P15* P15 Gen 1 Typ 20ST überhitzt

donmarcos

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Vor kurzem konnte ich günstig ein P15 Gen 1 mit Core i9-10885H und RTX3000 erwerben, bei kurzem Testlauf fiel mir auf, daß die Lüfter schon ordentlich drehen wenn nur Windows 11 geladen ist, ohne dass Anwendungen laufen. Na gut, erstmal als "is halt so" hingenommen.
Jetzt habe ich mich näher damit beschäftigt und mal GTA 5 installiert. Im Leistungsmodus "ausgeglichen" heben die Jumbo-Jets ab und man versteht sein eigenes Wort nicht mehr... Laut HWInfo ist die CPU auf 100° und permanent am "thermal throttling". Neuester, zertifizierter nVidia-Treiber ist installiert.

Das Gerät ist neuwertig und nirgends verstaubt, selbst das Garantiesiegel über einer Schraube am Unterboden ist unversehrt, die SSD hat 5730 Betriebsstunden, also nicht viel, der Akku laut HW-Info 69 Ladenzyklen und 0% Verschleiss.

Aber gut, ich habe das Gerät jetzt geöffnet und die Kühlereinheit ausgebaut, wie erwartet so gut wie kein Staub. Die Wärmeleitpaste auf GPU und CPU war auch noch nicht vollständig ausgetrocknet. Trotzdem alles gereinigt und sparsam(!) Arctic MX-4 aufgebracht. Es hat den Anschein, als sei der Anpressdruck des Kühlkörpers auf CPU+GPU nicht gerade hoch, aber messen konnte ich das freilich nicht.

Es hat zumindest etwas Besserung gebracht: Wenn nur der Desktop geladen ist, bleiben die Lüfter unhörbar still, aber sobald ich GTA V starte wird es wieder sehr heiss (siehe Anhang). Zwar ist die CPU nicht mehr permanent am "thermal throttling" aber schon noch ordenlich (etwa 40% der Zeit).

Was kann man da noch verbessern? Kann ein "Thermal Grizzly PhaseSheet PTM" oder original PTM 7950 hier was bringen? Ist das überhaupt geeignet für die CPU? Oder liegt ein Software-/Treiberproblem vor? Bitte um Tipps und Anregungen
 

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Aber was jetzt vermute, dass Du Dich mit diesen Worten auf das P15 von donmarcos beziehen könntest
Ja. Schau dir doch einfach mal das Design der Kühlung des P15 Gen1 an! [1][2]
Da speist eine 80W-GPU größenordnungsmäßig 1/3 ihrer Abwärme in eine Heatpipe mit einer Querschnittsfläche von vielleicht 1cm² ein. Auf halbem Weg zum Lüfter versucht dann auch noch eine CPU 45W in die selbe Heatpipe abzuführen. D.h., diese Heatpipe muss über diesen Lüfter unter Volllast rund 70W abführen.
Das funktioniert einfach nicht. Ich nehme an, dass die CPU-Heatpipe schlicht gesättigt ist (alles Kühlmittel verdampft), und dann verlieren Heatpipes schlagartig an Leistungsfähigkeit, weil der Phasenübergang, der den Hauptteil des Kühlkonzepts ausmacht, ausfällt, und nur noch die Wärmeleitung des Kupfers und des eingeschlossenen Wasserdampfes bleibt. Die GPU stört das nicht großartig. Vermutlich können die beiden anderen Heatpipes den Ausfall der Dritten kompensieren, insbesondere, da infolge verringerter CPU-Leistung auch die Anforderungen an die GPU sinken.

Zum Vergleich:
Ich habe einen Mini-PC mit auf 65W konfigurierter CPU (Ryzen 7 5700G), welche diese Leistung laut s-tui auch tatsächlich aufnimmt (und demzufolge auch wieder abgibt). Gekühlt wird diese CPU von einem Alpenföhn Blackridge (6 Heatpipes auf im Vergleich zum P15 astronomisch großem Kühlkörper, 120mm-Lüfter) und die CPU überschreitet trotzdem 70°C (u.A. deshalb, weil der Kühler wegen enger Platzverhältnisse und zur Schonung meiner Ohren vermutlich nur die Hälfte seines Potenzials ausspielen kann - was übrig bleibt ist trotzdem ein ganz anderes Kaliber von Kühlung als das, was das P15 anbietet).


[1] https://www.notebookcheck.net/Lenov...ith-a-weak-spot-in-the-keyboard.526237.0.html
[2] https://www.notebookcheck.net/fileadmin/_processed_/1/6/csm_DSC_0001_d1b08abe58.jpg
 
Wie geschrieben, ich hatte den Beitrag von Dir auf das T530 bezogen und dazu dann geantwortet, erst als diesen Beitrag geschrieben haben:
Aber was jetzt vermute, dass Du Dich mit diesen Worten auf das P15 von donmarcos beziehen könntest
habe ich verstanden, dass Du Dich damit auf das P15 beziehst.

Dass das P15 mit in der Kombi mit der GPU und CPU überfordert und Flüssigmetall dieses Problem nicht löst, dass habe ich auch schon in meinem ersten Beitrag hier im Thread geschrieben.
gerade die ganzen Intel 14nm++++ CPUs sind ziemliche Hitzköpfe, wenn dann noch eine große GPU dazu kommt...
Da braucht es andere Ansätze!

Und ich bin voll bei Dir, wenn die GPU voll ausgelastet wird, dann bliebt nicht mehr viel Kapazität für die CPU, also beim P15!


Soweit ich weiß, hat Lenovo beim P16 auch auf Flüssigmetall zurück gegriffen als TIM, finde ich einen guten und interessanten Ansatz
 
Sehr interessante Beiträge, vielen Dank!

Aktuell gibt es nicht viel neues zu berichten, das Flüssigmetall ist noch bei der Post, aber inzwischen sehe ich davon erstmal ab, da offenbar das Hauptproblem eher die (zu) kleinen Heatpipes sind in Kombination mit einer GPU die eher als Zentralheizung geeignet ist..

Die Leistung des Phase-Sheets hat sich jetzt nach ein paar Heiss-/Kalt-Zyklen minimal(!) noch verbessert, die CPU geht mit aktuellen Einstellungen (PL1 40W, PL2 46W für max. 12s) fast gar nicht mehr in die Drosselung (nach mind. einer Stunde Dauerlast nur noch zu 1% laut HWInfo).

Was mich wunderte ist, daß niemand MSI-Afterburner vorgeschlagen hat, seit gestern weiss ich aber warum: Da geht gar nix, das VBIOS ist offensichtlich komplett verriegelt, da kann man _nichts_ verändern.

Bei Notebook-Kühlern bin ich skeptisch, Erfahrungsberichte reichen von "bringt null komma gar nix" bis hin zu "besser als flüssiger Stickstoff!!". Beim P15 mit den großen Öffnungen am Boden wird es sicherlich funktionieren. ABER:

Ich habe mir mal grob eine Selbstbauskizze mit 2x120mm Lüftern gemacht, Hauptproblem wird es sein, die zwei Lüfter *elegant* zu versorgen ohne großes Kabelwirrwar und Flickwerk. Der Hauptgrund warum ich im Moment eher abgeneigt bin: Das Notebook wird dadurch mindestens 2cm höher gelegt, das schreckt mich ab, da ich ziemlich viel schreibe und ein erster Test mit untergelegtem Buch verlief eher unangenehm - vielleicht gewöhnt man sich dran...

Ich habe mal gegoogled ob es bessere Fans gibt, man findet einige Angebote aus Fernost, aber ich bezweifle, daß die besser sind als die Originalen, daher überlege ich im Moment ob und was man den Heatpipes verbessern könnte (die schwarz lackierte Oberfläche z.B. abschmiergeln).
 
ja, hier wurde etwas gefachsimpelt:ROFLMAO:

Das ließt man des öfteren, dass das PTM ein paar Zyklen braucht, um seine volle Leistung zu bringen.


Unter diesen beschriebenen Umständen würde ich auch erstmal bei dem PTM bleiben.
Ich bin der Meinung, für diese paar % ist das ein zu großer Aufwand, bzw. langfristige Spuren....
Ist mit dem PTM auch einfacher, das Notebook wieder zu verkaufen, etc.....
 
Bei Notebook-Kühlern bin ich skeptisch, Erfahrungsberichte reichen von "bringt null komma gar nix" bis hin zu "besser als flüssiger Stickstoff!!".
Das liegt daran, wie das Pad konstruiert ist. Wie gesagt, mit möglichst großen Lüftern direkt in die Lüftungsöffnungen zu blasen bringt wenig, insbesondere wenn das Pad direkt am Unterboden anliegt. Genau das machen aber die meisten Pads. Ziel muss stattdessen sein, den Notebook-Body als Ganzes zu kühlen, so dass er als Kühlkörper funktionieren kann.
Und das geht am Besten, indem man eine möglichst große Temperaturdifferenz zwischen Notebook-Oberfläche und der unmittelbaren Umgebung herstellt. Der Unterboden bietet hierfür die meisten Reserven, wozu er aber von der Unterlage abgehoben werden (integrierte Klappfüße für Notebooks wie bei Desktop-Tatstaturen wären genial), und die darunter befindliche, erwärmte Luft ausgetauscht werden muss.

Ich habe mir mal grob eine Selbstbauskizze mit 2x120mm Lüftern gemacht, Hauptproblem wird es sein, die zwei Lüfter *elegant* zu versorgen ohne großes Kabelwirrwar und Flickwerk.
Das werden wohl gewöhnliche Desktop-Geäuselüfter, also Axiallüfter sein. Bei 120mm Durchmesser sind die eher schlecht geeignet.

Das Notebook wird dadurch mindestens 2cm höher gelegt, das schreckt mich ab, da ich ziemlich viel schreibe und ein erster Test mit untergelegtem Buch verlief eher unangenehm
Mach mal Folgendes: Lege das Buch nur unter die Hinterkante des Laptops, so dass es schräg steht und unter dem Unterboden im Wesentlichen Luft ist. Da nun die Lufteinlässe mehr Platz zum "Atmen" haben, sollten sich so die Temperaturen schon leicht (aber vermutlich nicht ausreichend) verbessern. Wenn du nach längerer Last mal unter das Notebook an den Unterboden greifst, insbesondere im hinteren Bereich, wirst du feststellen, dass er deutlich erwärmt ist.
Und nun stell dir vor, ein Luftzug würde dafür sorgen, dass der Unterboden kaum mehr als handwarm ist! Dann hättest du genau den Effekt, den ein gutes Kühlerpad erzielen sollte. Vielleicht hast du ja schon irgendetwas griffbereit, um so einen Luftzug testweise zu erzeugen.
 
Soo, jetzt melde ich mich auch mal.

Ich habe sowas, ein alter Netzteillüfter, der aufs Laptop pustet.
Hat beim T14 Gen 1 Intel, L14 Gen 1 AMD und T14 Gen 5 AMD eine Menge gebracht.

Beim T15g Gen 2 (also praktisch eine Art P15 Gen 2) mit i7-11800H @~100W + RTX 3070 Laptop @ 90+10W kühlt es etwas das Gehäuse jetzt im Winter (18-19 Grad Umgebungstemp), mehr aber nicht wirklich.
Auf der Nvidia ist PTM7950, auf der Intel CPU Flüssigmetall, allerdings schon ein paar Jahre alt, wurde gestern von mir nachgeschmiert, aber nicht komplett entfernt und erneuert. Ich habe ein Delta von ca. 6-12K zwischen den Kernen, bei kaltem Kühler mehr, als wenn das System knülleheiß ist.
Bin ich nicht zufrieden mit und ist weit weg vom Optimum, sollte wohl früher locker die 125-130 Watt abgezogen haben, aber für mich ist das erst einmal okay.

Folgend eine grafische Ausarbeitung.
1. Graph: CPU Temp rot, GPU Temp Grün
2. Graph: CPU TDP Rot, GPU TGP Grün, Total System Power Blau
3. Graph: CPU Thermal Throttling Ja (1)/nein (0)

War ein heißer Boot, das Gerät war schon ziemlich warm durch vorige Tests.
Ich habe bei 00:30 Prime95 mit 100% CPU Last erzeugt, hierbei war die TDP auf maximal 150W limitiert.
CPU machte kurzzeitig 120 Watt und pendelte sich bei etwa 115 Watt ein mit 100°C
Bei ~02:50 habe ich das CPU TDP Limit auf 100W Limitiert, die CPU Temp ging auf etwa 92°C runter.
Bei ~4:30 habe ich zu Prime95 noch Fur Mark aufgelegt. Die TGP der GPU geht hoch, die CPU TDP kurzzeitig runter.
Das System braucht da etwas, um sich zu fangen.

Von ca. 5:15 bis 12:15 habe ich das Gerät mit Prime95 (100W TDPLimit ) und Furmark (90+10W) laufen lassen.
Ich habe in der Zwischenzeit irgendwann meinen Lüfter (siehe Foto) zugeschaltet von unten auf das Gerät pusten lassen und zum Ende hin wieder abgeschaltet.
Ich sehe es nicht, maximal (!) spüre ich das in synthetischen Benchmarks an der GPU, die dann 0,5-1 °C weniger hat.

1767969592986.png

Funfact - 252 Watt Total System Power, das 230Watt Netzteil ist überlastet und der Akku entlädt dabei :D
 

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Ich sehe es nicht, maximal (!) spüre ich das in synthetischen Benchmarks an der GPU, die dann 0,5-1 °C weniger hat.
Du hast ein klassisches (nicht-funktionierendes Kühlerpad) nachgebaut, das mit einem Axiallüfter von unten direkt gegen den Unterboden bläst und vergeblich versucht, mehr Luft durch die Lüftungsschlitze zu pressen. Die wenige Luft zwischen Lüfter und Unterboden kann nicht weg.

Da du ja genug "Baumaterial" hast, mach mal Folgendes:
1. Entferne die Wände deines Kühlerpads (die behindern nur den Luftstrom)
2. Bocke den Lüfter ca 3cm auf, so dass er von unten gut Luft ziehen kann.
3. Bocke das Notebook am besten nur an den Ecken nochmal ca. 3cm über die Oberkante des Lüfters auf, so dass sich die aus dem Lüfter ausströmende Luft gut verteilen kann.

Im Grunde brauchst du also nur vier kleine Legotürme für den Lüfter und vier Große für das Notebook. Das sollte dem Funktionsprinzip meines Kühlerpads halbwegs nahe kommen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie entscheidend der Unterschied zwischen meinen waagerecht blasenden Radiallüftern gegenüber deinem senkrecht blasenden Axiallüfter ist.
Ideal für diesen Test wäre wohl ein kalter Fön, der von der Seite unter ein 3cm aufgebocktes Notebook bläst. Wichtig ist, dass unter dem Unterboden etwas Luft ist die sich erwärmen kann, aber auch, dass diese schnell abtransportiert wird (also nicht zu viel Luft, die nur in sich verwirbelt).
 
@hikaru

Das nicht funktionierende Kühlpad hat richtig gut funktioniert bei meinen anderen Geräten, aber du hast Recht, optimal ist das noch nicht mit ca. 1cm Abstand zum oberen Laptop
:)

1. Wenn ich die Wände entferne, bricht das Konstrukt zusammen^^, außerdem ist ein T14 darunter ;-) Dieses habe ich für meine Tests entfernt, sodass genügend Luftstrom vorhanden ist.
2. Damit hat der Lüfter ca. 6cm Platz
3. Gesagt getan, waren aber eher 8cm

Der Luftstrom hat sich verbessert, das Gehäuse ist (subjektiv) noch etwas kühler, als mit der "zugebauten" Kühllösung.
Aber an den CPU und GPU Temperaturen beim T15g Gen2 hat sich dennoch nicht wirklich was getan.
Ich denke SSD und co werden durch die geringere Gehäusetemp etwas besser darstehen. Das war bei meinem L14 auch immer "Hotspot" beim Zocken.
 
Das sollte sich mit CrystalDiskInfo feststellen lassen, das die SSD-Temperatur anzeigt.
Ja, aber eine Momentaufnahme bei einem kurzen Test ist da nicht sehr aussagekräftig, deshalb habe ich davon abgesehen, war auch nicht der Fokus bei meinen Test.
Wenn ich Aussagen treffe, statt Vermutungen,.möchte ich, dass diese halbwegs fundiert sind.
 
Wenn ich über die Lüftersteuerung die Kühlung etwas runterregele (ca. Stufe 5 beim Zocken mit Far Cry 6 und rund 75-80°C auf CPU und GPU) , damit es etwas ruhiger läuft, bringt eine externe Belüftung noch deutlich was.
Ohne heizt sich das Gehäuse gut durch.

Die SSD Temperaturen sind dennoch etwas höher: Ca. 64-68 Grad bei der unter der Tastatur, da tut eine externe Belüftung nichts oder nicht viel.
Die, die auf der Unterseite ist, bekommt durch den Luftstrom eine etwas verbesserte Kühlung, ist bei knapp unter 60°C, verliert durch die Kühlung 2-3 Grad..
(Sind Schätzwerte, SSD Temperatur schwankt im Sekundentakt)
 
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