Schreibrechteverwaltung unter Windows? Wie Überblick behalten?

Gummiente

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Bei Linux mag ich es mit "ls" genau angezeigt zu bekommen welche Rechte ich auf jede Datei habe.

Gibt es unter Windows entsprechende Möglichkeiten?

Ein konkreter Problemfall war wie folgt:

Nach einer Weile fielen mir einzielne MP3s in meiner mühsam getaggten Sammlung auf welche merkwürdig aktuelles Datumsstempel hatte. Bein näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass irgenein Player Tags aus dem Internet geholt und meine überschrieben hatte.

Unter Linux mache ich gewöhnlich ein chown -R 0.0 xx; chmod -R a-w xx; und kann sicher sein, dass die Dateien nicht verändert werden können.

Sicherlich gibt es unter Windows die Möglichkeit mit Rechtsklick, Eigenschaften, Sicherheit etc. aber das scheint mir wenig praktikabel? Gibt es da nichts besseres?
 
Meinst du eventuell dies? Hiermit kannst du die Rechte- und somit Schreib-/Änderungsvergabe von Dateien oder Ordnern anpassen.

RM1.PNG
 
Meinst du eventuell dies? Hiermit kannst du die Rechte- und somit Schreib-/Änderungsvergabe von Dateien oder Ordnern anpassen.

RM1.PNG

Ja. Ich meine das kann doch Weisheit letzter Schluss sein?

Für jeden Eintrag (Datei/Verzeichnis) braucht es etliche Mausklicks.

Selbst für sagen wir mal gar nicht so unrealistische 20 Dateien oder Verzeichnissen dürfte dieses Verfahren untauglich sein?
 
Selbst für sagen wir mal gar nicht so unrealistische 20 Dateien oder Verzeichnissen dürfte dieses Verfahren untauglich sein?

Zum einen kann man das Problem auch mit einem Mausklick lösen, in dem man alle Eigenschaften im Ordner an untergeordnete vererbt. Zum anderen genügt für dieses simple Problem des Überschreibens von Dateieigenschaften auch ein simpler Schreibschutz, wie es ihn schon immer gab...
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schreibschutz.JPG
 
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Wenn Du Deine Musik in Ordnern unterhalb von z:B. "D:\Musik" hast, machst Du das einmal für "D:\Musik" und gut ist's.

Gruß
Wolfgang
 
Unter Linux mache ich gewöhnlich ein chown -R 0.0 xx; chmod -R a-w xx; und kann sicher sein, dass die Dateien nicht verändert werden können.

Sicherlich gibt es unter Windows die Möglichkeit mit Rechtsklick, Eigenschaften, Sicherheit etc. aber das scheint mir wenig praktikabel? Gibt es da nichts besseres?
Deine Lösung für Linux finde ich auch nicht gut oder praktikabel.
Man sollte im jeweiligen Player sicherstellen, daß er nicht ungefragt Dateien verändert, oder auf andere Player umsteigen, wenn sich das Verhalten nicht anpassen läßt.
Bei meiner Sammlung werden unter Windows von keinem Programm ungefragt Tags geändert. Der einzige Nerver ist der (sehr selten verwendete) Windows Media Player, der zusätzliche folder.jpgs ablegt.
 
Es geht nicht um Musiksammlung oder etwas spezielles sondern allgemein.

Das mit der Vererbung der Rechte ist mir schon klar aber ist mir zu sehr Gießkanne?

In einem Verzeichnis habe ich beispielsweise Installationsprogramme und Einstellungen. Während die Installationsprogramme für jeden lesbar sein dürfen oder sollen, soll die Datei mit den Einstellungen in dem selben Verzeichnis nur für mich lesbar sein. Während ich mit einem einzigen "ls -l" sofort sehen kann, ja, die Permissions sind wie gehabt, muss ich bei der Windows GUI mindestens dreimal klicken, Verzeichnis, Installationsdatei, Einstellungen um dasselbe zu erreichen.

Mir ist schon klar, dass Windows eine wesentlich feiner granulierte Rechtevergabe unterstützt aber es muss doch eine Möglichkeit geben diese auch zu managen?

Wie/mit welchem Tool modelliert und managt ihr Zugriffsrechte auf einem Multiuser Window Server?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich administriere zwar keine Windows-Server, aber würde ich es tun, würde ich das nicht dateibasierend machen.
Es werden Benutzergruppen definiert, die bestimmte Rechte haben, und die Nutzer je nach Bedarf solchen Gruppen zugewiesen.
Die Zugriffsrechte einzelner Ordner oder Dateien anzupassen ist naturgemäß mühsam.
 
Die Lese und Schreibrechte kannst du ganz wie bei Linux auch über die das Command-Window eingeben: Der Befehl lautet hier attrib.

Grüße Thomas
 
Mehrere Dateien markieren - Eigenschaften - Sicherheit.
Haben alle Dateien die gleichen Berechtigungen, werden diese angezeigt, anderenfalls gibt es eine Warnmeldung.
 
Unter Linux mache ich gewöhnlich ein chown -R 0.0 xx; chmod -R a-w xx; und kann sicher sein, dass die Dateien nicht verändert werden können.

Sicherlich gibt es unter Windows die Möglichkeit mit Rechtsklick, Eigenschaften, Sicherheit etc. aber das scheint mir wenig praktikabel? Gibt es da nichts besseres?
Die Commandline-Befehle lauten unter Windows takeown und icacls.

Mehrere Dateien markieren - Eigenschaften - Sicherheit.
Das geht doch schon seit Windows 7 nicht mehr.
 
In einem Verzeichnis habe ich beispielsweise Installationsprogramme und Einstellungen. Während die Installationsprogramme für jeden lesbar sein dürfen oder sollen, soll die Datei mit den Einstellungen in dem selben Verzeichnis nur für mich lesbar sein. Während ich mit einem einzigen "ls -l" sofort sehen kann, ja, die Permissions sind wie gehabt, muss ich bei der Windows GUI mindestens dreimal klicken, Verzeichnis, Installationsdatei, Einstellungen um dasselbe zu erreichen.

Wenn du unterschiedliche Dateitypen in einem Verzeichnis hast, die unterschiedliche Rechte bekommen sollen, dann musst du ihnen diese schon manuell vergeben, das nimmt dir niemand ab. Die Vererbung hilft da nicht weiter. takeown und icacls wurden ja bereits genannt.
Wer Kommandozeile unter Windows will, muss Powershell lernen. Da kannst du dann mit z.B. Get-ACL * | fl Path,Access relativ einfach eine Liste der Berechtigungen ausgeben, Berechtigungen ändern, setzen und auch komplexe Strukturen basteln.


Ich hab im Gegenzug die "Logik" bei den unixoiden Systemen nie verstanden. ;-)

Wie/mit welchem Tool modelliert und managt ihr Zugriffsrechte auf einem Multiuser Window Server?

Bisher mit Bordmitteln. Man braucht genauso ein wenig Disziplin wie bei anderen Systemen auch. Es werden hier grundsätzlich keine Rechte für Benutzer gesetzt, sondern nur für Gruppen und es werden grundsätzlich keine Berechtigungen auf Dateien gesetzt, sondern nur auf Ordner.

Wenn man sich die Struktur grafisch darstellen will, hilft z.B. der NTFS Permissions Reporter. http://www.cjwdev.co.uk/Software/NtfsReports/Info.html

Aus dem Enterprise Bereich gibts dann 8Man, an das man das eigentliche Setzen von Berechtigungen im Filesystem komplett abgeben kann. Man stellt nur noch ein, welchen Zugriff ein Benutzer an Stelle X bekommen soll und 8Man baut die passenden Gruppen und Berechtigungen im Filesystem, so dass man mit möglichst wenig Berechtigungen alles abdecken kann.
 
Bei Linux mag ich es mit "ls" genau angezeigt zu bekommen welche Rechte ich auf jede Datei habe.

...

Sicherlich gibt es unter Windows die Möglichkeit mit Rechtsklick, Eigenschaften, Sicherheit etc. aber das scheint mir wenig praktikabel? Gibt es da nichts besseres?

Unter Windows werden seit Windows NT die Dateirechte in "Access Control Lists" verwaltet. Auch Linux-Systeme verfügen seit über 10 Jahren über diese Möglichkeit, jedoch wird dort immer noch das traditionelle aus UNIX stammende Konzept der Dreiteilung "user/group/others" verwendet. ACLs bieten deutlich umfangreichere Möglichkeiten der Rechtevergabe als die UNIX-Methode.

Die ACLS kannst du unter Windows mit dem Befehl
Code:
cacls
bzw. (neuer)
Code:
icacls
auf der Kommandozeile einsehen und ändern. Allerdings ist das nicht so schön einfach wie mittels ls/chmod/chgrp unter unixioden Systemen.

Hier gehts los: http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb490872.aspx

Viel Erfolg!

Guido
 
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