Moin!
Um nochmal auf die Frage des Nachrüstens einer SATA Pladde zurückzukommen und überhaupt...
Hab mir jetzt doch mal so ein S10e bei "Notebooksbilliger" bestellt, nur mal so zum rumspielen und allein damit ich auch so'n Ding hab. Für 218 EUs. Naja und dann eine Woche später gips das Ding für 199 EUs. Schön für die, die jetzt erst bestellen.
Das Gerät kommt mit einer 4GB SSD (onboard!!!), 512MB DDR2, (warum auch immer) kein Bluetooth, dem kleinen Drei-Zellen Akku (viiiieeel besser, als diese klobrige Geschwür) und Suse Linux, was ich ehrlich gesagt sogar gar nicht mal so schlecht fand. Ist zumindest alles dabei, was man so braucht. Das Ziel war allerdings ganz klar mal etwas mehr Windows drauf zu machen und mit vorhandenen Restbeständen an RAM und Pladden aufzubügeln. Da die Windows Variante des S10e, mit der 160GB HD sich vom Gerät her nicht unterscheidet, bis auf die Tatsache, dass die SSD nicht aufgelötet ist, muss - das war mir vorher bekannt - ein unbestückter SATA Anschluss nebst Schacht vorhanden sein. Einzig der dazugehörige Metallrahmen zur Aufnahme einer Platte fehlt.
Macht nichts, dachte ich mir, kann man bestimmt bestellen und sooo viel kann der ja nicht kosten. Leider falsch, das erste. Man kann ihn definitiv (noch!) nicht bei Lenovo nachbestellen. Es gibt keine FRU Nummer und sogar eine Original Ersatzplatte für dieses Gerät (kann man über's HMM rauskriegen) hat den Rahmen nicht mit dabei. Echt merkwürden. Auch bei ebay bei den sonst so fleissig kopierenden Chinesen ist nix zu machen, der Rahmen ist nicht zu bekommen! Naja irgendwann bestimmt mal, bloss jetzt nicht.
Die gute Nachricht ist, man braucht ihn wirklich nicht. Der Schacht der Platte ist nur minimal größer als die Platte selbst, plus den Weg den man zum Stecken des SATA Anschlusses braucht. Ich habe einfach etwas Schaumstoff (der etwas festere, Weiße. War bei irgend einem externen Festplattengehäuse die Verpackung) mit dem Skalpell zugeschnitten und in den Spalt geklemmt, der im Schacht entsteht, wenn man die Platte eingesteckt hat. Wenn man's ganz genau machen möchte, kann man seitlich an der Platte auch noch zwei kleine Streifen längsseits anbringen, braucht man aber eigenlich nicht. Der Gehäusedeckel des S10e hält das allemal. Ist nun eigentlich genauso eingebaut, wie die Platte in meinem R60. Die wird auch nur durch den Gummirahmen und den Plastik-Gehäusedeckel gehalten. Übrigens, die jetzt ja noch vorhandene 4GB SSD zeigt bei HD-Tune konstant 27MB/s bei 0,5ms Zugriffszeit. Ich hab die Auslagerungsdatei da draufgepackt.
Die eingebauten 512MB RAM sind auch auf dem Board aufgelötet, das heißt der (einzige) freie Slot nimmt dankend einen meiner übrig gebliebenen DDR2-666er Riegel aus den Thinkpads auf. Mit einem (knappen, wegen Grafik!) Gigabyte RAM geht's schon mit Windows. Flux das kleine exteren DVD Laufwerk an USB und (MSDNAA sei Dank) ein Windows XP Pro draufgespielt. Die Boot Funktion des Kleinen sind echt umfangreich, der bootet so ziemlich von allem, was ihm in die Quere kommt und so war es überhaupt kein Problem die SSD zu bügeln und auf die SATA Platte das Windows zu installieren. Naja W-LAN, Camera und das ganze Geraffel läuft auch gut unter Windows, ist ja klar. Treiber gips alle bei Lenovo. Hab ihn auch gleich als AHCI konfiguriert. Die Southbrigde ist eine ICH7 (ohne R).
Seit dem probiere ich alles mal so ein Bisschen aus, bisher hat er mich noch nicht wirklich enttäuscht. Ist eben "nur" ein 1-Komma-Sechser, aber dafür macht er seine Sache ganz gut. Video (SD) geht absolut flüssig, meine beiden DVB-Ts laufen wie blöd. Okay, Bluray ist dann doch etwas zuviel des guten, selbst 720p ist mit nur etwa 1Hz Bildfrequenz nicht wirklich ein Genuß. 1080 hab ich gar nicht mehr probiert. Übrigens, mein über VGA zum Test angeschlossener 24 Zöller von Samsung wurde mit einem enthusiastischen "Düng-Ding" erkannt und hat gleich in der vollen 1920x1200er Auflösung, ohne irgendwas zu drücken perfekt gesynct. Einfach geil.
Auch wenn's eigentlich Blödsinn ist, hab ich mal testweise Autodesk Inventor 11 installiert. Ich muss das Ding doch kleinkriegen. Von wegen, läuft perfekt. Wenn ich's an einem großen Monitor betreibe, mit Maus und externer Tastatur kann man glatt vergessen, womit man gerade arbeitet. Komplexe Assemblies sind nicht ganz so flüssig zu drehen, aber sie drehen. Nebenbei laufen übrigens auch MatLAB, Comsol Multiphsyics (kein Scheiß!) und LabView auf dem Ding. Nein, nicht gleichzeitg, aber sie laufen. (Sind übrigens echte, "legale" Lizenzen
Zur Gaming Performance kann ich nix sagen, da ich daddel-resistent bin. Aber ich denke man darf hier nichts Großes erwarten. War ja auch nie die Idee hinter diesem Gerät, allerdings haben mich die Ergenbisse insgesamt doch recht angenehm überrascht, was das kleine Biest so alles kann, was es eigentlch gar nicht muss...
peo