X2xx/s (X200/s-260) SSD als Systemplatte formatieren

Onkel_Fisch

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Hallo zusammen!

Ich habe mir ein x220 42914BG zugelegt.
Mit dabei war eine 160 GB Intel SSD die ich aber verkaufen und und gegen eine Samsung 256 GB Evo-SSD eintauschen möchte.
Auf der Intel hatte ich zum testzweck (die Samsung ist noch unterwegs) einmal Windows 10 installiert.

Frage: Wie kann ich nun die Intel-SSD für einen Verkauf sauber formatieren?
Da es ja die einzige Platte im Notebook ist, sprich wo das System drauf ist, kann ich ja leider nicht "standardmäßig" mit Windows formatieren.
Ich müsste also wahrscheinlich mit USB Stick mit Mini-System oder sowas zugreifen.
Oder gibt es da was einfacheres?

Vielen Dank für Eure Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nimm ein Live-Linux-System und boote vom USB-Stick. Du kannst z. B. CloneZilla verwenden (siehe dazu auch heise).
 
Du kannst im BIOS des Notebooks unter Security bei vielen Thinkpads ein Secure Erase für die SSD ausführen. Das dürfte die schnellste und sinnvollste Variante sein, falls vorhanden.
 
Ausbauen und mit 10 Euro-Adapter extern formatieren.
 
externes USB3 Gehäuse kaufen, und sich über einen superschnellen, portablen Datenträger (vulgo USB-"Stick") freuen.
 
Mit CCleaner geht das auch sehr gut und sicher.
Allerdings "locken" viele BIOSe den Security-State und dann kann man im laufenden System keinen Secure Erase mehr ausführen. Dann hilft eine solche Software nicht.

Ausbauen und mit 10 Euro-Adapter extern formatieren.
Kostet mehr, dauert länger, belastet die SSD unnötig und ist eventuell noch unsicherer, weil man aufgrund von Wear-Leveling und Reservezellen nie sicher sein kann, wirklich ALLE Zellen überschrieben zu haben.

externes USB3 Gehäuse kaufen, und sich über einen superschnellen, portablen Datenträger (vulgo USB-"Stick") freuen.
Und damit viel Geld zum Fenster rauszuschmeißen, wenn es ein langsameres Medium auch locker getan hätte - denn externe Datenträger sind in der Regel Datengräber, bei denen es nicht so sehr auf Geschwindigkeit ankommt, erst Recht nicht, wenn wir uns im dreistelligen MB/s-Bereich bewegen.
Ich nehme für sowas
Darik's Boot and Nuke
Na, da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Am besten noch 5x überschreiben oder noch öfter? Bei einer SSD ist Secure-Erase die bessere Alternative. Sofern vorhanden natürlich.
 
Wenn du Win 10 bereits installiert hast, dann doch wohl vom bootbaren Medium wie z.B. USB Stick aus, oder wie haste das gemacht?

Wie auch immer, mit dem gleichen Medium booten, das Setup starten und im Experten Modus die Systempartion löschen und ggf auch noch formatieren.
Dann das Setup beenden und schwupp is die SSD leer.

Gruß
Manni
 
Hier mal ein Link:

http://www.pcwelt.de/ratgeber/Datensicherheit-6581465.html

Eine SSD "sicher" zu löschen ist nicht so einfach. Wie bereits oben erwähnt gibt es Reservezellen auf denen sich auch noch Daten befinden können. Musst halt abwägen wie "wichtig/geheim" deine Daten sind.

EDIT: Was grob aber nicht 100% sicher bei einer SSD ist, ist die Platte einfach voll mit unwichtigen Daten wie zB Videos (ja ja ich meine Serien oder sonst freizugängige Filme:)) zu packen. So wird der Großteil überschrieben. Bei herkömmlichen HDDs reicht das idR. Das einfache Formatieren genügt auf keinen Fall - die Daten lassen sich kinderleicht (entsprechendes Programm vorausgesetzt) wiederherstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dank an allen.
Habe die Variante mit dem abgebrochenen Windows-Setup genommen, also die einfachste.
 
Damit mag die SSD leer aussehen, ggf. lässt sich mit entsprechender Software aber noch alles wiederherstellen...
 
Mit den bordeigenen Mitteln bei Microsoft-Betriebssystemen kann man HDD oder SSD doch formatieren. Wenn man dann das Häkchen von der Schnellformatierung entfernt, dann wird auch eine SSD einmal überschrieben. Lediglich die Reservebereiche bleiben unberührt.
Aber, ob jetzt noch komplette Dateien mit herkömmlichen Forensik-Tools und in einer vertretbaren Zeit gefunden werden, wage ich zu bezweifeln.
 
Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob beim "richtigen" Formatieren also nicht Schnellformatieren die Platte überschrieben wird. Ich glaube nämlich nicht sondern es werden lediglich die Sektoren oä geprüft.


EDIT
Auf die Schnelle:

http://www.softwareok.de/?seite=faq-Dateisystem&faq=4

Demnach kein Unterschied; Daten leicht wiederherstellbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Achtung Selbstversuch:

Heute Nacht die SSD SanDisk UltraPlus 256 GB mit Windows formatiert und dabei die Schnellformatierung ausgestellt. Hat insgesamt mehr als 2 Stunden gedauert. Dann am Vormittag die SSD mit einem Forensik-Tool ausgelesen und lediglich die nach dem Formatieren erstellte und später wieder gelöschte Datei von AS-SSD Benchmark konnte gefunden werden. Sonst lediglich Nullen.

Ob nun mit wesentlich besseren Methoden (NSA oder ähnliches mit reichlich Geld und Zeit;)) mehr gefunden werden könnte, kann ich hier nicht sagen. Aber für den Verkauf einer HDD oder SSD sollte es ausreichen.
 
Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob beim "richtigen" Formatieren also nicht Schnellformatieren die Platte überschrieben wird. Ich glaube nämlich nicht sondern es werden lediglich die Sektoren oä geprüft.


EDIT
Auf die Schnelle:

http://www.softwareok.de/?seite=faq-Dateisystem&faq=4

Demnach kein Unterschied; Daten leicht wiederherstellbar.


Was auf der von Dir verlinkten Seite steht, ist gelinde gesagt Unsinn. Da wird als erstes Schnellformatierung und Formatierung vertauscht und dann auch noch Funktionen von "chkdsk" untergemischt.
Bei der Schnellformatierung wird nur das "Inhaltsverzeichnis" der Festplatte gelöscht - deshalb geht das ja auch so schnell (danach lassen sich die Daten tatsächlich recht leicht wieder herstellen).
Bei der Formatierung (Schnellformatierung deaktiviert) wird die komplette Festplatte mit Nullen beschrieben, selbst mit den forensischen Programmen, die wir zur Verfügung haben, ist da nichts mehr zu machen und da hat, glaube ich, sogar die NSA Probleme noch Daten wieder herzustellen.

Bei SSDs kann man auch ein "secure erase" durchführen, hat den selben Effekt.

Fazit: Für einen Privatverkauf einer Festplatte reicht die normale Formatierung (nicht Schnellformatierung) allemal aus.
 
Was auf der von Dir verlinkten Seite steht, ist gelinde gesagt Unsinn. Da wird als erstes Schnellformatierung und Formatierung vertauscht und dann auch noch Funktionen von "chkdsk" untergemischt.
Bei der Schnellformatierung wird nur das "Inhaltsverzeichnis" der Festplatte gelöscht - deshalb geht das ja auch so schnell (danach lassen sich die Daten tatsächlich recht leicht wieder herstellen).
Bei der Formatierung (Schnellformatierung deaktiviert) wird die komplette Festplatte mit Nullen beschrieben, selbst mit den forensischen Programmen, die wir zur Verfügung haben, ist da nichts mehr zu machen und da hat, glaube ich, sogar die NSA Probleme noch Daten wieder herzustellen.

Denke das ist falsch. So viel ich weiß wird da nichts überschrieben sondern eben nur Sektoren geprüft.

http://www.computerwoche.de/a/festplatten-sicher-loeschen,2486506

https://de.wikipedia.org/wiki/Formatierung

Zitat:

Es gibt zwei unterschiedliche Methoden, den Datenträger high-level zu formatieren: Die Schnell- und die Normalformatierung. Sie unterscheiden sich in folgenden Punkten:

  • Normalformatierung – Wird auf einem Datenträger eine normale Formatierung durchgeführt, so wird unabhängig vom Dateisystem zunächst eine Suche nach fehlerhaften Sektoren durchgeführt. Diese nimmt den Großteil der Zeit in Anspruch. Anschließend erfolgt das Schreiben der Dateisystem-Metadaten und somit die Löschung der vorhandenen Dateien.
  • Schnellformatierung – Wird ein Datenträger ebenfalls unabhängig vom Dateisystem mit der Schnell-Methode formatiert, werden zwar die Dateien aus dem Inhaltsverzeichnis des Datenträger beziehungsweise der betreffenden Partition entfernt, die Suche nach fehlerhaften Sektoren wird jedoch ausgelassen.

Bei einer High-Level-Formatierung sind in dem neuen Dateisystem die alten Daten nicht verfügbar, da sie nicht mehr durch entsprechende Verweise im Dateisystem referenziert werden. Sie werden jedoch nicht notwendigerweise gelöscht. Meistens verbleiben sie rein physikalisch auf der Festplatte, bis sie mit neuen Daten überschrieben werden. Solange die verwendeten Datenblöcke nicht erneut beschrieben werden, ist mit entsprechender Software eine weitgehende Wiederherstellung noch möglich, gestaltet sich jedoch schwerer, als wenn die Dateien einfach nur gelöscht würden. Nicht selten können daher via Software nur die einzelnen Dateien, nicht aber die Ordnerstruktur wiederhergestellt werden.


Edit:

Lt. Wikipedia führen einige Windows Systeme auch ein Überschreiben mit Nullen durch (Mid-Level). Das sollte dann wirklich genügen. Aber eben wohl nicht alle Windows Versionen und eben auch "nur" Windows. Würde ich mich im Zweifel nicht drauf verlassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Denke und glaube von mir aus was Du willst, Du kannst auch gerne weiter mit Kanonen auf Spatzen schießen - ich weiss, was wir getestet und ausprobiert haben und da reicht die normale Formatierung unter Windows völlig aus.
 
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