4ssw0rt | cryptsetup luksOpen --key-file - /dev/sdX1 test

Damit könntest Du beim Entschlüsseln „zugucken“, ob die Tastatur einen Fehler im Text macht, oder ob es tatsächlich die von Dir vermutete „andere Interaktion“ zwischen der Tastatur und cryptsetup beim Boot gibt.
Noch nicht gehabt, aber so eine ReNew hat oft unter der Farbe kein deutsches Layout. Vermutlich wird die Tastatur somit zum Zeitpunkt der PP nicht als 'QWERTZ' erkannt. Daher könnten ein paar mehr Sonderzeichen nicht passen oder auch Y mit Z vertauscht sein. Hast du mal die FRU auf der Unterseite gesucht und das Land im Original herausgefunden?
 
Tastaturen besitzen keine Erkennungsmöglichkeit der Layouts. Unterschiede gibt es lediglich in der Anzahl der Tasten (USA vs ROW, asiatisch).
So fehlt bei der USA-Tastatur nach Eindeutschung die Taste "<>|", wie es gerade bei Lapstore sehr häufig vorkommt.
 
Ich weis nicht was du für ein Linux Setup hast, aber ich nutze Arch und Grub und da wird in den bootloader configs sogenannte hooks gesetzt. Per default wird US Tastatur angenommen, aber wenn man den hook für die Tastaturerkennung gesetzt hat, wird bei der LUKS Abfrage, das Layout genommen, das er dann identifizieren kann, was bei überklebten/lackierten Tastaturen, das ursprüngliche Layout ist, und nicht das aufgeklebte.
 
Die Passphrase besteht ausschließlich aus Groß- und Kleinbuchstaben und es ist kein z oder y dabei. Das finde ich eben interessant daran, dass es offensichtlich kein Layout-Problem ist, und daher auch kein "falsches Passwort"-Problem; ich gebe die Passphrase einmal ein, bekomme aber keine Rückmeldung "couldn’t open SSD xy, wrong passphrase", sondern der Screen wird kurz schwarz und derselbe Passphrase-Eingabe-Screen wie zuerst kommt nochmal; erneute Eingabe und dann Stillstand bzw. die Fehlermeldung im Hintergrund, s.o. Das "falsche" Keyboard wirkt irgendwie direkt auf cryptsetup oder so, keine Ahnung wie. Das Setup ist einfach ein verschlüsseltes Fedora 44 mit GRUB.
Die Tastatur scheint original ein schweizer Layout gehabt zu haben, danke mit dem Hinweis auf den Aufkleber unten dran.
Wie auch immer, danke für die Rückmeldungen; @Mr. Natural ich schick dir ne PM.
 
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Von einem Boot-Stick aus kannst Du das LUKS-Volume auch auf der Konsole entschlüsseln, sogar mit der Passphrase im Klartext. Wenn ich mich richtig erinnere, sieht das so aus:
Bash:
echo G3h31mP4ssw0rt | cryptsetup luksOpen --key-file - /dev/sdX1 test

Damit könntest Du beim Entschlüsseln „zugucken“, ob die Tastatur einen Fehler im Text macht, oder ob es tatsächlich die von Dir vermutete „andere Interaktion“ zwischen der Tastatur und cryptsetup beim Boot gibt.
 
Lösung
Ok, damit hat sich das Ganze dann aufgeklärt, ich hab das Ding doch nochmal eingebaut:
- die Tastatur verschluckt tatsächlich Buchstaben, ist Schrott
- auch mit der originalen Tastatur beim Entschlüsseln des Fedora-Systems keine Fehlermeldung, der Screen erscheint nur nochmal, weiters so wie oben beschrieben
- Fazit: Hände weg vom "ReNew"-Schrott.
Danke für’s Mitdenken!
 
Es muss nicht am "ReNew" Prozess liegen. Möglicherweise war die Tastatur schon vor dem "ReNew" defekt und wurde weder vorher noch nachher gründlich geprüft.

Im Sinne der Nachhaltigkeit halte ich "ReNew" für eine gute Sache. Optik und Haptik sind sowieso Geschmackssache.
 
Ich hatte mit Renew-Tastaturen von Lapstore bisher nie Probleme und spreche da über einen Zeitraum von rund 20 Jahren.
 
Aus der Beschreibung von Lapstore über den "Renew"-Prozess [1]:
Reinigung
[..]
Anschließend wird das Keyboard auf die volle Funktionalität jeder einzelnen Taste getestet.
Das hat hier wohl nicht geklappt. Sollte nicht, kann aber mal passieren.
Ich würde die Tastatur reklamieren und schauen wie sich Lapstore dabei benimmt, bevor ich mir ein Urteil bilde.

Ich habe bei Lapstore ein halbes Dutzend Notebooks für mich und Bekannte bestellt. Einmal musste ich eine nicht ausgewiesene abgebrochene USB-Zunge reklamieren. Das Gerät wurde anstandslos ausgetauscht.
Abgesehen davon haben alle meine Bestellungen bei dem Händler die Erwartungen mindestens erfüllt. Allerdings ist das jetzt auch schon ein paar Jahre her.

Neudruck

Je nach Keyboard Typ wird nach der Reinigung der Neudruck des deutschen Keyboardlayouts vorgenommen.
Diese Praxis halte ich bei Tastaturen mit Hintergrundbeleuchtung generell für zweifelhaft. Sinn und Zweck der Hintergrundbeleuchtung ist ja, dass jede einzelne Taste auch im Stockdunklen klar erkennbar ist. Wenn man da aber mit Farbe drauf rumpinselt, dann funktioniert das natürlich nicht mehr.

Von einem anderen Händler hatte ich mich mal verabschiedet, weil er mir ein mit beleuchteter Tastatur bestelltes Gerät mit überklebten Tasten geschickt (und nach Reklamation mit der selben Tastatur und zusätzlichen Defekten zurückgeschickt) hat.


[1] https://www.lapstore.de/doc.php/shop/lapstore/lang/de/i/renew/
 
Diese Praxis halte ich bei Tastaturen mit Hintergrundbeleuchtung generell für zweifelhaft.
Ich gehe davon aus, dass die meisten oder sehr viele User auf die Hintergrundbeleuchtung nicht angewiesen sind.
Solange das Fehlen der spitzen Klammern kein Problem ist, kann man gegen die Erneuerung der Tastaturen wirklich nichts einwenden. Es ist ein nachhaltiges Verfahren zur Vermeidung unnötigen Elektroschrotts.
 
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Ich gehe davon aus, dass die meisten oder sehr viele User auf die Hintergrundbeleuchtung nicht angewiesen sind.
Ich meine das aus Anbietersicht: Wenn ich eine Tastatur mit Beleuchtung bewerbe, dann sollte diese auch wie vom Hersteller vorgesehen funktionieren. Auf eine Tastatur die bei Dunkelheit zwei verschiedene, halbe, diffus leuchtende Buchstaben zeigt trifft das nicht zu.
 
Zu Ä,Ö,Ü kommt man auf der CH-Tastatur nicht mit Shift+ ä,ö,ü
 
na klar, die Hintergrundbeleuchtung leuchtet ja auch durch die Tasten; deswegen sah das so "mau" aus mit dem komplett Überpinseln. Ich bin einfach ein großer Fan davon, im Zug oder generell mal am Sofa - genial. Ihr habt natürlich recht, bin ja auch für Nachhaltigkeit, deswegen kauf ich auch i.d.R. refurbished, gebraucht etc. - spart außerdem Geld und macht Spaß, man lernt ja auch was dabei wie heut. Und die guten Erfahrungen mit Lapstore (wie übrigens auch mit ThinkSpot!) kann ich nur bestätigen, hab da auch schon 2-3 Rechner gekauft und war immer zufrieden. Könnten allerdings mal einen Hinweis zu den ReNew-Tastaturen schreiben, dass da halt nix mehr durchleuchtet durch die Tasten.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
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