Paar Fragen zur XP-eigenen Firewall

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Saugblaser

Guest
Themenstarter
Hallo,

habe nun doch auch mal den hochgelobten Firefox 3.5 installiert und wundere mich, dass die XP-eigene Firewall sich so gar nicht meldet. Desweiteren habe ich noch einen eMail-Client installiert, auch hier keine Reaktion der XP-eigenen Firewall. Das würde ja heissen, dass jedes neu installierte Programm unentdeckt nach Hause telefonieren kann - und mehr - was mir so nicht gefällt !

Meine bisher verwendete Personal Firewall hat immer erst alles geblockt, ein Dialogfenster geöffnet, wo ich lesen konnte, wer da was will und ob ich damit einverstanden bin. Man konnte dann eine genaue Regel erstellen und genau diesen Zugriff dann dauerhaft erlauben - oder eben verbieten. Zusätzlich wurde jede exe-Datei, die Zugang zum Internet erhält, in einem weiteren Dialog mit der berechneteten MD5 Checksum gelistet. Machte man z.B. ein Update, wurde per Dialog gemeldet, dass das Programm xy verändert wurde und man musste dem "neuen" Programm den Zugriff wieder neu erlauben.

So hatte das doch irgenwie Hand und Fuss. Alles dieses vermisse ich bei dieser XP-eigenen Firewall. Das scheint mir irgendwie eher ein Schweizer Käse mit riesen Löchern zu sein. Oder es ist gar keine Firewall und ich bin mal wieder ziemlich verunsichert. An Einstellungen fand ich bisher nur Firewall an und aus ...

Eine Anmerkung noch zum Firefox: mit der aktuellen Version kann ich in meinen WLAN-Router zwar den Zugang zum Internet abschalten - ober nicht mehr einschalten, weil auf der ausgegebenen Seite des Routers der OK-Button fehlt. Mit dem MSIE geht das. Wenn bei neuem Sach nicht immer bisher funktionierenes nicht mehr funktionieren würde ... :(

Gruss Gustav
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=687623#post687623]Das würde ja heissen, dass jedes neu installierte Programm unentdeckt nach Hause telefonieren kann - und mehr - was mir so nicht gefällt ![/quote]Genau das heißt es auch ;) Die Windows Firewall reguliert und filtert afaik nur den Datenverkehr vom Netz zu deinem PC. Also blockt Angriffe aus dem Netz ab. Was die Programme auf deinem Rechner machen ist ihr egal...

Wenn dein Computer sauber ist, ist das eigentlich auch sinnvoll, da die Angriffe ja aus dem Netz kommen. Wenn aber erst mal ein Trojaner oder ähnlichers auf deinem Pc ist, dann merkt die Windows Firewall natürlich nicht, dass da jemand nach Hause telefoniert...

BTW: Habe auch nur die windowseigene Firewall installiert, da inzwischen ja in jedem DSL-Modem/Router ne Hardware-Firewall steckt. Und Programme, welche ständig meinen sie müssten nach Hause telefonieren, hab ich eigenrlich nicht installiert ;) Insofern ist die Windows-Firewall (neben einem anständigen Virenschutz) ausreichend. Hatte noch niee ne Infektion bisher...

Gruß
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=687623#post687623]So hatte das doch irgenwie Hand und Fuss.[/quote]
Es klingt in der Theorie gut, aber in der Praxis haben Tests gezeigt, daß so ziemlich jede Personal Deesktop Firewall sich umgehen lässt, d.h. daß es Wege gibt, eine Verbindung nach aussen aufzubauen, ohne daß die PF es merkt. Stichwort "leaktests".

Letztlich kann man damit also im Prinzip nur harmlose Programme vom Nachhause-Telefonieren abhalten.

Genau wie bei Antiviren-Programmen gilt hier: Richtig eingesetzt machen sie einem das Leben etwas leichter, aber man darf auf keinen Fall in den Irrglauben verfallen, daß man nach der Installation sicher wäre.
Brain 1.0 ist immer noch das wichtigste Mittel zur Absicherung.


[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=687623#post687623] Alles dieses vermisse ich bei dieser XP-eigenen Firewall. Das scheint mir irgendwie eher ein Schweizer Käse mit riesen Löchern zu sein. Oder es ist gar keine Firewall und ich bin mal wieder ziemlich verunsichert. An Einstellungen fand ich bisher nur Firewall an und aus ...[/quote]
Die Windows Firewall macht genau das, wofür sie gedacht ist: Den Rechner nach aussen hin absichern.
Es ist garnicht ihr Anspruch, lokale Programme zu kontrollieren. (Ausnahme: Wenn diese Programme Dienste zur Verfügung stellen.)

Über die Systemsteuerung, Windows Firewal kannst du das Verhalten finetunen.


[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=687623#post687623]Eine Anmerkung noch zum Firefox: mit der aktuellen Version kann ich in meinen WLAN-Router zwar den Zugang zum Internet abschalten - ober nicht mehr einschalten, weil auf der ausgegebenen Seite des Routers der OK-Button fehlt. Mit dem MSIE geht das. Wenn bei neuem Sach nicht immer bisher funktionierenes nicht mehr funktionieren würde ... :([/quote]
Beschwer dich beim Hersteller des Routers, der seine Software anscheinend nicht mit allen gängigen Browsern testet, sondern mal wieder nur für den IE optimiert.
Und beschwer dich bei Microsoft, daß sie den IE überhaupt erst so wenige standardkonform gemacht haben, daß die Webdesigner dazu erzogen wurden, sich nichtr an Standards zu halten.
 
Vielen Dank erst mal für die beiden Antworten. Dann kann ich das mit der XP-eigenen Firewall wohl so belassen. Zusätzlich sitze ich ja hinter einem WLAN-Router, das sollte dann eigentlich zumindest von aussen ausreichend abgesichert sein.

> Beschwer dich beim Hersteller des Routers ...
> Und beschwer dich bei Microsoft ...
Nunja, als unwissender Anwender bleibt mir hier nur der Ärger. Jetzt muss ich eben mit Firefox ausschalten und mit MSIE wieder einschalten. Übrigens habe ich erst vor paar Tagen die aktuelle Firmware auf den Router übertragen - und gestern die aktuelle Version des Firefox instaliert. Zum Glück habe ich bei meiner ersten Installation eines Routers den MSIE verwendet, sonst wäre ich ja zum Hirsch geworden. Wenn schon man alles funktioniert hat, kommt man ja rel. schnell dahinter, wo es klemmen könnte, wenn man einen anderen Browser benutzt.

Gruss Gustav
 
Der Argumentation von moronoxyd kann ich mich nur anschließen - eine Desktop-Firewall regelt eigentlich nur den ein- und ausgehenden Verkehr. Vielmehr ist sie damit eher ein Application-Gateway.

Ich habe bei mir alle ausgehenden Verbindungen blockiert und über die augehenden Regeln die Programme zugelassen, die auch Internet-Zugriff haben sollen.

Ein 100 %iger Schutz ist das nicht, aber so kontrolliere ich ungewollte Updates, die heruntergeladen werden, oder Informationen, die ungewollt aus dem Internet gezogen werden.

Ein Problem macht jedoch die Einstellung zu den Windows-Updates. Will man sie zulassen, muss man auch den Zugriff von svchost.exe zulassen.

Dieser Dienst wird jedoch von allen möglichen DLLs für die Kommunikation mit dem Internet genutzt.

Meine Lösung: Ich verbiete svchost.exe den Zugriff auf das Internet und hole mir die Updates manuell, indem ich die alle ausgehenden Verbindungen temporär erlaube.

Oder kennt jemand eine Einstellung, wie man eine ausführbare Datei in Verbindung mit einem Dienst erlauben kann? Die passende Einstellung für das Windows-Update habe ich noch nicht herausgefunden.
 
[quote='Laird-of-Camster',index.php?page=Thread&postID=688221#post688221]Ein Problem macht jedoch die Einstellung zu den Windows-Updates. Will man sie zulassen, muss man auch den Zugriff von svchost.exe zulassen.
Dieser Dienst wird jedoch von allen möglichen DLLs für die Kommunikation mit dem Internet genutzt.[/quote]
Ich hatte die automatischen Updates abgestellt und trotzdem zickte svchost.exe ständig rum. Hier fand ich im Internet keine eindeutigen Information, ob man diesen Dienst so ohne weiteres komplett bockieren darf.

Oder man lässt svchost.exe eben machen, was ich will. Ich hätte nur gerne gewusst, was hier vor sich geht.

Gruss Gustav
 
Der sechste Eintrag meiner Google-Suche verwies auf eine Seite mit folgendem Inhalt:

Was macht die SVCHOST.EXE
Diese Datei taucht als Prozess auf jedem Rechner einige Male im TaskManager in der Liste der laufenden Prozesse auf und sorgt immer mal wieder für Verunsicherung bei den Anwendern, weil auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, für was er eigentlich verantwortlich ist.

Die SVCHOST.EXE gibt es erst ab Windows 2000, sie liegt im System32-Verzeichnis der Windows-Installation und wird beim Systemstart von Windows automatisch als allgemeiner Hostprozess gestartet. Der Prozess durchsucht beim Systemstart die Registry nach Diensten, die beim Systemstart geladen werden müssen. Dienste, die nicht eigenständig lauffähig sind, sondern über Dynamic Link Library (DLL)-Dateien geladen werden, werden mit Hilfe der SVCHOST.EXE geladen.

Ach wenn das System einmal läuft, kommt die SVCHOST.EXE immer dann ins Spiel, wenn Dienste über DLL-Dateien geladen werden müssen. Das Betriebssystem startet SVCHOST-Sessions sobald solche benötigt werden und beendet sich auch wieder, sobald sie nicht mehr gebraucht werden.

Die SVCHOST.EXE ist also so etwas wie ein „Vorarbeiter-Dienst“ oder die Zusammenfassung von Einzel-Diensten, die mit DLL-Dateien ausgeführt werden.
Da unter Windows die unterschiedlichsten Dienste parallel laufen, können auch mehrere Instanzen der SVCHOST.EXE gleichzeitig in der Prozessliste auftauchen.


Über den Befahl "tasklist /svc" im DOS-Fenster kann man sich übrigens leicht anzeigen lassen, welche Anwendungen auf die SVCHOST.EXE zurückgreifen.




Der Prozess svchost.exe erscheint auf meinem Rechner gleich sechs Mal. In mehreren Fällen wurde der Prozess von grundlegenden Funktionen gestartet, wie z. B. DHCP, DNS Cache, TermService, etc.

So habe ich mich entschieden, allen Programmen den Zugriff auf die svchost.exe lokal zuzulassen. Jedoch können die Programme nicht über den Dienst mit der Außenwelt kommunizieren. :P
 
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