Schadet häufiges Defragmentieren der Festplatte?

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ccmo150

Guest
Themenstarter
Hallo,
ich habe ein Defragmentierungstool (O&O V. 10) erstanden. Man kann einen Bildschirmschoner installieren, und wenn der anspringt, wird im Hintergrund die Festplatte bzw. die Dateien defragmentiert. So weit, so gut. Man sagt, daß durch Defragmentieren der Schreib-/Lesekopf kürze Wege zurücklegt und damit die Lebensdauer der Festplatte erhöht wird.

Wenn ich aber mein flackerndes HDD-Lämpchen am ThinkPad sehe, stellt sich mir die Frage, ob durch die permanten Zugriffe auf die Festplatte durch das Defragmentieren die Lebensdauer der Festplatte nicht doch arg verkürzt wird.

Vielleicht kann ja jemand meine Bedenken zerstreuen. Danke für Infos.
 
Meiner Meinung nach ist häufiges Defragmentieren bei modernen Dateisystem, wozu ich auch NTFS zähle, nicht nötig. Klar eine Festplatte ist ein Verschleißteil, ob aber das Defragmentieren wie du es erwähnst, bei der Gesamtlebensdauer nennenswert ins Gewicht fällt, wage ich zu bezweifeln. Einen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs durch Defragmentieren habe ich bisher nur gemerkt, wenn die Festplatte wirklich über einen sehr langen Zeitraum nie defragmentiert wurde.
 
Blöd nur, dass NTFS alles andere als ein modernes Dateisystem ist - weder hinsichtlich des Alters (Erstveröffentlichung '93) noch hinsichtlich der Features (kein Journaling etc.).
Das Defragmentierungstool liegt Windows aus gutem Grund bei und führt bei mir auch zu spürbaren Verbesserungen in der Gesamtperformance, wobei ich Software von Drittanbietern wie O&O Defrag bevorzuge. Aus dem für Vista angekündigten WinFS wurde nichts, kann man nur hoffen, dass das kommende Windows in dieser Hinsicht eine Revolution erfährt, denn die ist wirklich dringend überfällig.

€: Stimme meinem Vorredner sonst zu, ich halte häufiges Defragmentieren weder für sinnvoll (kaum spürbare Performanceverbesserungen) noch für nachteilig bzgl. der Lebensdauer der Platte. Hab den O&O-Dienst auch abgeschalten und defragmentiere in großen Abständen gezielt.
 
es langt voll und ganz, wenn man einmal die woche defragmentiert, jenachdem welche art und menge von großen bewegungen/ veränderung man auf der hdd unternimmt ...
jedoch sollte diese auch nicht unterbrochen werden ,daher finde ich es nicht gut es mit einem bildschirmschoner zu koppeln, dass wäre echt übertrieben ..
und ob dies dann auch wieder gut ist, kann man sich einfach mal selber denken, alles was übertrieben viel gemacht wird, geht schneller kaputt, .. hatt nun nicht wirklihc was mit der hdd zu tun, aber wenn ich das notebook 1000 mal am tag auf und zu mache, ist das gelenkt nach einem ein paar monaten schon abgenutzt anstatt erst nach jahren .. etc..
 
Die Lebensdauer wird es nicht stärker verkürzen als jede andere Nutzung der HDD auch.
 
[quote='sylence',index.php?page=Thread&postID=460994#post460994]Blöd nur, dass NTFS alles andere als ein modernes Dateisystem ist - weder hinsichtlich des Alters (Erstveröffentlichung '93)[/quote]
Wird aber beständig weiterentwickelt: NTFS v1 -> NTFSv5.
noch hinsichtlich der Features (kein Journaling etc.).
Unterstützt es sehr wohl.
 
Hi,
[quote='sylence',index.php?page=Thread&postID=460994#post460994]Blöd nur, dass NTFS alles andere als ein modernes Dateisystem ist - weder hinsichtlich des Alters (Erstveröffentlichung '93) noch hinsichtlich der Features (kein Journaling etc.).[/quote]Journaling der Datei-Metadaten wird bereits seit der Urversion von NTFS unterstützt. Seit Vista / NTFS 5 sind auch atomare Datenoperationen mit Hilfe von Journaling der Daten eingebaut.

Aus dem für Vista angekündigten WinFS wurde nichts, kann man nur hoffen, dass das kommende Windows in dieser Hinsicht eine Revolution erfährt, denn die ist wirklich dringend überfällig.
WinFS ist kein Dateisystem, sondern eine Erweiterung von NTFS, die Metadaten in einer SQL-Datenbank speichert. Dass aus WinFS nichts geworden ist, ist schade. Es hätte aber nichts an der Zuverlässigkeit oder Performance des Dateisystems geändert sondern nur neue Möglichkeiten der Suche und Organisation mitsich gebracht.

€: Stimme meinem Vorredner sonst zu, ich halte häufiges Defragmentieren weder für sinnvoll (kaum spürbare Performanceverbesserungen)
Was verstehst du unter häufig? 1x die Woche den gesamten Datenträger defragmentieren ist sicherlich ein wenig übertrieben, aber über die gesamte Lebensdauer eines Dateisystems hinweg rein garnichts gegen die Fragmentierung des Dateisystems zu tun hat definitiv Einbußen in der Datentransferrate zur Folge.

[quote='benn1',index.php?page=Thread&postID=460995#post460995]es langt voll und ganz, wenn man einmal die woche defragmentiert, jenachdem welche art und menge von großen bewegungen/ veränderung man auf der hdd unternimmt ...
jedoch sollte diese auch nicht unterbrochen werden ,daher finde ich es nicht gut es mit einem bildschirmschoner zu koppeln, dass wäre echt übertrieben .. [/quote]Wo siehst du Probleme beim Abbruch eines Defragmentierungsvorgangs? Mir fallen spontan keine guten Argumente ein.

und ob dies dann auch wieder gut ist, kann man sich einfach mal selber denken, alles was übertrieben viel gemacht wird, geht schneller kaputt, .. hatt nun nicht wirklihc was mit der hdd zu tun, aber wenn ich das notebook 1000 mal am tag auf und zu mache, ist das gelenkt nach einem ein paar monaten schon abgenutzt anstatt erst nach jahren .. etc..
Naja, wenn du schon so argumentierst:
Wenn eine Datei gelesen werden soll, die in 100 Happen fragmentiert ist, zwingt ein Lesen dieser Datei den Lesekopf zu 100 schnellen Bewegungen. Nach der Defragmentierung reduziert sich die Anzahl der Bewegungen um ein Vielfaches. Genausogut könnte deshalb die Defragmentierung die Lebensdauer der Festplatte erhöhen.

Die Haltbarkeit von Festplatten wird üblicherweise in MTTF (Mean Time To Failure, mittlere Betriebsdauer bis Ausfall) angegeben. Das lässt mich vermuten, dass leicht unterschiedliche Beanspruchungsmuster (ob ich nun 1x die Woche oder 1x im Monat defragmentiere) keinen so nennenswerten Einfluss auf die Haltbarkeit haben werden. Sonst würde so eine Angabe schließlich herzlich wenig Sinn machen.
 
[quote='xnhy',index.php?page=Thread&postID=461036#post461036]Hi,
Die Haltbarkeit von Festplatten wird üblicherweise in MTTF (Mean Time To Failure, mittlere Betriebsdauer bis Ausfall) angegeben. Das lässt mich vermuten, dass leicht unterschiedliche Beanspruchungsmuster (ob ich nun 1x die Woche oder 1x im Monat defragmentiere) keinen so nennenswerten Einfluss auf die Haltbarkeit haben werden. Sonst würde so eine Angabe schließlich herzlich wenig Sinn machen.[/quote]
Die MTTF ist auch recht nutzlos, weil sie eben nur eine statistische Groesse ist. Die Platte kann heute ausfallen oder in zehn Jahren oder nie. Egal was der Hersteller angibt.
 
also bringen tut das ganze doch schon erheblich was, kommt natürlich immer auf die umstände an. ich persönlich habe meine platten so partitioniert, das viel bewegte daten sich nur in einer partition aufhalten ich also auch nur diese oft (oder eben auch garnich weil nich wichtig) defragmentiere. spezielle dateiorganisationen von defrag programmen (O&O) sortieren die dateien nach bedürfnissen (zugriff, name, ...). z.b. ist die windows auslagerungsdatei und alle Temp ordner auf der partition, die für starken datenwechsel gedacht ist, so fragmentier ich mir meine windows, programme und archiv partition nicht.

so habe ich meine windows partition immer nach zugriff sortiert, so das die am meisten genutzen daten optimal zusammen liegen, was mir einen kurzen boot gibt und windows allg. sehr fix läuft;
archiv partition (wenig bewegung, viele dateien) sind nach name sortiert, sodass ein explorer die dateien schnell listen kann.
datenwechsel platte kommen alle downloads drauf, temporäre dateien von windows, auslagerungsdatei, etc... (nicht sicher aber flott!)


durch eine solche sortierung und organisation kann man sich viel defragmentieren sparen. festplatten haben ja ne bestimmte durchscnittliche laufzeit (wie o.g.: verschleißteile), und defragmentierung ist bestimmt so mit das was festplatten am meisten beansprucht, aber im endeffekt sind FP dafür da genutzt zu werden und nicht um schön auszusehn!


@
threadstarter: würde den defragger nicht als Bildschirmschoner laufen lassen. das abrechen ist nicht schlimm, aber es bringt mehr die platte auf einen rutsch gleich richtig zu machen, anstatt die fragmente von a nach b zu schieben. anderseits verbraucht dein PC dann auch beim "nichts tun" jede menge strom. sprich gezielt eingesetztes defragmentieren ist effizienter, schneller, sinnvoller und dein rechner verbraucht weniger strom.
 
Danke für die vielen Hinweise

Danke für die vielen Infos in dieser Defragmentierungssache. Ich werde den Bildschirmschoner (Defragmentierung läuft im Hintergrund) abstellen und die Defragmentierung bei Bedarf (vielleicht
1 - 2 mal im Monat) mit O&O manuell starten.
Bis zum nächsten Thread
ccmo150
 
In der Regel reicht 1 mal im Monat defragmentieren. Als Tipp: man sollte versuchen, ggf. die Platte in verschiedene Partitionen zu unterteilen, um eine starke Fragmentierung des Systems zu vermeiden. Also etwa C: fürs System und D: für die Daten. Wenn man nun die Downloads, Dokumente, Musik etc pp unter D: speichert, löscht und verschiebt, bleibt C: immer schön aufgeräumt.
 
[quote='cunni',index.php?page=Thread&postID=461686#post461686]verschiebt[/quote]

Verschiebt... auf der gleichen Partition ändert sich doch nur der Verzeichniseintrag?!

Und Win selbst kann wirklich defragmentieren - was da als Zugabe dabei ist, gehört in die Tonne (bis einschl. XP - Vista kenn' ich nicht).

Btw. unter HDiskDefrag findet sich ein wunderbares, funktionierendes, freies Tool dafür.
 
[quote='u.mac',index.php?page=Thread&postID=461762#post461762]Und Win selbst kann wirklich defragmentieren - was da als Zugabe dabei ist, gehört in die Tonne (bis einschl. XP - Vista kenn' ich nicht).[/quote]

Du willst wohl sagen dass Win NICHT wirklich defragmentieren kann, nehme ich mal an.

Aber das ist wohl auch wieder eine Mähr. ct' hat mal vor einigen Jahren verschiedene Tools zum Defragmentieren getestet und da war das boardeigene von XP mit das beste und das von O&O das schlechteste. Ich glaub mal das ist wie bei der Firewall: die von XP ist mehr als ausreichend und beim defragmentieren ist es wohl ähnlich.
 
[quote='u.mac',index.php?page=Thread&postID=461762#post461762]

[quote='cunni',index.php?page=Thread&postID=461686#post461686]verschiebt[/quote]

Verschiebt... auf der gleichen Partition ändert sich doch nur der Verzeichniseintrag?!

Und Win selbst kann wirklich defragmentieren - was da als Zugabe dabei ist, gehört in die Tonne (bis einschl. XP - Vista kenn' ich nicht).
[/quote]Wie auch immer - ich glaube es ist klar, was ich sagen wollte: System und Daten trennen, dann fragmentiert da kaum was. Dann reicht auch - so bei mir - das Windows-interne Defragprogramm. ;)

ct' hat mal vor einigen Jahren verschiedene Tools zum Defragmentieren getestet und da war das boardeigene von XP mit das beste und das von O&O das schlechteste.

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Nachdem ich einmal vor Jahren so eine super Option bei O&O genutzt hatte, war die Kiste beim Systemstart nur noch halb so schnell... :S
 
Der Threadtitel könnte auch irgendwie bei Dr. Sommer oder in einem Gesundheitsmagazin stehen. :D

Ich sehe den Vorteil von anderen Defrag-Tools gegenüber der Windows-Defrag, dass man einfach mehr Einstellmöglichkeiten hat. Das Windows-Defrag-Programm beherrscht nur eine Methode (wahrscheinlich Space) und kann weder im Hintergrund noch in einer PreBoot-Umgebung laufen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss jeder selber ausprobieren. Und auch die geeignete Methode muss jeder selbst wählen.
Ich hatte mir vor einiger Zeit auch das O&O in der neusten Version in der Bucht geschossen, und ich bin eigentlich ganz zufrieden. Bei meiner Systempartition nehme ich den Modus "Name", bei meinen anderen Partitionen meist letzter Zugriff bzw. Space. Damit fahre ich ganz gut.
'' schrieb:
Ich werde den Bildschirmschoner (Defragmentierung läuft im Hintergrund) abstellen und die Defragmentierung bei Bedarf (vielleicht
1 - 2 mal im Monat) mit O&O manuell starten.
Ich nutze aber auch weder diesen Bildschirmschoner, noch eine automatische Defragmentierung. Das habe ich genauso deaktiviert, wie die Lenovo-Hintergrunddienste, die ich nicht brauche. Und das Programm nutze ich nur, wenn ich wirklich viel rot in der Übersicht sehe.
man sollte versuchen, ggf. die Platte in verschiedene Partitionen zu unterteilen, um eine starke Fragmentierung des Systems zu vermeiden
Ja, das sehe ich auch als das beste an. Vor allem hat man so weniger Probleme, wenn das System spinnt und man evtl. Windows neu installieren/wiederherstellen muss. Dann bleiben alle eigenen Daten erhalten und unangetastet. Was ich noch gemacht habe aber was irgendwie nix bringt und ich beim nächsten mal doch wieder anders mache: Programme auf eine eigene Partition installieren. Wenn man Windows neu installiert, muss man auch die Programme neu installieren. Daher bringt das nichts. Nur die Auslagerungsdateien der Programme sollten auf eine eigene, schnelle Festplatte. Das bringt schon etwas.
Und die Windows-Dateien selber auf der Startpartition können schon fragmentieren. Vor allem, wenn wieder Patches und Updates kommen, die über alle Ordner verteilt installiert werden. Und man muss bedenken, dass auf der Windows-Partition auch die Temporören bzw. Programmdateien sind. Und Google-Earth z.B. ist da sehr gierig und dessen Ordner kann schnell anwachsen. Tut man da nichts, hat man schnell mehrere GByte über die Systempartition verteilt gespeichert...
 
zum thema windows defragmentierer gabs mal n schönen test bei der c't. durfte sogar refferieren darüber. hier mal eine kleine zusammenfassung des ct tests:

Anhang anzeigen 9282
 

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[quote='s0larist',index.php?page=Thread&postID=461764#post461764]ct' hat mal vor einigen Jahren verschiedene Tools zum Defragmentieren getestet und da war das boardeigene von XP mit das beste und das von O&O das schlechteste[/quote][quote='alroar',index.php?page=Thread&postID=461829#post461829]zum thema windows defragmentierer gabs mal n schönen test bei der c't. durfte sogar refferieren darüber. hier mal eine kleine zusammenfassung des ct tests:[/quote]Öhm... Und wer hat nun recht? :D
 
[quote='phil83',index.php?page=Thread&postID=461995#post461995]Öhm... Und wer hat nun recht? :D[/quote]ich! :P

einfach die fakten anschauen und für sich selber entscheiden
 
[quote='alroar',index.php?page=Thread&postID=462012#post462012]einfach die fakten anschauen und für sich selber entscheiden[/quote]http://forum.chip.de/windows-xp/welches-defrag-tool-1033965-page2.html#post6250983
Hier die Tabelle vom C't Test 21/05:
ct_defrag_21_05.JPG


8| 8| 8|
 
wie siehts eigentlich mit dem defragmentieren der daten auf einer verschlüsselten platte aus?
bringt das was?
wirds dadurch eventuell wieder unsicherer?
 
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