X2xx/s (X200/s-260) SATA + mSATA SSD im RAID 0 - Ultimative Performance!?

thinkpad-Patrick

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Wie wäre es wenn man die sowieso schon krasse Schreib/Leserate einer SSD verdoppelt?


Möglich ist das mit einem RAID 0 welches die Daten splittet und jeweils auf zwei Datenträgern schreibt.

Eigentlich sollte man hierfür 2 identische Festplatten/SSDs verwenden was im Festplatten-Kaddy im Ultrabay z.B. der T4xx/T5xx und W4xx/W5xx Modellen möglich ist. Das X220(t) und X230(t) bieten diese Option nicht, doch kann man die interne mini-PCIe Schnittstelle für eine mSATA SSD verwenden.
Wie ist's mit dem Gedanken ein RAID 0 Stripe über eine mSATA SSD und SATA SSD zu ziehen? Die Crucial M4 gibt es z.B. in beiden Ausführungen und scheint von den technischen Werten identisch zu sein.

Was denkt ihr über diese Möglichkeiten, Realisierbarkeit und den Nutzen dahinter?
Findet ihr 2 SSDs im RAID 0 als Overkill oder vielleicht doch ganz nett? :)

Liebe Grüße
- Patrick
 
Bringt keine Vorteile, siehe
T4xx: RAID 0 mit zwei SSD möglich ?

kurz zusammengefasst:
- außer der W Serie wirst du keine RAID Option finden
- RAID 0 beschleunigt nur deswegen, weil abwechselnd die schnellen Cache der HDs zum Einsatz kommen.
Sind keine oder kleine Cache vorhanden wie bei einer SSD, bringt RAID 0 keine nennenswerten Vorteile.
 
Unter Linux ist es technisch problemlos möglich :) Ob es Sinn macht ist natürlich ne andere Frage.
 
Tja, mal eine ganz banale Rechnung, die nicht hundertprozentig der Praxis entspricht, aber als Annäherung müsste das passen: Im RAID0 ist maximal die doppelte Datenrate der langsamsten Platte möglich. Da der mSATA Port nur mit SATA2 angeschlossen ist, ist also maximal zweifache SATA2 Geschwindigkeit möglich. Mit einem einzigen SATA3 Port hat man aber ebenfalls ziemlich genau zweifache SATA2 Geschwindigkeit.

Eine SATA3-SSD im HDD Schacht ist also ungefähr genau so schnell wie zwei SSDs, von denen eine am SATA3-Port und eine am mSATA (=SATA2)-Port hängt.
 
Okay. Überzeugt. :)

Noch eine Frage wegen SATA3 und dem Datendurchsatz der SSDs:
Ich habe die Vermutung, dass die Herstellerdaten an Schreib-/Leserate wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben. Des weiteren ist diese Rate der SSD-Platte eine andere Geschichte wie der maximale Datendurchsatz das SATA3-Ports. Wenn SATA3 mehr packen KANN, dann muss die SSD doch nicht automatisch doppelt so schnell sein. Also wie viel höher ist der Vorteil von SATA3 in Verbindung z.B. mit der Crucial M4 oder Samsung 830 tatsächlich?
 
Naja, kommt drauf an, was man als Wirklichkeit bezeichnet ;) Die Werte sind natürlich unter optimalen Bedingungen gemessen - aber sie sind gemessen, nicht berechnet oder so. Die Hersteller benutzen gerne den ATTO-Benchmark, um die maximale Geschwindigkeit ihrer SSDs zu messen. Der Nachteil dieses Benchmarks ist, dass die Daten sequentiell in einem Thread geschrieben/gelesen werden. Kommt in echt also nur vor, wenn du große Dateien einzeln überträgst. Mehrere Threads gleichzeitig machen das ganze wieder langsamer, viele kleine Dateien auch. Das klingt jetzt schlecht, verglichen mit einer HDD liegen aber gerade da die Stärken. Während eine SSD im sequentiellen Bereich nur 2-5x so schnell ist wie eine normale HDD, können es bei mehreren Threads oder bei vielen kleinen Dateien gerne mal 100-200x so große Raten wie bei HDDs sein. SSDs brechen also auch ein, im Gegensatz zu HDDs aber viel weniger, so dass sie trotz der Verlangsamung genau dort den HDDs davon rennen. Und ein zweiter Punkt spielt noch mit rein - die Daten von ATTO sind sinnlose nur Nullen oder nur Einsen. Da können SSDs, die einen Controller einsetzen, der Daten komprimiert, richtig schön komprimieren und damit die Datenraten noch weiter steigern - aber praxirelevant ist das nur bedingt. Daher sind diese Maximalwerte bei den Datentransferraten nett anzuschauen und sagen allgemein im Vergleich schon was über die Geschwindigkeit der SSD aus (denn sie sind gemessen und nicht nur Marketing), das heißt eine SSD mit 550MB/s ist schneller als eine SSD mit 200MB/s in der Angabe, ob man in echt aber je an die 500MB/s kommt und wie viel das wirklich ausmacht, ist 'ne andere Frage. Nur die Angabe, ob eine SSD SATA3 kann oder nicht, sagt noch gar nichts aus. Wenn eine SSD aber mehr als 250-300MB/s schafft, gerät SATA2 an seine Grenzen und bei sequentiellen großen Datentransfers kann SATA2 die Grenze und SATA3 schneller sein. In der Praxis merken tut man davon nicht viel, aber je nach Anwendung ist es auch nicht irrelevant. Die m4 und die 830 können Datentransferraten von deutlich über 250-300MB/s und werden daher von SATA2 ausgebremst. Schlimm ist das nicht, SATA3 ist schon im Vorteil. Wie weit es wirklich im Vorteil ist, hängt von deiner Anwendung ab, das lässt sich pauschal nicht sagen.

//EDIT: WOHOOO! Ich geb 'nen Schnaps aus. Schnapszahl! 1.111 Beiträge :)
 
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