Performance zweier ähnlicher Rechner unter Linux

padinc

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Hallo Linux-Profis. Mal wieder kein Thinkpad-spezifisches Problem von mir :rolleyes:

Worum geht es:
Ich habe hier 2 Workstations mit recht ähnlicher Hardware stehen. Beides Dell Precision T7600, eine mit 2 Xeon E5-2680 (Rechner A), eine mit 2 Xeon E5-2687W (Rechner B). Ram-Bestückung ist identisch (bzw. habe testweise identisch bestückt), Bios aktuell.
Das bedeutet Rechner B müsste dank schneller taktenden Prozessoren ein wenig flotter sein.
Ist er aber nicht. Mit allen unseren Solvern die ich bisher probiert habe ist die Workstation mit den schnelleren CPUs um bis zu 40% langsamer.
Einziger handfester Unterschied soweit ich das beurteilen kann: Die Linux-Version ist älter auf Rechner B. Opensuse 12.3 Kernel 3.7.10-1.45-desktop vs. Opensuse 42.1 Kernel 4.1.20-11-default
Allerdings sollte nach allem was ich dazu gelesen habe dieser Einfluss eher gering sein: https://openbenchmarking.org/result/1504209-PTS-LINUX40I20


Was mich wundert: der Output von lscpu ist ein wenig "generisch" auf Rechner B. Der CPU-Typ wird nicht ausgelesen. Angaben zu maximaler und minimaler CPU-Frequenz fehlen.
Darüber hinaus nutzt Rechner A den Turbotakt voll aus (3.1GHz auf allen Kernen) während Rechner B maximal Basistaktfrequenz (auch 3,1GHz) schafft.
[table="width: 500, class: grid, align: left"]
[tr]
[td]A[/td]
[td]B[/td]
[/tr]
[tr]
[td]
Code:
Architecture:          x86_64
CPU op-mode(s):        32-bit, 64-bit
Byte Order:            Little Endian
CPU(s):                16
On-line CPU(s) list:   0-15
Thread(s) per core:    1
Core(s) per socket:    8
Socket(s):             2
NUMA node(s):          2
Vendor ID:             GenuineIntel
CPU family:            6
Model:                 45
Model name:            Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2680 0 @ 2.70GHz
Stepping:              7
CPU MHz:               3102.679
CPU max MHz:           3500.0000
CPU min MHz:           1200.0000
BogoMIPS:              5388.01
Virtualization:        VT-x
L1d cache:             32K
L1i cache:             32K
L2 cache:              256K
L3 cache:              20480K
NUMA node0 CPU(s):     0-7
NUMA node1 CPU(s):     8-15
[/td]
[td]
Code:
Architecture:          x86_64
CPU op-mode(s):        32-bit, 64-bit
Byte Order:            Little Endian
CPU(s):                16
On-line CPU(s) list:   0-15
Thread(s) per core:    1
Core(s) per socket:    8
Socket(s):             2
NUMA node(s):          2
Vendor ID:             GenuineIntel
CPU family:            6
Model:                 45
Stepping:              7
CPU MHz:               3101.000
BogoMIPS:              6184.22
Virtualization:        VT-x
L1d cache:             32K
L1i cache:             32K
L2 cache:              256K
L3 cache:              20480K
NUMA node0 CPU(s):     0-7
NUMA node1 CPU(s):     8-15
[/td]
[/tr]
[/table]

Die Temperaturen der CPUs die ich mit sensors auslesen kann sind soweit ich weiß im Rahmen, kein Kern über 82°C.

Deshalb 2 Fragen:
Woher kommt der unterschiedliche Output von lscpu?
Woher könnte die stark unterschiedliche Rechenleistung kommen bzw. was könnte ich dagegen tun?
Sachdienliche Hinweise aller Art sind willkommen :thumbsup:
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Benchmarks hast Du verwendet?
Warum gleichst Du nicht erts die Linux-Versionen an?
Hast Du auch einen Snapshot von memtest+?
 
Jo, starte eine LiveCD / Stick mit gleicher Version, dann hast du genauere Daten.

Wenn dann fest steht das beide Geräte "ähnliche/identische" Leistung hat, kansnt du auf Spurensuche gehen .. z.B mal die Dienste / Anwendungen anschauen die laufen etc pp.
 
Als "Benchmarks" kamen ein paar hauseigene Solver zum Einsatz. Die basieren unter Anderem auf der Lattice Boltzmann Methode, Finite Volumen als auch DSMC. Von Allem ein Bisschen, alles aber eher abhängig von Speicherbandbreite.
Um eine Neuinstallation des alten Systems habe ich mich bisher gedrückt aus "Gründen" :rolleyes:
Memtest hatte ich auch mal laufen lassen, allerdings wurde bei mehreren Durchläufen über Nacht kein Fehler gefunden. Soll ich Bildschirmfotos trotzdem nachreichen?

Das mit dem Live-System werde ich dann mal angehen. Gibt es überhaupt 42.1 als Live-Version?
 
Zuletzt bearbeitet:
Als "Benchmarks" kamen ein paar hauseigene Solver zum Einsatz.
:facepalm:

Um eine Neuinstallation des alten Systems habe ich mich bisher gedrückt aus "Gründen" :rolleyes:
:facepalm:

Memtest hatte ich auch mal laufen lassen, allerdings wurde bei mehreren Durchläufen über Nacht kein Fehler gefunden.
:facepalm:

Als ich das letzte Mal memtest+ habe laufen lassen hat das Ding auch Angaben zur Performance von Cache und Memory gemacht.
 
Wieso sollte ich irgendwelche synthetischen Benchmarks ausgraben wenn es nachher darauf ankommt dass unsere Solver anständig laufen?
Screenshots von memtest reiche ich dann nach sobald ich die Rechner mal ausschalten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um eine Neuinstallation des alten Systems habe ich mich bisher gedrückt aus "Gründen"

Evtl hast du ja eine andere Festplatte, die du testweise in Workstation B einbauen und mit 42.1 bespielen kannst? Dann könntest du auch alle Solver anschmeißen, das könnte mit dem Livesystem ja unter Umständen schwierig werden.

Und wo wir gerade bei Festplatten sind: In beiden Kisten vergleichbare Modelle? Bzw. um sicher zu gehen dass die Frage relevant ist: Sind eure Solver so programmiert dass alles im RAM bleibt oder müssen zB Mesh oder die vorherigen Approximationsschritte regelmäßig von der Festplatte geholt werden?

PS: Uni oder Industrie? Darf ich fragen was die Anwendung ist? Hauseigene DGL-Solver (also nicht aus kommerziellen Paketen) sieht man ja eigentlich eher im Unibereich...
 
Festplattenzugriffe werden vermieden, wenn ich 40% Unterschied sage ist das reiner Unterschied bei der Rechenzeit, nicht beim I/O.
Und ja, das Ganze spielt sich eher im akademischen Umfeld ab.
Man sollte es kaum glauben, aber es fährt gerade keine ungenutzte Festplatte rum. Da muss ich mal zu Hause in der Kiste kramen.
 
Dann würde ich erstmal die Linuxversionen (zumindest testweise) angleichen... sonst ist das wie die Nadel im Heuhafen. Vllt sind eure Solver ja von einer Bibliothek abhängig die in 42.1 in einer neueren, schnelleren Version vorliegt?
 
Nein, aber ich bin nunmal kein ITler. Wenn dir das hier zu doof ist steht es dir frei den Thread zu ignorieren.
 
Nein, aber ich bin nunmal kein ITler.
Um systematisch Optionen zu eliminieren braucht man noch nicht ITler zu sein.

Man sollte es kaum glauben, aber es fährt gerade keine ungenutzte Festplatte rum. Da muss ich mal zu Hause in der Kiste kramen.
Wenn keine Ersatzplatten vorhanden sind, kann das Projekt nicht so wichtig sein - machst Du überhaupt Backups?
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll das das IT-Äquivalent zu "do you even lift bro" sein? Datensicherung geschieht auf einem Netzwerkspeicher, die Wichtigkeit der Projekte tut nichts zur Sache und ich habe dich nicht um eine Bewertung gebeten.
Dass du besser wüsstest was zu tun ist nehme ich hiermit zur Kenntnis und bitte dich deshalb darum dich in einem anderen Thread zu profilieren.
 
Live-System testen. Solange du unterschiedliche Software einsetzt, lässt sich nicht klären, ob es an der Software oder der Hardware liegt. "Synthetische Benchmarks" hätten den Vorteil, dass sie vergleichbar wären. Das Verhalten von deiner eigenen Lösung kannst du vermutlich nicht garantieren. So große Unterschiede in der Kernel-Version können durchaus Unterschiede verursachen. Daher als erstes mit absolut identischer Software (Live-System vom USB-Stick) testen.
 
Dass du besser wüsstest was zu tun ist nehme ich hiermit zur Kenntnis und bitte dich deshalb darum dich in einem anderen Thread zu profilieren.
Wenn Du meinst, dass Du Dich leichter um die Angleichung der Betriebssysteme mogeln kannst, wenn ich nichts hier mehr schreibe, dann helfe ich Dir natürlich damit gern. :D
 
Hi,

Du weisst doch als Akademiker, was zu tun ist um Vergleichbarkeit herzustellen. Dann nimm dir auch die Zeit es zu tun und stelle anschließend gezielte Fragen. Wenn Du stattdessen das Forum um Spekulationen bittest, sind die Antworten absehbar :D.
 
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