Systementscheidung im Lichte des Datenschutzes

Aiphaton

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Moin,
nach den ganzen Diskussionen zum Thema Windows 10, Datenschutz, Annahme von AGBs die tendenziell ziemlich übel sind usw. usf. mache ich mir Gedanken, welches Betriebssystem ich einsetzen möchte in Zukunft. Linux ist leider keine Alternative, nutze ich seit einigen Monaten, allerdings fehlt mir hier MS Office ganz massiv, außerdem ist Xubuntu scheinbar deutlich instabiler als es bisher mein Windowssystem (Win 8.1, davor Win 7) war - gab mehrfach Abstürze zumindest der graphischen Oberfläche, ich erhalte regelmäßig allgemeine Systemfehler seit ich das System einmal in den Standby geschickt habe etc. pp. Hauptproblem ist allerdings MS-Office - weshalb ich mich nur eingeschränkt um die Lösung der anderen Problemchen gekümmert habe.
Daher bietet sich de facto nur OS X an. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob das Betriebssystem effektiv wirklich aus Datenschutzsicht besser ist? Abgesehen davon ist die Hardware von Apple in weiten Teilen im Vergleich echt teuer. Da ich mich bereits seit längeren mit verschiedensten Gedanken beschäftigte, wäre mein Plan ein günstiges Macbook zu erwerben und mir zu Hause ein Hackintosh hinzustellen - somit wäre kein besonders gut ausgestattetes Macbook notwendig, ich hätte mehr Leistung zu Hause und Redundanz für etwaige Fehler. Den Rechner am Arbeitsplatz (Universität) kann man wohl ebenso mit Hackintosh ausstatten. Das würde sich natürlich nur lohnen, wenn es effektiv wirklich ein mehr an Datenschutz wäre und das System auch halbwegs stabil liefe.
Die andere Möglichkeit wäre doch wieder Windows einzusetzen - sofern es die Möglichkeit gibt, technisch sicher zu gehen, dass MS die Rechte, die man ihnen einräumt, nicht hintenrum trotz opt-out nutzt.

OS X hätte zudem den Vorteil, dass hier diverse Software für genetische Analysen läuft, die es für Windows nicht gibt. Bisher habe ich diese aber noch nicht gebraucht - kann allerdings in Zukunft darauf hinaus laufen.

Was meint ihr? Was sagt ihr zu meinen Überlegungen? Wirklich ideal scheint keine meiner Überlegungen zu sein :(.
Danke euch.
Aiphaton
 
Da kein echter Wille zum Wechseln vorhanden zu sein scheint, würde ich Windows empfehlen - eventuell wird der "Schmerz" ja mal größer, dann ist die Motivation auch höher
siehe oben

sinnfreies Linuxbashing!
Es sei nur Spyware in Ubuntu genannt.
Relativiert genau so sinnfrei!
Mit echten Willen kann man mit Windows genau so gut/schlecht arbeiten.
 
Die sog. Ubuntu-Spyware ist eine von Canonical in Eigenproduktion aufgesetze Search-Software die Daten an Canonical verschickt. Hat mit den Charakteristiken von Open Source Software an sich nichts zu tun, sondern mit dem Betriebssystem-Hersteller selbst, der ein bisschen mehr Kohle scheffeln will. Die meisten Linux Projekte sind Low- oder Non-Profit. Von allen anderen Distros kann man erwarten dass absolut nirgendwo Daten gesammelt oder hin verschickt werden, eben weil man den einzelnen Teilen eines Linux-OS kein Eigeninteresse unterstellen kann. Selten werden Teile des Systems marke Eigenbau addiert. Keine Black Boxen o.Ä. sondern nur LEGO-Bausteine. Mal abgesehen von Giganten wie Firefox und Chrome, die beide Telemetrie verbaut haben. Aber da gibt es Alternativen. Jetzt von dem Einzelfall Ubuntu auf ein generelles Linux-Problem abzuleiten halte ich für sehr an den Haaren herbeigezogen.

Um nochmal zu relativieren: Absoluten Datenschutz gibt es nur wenn der Rechner nicht am Internet hängt. Es werden täglich Sicherheitslücken aufgedeckt, in Windows sowie in einzelnen Linux-Bausteinen. Sogar in Sicherheits-Bibliotheken wie OpenSSL fand man welche - und könnte man immernoch welche finden, es ist nicht auszuschließen. Der Einfachheit halber und auf den nicht-kritischen Anwender bezogen würde ich Windows 7, Windows 8.1 oder Linux empfehlen.
 
Wenn du solche Probleme mit Xubuntu hast, würde ich mal ein paar andere Distributionen ausprobieren. Das "tolle" an Linux sind ja die vielen Optionen die du hast. Linux Mint ist zum Beispiel relativ konsistent und aus einem Guss. Ansonsten noch SuSe oder Bunsenlinux wenn es etwas mit Openbox sein soll. Die Canonical Distros würde ich meiden wenn es geht.

Eventuell funktioniert OneNote ja mit Wine. Hast du das mal probiert?
 
Linux Mint ist zum Beispiel relativ konsistent und aus einem Guss.

Linux Mint leidet aber an anderen Problemen und hat u.a. bewusst geöffnete Sicherheitslücken. Einen genauen Überblick erhält man hier. Im Sinne des Datenschutzes wäre das also der völlig falsche Weg.

Im übrigen baut Linux Mint auf Ubuntu auf und würde etwaige Probleme/Vorbehalte erben. Die Spyware wurde aber AFAIR inzwischen per Voreinstellung ausgeschaltet.
 
@thatgui: Wechselwillen ist durchaus vorhanden. Nur kann man bei einiger Software leider nicht wechseln :P. Und "Schmerz" wird ja tendenziell vom OS bei ständiger Nutzung verursacht - dass Daten "geklaut" werden verursacht eher nen Magengrummeln und ein doofes Gefühl. Wenn man am Ende zwischen Produktivität und Datenschutz wählen muss - dann wird die Entscheidung leider absehbar sein. Und Onenote beispielsweise ist ein sehr tolles Tool, was mir viel hilft. Und save ist man z.B. mit Linux ja scheinbar auch nicht - zumindest nicht mit jedem ;). Für einige Sachen ist man auf Linux ja auch gezwungen Chrome zu nutzen (Prime Video). Komplette Sicherheit gibts nur ohne Internetverbindung - und dann ist das OS wohl auch egal XD. Ich hatte nur gehofft, dass man mit einem Wechsel zu OS X beispielsweise doch ein wenig ein besseres Gefühl gewinnen würde.

@Capax: Onenote läuft nicht mit Wine - zumindest nicht Versionen ab 2013. Hab da einige Tage mit verbracht - no way. Leider! Mint werde ich nochmal testen denke ich. Allerdings ist halt bei vielen nicht *Ubuntus der Aufwand zur Installation von Programmen zum Teil deutlich aufwendiger ist - beispielsweise bei Ugene. Abgesehen davon finde ich die unfassbar riesige Auswahl in Linux eher als weniger toll - wenn mal an nur wenigen Distros gearbeitet werden würde, würde Linux einiges an Qualität gewinnen. So gibts 1000 Baustellen die alle nicht ansatzweise so geschlossen sind wie es die kommerziellen OS (OSX/Win) sind. Und ja, ich nutze Linux aktuell seit einigen Monaten xD.
 
Zwar OT aber trotzdem: im Lichte des Datenschutzes empfehle ich persönlich eine Schreibmaschine + einen Tresor in dem die geschriebenen Akten dann gelagert werden.
Alles Datenschutzmäßig fragwürdig, ich frage mich auch immer wieder wie Firmen (mit eklatanten Sicherheitsmängeln) mit Windows oder MAC eine BSI Zertifizierung erhalten können...
 
@Aiphaton: Das ist natürlich schade. Wenn du aber an OneNote gebunden bist bleibt dir ja entweder nur Windows oder OS X, da eine VM, wie du geschrieben hast nichts für dich ist. OS X ist halt relativ aus einem Guss, und ist halt Unix. Ich würde es mal testen und wenn es dir zusagt ein gebrauchtes Macbook (Pro) oder ähnliches kaufen. Als Desktoprechner ist ein Hackintosh schwierig wenn du nicht überproportional viel Zeit in die Administrierung stecken willst. Dann lieber ein Pro als Desktopersatz. Datenschutztechnisch ist Apple aber auch nicht besser als MS.
Windowsmäßig könntest du auf Win 8 setzen, da dort die Sammelei noch nicht so ausgeprägt war. Kann sich aber mit Updates noch ändern.
 
dass Daten "geklaut" werden verursacht eher nen Magengrummeln und ein doofes Gefühl
Was verstehst Du unter "Daten"?
Private Dateien/Dokumente klaut auch kein Microsoft.
Browser geben unter Linux genau so viel von Dir preis, wie unter Windows.
Deine E-Mails lesen gewisse Organisationen mit, egal welches Betriebssystem.
Eventueller Abgriff von Daten, die in einer Cloud landen, interessiert auch nicht Dein System auf Deinem Rechner.

Und wer weiß denn wirklich, daß in freier Software nicht irgend wo Hintertürchen eingebaut sind? Vielleicht hat sie bisher nur keiner entdeckt oder danach gesucht. Man selbst kommt als nicht gerade eingeweihter oder Programmierer eh nie dahinter. Ich stelle mir schon manchmal die Frage, warum man eigentlich freier Software so blind vertraut. Nur weil sie kostenlos ist? Das wäre der größte Fehler. Dem reinen Nutzer kann man viel erzählen. So richtig behagt mir die Gemeinde auch nicht ganz. Da gibt es ja nun inzwischen so einige Beispiele. Erstaunlich, daß alle die so was empfehlen auch so tun, als wüßten sie, daß da auch nicht wirklich was versteckt.
Die immer wiederkehrende Grundsatzdiskussion scheitert daran, daß von allen! Seiten tatsächliche Beweise bzw die 100% fehlen.
Ich würde mich deswegen für keine Seite stark machen...nutze Windows als auch Linux. Und sehe beides sehr kritisch.
Und ja, es relativiert sich insofern, daß heutzutage der Datenklau betriebssystemunabhängig an ganz anderen Stellen deutlich vermehrt auftritt und dort die tatsächlich relevanten privaten Sachen ausspioniert werden, teilweise an den Glaube der eigenen Internetpräsenz (und Unwissenheit) diese Daten freiwillig raus rückt.
 
So hart es auch klingt, aber irgendwann hilft nur noch eine Änderung des Nutzungsverhaltens. Wir sind daran gewohnt, dass uns Computer alles ermöglichen. Schon seit den 90ern wurde das Multimediaparadies gepriesen und es hat sich auch in fast allen Bereichen erfüllt: Bild-, Tonbearbeitung, soziale Vernetzung, bequeme Bedienung, Arbeiten von Zuhause usw. - alles schön und recht. Nur der Preis dafür - unsere Daten und Aufgabe von Selbstbestimmungsrechten - wuchs mit dem steigenden Komfort. Das erträumte Multimediaparadies ist komischerweise immer zum greifen nah und doch wird es nie erreicht und auf dem Weg dorthin lässt man immer mehr liegen. Daten. Freiheiten. Zeit.

Natürlich ist der PC ein Werkzeug, der einem an anderer Stelle viel Zeit spart und Spaß macht (drum bin ich hier). Digitale Bilder sind sofort entwickelt, schneller sortiert, schneller durchsuchbar und das gilt für fast alles was man am PC bearbeitet - klar. Aber wenn dann irgendwann das Betriebssystem daherkommt und sagt "Ein schönes fast erreichtes Multimediaparadies haben Sie da. Wäre doch schade wenn dem was passiert..." und ich nur unter den Augen meiner Erpresser weitermachen kann - dann sag ich "Ade, ihr könnt mich mal". Und nix anderes ist diese Nummer die da mit Windows10 (unter anderem) abläuft!

Ich ersetze alles wo ich weiß oder erahnen kann mit Daten oder Freiheiten zu bezahlen, mit Alternativen oder versuche es zu umgehen. Wenn das nicht geht, lasse ich es ganz bleiben. Einfach ist es nicht, aber zum Beispiel kann man eine Markup-Sprache lernen und dann in einem Texteditor wahrscheinlich sogar schneller Notizen erstellen als mit OneNote. Zur Verwaltung wird man sich freilich mit Dateiverwaltung stärker beschäftigen müssen. Es kann doch nicht sein, dass man für etwas so lapidares wie Notizen sich was drunterinstallieren muss, was einen so schamlos gängelt, nervt und ausspioniert! - denke ich mir, und das gibt mir die Motivation, mich mit sowas zu beschäftigen, auch wenn es auf den ersten Blick oder auch tatsächlich günstiger wäre, einfach den Onlinedienst oder das fette Officepaket zu nehmen.

Es kommt noch die Zeit, da drehe ich einen Film auf 16mm und schneide ihn mit Schere und Klebeband. Nur aus der Faszination heraus, dass das völlig ohne digitale Technik geht und lache ich über die, die währenddessen die vermeintlichen Tricks anwenden, um Windows ein bisschen zu beherrschen und zu zügeln.
 
Die Datenschutzthematik muss man immer in Relation zu dem sehen, was man sonst an Daten über sich preisgibt.

Wenn man googlet, gibt man über die Suche massenweise Informationen über seine Interessen direkt an Google weiter. Google kann aufgrund von ihnen geschalteten Werbeeinblendungen, Google Analytics und IP-Adressen auch sonst relativ aussagekräftige Web-Bewegungsprofile erstellen. Bei Benutzung von Google Chrome sowieso. Wenn man ein Android-Handy benutzt, haben Sie auch noch die GPS-Daten. Wenn man Facebook, LinkedIn, Xing, Twitter, oder ähnliche Tools nutzt, gibt man massenweise Daten über persönliche Beziehungen, Interessen und Vorlieben an die jeweiligen Firmen weiter. Wenn man unverschlüsselte Emails verschickt, sind die Inhalte relativ leicht abgreifbar. Usw. Usw.

Das was auf Betriebssystemebene zusätzlich gesammelt werden kann ist typischerweise gar nicht mal so spannend im Vergleich zu dem, was ein typischer Internetnutzer sonst so als Datenspur hinterlässt - einfach weil die Daten im Internet alle schon schön mit anderen Benutzern, Themen und Dingen verknüpft sind, so dass sich da leicht relevante Informationen generieren lassen.

Insofern: wenn Du dein Internetverhalten komplett optimiert / reduziert hast, dann macht es Sinn, aus Datenschutzgründen über den Wechsel eines Betriebssystems nachzudenken. Falls Du ein "normaler" Internetuser sein solltest, ist das ganze Thema eigentlich relativ egal, denn dann gibt man die meisten interessanten Informationen eh schon weiter.
 
Noch was zu OneNote und Alternativen: Ihr macht euch das mit OneNote ein klein wenig zu einfach. Sicherlich lässt sich vieles auch in normale Dateien speichern, aber es ist wesentlich komplizierter und sehr ausbaufähig.

Hier war ich auf der Suche nach einer OneNote Alternative: https://thinkpad-forum.de/threads/1...it-Windows-7?p=1978400&viewfull=1#post1978400

Ich hab's mit Drawboard PDF gerade Mal zwei Monate ausgehalten. Jetzt verwende ich wieder OneNote.
Und wieso?
- es ist unkompliziert
- es läuft auch auf meinem Androidhandy (wenn auch OneNote dort noch sehr ausbaufähig ist) -> bei PDF Dateien gab es häufig Anzeigeprobleme
- ich kann Notizen am Galaxy Note 4 weiterbearbeiten, ohne die Datei zu zerschießen -> PDF Dateien am Note bearbeitet -> Handschrift ließ sich am PC nicht mehr abändern
- es bietet hervorragende Stiftfunktionalität und ist angenehmer als Drawboard PDF zu bedienen
- das Einfügen neuer Seiten war mit Drawboard PDF + PDF-XChange Editor langwierig, sodass man zu Beginn des Tages nicht vergessen durfte bereits genug Notizseiten anzulegen -> In OneNote ist es ein Klick und ich hab eine neue Seite mit Presets

Es gibt schlichtweg keine anständige Alternative zu OneNote und gerade wenn man handschriftliche Notizen anfertigen möchte (meine Handschrift möchte ich trotz digitaler Welt nicht verlieren), dann führt leider kein Weg dran vorbei. Ich denke der verlinkte Beitrag gibt schon einen recht guten Eindruck, wieso OneNote nahezu alternativlos ist.
Reizen würde mich immer noch Bluebeam Revu, aber für das Geld bekomme ich bereits ein X201 Tablet oder mehr als 2 Jahre ein Microsoft Office 365 Abo + Cloudspeicher bei MS. Das ist mir das Programm schlichtweg nicht wert.

Das gleiche gilt für LibreOffice: Ich hab nahezu 5 Jahre lang ausschließlich mit LibreOffice gearbeitet unter diversen Linuxdistros (Arch, Mint, viel Fedora und CentOS, viel Ubuntu, openSUSE, usw.). Dennoch bin ich mit Microsoft Office immer noch um einige Stunden schneller und hab danach ansehnlichere Dokumente und Präsentationen. LibreOffice hat jedes Mal für Frustmomente gesorgt, weil es umständlich war/ist und manche Funktionen nicht beherrscht (hat). Auch hier habe ich SoftMaker Office, WPS Office (damals noch Kingsoft Office und kostenlos) und weitere Alternativen getestet, aber MS Office war und ist einfach das beste Officeprogramm, auch wenn vor vielen Jahren StarOffice mal besser gewesen ist. Das Blatt hat sich leider gewendet.

Genauso schaut es beim OS an sich aus. Eine so furchtbar simple Tastenkombination um sich mit dem Projektor zu verbinden wie WIN+P existiert unter Linux nicht und man darf sich jedes Mal für eine so simple Tätigkeit durch Menüs hangeln (sicherlich kann man das irgendwie konfigurieren, aber das will der gemeine Nutzer eigentlich nicht tun). Dazu gesellen sich viele weitere kleine Problemchen, die für mich Linux immer zum Frickelsystem gemacht haben und das unabhängig von der Hardware.
Ebenso ist die Skalierung im Multi-Monitor Betrieb mit den meisten Desktops grausam. Windows 10 beherrscht das endlich, sodass sich ein Monitor problemlos mit 100 % Skalierung und das Notebookdisplay z. B. mit 125 % Skalierung betreiben lässt. Unter Ubuntu Unity ist das ebenso möglich, allerdings werden die Menüs in Programmen nicht dynamisch mitskaliert (entweder sind sie auf einem der beiden Monitore zu groß oder zu klein), sondern nur Unity an sich. GNOME kann meines Wissens nach immer noch nur eine Skalierung für alle Bildschirme (zumindest konnte ich das keinem Changelog entnehmen, dass es sich bisher geändert hat). Ebenso ist mir über andere Desktops nichts in die Richtung bekannt.


Für mich heißt das: Ich bleibe wohl oder übel bei Windows, da mir die Funktionalität und gute und effiziente Programme wichtiger sind als theoretische Überlegungen zum Datenschutz, zu denen es kaum Belege gibt. Ausspioniert werde ich spätestens dann, wenn ich das Internet besuche und das ist unabhängig vom OS. Das ist leider momentan die traurige Wahrheit.
 
*räusper* WIN+P funktioniert unter Xubuntu sehr wohl...

Alternativen zu Google gibt es übrigens auch, z.B. PrivateLee. Zudem helfen Addons wie Ghostery und NoScript sehr wohl gegen das beschriebene Tracking.

Weiter oben wurde noch angemerkt, dass es keine brauchbare Alternative zu Lightroom gäbe. Lightroom ist natürlich der De Facto Standard bei der RAW-Entwicklung und ich weiss nicht, welches Feature die gefühlte Konkurrenzlosigkeit verursacht, aber vielleicht ist Darktable eine Alternative?

Eine gute Alternative zu Irfanview ist XnView, übrigens auch auf dem Mac. Im Moment probiere ich gerade digiKam als Fotoverwaltung, was auch RAW-Dateien direkt anzeigen kann.

Probleme mit meiner Dockingstation habe ich auch nicht, weder in Bezug auf die Monitore noch auf den Sound. Wobei der TE vermutlich ein universelles USB-Dock nutzt, da das L430 ja keine Dockingstation unterstützt.

Viele Grüße

tuxpad
 
Ihr bestätigt wohl meine Befürchtung, als dass man faktisch Datensammelei nicht wirklich ausweichen kann. Facebook/andere soziale Netzwerke nutze ich quasi nicht, wichtige Mails werden verschlüsselt. GPS im Handy ist zum größten Teil deaktiviert (sofern das zuverlässig deaktiviert ist xD), Chrome wird nur eingesetzt, da sonst kein Amazon prime auf Linux funktioniert. Zumindest wollten meine anderen Browser das nicht annehmen ;). Ich bemühe mich um Datensparsamkeit - was sicher nicht immer Erfolgreich ist und man muss halt irgendwo kompromisse eingehen.

@syscrh: Du hast die Vorteile von Onenote sehr gut dargestellt. Es gibt halt keinen Editor wo man beispielsweise direkt handschriftliche Notizen einpflegen kann. Die Kombination aus so vielen variablen Aspekten macht Onenote ja erst so praktisch. Alleine Handschrift + Durchsuchbarkeit dieser (selbst bei meiner Sauklaue) ist einfach genial. Und man kann deutlich variabler und vernetzter Notizen erarbeiten im Gegensatz zu normalen Textprogrammen. Und ja ich kann ganz ordentlich schnell per 10-finger tippen, das ist nicht das Problem :P. Decto nutze ich zwecks Datensparsamkeit Onenote/MS-Office ausschließlich lokal, ohne Onedrive und Co. Verteilt werden Notizen ggf. über die Unicloud oder klassisch per USB-stick :D. Win+P gibts tatsächlich bei Xubuntu. Aber Startmenü öffnen mit einer Taste ("Win") - geht nicht. Bzw. erst mit viel Gefrickel.

@Tuxpad: Natürlich hat das L430 nen Dockingport und unterstützt entsprechend auch die normalen Docks^^. Das ist erst später eingezogen mit Nvidia und dann kein Dock etc. pp.. Bei mir gibts Lautstärke nur aus dem Anschluss vom Lappi, nicht via Dock - seit Linux und wie gesagt, Monitore (habe 2 externe TFTs) sind jedes Mal nach Herunterfahren wieder verstellt. Windows 8.1 hat sich direkt die Konfiguration gemerkt, sodass man das Gerät auch im laufenden Betrieb docken konnte und direkt die Monitore entsprechend angesprochen wurden sind. Es läuft halt alles nicht so wirklich rund.

@"Änderung des Nutzungsverhaltens": Ein Tag hat leider nur 24h und komplett auf Abhörsicher/Papier und Bleistift umzusteigen ist leider keine Alternative - sonst schafft man ja nix mehr.

Danke euch allen. Ich werde mir das nochmal gut durch den Kopf gehen lassen. Am Ende wirds wohl darauf hinauslaufen, dass ich doch grummelnd in Windows 10 beißen muss und versuche alles so weit abzuwählen wie nur geht. Nen Ausflug zu OSX ohne Datenschutzvorteil wird mir dann einfach zu teuer und ggf. auch zu frickelig. Vllt. wird Linux ja in ein paar Jahren praktikabler (für das, was ich will ;)).
 
@tuxpad Das wusste ich nicht. Allerdings war das ja nur ein Beispiel für einige Kleinigkeiten, die Windows schöner/intuitiver löst. Xfce hat leider auch seine kleinen Macken und v. a. auch Skalierungsprobleme. Multi-Monitor ist mit Xfce, KDE und MATE eh nochmal eine lustige Geschichte, insofern man auf jedem Monitor ein Dock haben möchte ...
Ich hab da leider schon viele verzweifelte Stunden hinter mir gelassen von Enlightment E17 bis OpenBox alles durchprobiert gehabt. Zugesagt hat mir am meisten Unity, da das der ausgereifteste Desktop ist. Unity 8 wird aber langsam mal Zeit und auch der neue Paketmanager lässt schon lange auf sich warten (mittlerweile ja immerhin bei 16.04 dabei, wenn auch nur für Firefox und Kleinkram).

@Aiphaton Mind-Maps und andere Skizzen kann man einfach schlecht mit der Tastatur machen ... Daher ist bei mir beim Notebookkauf ein Digitizer Must-Have geworden und wird immer wieder gerne verwendet.

Ich denke Deine Entscheidung dürfte vorerst die zeitsparendste und nervenschonendste sein. Man kann ein Linuxsystem ja auch erstmal parallel im Dual-Boot betreiben und immer mal wieder schauen, was sich damit neues bewerkstelligen lässt. ;)
Die Kommandozeile von Windows ist auf jeden Fall eine Katastrophe gegenüber der von Mac OS/OS X und Linux.
 
Danke für diese hoch sachliche Kritik.
Weil es das immer gleiche Denkschema ist, und ich es einfach leid bin das jedes Mal von neuem durchzukauen:

  • "Der Anton hat aber auch eine Fliege geest" ist Kindergartenniveau. Auch wenn andere etwas machen (oder unterlassen) ist das kein Maßstab -Warum auch ? Ein Diebstahl (und nein, ich spreche jetzt nicht von Datendiebstahl) wird nicht "richtiger", bloß weil jemand anderes auch einen begeht. Ebenso wird der bestohlene sich nicht beim ersten Diebstahl aufregen, und alle folgenden einfach ignorieren (weil es klauen ja eh viele)
  • Es gibt etliche Einfallstore, die Meisten setzen noch in der realen Welt an. Was ist nun die Konsequenz ? Anscheinen können viele nur in extremen Denken: entweder in den Keller gehen und das ALU-Hütchen aufsetzen oder einfach alles mit einem Schulterzucken abtun. Warum dann aber nicht das Konzept zu Ende denken ?: Bitte dann auch alle Passwörter deaktivieren, bzw. durch möglichst einfache ersetzen und bitte überall möglichst das Selbe einsetzen schließlich kann man sowieso nix verhindern !
    Eventuell macht es mehr Sinn, einen Mittelweg zu finden, der eben ein gewisses Maß an Sicherheit garantiert ? Das dies natürlich auch von persönlichen Ansichten abhängt ist offensichtlich, aber das Wegpauschalisieren weil man selbst ein anderes Verhältnis von Bequemlichkeit zu Datensparsamkeit hat, bedeutet einfach nur, das man gerne den eigenen Tellerrand betrachtet.


Als jemand, der sich inzwischen bei Arch wohl fühlt, könnte ich natürlich das alles wegzucken, aber von der Hand zu weisen ist dies sicherlich nicht - schlecht wird mir dabei aber überhaupt nicht. Veraltete Bibliotheken / Programme oder Leute, die gezielt bösartigen Code einbauen wird es immer und überall geben, auch in von Firmen kontrolliertem Quellcode. Ich glaube auch nicht, das Open Source automatisch ein Garant für Quellcode frei von Sicherheitslücken/Fehlern/etc. ist - dafür ist der Komplexitätsgrad heutiger Software zu hoch und die schiere Masse an Code zu groß. Unter Linux wähne ich mich sicherer, weil alles offene Prozesse sind, da hat keine Firma (Firmware Blobs/binäre Treiberpakete mal ausgenommen) den Daumen drauf und man ist auch nicht auf deren Wohl und Wehe angewiesen. Dafür ist die Chance größer, das tatsächlich auch etwas entdeckt und schnell behoben wird.Hat das auch Nachteile ? Sicherlich, der zweite Link geht da ja auch gut darauf ein - auch wenn der Text etwas ziellos vor sich hin meandert, nur Nachteile nennt und die Aussage, das auf Linux Servern alles super sei, konterkariert.


@thatgui: Wechselwillen ist durchaus vorhanden. Nur kann man bei einiger Software leider nicht wechseln...
Genau das meinte ich: Ein theoretischer Wechselwille mag vorhanden sein, aber im Endeffekt schlägt die Güterabwägung Richtung MS aus: Der "Preis" für OneNote und Office ist nun mal kein (auschließlich) monetärer mehr. Der "Preis" auf der anderen Seite ist ein Verlust an Komfort und Funktionalität.

Gezeter eines alten Mannes (kann übersprungen werden, enthält nichts konkretes):
Muss eben jeder für sich selber abwägen - allerdings glaube ich nicht, das später ein Wechsel noch passieren wird - der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Was heute an staatlicher Überwachung/Kontrolle/Datensammlung passiert (unabhängig davon ob gerechtfertigt oder nicht) wäre in den 70/80er Jahren einfach nicht möglich gewesen - da man aber beginnend mit den Terroranschlägen 2001 alles einfach nur graduell erhöht hat, interessiert das heute nur noch eine Randgruppe. Genauso ist es auch im digitalen Raum: Windows XP sammelt Telemetriedaten und schickt sie an MS > Aufschrei, trotzdem hat es jeder weiter benutzt. Als vor Jahren die Online-Aktivierung bei Spielen eingeführt wurde, kam der große Aufschrei mit den üblichen Beteuerungen, dass man solche Spiele nie wieder kaufen wird. Heute kratzt das Keinen mehr. Facebook/Whatsapp sind riesige Datenkraken, bei denen noch keiner eine Ahnung hat, was diese ausufernde Datensammelwut, und der massive Zentralisierung von Informationen für Auswirkungen haben wird. Egal, es kostet schließlich nix und ist bequem.Windows 10 holt sich per EULA einen Freifahrtschein, und lässt den Nutzer noch weniger Kontrollmöglichkeiten. Egal, kostet nix und in spätestens einem Jahr ist das alles vergessen. Das wird sicher nicht der letzte Aufschrei sein (irgendwann wird MS sicher den Windows-Store als einzige erlaubte Softwarequelle bestimmen), aber auch der wird vorbei gehen.
 
Zum Thema Startmenü unter Xubuntu öffnen: [STRG]+[ESC], funktioniert übrigens auch unter Windows. :)

Übrigens funktioniert auch [FN]+[F7] zum Umschalten der Monitore, dann kommt sogar ein Menü an dem neben der Umschaltung auch weitere Parameter wie Auflösung, Frequenz etc. einstellen.

Das die L-Serie einen Dockingport hat war mir neu, wieder was gelernt. ;)

Das mit dem unterschiedlichen Skalieren werde ich mal ausprobieren, wenn ich wieder am heimischen Dock bin, kann aber noch was dauern.

Viele Grüße tuxpad
 
[FN]+[F7] klappt aber meines Wissens nur, weil dort bei den ThinkPads eine Taste ist, oder? Zumindest hatte ich auf anderen Geräten damit keinen Erfolg und hatte alle möglichen Tasten durchprobiert.


Das mit der Skalierung würde mich sehr interessieren!
 
[FN]+[F7] klappt aber meines Wissens nur, weil dort bei den ThinkPads eine Taste ist, oder? Zumindest hatte ich auf anderen Geräten damit keinen Erfolg und hatte alle möglichen Tasten durchprobiert.

Völlig richtig. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass wir hier über Thinkpads reden. ;)

Aber ich vermute mal, für verbreitete Marken wie Dell o.ä. gibt es das bestimmt auch, und wenn nur ein Paket nachinstalliert werden muss. Das ist ja das schöne bei den Linuxen: Wenn man etwas unbedingt will, lässt es sich eigentlich auch immer nachrüsten oder anders konfigurieren.
Manche Leute sind halt genervt, weil der Weg ein anderer ist als der den man von Windows kennt. Diesen Frust wird man sich allerdings auch unter Mac OS einfangen, nur mit dem Unterschied, dass es einfach nicht geht oder wie z.B. im Falle von schreibendem Zugriff auf NTFS-Dateisysteme nur mit kostenpflichtigen Treibern.

[FN]+[F7]Das mit der Skalierung würde mich sehr interessieren!

Wenn ich bis nächsten Mittwoch nichts gepostet habe, schreib mich mal mit einer kleinen Erinnerung an. :)

Viele Grüße

tuxpad
 
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