R6x R61i (umgebaut): Bildschirm geht sporadisch aus / bleibt dunkel

Andrey_HH

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Hallo,
vor einigen Jahren habe ich einen R61i (15 Zoll, 4:3) umgebaut: UXGA aus T60p verbaut, CPU aufgerüstet, SSD eingebaut. Bis letzte Woche lief alles wunderbar, und plötzlich fing das Bildschirm sporadisch auszufallen. Meistens passiert es beim Start: das Bildschirm zeigt kurz "Thinkpad" Wort und bleibt dunkel. Nach einigen Minuten kommt Licht - bis jetzt immer, nach kürzere oder längere Wartezeit.

Wenn ich das Bildschirm mit Taschenlampe beleuchte, kann ich mein Desktop sehen. Das heißt - die Anzeige an sich funktioniert. Mir fallen 2 möglichen Quellen ein: Inverter oder Hintergrundbeleuchtung. Ist es korrekt? Wenn ja - warum braucht mein Bildschirm Zeit zum "Aufwärmen", um beleuchtet zu sein? Ist das Problem reparierbar?

Ich würde mich über jeden Hinweis freuen.

Gruß aus Hamburg,
Andrey
 
Das Display aus einem Fusi kann durchaus passen (Oder einem Dell bzw. HP der Generation ...),das Problem ist gelegentlich aber die Position des Anschlusses für das Displaykabel .
Falls Du dein R61i weiterhin mit einem UXGA-Bildschirm betreiben möchtest müßten wir mal per PM kommunizieren .

Gruss Uwe
 
... Kann es sein, dass die Ursache doch der Inverter ist und Bildschirm an sich eigentlich heil ist?
Darauf beruht meine Empfehlung, auch wenn ich die Chancen für geringer halte als dass es am panel liegt.
aber just in case, und das ist ja nur ein kl Teil, i.e. schnell mit der Lupe gescannt.
Kann ich zum Testen diesen Bildschirm an einen T60 anschließen? Würde das funktionieren?
100%ig kann ich das nicht garantieren, würde es selbst aber tun. da ich nix sehe was dagegen spricht.
Achtung, hier wirds wieder spekulativ, denn ich habe das genau so damals nur bis zu den T4x gemacht!
Wenn ich nicht grad nen kpl Deckel tauschen könnte würde ich wahrscheinlich nicht sofort das panel tauschen,
sondern aus reiner Faulheit(!) einfach nur die Displayblende demontieren,
den Inverter raus, checken, wenn verdächtig anhalten und Ersatz besorgen.
(ggf panel an anderem Rechner testen, denn Neugier ist stärker als Faulheit) :D
Wenn ok dann das CCFL Kabel des eingebauten panels nicht wieder an den Inverter anschliessen,
sondern das Kabel eines entsprechendes Display bzw eine CCFL aus dem Fundus.

Wie gesagt, hatte noch keinen Grund das auch bei neueren Teilen zu tun,
hätte aber keine Bedanken, sonst hätte ich hier die Klappe gehalten,
denn sich die eigene Kiste zu beschädigen ist nix gegen andere mit nem schlechten Ratschlag dazu zu bringen.
 
Also Du kannst alle LCDs anschliessen, die den gleichen LVDS Stecker haben. Ab der T60/R60 Serie ist die LCD Typennummer nicht mehr im Kabel hardcodiert wie es früher war. Beim R40/R50/T40 z.B. musste ein SXGA Kabel dringend zum SXGA Display genommen werden, weil das mit dem XGA oder UXGA Display nicht funktionierte.
Mit den Displays ab T60/R60 oder SL400/500 etc. ist dort ein EDID chip drin, in dem die Daten des LCDs abgespeichert sind (EEPROM). Du kannst also auch ein XGA LCD anstatt eines UXGA oder Widescreen LCDs anschliessen. Das Mainboard liest die Daten aus dem LCD EEPROM und stellt die Auflösung, Frequenz und RGB Farbwerte passend ein.
Einzig das Problem mit dem Kabel besteht, denn die LCDs haben ihren Stecker an vielen verschiedenen Stellen und das Kabel muss flachgelegt natürlich genau zum Stecker führen. Das LCD Kabel muss genau zum ThinkPad passen.
Der Inverter geht eigentlich extrem selten kaputt, obwohl ich das auch schon mal hatte. Die Spannung für die LCD Leuchtstoffröhren ist bei allen Invertern quasi identisch, nur muss der Inverter natürlich zum Mainboard passen, aber bei den ThinkPads sind viele Inverter kompatibel.
An Deiner Stelle nimm doch einfach irgendein altes CCFL LCD (Marke egal, da der CCFL Anschluss gleich ist), auch wenn es einen Glassriss oder Streifen hat , und schau ob es mit dem Inverter hell leuchtet. Danach kannst Du entscheiden, ob Du Dir ein XGA, SXGA+ oder UXGA Display besorgst. Oder besser: besorge Dir im Internet eine passende Röhre (ca. 20,- EUR) und dann hast Du quasi wieder ein neues Flexview Display. Die alten Dinger auf EBay sind nämlich meist schon ziemlich ausgenudelt.

Ich habe das schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Da gibt's kein Aufwärmen. Aber die Leuchtstoffröhre hat innen Gas, das ionisiert werden muss. Und CCFL Röhren verschleissen an der Kathode, da durch den hohen Elektronenstrom Kathodenatome mit rausgerissen werden (Sputtering) und sich das Material dann als dunkler Schmutz an der Glaswand abscheidet. Irgendwann ist kein Kathodenmaterial mehr da und es fängt an zu flackern, so dass man die Helligkeit hochdrehen muss, damit mehr Elektronen fliessen. Irgendwann ist fast gar nichts mehr da und der Elektronenstrom ist zu gering, so dass das Edelgas nur noch schwach rötlich leuchtet und immer öfters ganz ausgeht. Irgendwann in den folgenden Tagen ist dann "Aus die Maus" für immer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit den Displays ab T60/R60 oder SL400/500 etc. ist dort ein EDID chip drin, in dem die Daten des LCDs abgespeichert sind (EEPROM). Du kannst also auch ein XGA LCD anstatt eines UXGA oder Widescreen LCDs anschliessen. Das Mainboard liest die Daten aus dem LCD EEPROM und stellt die Auflösung, Frequenz und RGB Farbwerte passend ein.
Man muss aber bedenken, dass nicht alle passenden Displays den EDID-Chip besitzen. Entsprechende Erfahrungen mussten einige im Forum machen, als sie das ThinkPad-Display gegen das einer anderen Notebookmarke ausgetauscht hatten. Kann sein, dass der Unterschied in der Modellnummer des Displaypanels nur an der letzten Stelle liegt.
 
Man muss aber bedenken, dass nicht alle passenden Displays den EDID-Chip besitzen. Entsprechende Erfahrungen mussten einige im Forum machen, als sie das ThinkPad-Display gegen das einer anderen Notebookmarke ausgetauscht hatten. Kann sein, dass der Unterschied in der Modellnummer des Displaypanels nur an der letzten Stelle liegt.
Zum testen der CCFL Röhre kannst Du jedes x-beliebige LCD mit CCFL Röhre nehmen.
Es geht nur um die Hochspannung vom Inverter zur Röhre.
Der Chip interessiert gar nicht, weil kein LCD Kabel dransteckt.
 
Denkbar wäre noch dass die boards für panels mit EDID ne Schaltung davor haben
welche die Stromversogung zum Inverter erst freigibt wenn des panel identifiziert wurde,
deshalb meine Empfehlung beim Test mit fremd-CCFL das Flachbandkabel am defekten panel zu lassen.
Bei zumindest den T2x weiss ich aber noch dass das Flachbahnkabel für den Test von Inverter/CCFL nicht am panel stecken muss,
iirc auch anderen wie 600, 570, A2x ...
 
Also Du kannst alle LCDs anschliessen, die den gleichen LVDS Stecker haben. Ab der T60/R60 Serie ist die LCD Typennummer nicht mehr im Kabel hardcodiert wie es früher war. Beim R40/R50/T40 z.B. musste ein SXGA Kabel dringend zum SXGA Display genommen werden, weil das mit dem XGA oder UXGA Display nicht funktionierte.
Mit den Displays ab T60/R60 oder SL400/500 etc. ist dort ein EDID chip drin, in dem die Daten des LCDs abgespeichert sind (EEPROM). Du kannst also auch ein XGA LCD anstatt eines UXGA oder Widescreen LCDs anschliessen. Das Mainboard liest die Daten aus dem LCD EEPROM und stellt die Auflösung, Frequenz und RGB Farbwerte passend ein.
Einzig das Problem mit dem Kabel besteht, denn die LCDs haben ihren Stecker an vielen verschiedenen Stellen und das Kabel muss flachgelegt natürlich genau zum Stecker führen. Das LCD Kabel muss genau zum ThinkPad passen.
Der Inverter geht eigentlich extrem selten kaputt, obwohl ich das auch schon mal hatte. Die Spannung für die LCD Leuchtstoffröhren ist bei allen Invertern quasi identisch, nur muss der Inverter natürlich zum Mainboard passen, aber bei den ThinkPads sind viele Inverter kompatibel.
An Deiner Stelle nimm doch einfach irgendein altes CCFL LCD (Marke egal, da der CCFL Anschluss gleich ist), auch wenn es einen Glassriss oder Streifen hat , und schau ob es mit dem Inverter hell leuchtet. Danach kannst Du entscheiden, ob Du Dir ein XGA, SXGA+ oder UXGA Display besorgst. Oder besser: besorge Dir im Internet eine passende Röhre (ca. 20,- EUR) und dann hast Du quasi wieder ein neues Flexview Display. Die alten Dinger auf EBay sind nämlich meist schon ziemlich ausgenudelt.

Ich habe das schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Da gibt's kein Aufwärmen. Aber die Leuchtstoffröhre hat innen Gas, das ionisiert werden muss. Und CCFL Röhren verschleissen an der Kathode, da durch den hohen Elektronenstrom Kathodenatome mit rausgerissen werden (Sputtering) und sich das Material dann als dunkler Schmutz an der Glaswand abscheidet. Irgendwann ist kein Kathodenmaterial mehr da und es fängt an zu flackern, so dass man die Helligkeit hochdrehen muss, damit mehr Elektronen fliessen. Irgendwann ist fast gar nichts mehr da und der Elektronenstrom ist zu gering, so dass das Edelgas nur noch schwach rötlich leuchtet und immer öfters ganz ausgeht. Irgendwann in den folgenden Tagen ist dann "Aus die Maus" für immer.
Hallo @Dilbert

danke für ausführliche Erklärung. Was heißt "besorge Dir im Internet eine passende Röhre"? Wie heißt so ein Artikel auf Englisch? Gibt es Shops, die gute Ware liefern?

Wenn ich es richtig verstehe, muss ich
(1) Blende des Bildschirms entfernen, Inverter optisch untersuchen
(2) Inverter mit einem anderen Bildschirm testen - das Bildschirm muss hell wedren
(3) wenn Inverter heil ist, kann ich UXGA-Bildschirm reparieren mit neue Röhre

Korrekt?

Gruß aus HH
 
Denkbar wäre noch dass die boards für panels mit EDID ne Schaltung davor haben
welche die Stromversogung zum Inverter erst freigibt wenn des panel identifiziert wurde,
deshalb meine Empfehlung beim Test mit fremd-CCFL das Flachbandkabel am defekten panel zu lassen.
Bei zumindest den T2x weiss ich aber noch dass das Flachbahnkabel für den Test von Inverter/CCFL nicht am panel stecken muss,
iirc auch anderen wie 600, 570, A2x ...
Valider Punkt, weiss ich jetzt nicht mehr. Meine Bastelzeit ist leider schon etwas länger her, aber ich erinnere mich, dass ich einfach ein anderes LCD drangesteckt habe um zu sehen, ob der Inverter Strom liefert.
Er kann ja das alte LCD mit Kabel angesteckt lassen und einfach den Inverterausgang an ein anderes LCD dranstecken und gucken, ob's leuchtet. Wäre die simpelste Lösung.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hallo @Dilbert

danke für ausführliche Erklärung. Was heißt "besorge Dir im Internet eine passende Röhre"? Wie heißt so ein Artikel auf Englisch? Gibt es Shops, die gute Ware liefern?

Wenn ich es richtig verstehe, muss ich
(1) Blende des Bildschirms entfernen, Inverter optisch untersuchen
(2) Inverter mit einem anderen Bildschirm testen - das Bildschirm muss hell wedren
(3) wenn Inverter heil ist, kann ich UXGA-Bildschirm reparieren mit neue Röhre

Korrekt?

Gruß aus HH
Du baust die CCFL (engl. cold cathode fluorescent lamp, kurz CCFL) aus Deinem Display aus und misst die Länge.
CCFL Shops gibt's mittels Google bei AliExpress, Internet oder eBay. Ich selbst habe ein UXGA Flexview hier mit kaputter Röhre und wollte das umgehend reparieren mit neuer Röhre (ca. € 20,-), aber komme nicht dazu. Habe ich früher aber oft gemacht. Beachte die Farbtemperatur. Ich tendiere eher zu bläulich, also hohen Temperaturen. Oder Du baust gleich einen LED Umrüstsatz ein. Habe ich auch mal gemacht, aber man sieht die LED Lichtpunkte am Boden. Es sollten also extrem viele kleine LEDs sein.

Röhrentausch ist etwas kompliziert, weil man absolut staubfrei arbeiten muss. Jeder kleinste Fussel ist dann mitten im LCD zu sehen, und zwar natürlich erst dann, wenn man vorher alles penibel kontrolliert und danach mühsam zusammengebaut hat (Murphy's Law). :( 🙈
 
Zuletzt bearbeitet:
Valider Punkt, weiss ich jetzt nicht mehr. Meine Bastelzeit ist leider schon etwas länger her, aber ich erinnere mich, dass ich einfach ein anderes LCD drangesteckt habe um zu sehen, ob der Inverter Strom liefert.
Er kann ja das alte LCD mit Kabel angesteckt lassen und einfach den Inverterausgang an ein anderes LCD dranstecken und gucken, ob's leuchtet. Wäre die simpelste Lösung.
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Du baust die CCFL (engl. cold cathode fluorescent lamp, kurz CCFL) aus Deinem Display aus und misst die Länge.
CCFL Shops gibt's mittels Google bei AliExpress, Internet oder eBay. Ich selbst habe ein UXGA Flexview hier mit kaputter Röhre und wollte das umgehend reparieren mit neuer Röhre (ca. € 20,-), aber komme nicht dazu. Habe ich früher aber oft gemacht. Beachte die Farbtemperatur. Ich tendiere eher zu bläulich, also hohen Temperaturen. Oder Du baust gleich einen LED Umrüstsatz ein. Habe ich auch mal gemacht, aber man sieht die LED Lichtpunkte am Boden. Es sollten also extrem viele kleine LEDs sein.

Röhrentausch ist etwas kompliziert, weil man absolut staubfrei arbeiten muss. Jeder kleinste Fussel ist dann mitten im LCD zu sehen, und zwar natürlich erst dann, wenn man vorher alles penibel kontrolliert und danach mühsam zusammengebaut hat (Murphy's Law). :( 🙈
Danke sehr
 
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