Oft CCFL an/aus = kontraproduktiv ?

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Saugblaser

Guest
Themenstarter
Hallo,

bei den Röhrenmonitoren sind erfahrungsgemäss gerne die Geräte ausgefallen, die oft ein- und ausgeschaltet wurden. Also der klassische Privatmonitor. Die Firmenröhren, die morgens an- und abends abgestellt wurden, sind meist ewig gelaufen.

Wie verhält sich das mit der CCFL-Hintergrundbeleuchtung beim Notebook ? Da hier ja schon paar Watt durchlaufen, stellt man wohl gerne den Timer für CFL aus recht kurz ein bei Akkubetrieb. Schadet das nun der Röhre ? Wenn ja, wäre es vielleicht besser, die Röhre brennen zu lassen und lieber den Akku mehr zu verschleissen. Denn den Akku austauschen wird einfacher und billiger sein ...

Was meinen die Fachleute ?

Gruss Gustav
 
Da jede Zündung der Röhre die Lebensdauer verkürzt, ist das in der Tat eine Überlegung wert.

Im Energiemanager kann man ja auch die Helligkeit nach x Minuten 'runterdimmen lassen (man muß ja nicht ausschalten lassen) - da ich allerdings entweder mit dem Ding arbeite oder es 'runterfahre kommt die Einstellung nicht wirkl. zum tragen ;)
 
erst ab der 15min sollte man eine CCFL abschalten - alles drunter verkürzt die lebensdauer erheblich! Ab der 10min ist ne CCFL erst richtig aufgeheizt - teilaufheizen führt zu schnellerm "verschleiß"
 
[quote='u.mac',index.php?page=Thread&postID=684283#post684283]Da jede Zündung der Röhre die Lebensdauer verkürzt ...[/quote]
Genau diesen Verdacht habe ich auch ...

Gruss Gustav
 
On/off

Der Kern der Antworten ist... "sollte" und "Verdacht".
Also im Prinzip Vermutungen, und genau das sind sie.

Die CCFLs arbeiten völlig anders als die Leuchtstoff-Röhren im Supermarkt und die Braunschen Röhren im Fernseher.
Die CCFL Lämpchen werden 250-300 mal pro Sekunde komplett an/abgeschaltet, da sie ja vom Inverter mit Pulsweitenmodulation gesteuert werden. Das nennt sich Soft-Start. Hierbei geht die Ionisierung unterhalb von 10ms nicht verloren.
Beim totalen Ausschalten geht die Ionisierung verloren und muss neu aufgebaut werden. Die üblichen Lämpchen sind hier auf nur ca. 500.000 On-/Off switches ausgelegt, bevor sie evtl. etwas langsamer reagieren und länger zum Ionisieren brauchen.

Also, bei einer Notebook Lebensdauer von ca. 4 Jahren sollte man weniger als 500.000 mal den Bildschirm unnötig an-/ausschalten, bevor er langsamer beim Einschalten wird, oder ausfällt.
Die Temperatur ist völlig wurscht. Das Einzige was eine CCFL killt, ist der Anodenstrom (Quecksilber-Sputtering = dunkle Rauchfahnen an den unteren Enden) und die UV Strahlung, die die Phosphorlayerschichten zerstört und die Plastikdiffusoren/Leiter vergilben läßt.

Sehr schön läßt sich dies an den Flexview Displays sehen. Die IPS sind dermaßen lichtundurchlässig, daß die CCFL mit Überstrom betrieben werden müssen, damit die LCDs einigermassen hell sind. Nach nur 2-3 Jahren sind die Flexviews dann dunkel und gelblich, da die CCFLs völlig am Ende sind. Bei den TN halten die CCFLs heute viel länger, weil TN wesentlich lichtdurchlässiger ist. Wer will, kann sich ja mal die Transistor-Layers der Displays zu Gemüte führen.

my 2 cts...
 
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