X3x (X30-32) SSD im X31? Wenn ja, welche?

die_matrix

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Hallo!

Meine Frau benutzt die meiste Zeit mein X31. Jetzt hatte ich es vor kurzem mal wieder selbst genutztnund dabei festgestellt, dass es doch recht langsam läuft.

Auf dem TP läuft nur XP Pro SP3, mit Microsoft Virenscanner und Opera als Browser. Das war's. Verbaut sind 2GB RAM. Ich habe aber den Eindruck, dass es evtl. von der HDD kommt, also dass die das Problem ist.
Bevor ich jetzt einfach ne neue kaufe, wollte ich mal nachfragen was es an Möglichkeiten im Bezug auf eine SSD im X31 gibt.

Hat da jemand eine Idee oder schon Erfahrungen gemacht?
 
Wichtig bei der Auswahl einer SSD unter PATA-Systemen, die als Systemplatte genutzt werden soll, ist die Unterstützung der Garbage Collection. Es gibt derzeit am Markt nur einen einzigen nativen PATA-Controller, der die GC unterstützt, und der kommt von EastWho. Zwei SSD's mit MLC-Speichern nutzen diesen Controller, einmal die sündhaft teuren von PhotoFast und dann die deutlich preiswerteren von Renice. Bei der Renice handelt es sich um den Typ E7:

http://www.renice-tech.com/product.asp?classid=148

Gruß
enrico65
 
Wie ist das zu verstehen mit den "großen" SSDs? Hast Du im T42 eine 2,5" SATA SSD laufen?

Ja, bei 15" und mit diesem Adapter. Da passt dann noch die leicht modifizierte HDD Abdeckung aus dem T42 mit 14" drauf. Dafür muss man nicht mal das Notebokk aufschrauben, mit etwas Gefühl kann man es so in den HDD Schacht reinschieben.
Dieser Adapter passt nicht ohne Modifikation wegen der Bauhöhe.
Dazu gibt es aber hier auch einen eigenen Thread.
 
Was hat das mit GC aufsich? Muss ich nach dem Einbau noch was beachten?
 
@die_matrix:

Mit dem Einbau hängt die Garbage Collection nicht zusammen, das ist eine rein elektronische Sache.

Zur Erklärung:

Der Controller jeder SSD verwaltet die einzelnen Speicherblöcke selbständig ohne Zutun des Betriebssystems. Dabei werden die Daten nach einer anderen Systematik in den Speicherzellen abgelegt als auf einer herkömmlichen HDD. Werden nun Daten gelöscht durch den Anwender, so "merkt" sich der Controller in einer internen Liste die betroffenen Blöcke und kennzeichnet diese gegenüber dem Betriebssystem als "gelöscht", ohne die Daten physikalisch zu löschen. Auf längere Sicht bedeutet dies, dass immer mehr Blöcke noch mit Daten belegt sind und lediglich in der Controller-Liste als "frei" markiert werden für das Betriebssystem. Irgendwann ist die kritische Zahl erreicht, und dann muss der Controller beim Neuspeichern von Daten jedesmal erst faktisch belegte, aber als "frei" gekennzeichnete Blöcke vom Datenmüll säubern. Folge: Die Schreibperformance der SSD bricht enorm ein.

Das Problem wurde bei Einführung von SATA erkannt und mithilfe des sogenannten Trim-Befehls gelöst, der von Zeit zu Zeit genutzt wird, um den Datenmüll zu eliminieren. PATA-SSD's unterstützen den Trim-Befehl jedoch normalerweise nicht, da die Controller diesen nicht beherrschen. Lediglich der EastWho-Controller hat den Trim-Befehl in der PATA-Variante "Garbage Collection" implementiert und reinigt daher regelmäßig die Speicherzellen, so dass kein Einbruch der Schreibgeschwindigkeit eintreten kann.

Daher sind hier auch praktisch alle in diesem Thread gemachten Vorschläge zu CF- und PATA-auf-SATA-Lösungen völliger Humbug, wenn die SSD als Systemspeicher genutzt werden soll, da m.W. kein einziger CF-Adapter und auch kein PATA-auf-SATA-Adapter Trim oder GC in irgendeiner Form umsetzt. Bei all diesen Lösungen wird Dein System irgendwann kriechen bei Schreibzugriffen, und je kleiner das Speichermedium, desto schneller tritt der Kriecheffekt auf.

Gruß
enrico65
 
Wenn Du keine GC-SSD hast, musst Du ab und an mal die SSD manuell säubern. Ist zeitaufwendig und je nach Datenbestand auch lästig. Ansonsten eine Renice-SSD kaufen.

Gruß
enrico65
 
Also ist es abhängig von der SSD, nicht von dem mSSD-IDE Adapter?
 
tschuldige enrico, aber gc arbeitet 100% unabhängig von trim.

eine ssd ohne gc macht wirklich kaum sinn, aber gc läuft in meinem t42 auf der vertex 2 super, sonst wäre die schon nicht mehr nutzbar.
 
@die_matrix:

Sofern der Adapter mit einer SATA-SSD am PATA-Port betrieben wird, fällt Trim flach, auch wenn es die SATA-SSD unterstützt, weil der Konverter zu PATA das nicht umsetzt und der PATA-Port es auch nicht verstehen würde. Daher haben die PATA-SSD's mit EastWho-Controller ja auch die GC eigenständig im Einsatz ohne Zutun des PATA-Ports. Nutzest Du eine PATA-SSD im 1,8"-Formfaktor über den Adapter und beherrscht diese SSD GC, brauchst Du Dir keine Gedanken mehr zu machen. Dann säubert die SSD ihre Speicherzellen automatisch.

@[W2k]Shadow:
Natürlich arbeitet Trim unabhängig von GC - deshalb habe ich ja auch von GC als einer Trim-"Variante" gesprochen, weil es die gleiche Funktionalität bietet wie Trim, aber eben ausschließlich im Controller der SSD arbeitet. PATA unterstützt kein Trim, daher ist GC das Pendant dazu unter PATA.

Welchen Controller nutzt denn die bei Dir im Einsatz befindliche Vertex 2?

Gruß
enrico65
 
Die Vertex2 ist eine Sandforce1 SSD mit bei mir glaub ich 25nm Speicher.

Bzgl. deinem Text hab ich dich dann falsch verstanden, sorry.
Meine Solidata P2 hat jedoch kein GC, das merkt man leider...
 
@[W2k]Shadow:

Die Sandforce-Controller haben m.W. alle GC intern, weshalb sich diese SSD's auch zum Betrieb mit SATA-PATA-Wandlern eignen, ohne dass man sich Gedanken um die Freimachung der Speicherchips machen muss. Das wäre also eine sinnvolle Alternative für PATA-Systeme. Zukunftsträchtiger als eine reine PATA-Lösung ist das allemal. Der EastWho ist ein nativer PATA-Controller, wird also nicht in SATA-SSD's verbaut und kommt natürlich auch nominell "nur" nahe an die maximale Geschwindigkeit des PATA-Busses heran (100 MB/sec.). SATA-SSD's haben da noch erheblich Spielraum nach oben, der allerdings unter einem PATA-System nicht genutzt werden kann.

Wichtig ist bei der Auswahl einer SSD neben dem Controller auch noch die Beschaffenheit der Speicherchips: Manche unseriösen Hersteller haben hier schon MLC-Speicherchips angegeben, obwohl sie TLC-Chips verbaut hatten. Man muss sich also bei der Auswahl einer SSD genauestens informieren, um die vielen Stolpersteine zu umgehen. Ich habe bei mir als Budget-Lösung auch noch in einem X31 eine WD3200BEVE im Einsatz, die mehr Kapazität bietet, aber gegenüber SSD's natürlich in der Geschwindigkeit abfällt.

Die CF-Karten-Lösung ist dann interessant, wenn der Wandler GC beherrscht oder die CF. Ich habe mal mit einer KingSpec-CF getestet mit MLC-Chips. Die Leistung war zwar deutlich besser als bei der WD3200BEVE, aber mangels GC dürfte es auch dabei auf längere Sicht zu Performance-Einbußen beim Schreiben kommen. Leider ist der CF-Slot im X31 und X32 ja sehr langsam, sonst könnte man den entsprechend nutzen. Aber bei 1,5 MB...:cursing: Ich weiß nicht, was sich die Ingenieure bei IBM gedacht haben, einfach das veraltete Interface von den X20-X24 für den CF-Slot zu übernehmen.

Gruß
enrico65
 
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