Preise Lenovo

Pommbaer

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Kann mir jemand erklären, warum die Preise bei Lenovo in der EU immer um ein vielfaches höher sind als in den USA ?

Beispiel: THinkpad Yoga 13,

ich fand das Konzept und das Gerät selbst von Beginn an interessant, wurde jedoch durch den unverschämten Preis abgeschreckt.

In den USA lieferbar, und momentan 999 $.

Hier noch nicht lieferbar, aber günstigster Preis knapp 1300€.

Also hier bei uns mal locker 70% Preisaufschlag. wenn es denn dann irgendwann auch mal erscheint.

Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber bei anderen Geräten ist es ja nicht anders..
Thinkpad Twist mit Core i5: Hier 300€ teurer
THinkpad T430U - btw angekündigt ab 599$ und jetzt bei 700$: Hier 400€ teurer / sogar über 70%


Das ganze ist ja nichts neues, aber was sind die Hintergründe ?
 
1. Du hast standardmäßig nur ein Jahr Garantie in den USA
 
In den USA fehlt die Mwert-Steuer ;)

Edit: Zu spät.
 
70% MWSt haben wir gottlob noch nicht. :)

Nicht, dass Schäuble auf Ideen kommt. :)

Ein klein wenig wird wohl auch aus Marketinggründen sein. Vor einiger Zeit gab es beim Android Market nur Preise in US$ das zum aktuellen Wechselkurs umgerechnet wurde. Preise wie 2,42EUR kamen mir merkwürdig vor war man doch z.B. 2,49EUR gewohnt.

Wem die Preise für Notebooks merkwürdig vorkommt, ganz extrem fand ich die Preise für Fahrradrahmen.

Aus 3.999 US$ wurden 4.999 EUR als der EUR schwächelte. Ein paar Jahre später hatte sich der Wert des US$ fast halbiert aber die Preise blieben unverändert.
 
Ist schon merkwürdig, dass diese Preisunterschiedsdiskussion immer wieder hochkommt....

Viele Hersteller, nehmen halt keine tagesaktuellen Preise und rechnen immer den jeweiligen Dollarkurs um, sondern nehmen einfach
einen Pi mal Daumen Wert, der etwas länger Bestand hat und auf jeden Fall eine gewisse Sicherheitsspanne
beim Umrechnungskurs mit abdeckt.
Da Pi aber nun mal eine feste Größe ist und mathematisch exakt benennbar ist, wird halt ein ziemlich dicker Daumen für die
Berechnung der Sicherheitsspanne ausgewählt :-)

Außerdem gibt es eine ganze Menge zusätzlicher EU Vorschriften, speziell aus dem Umweltbereich, die für eine Verteuerung sorgen.
Da den Amis bekanntlich die Umwelt ziemlich egal ist, solange Sie nur billiges Benzin haben, müssen dort z.B. keine Kosten für die
Entsorgung von Altgeräten und Altbatterien mit eingerechnet werden, die der Importeur (also Lenovo) auf jeden Fall zu tragen hat.

Außerdem sind die Gehälter hier wesentlich höher als in Amiland durch die ganzen Sozialabgaben. Auch das muss Lenovo mit einkalkulieren.

Diese Liste erhebt sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber geht schon mal in die richtige Richtung
 
Dem kann ich nur bedingt zustimmen weil mir in Sachen elektronischer Geräte und Komponenten die Preise relativ vergleichbar scheinen.

Nur mal als Beispiel gerade bei Amazon rausgesucht: 574,99 US$ vs 463,88 EUR für ein Smartphone das ja mehr oder weniger in die selbe Kategorie fallen sollte wie etwa ein Notebook.

Oder wenn Intel mal wieder Preise aktualisiert die natürlich in US$ gehalten sind konnte ich mir immer sicher sein, dass es bei der Umrechnung in EUR keine Überraschungen gibt.
 
In den USA lieferbar, und momentan 999 $.

Hier noch nicht lieferbar, aber günstigster Preis knapp 1300€.

Noch ein paar Punkte:
- Die 999$ sind eine aktuelle Rabattaktion, der reguläre Preis ist 1100$.
- Bei noch nicht lieferbaren Geräten würde ich nicht davon ausgehen, dass das Angebot vollständig ist. Würde mich nicht wundern, wenn, sobald das Gerät mal ein paar Wochen am Markt ist, der Preis hier auch auf 1150 oder drunter fällt.
- Da Du keine Links angegeben hast: bist Du sicher, dass Du auch gleiche Konfigurationen vergleichst?
 
Beim Yoga gibt es als Grundmodell derzeit 11" und 13" - zumindest ist das die einzige Auswahl auf Lenovo.com

Beim T430u bin ich nach dem günstigsten Modell gegangen.

Dass große Namhafte Unternehmen nur Pi-mal-Daumen rechnen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Wenn die ihre Steuerverschachtelung betreiben, dann können die auch international auf den Cent genau umrechnen.. warum nicht dann auch bei ihren Produkten.

Hat für mich zumindest den Anschein nach Abzocke.

Bei normalen PC-Komponenten kriegen sie die Preisumrechnung ja auch hin. Apple zum Beispiel ist ja wenigstens so "fair" und behält die Zahlen bei.
Das Ipad Mini kostet dort 329$ und hier 329€.
Bei Umrechnung in Pfund Sterling rechnen Lenovo zum Beispiel auch einen Aufschlag, obwohl die Währung noch mehr Wert hat als der Euro. Da wirds also bei Lenovo noch teurer, wohingegen Apple die Preise dort zum Beispiel anpasst - das Ipad Mini nur 269 Pfund.

Ich kann verstehen, warum Lenovo versucht, den Kauf in den USA zu verhindern indem sie zum Beispiel keine Garantie in Europa geben.
Als ich zumindest mein x200s hier gekauft habe, galt die Garantie weltweit.

1. Du hast standardmäßig nur ein Jahr Garantie in den USA
Naja das Argument hinkt. Die neueren Modelle wie Ideapads, Yoga oder Twist kommen hier auch nur mit einem Jahr Garantie. Die zwei Jahre sind Gewährleistung und gehen über den Händler - da hat Lenovo keine zwingenden Mehrkosten.
 
Dass große Namhafte Unternehmen nur Pi-mal-Daumen rechnen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

"Pi mal Daumen" war als Synonym dafür gedacht, dass Währungsschwankungen ja nun mal nicht vorherzusehen sind, speziell wenn diese in der Zukunft liegen (frei nach Helmut Schmidt), und die Hersteller keine Lust haben wöchentlich neue Preislisten herauszubringen. Deshalb bedienen die sich des "Tricks" einfach mal schlappe 20% bis 30% (also Pi mal Daumen) auf den dann aktuellen Umrechnungskurs oben drauf zu rechnen als Sicherheitspuffer. Damit stellt der Hersteller sicher, dass die Preisliste auch in 6 Wochen noch gehalten werden kann.
Ich kann Dir versichern, dass in großen Firmen genau so gerechnet wird: habe selber 16 Jahre bei einem namhaften großen Hersteller von Servern und Workstations aus USA gearbeitet.
 
Sind es zu kleine Beträge um sich gegen Währungsschwankungen abzusichern?

Gibt ja durchaus Dienstleister die einem einen Wechselkurs für eine vereinbarte Zeit in der Zukunft garantieren.
 
Grundsätzlich unterscheiden sich die Preise stark zwischen den USA und Europa . Das beschränkt sich nicht nur auf Computer. Autos z.B. sind auch nirgendwo so teuer wie hier.

Teilweise lassen sich die Preisunterschiede durch hohe Steuern, starker Inflation in Europa wegen der Eurokriese und Einkommensunterschiede erklären. Aber wie Preiunterschiede von 70% zu den USA entstehen können bei Produkten die in Asien gefertigt werden ist für mich nicht zu verstehen.
 
Gibt ja durchaus Dienstleister die einem einen Wechselkurs für eine vereinbarte Zeit in der Zukunft garantieren.

Warum sich absichern, wenn man die Gewinne lieber selber behalten will ? Der Dienstleister schmälert nur die eigene Marge, denn von irgendwas will der auch leben....
 
Aber wie Preiunterschiede von 70% zu den USA entstehen können bei Produkten die in Asien gefertigt werden ist für mich nicht zu verstehen.

Vielleicht weil Computer in $ und nicht in asiatischen Währungen abgerechnet werden ?
Zum Wechselkurs des Dollars gegenüber der asiatischen Währung kommt dann in Europa noch das weitere Kursrisiko des EURo hinzu.
In USA gibt es quasi nur ein Wechselkursrisiko zur asiatischen Währung, da ja die Amerikaner in $ bezahlen.
 
Naja Wechselkursrisiko hin oder her - Apple kann es ja offensichtlich auch =)

Da der Euro eh stärker als der Dollar ist, wäre das Risiko ja schon dadurch 20-30% abgedeckt wenn sie einfach die Zahl beibehalten und das $ durch € ersetzen.

Um den Euro aus dem Spiel zu lassen: In Pfund sind die Dinger auch teurer - das Wechselkursrisiko ist hier um einiges geringer gegenüber dem Dollar, als beim Euro angenommen wird.

Um es mal noch absurder zu machen:
Der Schweizer Franken ist auch eine sehr stabile Währung - stabiler als Euro oder Dollar.
Das Thinkpad Twist kostet dort 1650 SF in der Grundausstattung. Bei einem Wechselkurs von 1,07 SF-USD entspräche das über 1500 USD. Das ist der doppelte Preis, den man in den USA verlangt.

Da muss also mehr als nur ein Wechselkursrisiko hinterstecken. 100% sind die Einfuhrzölle in der Schweiz sicher auch nicht - dafür sind die zu sehr von Importen abhängig.
 
Die Schweiz hat in manchen Dingen noch strengere Umweltauflagen als wir und auch ein "höheres" Durchschnittseinkommen.
 
"höheres" Durchschnittseinkommen.Das ist das Schlüsselwort.Ich denke daraus ergeben sich die Unterschiedlichen preise.:confused:
 
@pommbaer,
dein 1. Beispiel ist entkräftet: Das Yoga 13 gibt es nun auch hier ab 999 €. ;) http://www.notebooksbilliger.de/not...+yoga/lenovo+ideapad+yoga13+mam2fge+ultrabook

Auch das T430u: Es wurde für 599 € angekündigt, aber ohne Steuern. Und außerdem ist es hier auch ab 700 € erhältlich: http://www.campuspoint.de/lenovo-thinkpad-t430u-3353a49.html

Der Preisunterschied ist eigentlich gar nicht so groß. In den USA sind die Geräte etwas günstiger, aber da ist immer nur die Standardgarantie von einem Jahr dabei, die Steuern sind nicht im Preis drin wie hier und das Durchschnittseinkommen hier ist auch höher. Eigentlich sind die Geräte also nicht teurer.
 
das verlinkte T430u ist aber nur für Lehre und Forschung. Also sozusagen Studentenrabatt. das zählt nicht.
Ausserdem fällt es aus der Ultrabookspezifikation, da ohne SSD. OS fehlt auch.

Das verlinkte Yoga soll nur wegen 4GB weniger ram so günstig sein ? Notebooksbilliger führt das yoga auch für 1299 €
 
Andere CPU. ;) Aber darum geht es nicht, es ist ja egal wie der Preisunterschied zu stande kommt.
 
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