Programmieren für (Linux-)Dummies

bassplayer

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8 Juni 2009
Beiträge
1.322
Hallo zusammen,

bitte schlagt mich nicht gleich, weil ich den 100sten Programmier-Anfänger-Thread aufmache :)

Ich hab jetzt ein paar Monate Zeit und möchte gern was Sinnvolles tun/lernen. Daher dachte ich ans Programmieren, doch dazu habe ich ein paar Fragen.
Ich habe mir XCode (für OS X) angeschaut, also wirklich nur angeschaut und nix darin programmiert oder so. Das gefiel mir eigentlich ganz gut, dass man mit dem Interface Builder seine GUI basteln kann und theoretisch ohne eine Zeile Code zu schreiben, ein voll lauffähiges Programm hat. Okay, es hat null Inhalt, aber immerhin. ;)
So ähnlich empfand ich Delphi, was ich in der Schule mal ein Jahr lang gemacht habe. Lang ist's aber her. Da konnte man auch die GUI basteln und dann quasi einem Button eine Funktion zuweisen etc.

Daher:
1. gibt's sowas ähnliches auch für Ubuntu? Oder sollte ich doch besser mit XCode einsteigen?
2. als was werden dann die compilierten Programme "gespeichert"? Bei Delphi hatte man nachher eine .exe, die man einfach laufen lassen konnte. Wie ist das bei Ubuntu? .deb?
3. Python wird ja gern für Anfänger empfohlen - aber was kann ich damit alles anfangen? Ein kleines Würfelspiel mit GUI?


Für ein paar Ratschläge wäre ich Euch sehr dankbar! Und bitte entschuldigt, dass ich auf diesem Gebiet so ein rückständig bin.

Grüße
bassplayer
 
1. z.B. Qt Designer
2. Quellcode und eben elf Binary. "Paketieren" musst du das schon selbst.
3. Es sind auch große Applikationen mit Python geschrieben, denn man kann quasi alles damit machen.
 
Schau dich mal nach Lazarus um, das ist eine IDE für Windows und Linux die man sehr Oft in Schulen antrifft die in Delphi programmieren. Sehr einfach zu bedienen (hat zwar den einen oder anderen Macken bei der Kapselung aber damit kann man leben, z.B. können Funktionen innerhalb der selben Unit auch auf private deklarierte Atribute zugreifen usw.) Aber es gibt schlimmeres.

Ich komme damit sehr gut zurecht, wenn man sich mal ein bisschen eingelesen hat (es gibt dazu eine recht große Community) läuft das so weit ohne Probleme.

EDIT: Solltest du dich mit der C Familie anfreunden wollen könntest du auch mal Visual Studio Express ausprobieren. Das ist auch recht einfach zu bedienen, auch wenn ich mich da noch nicht so ganz reingearbeitet habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du fängst bald mit dem Informatik-Studium an, oder? Dann informiere dich am besten, was an deiner Uni in den ersten Semestern gelehrt wird.

XCode tät ich für den Einstieg nicht wählen, wenn du nicht für Apple-Geräte programmieren willst.

Persönlich tät ich wohl mit C# und Visual Studio anfangen. Geniale IDE, moderne Programmiersprache, die deutlich weniger gammelt als C(++). Mit der WPF kannst du dich bei Oberflächen richtig austoben. Anwendungsfelder stehen dir damit viele offen. Außer Treiber kannst du damit fast alles schreiben.

Java mit Eclipse ist prinzipiell auch nicht schlecht, nur musst du dir da erst noch einen Klicki-Klicki-Designer für die Oberfläche suchen ;).

Generell solltest du dich aber darauf gefasst machen, dass du nach dem schnellen Zusammenklicken der Oberfläche noch sehr viel Code dazu schreiben musst. Und da musst du dir einiges an Konzepten anarbeiten.
 
Wenns wirklich auf ein Studium hinauslaufen wird, dann solltest du dich mit einer der C Sprachen anfreunden -> C,C++ oder eben C# - wobei ich der Meinung bin, das man wenigstens C++ können sollte - insbesondere als Informatiker/Ingenieur...
Wenn du die beherrschst, dann hast du kein Problem, dich in Java,Python,Matlab/Simulink etc einzufuchsen...
 
also bei meinem Software Engineering Studium haben wir hauptsächlich Java verwendet, des weiteren (in beliebiger Reihenfolge): C, Alpha Assembler, Haskell, Prolog und in einige andere Sprachen auch noch reingeschnuppert..

Java oder C (oder auch C++, C#, etc) machen aber meiner Meinung nach am meisten Sinn, sind relativ einfach zu lernen und sind nach wie vor hauptsächlich gefragt

und unter Linux sollte man sich sowieso auch ein bisschen mit C auskennen :D
 
Danke für Eure Hinweise! :)

Wichtig: nein, ich fange kein Informatik Studium an, ich habe soeben meinen B.Sc. in VWL gemacht und werde in der Richtung weitermachen. Vielleicht kommt ein bisschen Wirtschaftsinformatik auf mich zu, aber das wird mit Python-Programmieren auch wenig zu tun haben.
Ist also eine reine just-for-fun Sache ;)

Ich denke ich werde mich dann mit Python auseinandersetzen, das scheint ja wirklich sehr verbreitet zu sein. Eine GUI hätte ich halt gern. Stelle mir das aber ganz simpel vor: man hat ein paar Inputfelder, drückt einen Button und dann erscheint was im Outputfeld :D Ganz langweilige Sachen also, aber ich würd ganz gern ein bisschen basteln.

Grüße
bassplayer
 
Wenn es etwas an C# angelehnt sein soll, dann versuch mal Mono, dass ist eine Programmieroberfläche für C# unter Linux. C# ist Delphi schon sehr ähnlich, habe relativ schnell in C# reingefunden und vorher auch ausschließlich mit Delphi gearbeitet. Ich persönlich bevorzuge Python, dass ist eine sehr kompakte aber auch sehr umfangreiche Programmiersprache.
 
Alles scheiße außer Brainfuck.

Ne, jetzt mal im Ernst. Eine IDE braucht kein Mensch als Anfänger; im Gegenteil, ich würde Dir vorschlagen auch Deine ersten GUIs per Hand zu schreiben, weil Du dann wirklich verstehst wie die Dinge ineinandergreifen. Ein Filemanager, emacs und gcc reicht vollkommen für den Anfang. Als erste Progammiersprache würde ich direkt mit C++ einsteigen.
 
Das klingt so als ob C++ irgendwann eh unausweichlich in der Programmierlaufbahn kommen muss...
 
Das klingt so als ob C++ irgendwann eh unausweichlich in der Programmierlaufbahn kommen muss...

Wenn man ernsthaft Konzepte wie Zeiger etcpp. erarbeiten/verstehen will, ja. -> Sofern man das will!

Im Endeffekt ist es eigentlich egal, was man lernt, alles hat Vor & Nachteile - wenn man eine Sprache gut kann, kann man auch sich in 30 Minuten in eine andere einlesen. .. Sprachen sind nur das Werkzeug, so wie für den Schmied sein Hammer.;)

Ich glaub aber bassplayer will einfach nur ein bisschen programmieren, daher: lern was dir Spaß macht und was zu deiner Platform passt mit einer schönen IDE.
Erst wenn du Dinge tiefgreifend verstehen willst, solltest du die Tipps wie "designe deine erste GUI selbst per Texteditor" befolgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich neu anfangen müsste würde ich mit dem anfangen was am häufigsten genutzt wird: Java.
Wenn man dann eine Programmiersprache und damit Programmieren halbwegs beherrscht läuft es letztendlich auf Syntax hinaus wenn man auf andere Programmiersprache zurückgreifen muss weil die Codebasis den man pflegen soll oder die Bibliothek die man nutzen will in einer anderen Programmiersprache geschrieben wurde.

Als alter Fossil konnte ich mich nie mit Zusammenklicken von GUIs anfreunden oder mächtigen IDEs die beim Debuggen scheinbar Wunder vollbringen. Als Anfänger auf sie zu verzichten hieße wohl sich dem Fortschritt verweigern. So gesehen halte ich persönlich MS Visual Studio für ein vielversprechendes Werkzeug.
 
Alles Amateure!

Lerne FORTRAN, alles andere ist neumodisches Glumb des eh keiner braucht!



Aber mal eher ernster (wobei ich fortran wirklich sinvoll finde!), willst du Programieren lernen, oder willst du einfach so mal schnell was zusammenschrauben?

Zu ersterem kann ich nicht viel Sagen, aber da scheint der harte weg mit viel handarbeit wohl der bessere zu sein. Letzteres ist eher mein Weg (hat sich irgendwie so ergeben), aber ich glaub ich würde das nicht empfehlen, sofern man es sich aussuchen kann. Ich glaube ein richtiger Programierer würde due Krise bekommen wenn er meine matlab oder bash werke anschaut.

vert
 
Naja ich glaub der "richtige" weg in Sachen GUI ist halt anfangs zusammenklicken und dann manuell anpassen ;)

Falls du der Versuchung nach jedem Problem gleich zu googeln widerstehen willst: Lerne Ada oder Fortran. :D
(Bei Java ist es halt beispielsweise so, dass es echt so ziemlich jedes Problem schon einmal gelöst im Netz gibt.)

In der Windowswelt ist Visual Studio glaube ich so ziemlich das beste(auch wenn ich es doof finde, sich unnötigerweise mit einem xxx € teuren Programm anzufreunden), ansonsten würde ich Eclipse empfehlen - dank Plugins kann man damit fast alles entwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
GUIs zusammenklicken finde ich jetzt nicht so der Bringer. Anfangs ein wenig GUIs selbst Programmieren ist meiner Meinung nach sinnvoller. Später kann man diese dann "zusammenklicken". Zumindest wenn man eine gute IDE hat, denn manche IDEs erstellen nicht gerade gut wartbaren Code.

Meiner Meinung nach sollte man am Anfang nicht gerade eine aufgeblasene IDE verwenden. Einen Texteditor und ein Terminal genügen völlig.
 
Falls du der Versuchung nach jedem Problem gleich zu googeln widerstehen willst: Lerne Ada oder Fortran. :D
(Bei Java ist es halt beispielsweise so, dass es echt so ziemlich jedes Problem schon einmal gelöst im Netz gibt.)

Das ist natürlich mal wieder eine Steilvorlage den ich nicht ungenutzt lassen will. :)

Gute Programmierer schreiben in jeder Sprache Fortran Programme. (Behaupten jedenfalls Fortran Programmierer.)

Gute Programmierer schreiben guten Code, exzellente Programmierer recyclen guten Code. (Es hat kein Sinn das Rad neu zu erfinden.)
 
Zuletzt bearbeitet:
GUIs zusammenklicken finde ich jetzt nicht so der Bringer. Anfangs ein wenig GUIs selbst Programmieren ist meiner Meinung nach sinnvoller. Später kann man diese dann "zusammenklicken". Zumindest wenn man eine gute IDE hat, denn manche IDEs erstellen nicht gerade gut wartbaren Code.

Meiner Meinung nach sollte man am Anfang nicht gerade eine aufgeblasene IDE verwenden. Einen Texteditor und ein Terminal genügen völlig.

Für Programme ohne GUI stimme ich Dir im Prinzip schon zu wenn man das Debugging außer acht lässt.

Wenn man aber an einem Programm bastelt das eine GUI haben soll probiert man ja eine Weile am Bedienkonzept herum bis man meint ein stimmiges gefunden zu haben. Dieses Ausprobieren verschiedener Ideen lässt sich viel schneller zusammenklicken als -schreiben.
 
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