SSD - Partionen "verloren"

Carlhermann Schlehaus

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Hallo,
Anfang der Woche hat mein Rechner (T61, Win8 64-Bit Pro, OCZ Vector VTR-1 512GB) sich abgeschaltet und anschließend nur noch ein "automatische Reparatur" angezeigt... Nach einer Ewigkeit von 5h konnte ich dann Optionen auswählen, aber eine Wiederherstellung hat nur ein "Laufwerk gesperrt" erzeugt. Mit einigem Suchen und v.a. viiiiiieeeeeeel Geduld habe ich nun herausgefunden, daß die Datenpartitionen das Dateisystem verloren haben (beide werden als "Raw" angezeigt, Parted Magic erkennt noch Daten, kann diese aber nicht kopieren).
Wie komme ich denn nun an die Daten wieder ran?!?

Da legt man sich eine SSD zu, um "mal auf sicher" zu gehen (keine drehende Teile) und dann hält die SSD mal eben nur 3 Monate :-(
Himmlisch ruhig ist der Rechner aber so allemal... :-)

Danke für alle Tips :-)
 
die ausfallwahrscheinlichkeit von ssds ist mit der von hdds vergleichbar. ssds sind lediglich robuster wenn es um bewegungen im betrieb geht. egal ob hdd oder ssd, ein backup braucht man immer.

vor irgendwelchen rettungsversuchen solltest du dir ein image der gesamten ssd anlegen, denn wenn etwas schief geht bei der rettung kann es sein, dass dann alle daten wirklich verloren sind.
 
Wie komme ich denn nun an die Daten wieder ran?!?
Indem Du Deinen Backup wieder einspielst ?



Evtl. kann "GetdataBack" von Runtime.org noch etwas retten. Wenn nicht haste eh verloren.
Da die meisten SSDs die Daten automatisch verschlüsselt ablegen, kann auch ein Datenrettungslabor meist nicht mehr weiter helfen.
Bei SSDs empfehlen wir unseren Kunden immer doch bitte schön noch häufiger als sonst Backups zu machen, da sich ein Tod der SSD in der Regel nicht vorab ankündigt, sondern von jetzt auf gleich passiert. Die macht halt keine komischen Geräusche bevor da etwas stirbt....


Da legt man sich eine SSD zu, um "mal auf sicher" zu gehen (keine drehende Teile) und dann hält die SSD mal eben nur 3 Monate :-(
Eine Festplatte oder speziell eine SSD als "sicheren Datenspeicher" anzusehen, ist schon etwas sehr mutig.
 
Indem Du Deinen Backup wieder einspielst ?

Dieses Backup wollte ich in den nächsten Tage erstellen, da ich erst jetzt mein NAS "zusammen" habe, leider einige Tage zu spät...

Mittlerweile haben zwei Tools die SSD als "RAW" erkannt und zeigen noch die Verzeichnisstruktur. Allerdings nur die Struktur, die Verzeichnisse selbst werden als "leer" angezeigt :-/
GetDataBack stoppt mit der Nachricht, daß es kein NTFS sei => FAT Tool nutzen.. Selbiges bei FAT-Tool, kein FAT => NTFS Version nutzen...


Tja - selbst schuld :-(
 
Dieses Backup wollte ich in den nächsten Tage erstellen, da ich erst jetzt mein NAS "zusammen" habe, leider einige Tage zu spät...

Mittlerweile haben zwei Tools die SSD als "RAW" erkannt und zeigen noch die Verzeichnisstruktur. Allerdings nur die Struktur, die Verzeichnisse selbst werden als "leer" angezeigt :-/
GetDataBack stoppt mit der Nachricht, daß es kein NTFS sei => FAT Tool nutzen.. Selbiges bei FAT-Tool, kein FAT => NTFS Version nutzen... Tja - selbst schuld :-(
Testdisk kann normalerweise alle noch physisch vorhandenen Dateien, auch die ungelisteten, auf eine andere Festplatte kopieren. Vielleicht lässt Du da endlich mal einen Profi heran, bevor Du alle Deine Daten verlierst? :mad:
 
Hi,
so - ein letzter Versuch mit Testdisk ergibt nur, daß das Tool bei "Bitte warten" hängen bliebt. Selbiges passiert auch, wenn ich die SSD unter Windows (hier werden die Partitionen im Device Manager auch angezeigt) ankicke. In diesem Fall hängt dann halt der Explorer und damit Windows selbst :-/

Welche Profis geben sich denn für "normale" Preise mit (OCZ) SSD ab?

Danke :-)
 
Welche Profis geben sich denn für "normale" Preise mit (OCZ) SSD ab?
Danke :-)
Ich fürchte, Du hast mit Deinen Rettungsversuchen mehr Schaden angerichtet, als ursprünglich vorhanden. Wenn die Daten noch sichtbar waren, waren sie auf jeden Fall auch noch da, und Deine Fehlerbeschreibung legt nahe, dass nicht die SSD defekt war, sondern dass Dir "irgendjemand" Dein Dateisystem falsch geschrieben hat, FAT statt NTFS o.ä. Du hättest also nur die Platte herausnehmen müssen, sie als "second" oder USB betreiben und testdisk hätte Dir einfach wieder das richtige Flag wieder reingeschrieben, manchmal man kann sie "low level" formatieren und gut ist... RAW heißt eigentlich nichts weiter, als das die Platte als unformatiert gilt, und das wird der T61 bei seinem Reparaturversuch getan haben. Das System selber aber wieder zu starten, war dumm, denn es kann ein Virus o.ä. auf Deinem WINDOWS sein, dass genau diese Partitionen sperrt und falsch anzeigt. Du kannst mir die Platte zuschicken und ich gucke mal rein, aber die Chance liegt nur noch bei 5%, weil jedes Reparaturprogramm natürlich seinen eigenen Mist in die Partition schreibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da die meisten SSDs die Daten automatisch verschlüsselt ablegen, kann auch ein Datenrettungslabor meist nicht mehr weiter helfen.

Würde jetzt nur von Bedeutung sein, wenn man die Flashchips auslötet und woanders wieder ausliest. Zumal wenn er kein Passwort für die Hardwareverschlüsselung angegeben hat, die Platte mit einem leeren Schlüssel verschlüsselt und der dürfte bekannt sein.
 
Hi schoerg,

die Flashcontroller selber verschlüsseln in der Regel schon die Daten automatisch. Der Key dazu ist im Controller selber hinterlegt und hat nichts mit irgendwelchen Festplattenpassworten zu tun. Deshalb ist auch quasi nichts mehr zu retten, wenn der Controller selber hops gegangen ist..
Ich verweise dazu mal auf die Profis von Kuert: http://www.kuert-datenrettung.de/SSD-Datenrettung.html
Es gibt für die Sandforce Controller lediglich einige spezialisierte Firmen (meist in den USA ansässig, damit die NSA mitlesen kann), die überhaupt mit Glück etwas retten können
 
Hi,
nur zur Vollständigkeit: Die Vector hat keinen Sandforce mehr sondern einen Indilinx Controller... Die Änderungen am System hat im übrigen Win8 selbst angestoßen, da direkt nach dem Starten ein "automatische Reparatur wird ausgeführt" erschien... Ich habe mir da nichts böses bei gedacht, da ich das durchaus bei meiner "normalen" HDD auch schon mal hatte (da aber mit besserem Ausgang). Ursache war da ein "altes" Programm, was wohl ein bisserl viel Unsinn veranstaltet hat und dabei Win ausgehebelt hat. Da blieb dann nur ein HW Reset und dann eben die automatische Reparatur...
 
Hi,
nur zur Vollständigkeit: Die Vector hat keinen Sandforce mehr sondern einen Indilinx Controller... Die Änderungen am System hat im übrigen Win8 selbst angestoßen, da direkt nach dem Starten ein "automatische Reparatur wird ausgeführt" erschien... Ich habe mir da nichts böses bei gedacht, da ich das durchaus bei meiner "normalen" HDD auch schon mal hatte (da aber mit besserem Ausgang). Ursache war da ein "altes" Programm, was wohl ein bisserl viel Unsinn veranstaltet hat und dabei Win ausgehebelt hat. Da blieb dann nur ein HW Reset und dann eben die automatische Reparatur...
Wie vorhergesagt...: Immer noch der Beste! :cool: Und was willst Du jetzt tun?
 
Da hat es einmal ein Tool von - ich glaube - Partition Magic geben, mit dem hat man den Typ der Partition setzen können, also von RAW auf NTFS zb, dann hat er die Partition wieder erkannt.
Ich weiß aber nicht, ob es das noch immer gibt.

LG
 
Hallo!

Ehe man da mit irgendwelchen Tool alles verschlimmbessert, sollte man erst mal den Ist-Zustand ermitteln (und die PArtitionstabelle ggf mit dd sichern ). Dazu würd ich ein Live-Linux booten und mir mit cfdisk (oder [sudo] fdisk -l) die Partitionstabelle anzeigen lassen. Diese Ausgabe notfalls hier posten (falls man dann nicht schon den Fehler - z.B. falscher Partitionstyp - erkennt) und dann sehen wir weiter.

Guido
 
Hallo Guido,
ich hab' Deinen Rat befolgt und mit einer Knoppix CD gebootet - fdisk -l liefert:

WP_20130325_004.jpg

Die beiden Partitionen sda2 und sda3 werden in Win als "RAW" angezeigt (NTFS wäre aber richtig).
 
Hallo!

Also an der Partitionstabelle selber liegt es anscheinend schonmal nicht. Du verwendest übrigens UEFI, daran hatte ich zunächst gar nicht gedacht! Du kannst dem Tipp folgend gpardted aufrufen, aber das sollte dir das selbe anzeigen. Der Partitionstyp ist richtig eingetragen. Die Ursache liegt vermutlich eher im Dateisystem selber. Kannst du eine der Partitionen mit dem Knoppix-System mounten? Meldet er ggf. einen Fehler?

Guido
 
Hallo Guido,
unter Knoppix läßt sich die OCZ (alle Partitionen) mounten und es wird das Directory angezeigt. Allerdings sind einige (natürlich die für mich wichtigsten) Directories scheinbar leer. Wenn ich diese Directory im Terminalfenster öffne und ein "Dir" eingebe, kommt direkt ein "lese Verzeichnis" und ein "Eingabe-/Ausgabefehler".. Ein paar andere Dir hingegen werden angezeigt und die Dateien sind alle oder bis auf einige auch scheinbar ok (kopieren auf andere HDD funktioniert). Einige Dateien sind aber auch in diesem Verzeichnis weder auf der SSD zu öffnen (mit einigen pdf probiert) bzw. lassen sich nicht kopieren.. Da scheint es doch was "zerwürfelt" zu haben :-(
 
Hallo!

OK, da hat es also tatsächlich die beiden Dateisysteme beschädigt. Ich habe nur keinen gescheiten Tipp für die Reparatur. Sofern eine größere externe HDD zur Verfügung steht, sollte man die beiden Partitionen erstmal mit "dd" oder "ddrescue" auf eine externe Platte sichern. Dabei wird die gesamte Partition in einer Datei gespeichert. Außerdem siehst du so, ob noch alle Datenblöcke gelesen werden können. Du kannst das auch mit "badblocks" prüfen. Welches "testdisk" hast du verwendet? Das von der Knoppix-CD?

Du schriebst Daten-Partitionen - ich sehe da die UEFI-Boot-Partition, dann kommt vermutlich die System-Partition und nur eine weitere Datenpartition. Du müßtest also unter Win C: und D: haben. Ist das richig, oder hattest du auch noch eine weitere Datenpartition, etwa E:? Dieses fdisk zeigt übrigens die Partitionsgrößen nicht richtig an, weil eine GPT eben doch anders als die alte BIOS-Partionstabelle aufgebaut ist.

Guido
 
Hallo,
also ich habe nun endlich mal die Zeit gefunden und versucht mit ddrescue die Daten in ein IMG zu sichern... Das hat allerdings nur zu Beginn recht gut ausgesehen, ETA ca.54min, keine Fehler. Das dürfte die von Win8 angelegte Startpartition sein (die in Win im Explorer nicht auftaucht). Vermutlich mit der Systempartition (C: - hier liegt/lag Win8) haben die Fehler angefangen "Bad block reading" und aus den ca. 54min wurden mal eben 210h... Das deutet (vermutlich) wohl auf einen HW Defekt, oder?
Angebote von professionellen Datenrettungsfirmen habe ich auch eingeholt - mit 180+x € für die Befundung plus 500+x € für die Datenrettung (wenn denn möglich) war wenig erfreuliches dabei.. Da könnte ich schon fast froh sein, daß die OCZ sich so frühzeitig verabschiedet hat, damit sind nur ca. 6 Wochen verloren... (Ärgerlich ist es dennoch - v.a. weil ich ja ein Backup machen hätte sollen, nachdem mir schon mal eine Platte (drehend) wegen des täglichen Herumtragens(?) gestorben ist... ).

Start von dd_rescue: Nach einiger Zeit:
WP_20130330_001.jpg WP_20130330_006.jpg
 
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