ReFS: Neues Dateisystem für Windows 8 (größtenteils abwärtskompatibel zu NTFS)

Evilandi666

Geschenkeabgreifer
Themenstarter
Registriert
1 Juli 2008
Beiträge
5.731
Gerade auf Golem entdeckt... http://www.golem.de/1201/89108.html :eek:

Noch gar nichts dazu vorher gehört, MS hat sich wohl dazu entschieden eher release-nahe Ankündigungen zu machen, anstatt ewig vorher Dinge anzukündigen, die dann nicht kommen (WinFS?). :thumbup:

Lustigerweise liest sich der Funktionsumfang fast gleich wie der von btrfs... :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Lustigerweise nur für Windows 8 Server und auch nur für Dateispeicher, also nicht für Partitionen auf denen ein OS installiert wird bzw. eine gebootet werden soll. :)
 
Lustigerweise nur für Windows 8 Server und auch nur für Dateispeicher, also nicht für Partitionen auf denen ein OS installiert wird bzw. eine gebootet werden soll. :)

Den gleichen Gedanken hatte ich auch, nach mehrmaligem Lesen glaube ich da aber nicht dran, weil nicht explizit von Windows 8 Server gesprochen wird im Golem.de Artikel:

[...] Derzeit soll ReFS reif sein, um in einer kontrollierten Umgebung getestet zu werden, und mit dem Erscheinen von Windows 8 soll das neue Dateisystem auch bereit für den Einsatz in Produktivsystemen [...]

[...] Konkret bedeutet das: ReFS wird zunächst für den Windows Server eingeführt, dann für Clients und erst im dritten Schritt wird es möglich sein, auch von ReFS zu booten.[...]

Ich denke das Release von Windows 8 umfasst dann eher einen der letzten beiden Schritte.

Ansonsten würde es sowieso erst mit Windows 9 auf Clients kommen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder mit SP2 oder ähnlichem. Ich glaube ich habe einen Artikel bei Heise dazu gelesen. Bin mir aber nicht ganz sicher ob es wirklich bei Heise war, dort stand aber sinngemäß dass man als Client zwar lesen und schreiben kann aber eben nicht Booten. Es soll sich um ein reines Storage Filesystem handeln, welches auh für Cluster
Strukturen gut geeignet sein soll.
 
Den gleichen Gedanken hatte ich auch, nach mehrmaligem Lesen glaube ich da aber nicht dran, weil nicht explizit von Windows 8 Server gesprochen wird im Golem.de Artikel:
Ars Technica geht da ins Detail:
Understandably, Microsoft is taking a conservative approach to rolling out ReFS support. Only Windows Server 8 will include the ReFS; desktop-oriented Windows 8 will stick with NTFS. Just as with Storage Spaces, ReFS will not be usable as a boot drive, either. Future versions of Windows will extend ReFS support to the client, and eventually make it bootable. Windows Server 8 will also have no facility for converting NTFS volumes to ReFS; creating a new volume and copying data will be the only migration path.
 
Ich bin jetzt ja erst, nachdem das Filesystem auch schon wieder einige Jahre alt ist und keinerlei Beschwerden kam, von ext3 auf ext4 umgestiegen.

Ich frag mich was Leute veranlasst ein FS zu nutzten was quasi noch blutig ist. Ungetestet im Einsatz. Hat kaum Betriebsstunden.

Ich sitzt selber in der Entwicklung und es kommt oft vor das ich denke: WOW! alles laeuft, fehlerfrei -> gibste ma raus, das nen Kunde kommt und sagt: Ich hab das und das gemacht und dann ging nichts mehr. Und ich mir denke UI! Daran haste nicht gedacht ;)

Das ist bei nem FS nicht anders *find* Sowas muss erstmal in kleinem gestestet werden, aber ich denke 3/4tel der Leute die sich Win8-Server installieren werfen gleich ma REFS drauf und packen die Terabytes mit Daten voll und heulen dann sollte wirklich was passieren. Selbst bei Ausgereiften FS kann es vorkommen das irgendwo ein Bug schlummert der noch nicht gefunden ist.

Ich halt von der Sache, und dem Vorab-Werbetrommel-Rühren nichts.
 
Ich frag mich was Leute veranlasst ein FS zu nutzten was quasi noch blutig ist. Ungetestet im Einsatz. Hat kaum Betriebsstunden.

Vor allem warum MS das auf Firmenkunden oder "wichtige" Systeme (Server) zuerst loslassen will, ich würde das ja erstmal in die Home Premium einbauen, da wiegt der Schaden nicht so schwer. Kaum ein Admin wird sich da doch freiwillig zum Tester machen, maximal auf einem Testsystem, aber warum sollte er selbst das tun.

@moronoxyd danke ;)
 
Vor allem warum MS das auf Firmenkunden oder "wichtige" Systeme (Server) zuerst loslassen will, ich würde das ja erstmal in die Home Premium einbauen, da wiegt der Schaden nicht so schwer. Kaum ein Admin wird sich da doch freiwillig zum Tester machen, maximal auf einem Testsystem, aber warum sollte er selbst das tun.
Eben deswegen.
Jeder Heimadmin wird sich draufstürzen, und dann, wenn was schief geht, Microsoft verklagen.
Profis werden das System vorsichtig testen.
 
Vor allem warum MS das auf Firmenkunden oder "wichtige" Systeme (Server) zuerst loslassen will, ich würde das ja erstmal in die Home Premium einbauen, da wiegt der Schaden nicht so schwer. Kaum ein Admin wird sich da doch freiwillig zum Tester machen, maximal auf einem Testsystem, aber warum sollte er selbst das tun.

@moronoxyd danke ;)

Wird wahrscheinlich daran liegen, dass die Menge an unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen bei Servern deutlich geringer ist als bei Desktops & Notebooks.
 
Ich bin jetzt ja erst, nachdem das Filesystem auch schon wieder einige Jahre alt ist und keinerlei Beschwerden kam, von ext3 auf ext4 umgestiegen.

Ich frag mich was Leute veranlasst ein FS zu nutzten was quasi noch blutig ist. Ungetestet im Einsatz. Hat kaum Betriebsstunden.

Das gilt aber für alles, was irgendwie wichtig ist - Software, Hardware, Autos, Flugzeuge, Hausdämmung etc etc.
Irgendwann ist halt immer das erste Mal und ohne die "early adopter" kämem die "super late adopter" nie zu ihren von der breiten Öffentlichkeit jahrelang vorgetesten Produkten.

Abgesehen davon geht man auch ein Risiko ein, wenn man auf einem alten Produkt bleibt - nämlich das Risiko, dass irgendein Feature des neuen Produktes in einer Situation sehr hilfreich gewesen wäre, aber dieses in nicht zur Verfügung stand, weil man noch die alte Version benutzte.
Im konkreten Fall scheint es so zu sein, dass ReFS einige neue Datensicherheitsfeatures bietet, also wäre es durchaus denkbar, dass jemand auf Nummer sicher geht, NTFS beibehält und einen Datenverlust erleidet, den ReFS verhindert hätte. Sicher, kann natürlich auch andersherum ausgehen, aber nicht jedes neue Filesystem hat so 'nen Schuss wie ext4 mit seiner Data Loss Problematik.
 
Datensicherheitsfunktionen kann man auch über alt hergebrachte Funktionen realisieren :) Dafür braucht man sowas nicht ;)

Wenn man das System ordentlich aufgesetzt hat braucht man sowas nicht .. Mit Raids / ordentlichen Backup-Programmen braucht man sowas einfach nicht.

Ich sage ja nicht das es schlecht ist! Ich finde Fortschritte gut! Ich finde es nur nicht gut das man es ungetestet auf den Kunden losläst!

Es 2-3-4 Wochen auf ner kleinen Serverfarm bei sich zu testen ist einfach realitätsfremd das dann als "Stabil und Sicher" zu bezeichnen.
 
Datensicherheitsfunktionen kann man auch über alt hergebrachte Funktionen realisieren :) Dafür braucht man sowas nicht ;)

Wenn man das System ordentlich aufgesetzt hat braucht man sowas nicht .. Mit Raids / ordentlichen Backup-Programmen braucht man sowas einfach nicht.

Das stimmt so nicht. Bei gespiegelten Raids ohne Prüfsummen (z.B. 1, 10) kann z.B. wenn auf einer Platte ein Bit kippt / etwas falsch geschrieben wird nicht ohne weiteres festgestellt werden, welche der beiden Versionen die richtige ist. An der Stelle z.B. ist ein Filesystem mit Prüfsummen wie ReFS durchaus sehr hilfreich.


Ich sage ja nicht das es schlecht ist! Ich finde Fortschritte gut! Ich finde es nur nicht gut das man es ungetestet auf den Kunden losläst!
Wer sagt denn, dass ReFS ungetestet auf den Markt kommt?


Es 2-3-4 Wochen auf ner kleinen Serverfarm bei sich zu testen ist einfach realitätsfremd das dann als "Stabil und Sicher" zu bezeichnen.
Das kannst Du halten wie Du willst. Es gibt viele Leute, die Microsoft-Produkte grundsätzlich erst nach Erscheinen des ersten Service-Packs einsetzen. Kannst Du auch so halten, dann holst Du / Deine Firma sich Win 8 Server eben erst nach SP1 / SP2 und bis dahin ist es gut abgehangen.
Oder Du machst es wie damals vor ca. 10 Jahren die Sparkassen Informatik, die für ihre NT4-Evaluierung so lange gebraucht hat, dass sie erst auf NT4 gewechselt sind, als Windows 2000 SP1 und Windows XP schon draußen waren. Die haben dann extra bezahlt, damit Microsoft ihnen einen extra für sie verlängerten NT4-Support garantierte (und letztlich neidisch auf andere Firmen geschaut, die W2000 Server im Einsatz hatten und zur Verwaltung das Active Directory benutzen konnten). Wie gesagt, auch der konservative Ansatz hat seine Nachteile...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben