Office-Turbulenzen allenthalben und Europas Weg zur digitalen Souveränität: Neugründungen, Forks, Kooperationen: der aktuelle Stand - eine Annäherung

saint_nabor

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Das Unbehagen, sich ganz auf Microsoft verlassen zu sollen, zieht momentan Kreise: Kaum eine Woche vergeht ohne neue Initiativen, Ansätze oder Projektmeldungen. Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Open Source und nicht zuletzt Lizenzkosten ist in vollem Gange. Ein Blick auf die Neugründungen, auf Kooperationen und mehr.

Guten Morgen liebe Thinkpad-Community,😊

Neuerdings arbeiten mehrere Firmen – darunter Ionos und Nextcloud – an einem Projekt namens „Euro-Office“. Ziel ist eine quelloffene Office-Suite, die die genannten Aspekte konkret umsetzt. Die Akteure setzen dabei auf einen Fork des seit 2009 bestehenden OnlyOffice.

Neue Info zum Fork: zu Euro-Office: Euro-Office
Laut Eigenbeschreibung entsteht dort eine webbasierte, kollaborative Office-Lösung für Dokumente, Tabellen, Präsentationen und PDFs – gedacht zur Einbettung in andere Anwendungen wie Filesharing, Wikis oder Projektmanagement-Tools.

Dass OnlyOffice als Basis herangezogen wird - steht nun fest - gleichwohl wirft dies z.B. auf Reddit verwunderte Fragen auf - heiß diskutiert: Warum Euro-Office, aber nicht LibreOffice?

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(310 Upvotes, 187 Kommentare)

Zitat:
(aus dem o.g. Thread) „Ich sehe ständig Schlagzeilen über die 'Euro-Office'-Initiative, um Microsoft Office in ganz Europa zu ersetzen, und ehrlich gesagt... ich verstehe es nicht. Warum das Rad neu erfinden? LibreOffice gibt es doch schon."(Ende des Zitats)

Nun - damit nicht genug: LibreOffice hat derzeit noch mehr Sorgen und Konflikte

Der Konflikt um LibreOffice : Genau hier wird es turbulent: Die Document Foundation (TDF) steckt momentan (selbst) in einer tiefen Krise. Ein Beitrag im Linuxguides-Forum spricht sogar von einem „Debakel sondergleichen“ – besonders bitter für alle, die auf LibreOffice gesetzt haben.
Hintergrund: vgl. den Thread "TDF und LibreOffice-Turbulenzen und "Krisennachrichten": ( LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community )

Kurzfazit: Besonders schmerzlich ist der Vertrauensverlust. Denn das Open-Source-Modell lebt wesentlich von Zusammenarbeit. Wenn Strukturen versagen und Menschen sich in Zwist verrennen, ist das eine bittere Lektion für die gesamte Gemeinschaft. Und das ausgerechnet jetzt, wo echte Alternativen zu Microsofts Dominanz so dringend gebraucht würden.

Beispiele für LO-Großprojekte: es gab immer wieder Leuchtturmprojekte mit LibreOffice:
  • Dänemark
  • Schleswig-Holstein
  • Österreichisches Bundesheer
(vgl. Wikipedia: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen)

Persönliche Einschätzung: Für mich war LibreOffice lange ein starkes Zeichen für das andere Modell – ein Garant für digitale Souveränität und Offenheit. Ich werde die Projekte weiter beobachten, erstmal bei LO bleiben, solange es für mich funktioniert. Aber ich werde mir auch Collabora Office und OnlyOffice/Euro-Office ansehen. In den nächsten 12–18 Monaten könnte sich zeigen, wohin die Reise geht.

Was bleibt? Ein echtes Debakel – aber paradoxerweise hat der Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der freien Bürosoftware gerade erst richtig angefangen. Und LibreOffice geht darin leider geschwächt ins Rennen.

Ausblick: Übrigens: Vom 10. bis 12. September findet die LibreOffice-Konferenz in Pordenone, Italien, statt. Mal sehen, was daraus wird.


ein kleiner Videoclip zum Thema; Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand

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und eine satirische Antwort auf das Projekt: Microsoft Reacts to the New Europe-Office

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weitere Hintergründe - Artikel, Diskussionen und mehr:

der erwähnte Artikel; Also - wäre das nicht schon turbulent genug: zur TDF und LibreOffice allein gibts derzeit Turbulenzen und "Krisennachrichten": LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community

und passend zu der Debatte: Ein aktuelles Beispiel für den politischen Druck: (Heise) Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung - ein Heise-Artikel: Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung

eine Übersicht: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen:
...und auch ein Blick nach La France 🇫🇷 ist sehr aufschlussreich: Digitale Souveränität: Der Staat beschleunigt den Abbau außereuropäischer Abhängigkeiten vgl. https://www.numerique.gouv.fr/sinfo...ique-reduction-dependances-extra-europeennes/ ( Veröffentlicht am Mittwoch, 8. April 2026 | DINUM )

....im Rahmen einer Initiative zum Schwerpunkt: "Digitale Werkzeuge, Öffentliches Beschaffungswesen" formiert sich in Frankreich ein Prozess, der sehr interessant ist: 🇫🇷:love:

Auf Initiative des Premierministers, des Ministers für öffentliche Maßnahmen und Finanzen sowie des Beigeordneten Ministers für Künstliche Intelligenz und Digitales organisierte die Interministerielle Direktion für Digitales (DINUM) in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Unternehmen (DGE), der Nationalen Agentur für Cybersicherheit Frankreichs (ANSSI) und der Direktion für staatliches Beschaffungswesen (DAE) am Mittwoch, den 8. April 2026, ein interministerielles Seminar. Ziel war es, die gemeinsamen Bemühungen zum Abbau außereuropäischer digitaler Abhängigkeiten zu verstärken. Die Veranstaltung, die Minister, Regierungsstellen, öffentliche Betreiber und Akteure der Privatwirtschaft zusammenbrachte, markiert eine Beschleunigung der französischen und europäischen Strategie für digitale Souveränität.
Verstärktes Engagement des Staates
Im Anschluss an die jüngsten Richtlinien des Premierministers, insbesondere die Rundschreiben zur digitalen öffentlichen Auftragsvergabe und zur allgemeinen Einführung des Videokonferenztools „Visio“, ermöglichte das Seminar die Formulierung eines klaren Ziels: die digitalen Abhängigkeiten des Staates von außereuropäischen Ländern zu verringern.

zuletzt noch die beiden Github-Ressourcen zu Euro- und OnlyOffice

Euro-Offfice@github: https://github.com/Euro-Office

OnlyOffice@Github: https://github.com/ONLYOFFICE


Euch allen hier auf dem Thinkpad-Forum noch einen schönen Einstieg ins Wochenende 😊
 
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Hallo


Weil ich mir das nicht vorstellen konnte, habe mal ein wenig gesucht, ob es wirklich nie oder nur schwierig zu bekommende Elster-SW für Linux gibt. Hier was ich finden konnte.
Monsterdicken Dank für die von Dir eingebrachte Zeit und die Ergebnisse Deiner Recherche!
Ja, ELSTER ist unter Linux verfügbar, jedoch nicht mehr als installierbare Desktop-Software, sondern primär als webbasierte Lösung.
Wenn eine Soft nur mittels eines Browsers läuft - dann ist sie browserabhängig und da irgendein Browser üblicherweise für jedes Betriebsystem verfügbar ist, somit per se betriebsystemunabhängig konzipiert.
-ElsterFormular (Desktop): Die klassische Installationssoftware ElsterFormular gibt es offiziell nicht für Linux.
So ist es.
Die Finanzbehörden stellen keine Version bereit, da sie als nicht wirtschaftlich gilt. Nutzer versuchten früher den Einsatz via Wine, doch da die Abgabe ab dem Steuerjahr 2020 zwingend über das Webportal erfolgen muss, ist diese Methode obsolet.
Stimme ebenfalls.
*Zusammenfassend: Für die Steuererklärung unter Linux nutzen Sie einfach das Mein ELSTER-Webportal in Ihrem Browser. Bei Nutzung eines ELSTER-Sticks laden Sie den ElsterAuthenticator für Linux herunter.
Werde ich ganz bestimmt nicht!
Des Weiteren gibt es seit 2006 ein eigenes Elster Forum für Linux für Anwender, und im Ubuntuusers Forum hat's auch einen eigenständiges Wiki mit Installationshilfen, Tips und Tricks.
Natürlich (TM) habe ich dazu wieder mal eine Meinung, welche vermutlich 99,9% aller Forumsbewohner nicht teilen - und vermutlich auch nicht interessiert. Trotzdem:

- Eine vertrauliche Bearbeitung von persönlichen Daten kann nur auf einem Rechner erfolgen, welcher offline betrieben wird. Am besten mittels einer Installation, die gar nichts vom LAN weiss. Dies bedingt eine lokale Installation - und diese gab und gibt es für Linux nicht.

- Wer seine Steuerdaten auf einem Rechner verwaltet der online ist, hat grundsätzlich einen Teiles der Kontrolle über sein Leben freiwillig abgegeben. Dies mag jeder für sich selbst entscheiden.

- Wenn ich meine Daten nicht in meinem unmittelbar beeinflussbaren Umfeld bearbeiten kann, also einem lokalen Desktop-Rechner, dann ist für mich ein ersatzweise obligates und somit zwangsweises Online-Angebot vollumfänglich obsolet. Die Steuerberater freuen sich über die Aufträge. Aber gleichzeitig haften sie auch für Schäden durch Datenverlust, Fristüberschreitung oder fehlerhaftes Ausfüllen.

- Eine Online-Bearbeitung kann durchaus hilfreich sein. Aus Bequemlichkeitsgründen, papierfreiem Büro - oder einfach deshalb, weil es nichts sonderlich erwähnenswertes gibt, was explizit beantragt werden müsste. Sogesehen ein Fortschritt. Aber wer der Sache in Bezug auf Datensicherheit traut, agiert auf eigenes Risiko. Ihr wisst schon - Internet ist Neuland für uns...

- Ich möchte an dieser Stelle DRINGEND darauf hinweisen, daß jede Art der Kommunikation mit den Steuerbehörden, wenn überhaupt, GRUNDSÄTZLICH nicht mittels Mail oder ähnlichem statt finden sollte, sondern immer nur über das Portal. - Denn: Die Phisher dieser Welt warten nur zu gierig auf Euch.
 
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Ich geb's endgültig dran im Forum weiter zu schreiben. Du bist eindeutig zu schlau für mich verschenk_nix. Es gibt weit schönere Dinge, als meine Zeit mit Menschen Deines Schlages zu vergeuden

TS
 
- Wenn ich meine Daten nicht in meinem unmittelbar beeinflussbaren Umfeld bearbeiten kann, also einem lokalen Desktop-Rechner, dann ist für mich ein ersatzweise obligates und somit zwangsweises Online-Angebot vollumfänglich obsolet.

Jetzt mal für Dumme.

Du bearbeitest Deine Steuererklärung offline.
Dann müssen die Daten i-wie zum Finanzamt.
Die Zeiten, in denen man Papierbögen beim FA persönlich abgab, sind vorbei.
Also wirst auch Du elektronisch übertragen.
Dabei ist Dein Rechner online und verwendet bei der Übertragung TLS.

Alternativ kann man die Steuererklärung in einem Browser durchführen.
Dabei ist der Rechner online und verwendet zur Verschlüsselung https, also ebenfalls TLS.

Wo genau ist der Unterschied?
 
jede Art der Kommunikation mit den Steuerbehörden, wenn überhaupt, GRUNDSÄTZLICH nicht mittels Mail oder ähnlichem statt finden sollte, sondern immer nur über das Portal.
Die Behörden weisen selber darauf hin. Es geht nicht einmal in erster Linie um Phishing, sondern um Daten- und Terminsicherheit generell. Wenn man die alte Formular- und Belegverarbeitung mal mit bekommen hat ...... mit den ersten Digitalisierungsschritten wurden die Belege zentral eingescanned (per Postversandweg). Elster war anfangs ein reines Formularersatzprogramm. Ich hatte zu der Zeit schon ein Steuerprogramm per Win16 Diskette (unter OS/2 laufen), wegen der zusätzlichen Informationen und Hilfen, parallel eigenes Tabellenprogramm zur Rechnerei (Kontrolle). Das benutzte Steuerprogramm bietet inzwischen eigenen Server etc. an, aber ich nutze es immer noch offline lokal, nutze die Zusatzinfos und Übertragung an FA per Elster (Feature im Steuerprogramm). Inzwischen auch anstelle Mail das Portal, weil damit alles direkt an der Steuernummer hängt und nicht an EMail- und Userids, damit ohne Umwege alles direkt beim Sachbearbeiter im Zugriff. EMail landet wie Papier heute noch erst eimal bei der Poststelle :-) . Die Finanzämter hängen am Mainframe-Rechenzentren, da ist Linux, Mac und Windows nicht das große Thema.

Zur Onlinearbeit/-eingabe und Auswärtsspeicherung habe ich einfach eine Hemmschwelle, mit Gründen wie von @verschenk_nix beschrieben. Soweit ich feststellen konnte, gibt es dieses Steuerprogramm auch für Linux und vermutlich mit den gleichen Funktionen. Es macht eigentlich m.E. wenig Sinn für die Finanz-Behörden Elster für alle möglichen Systeme auszubauen, wenn es genügend Steuerprogramme gibt, die per Elster dann übertragen. Das FA ist keine S/W-Firma, sondern sollte effektiv Steuererklärungen bearbeiten, Mogeleien verhindern usw. Das Personal ist relativ begrenzt.

BTW zum Thread Thema: Bei Gericht wird ja ebenfalls eine eigene Software / Formulardienst aus ähnlichen Sicherheits- und Termingründen benutzt. Für RA Pflicht, denen nutzen Office-Pakete höchstens noch für Papiermail, aber nicht mehr zur Klageschrift.
 
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Ich geb's endgültig dran im Forum weiter zu schreiben. Du bist eindeutig zu schlau für mich verschenk_nix. Es gibt weit schönere Dinge, als meine Zeit mit Menschen Deines Schlages zu vergeuden

TS
Ich schrieb doch, daß vermutlich 99,9% der Forumsbewohner anderer Meinung sein dürften. Meinen ehrlichen Dank dafür, daß Du durch Deine Antwort meine Einschätzung bestätigst.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Jetzt mal für Dumme.
Ganz im Gegenteil. Ein Dummer würde niemals nachfragen! Merci dafür.
Du bearbeitest Deine Steuererklärung offline.
Dann müssen die Daten i-wie zum Finanzamt.
So war und so ist es.
Die Zeiten, in denen man Papierbögen beim FA persönlich abgab, sind vorbei.
Also wirst auch Du elektronisch übertragen.
Nein, nein - Niemals nein.
Dabei ist Dein Rechner online und verwendet bei der Übertragung TLS.

Alternativ kann man die Steuererklärung in einem Browser durchführen.
Dabei ist der Rechner online und verwendet zur Verschlüsselung https, also ebenfalls TLS.

Wo genau ist der Unterschied?
1) Früher (TM) - Als das Finanzamt noch mit Papier und Fax gearbeitet hat:
Die offline erstellten Unterlagen ausgedruckt und persönlich vorbei gebracht.
Vorher Zwischenstop beim Steuerberater um vorort persönlich letzte Details zu klären.

Steinzeit-Methode, aber die wollten oder konnten es ja nicht anders.

2) Heute - (Wie ich es mir wünschen würde) - Offline vorbereitet, dem Steuerberater zur Endkontrolle als grundsätzlich fertiger Datensatz vorbei gebracht, um persönlich letzte Details zu klären - und finales Einreichen über den Steuerberater.

Wie der Steuerberater die Daten zum FA bekommt, ist seine Sache.

3) Heute - (Wie es ist) - Keine Möglichkeit, die Daten selbst finanzamtstauglich offline vorzubereiten. Ausnahmslos alles muß somit über den Steuerberater laufen. Ewig lange Dateneingabe, Formatierung, Prüfung... - und das kostet Arbeitsstunden. Dinge, die früher finanzamtstauglich in "Heimarbeit" erledigt werden konnten stehen auf einmal auf der Rechnung. Ich gönne es ihm, er kann wirklich was.

Und nochmal:
Es geht ausschließlich um die Haftung und Datensicherheit. Deshalb werden auch in der Industrie und Verwaltung grundsätzlich bei kritischen Dateninhalten keine web-basierten Werkzeuge online genutzt. Verschlüsselung hin, Verschlüsselung her.

Und um mal wieder zum Thema zu kommen:

Gleiches gilt auch für Office-Produkte, denn um diese ging es ja hier. Der Zwang, die Officelösung eines bestimmten Anbieters zu nutzen, der sich selbst anmaßt, den Weltstandard zu definieren, führt zwangsläufig zu Begehrlichkeiten die einer vertraulichen Datenübermittlung widersprechen. Dies gilt um so mehr für Drittanwendungen, die ausschließlich für das Betriebssystem dieses Anbieters verfügbar sind.
 
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3) Heute - (Wie es ist) - Keine Möglichkeit, die Daten selbst finanzamtstauglich offline vorzubereiten. Ausnahmslos alles muß somit über den Steuerberater laufen. Ewig lange Dateneingabe, Formatierung, Prüfung... - und das kostet Arbeitsstunden. Dinge, die früher finanzamtstauglich in "Heimarbeit" erledigt werden konnten stehen auf einmal auf der Rechnung. Ich gönne es ihm, er kann wirklich was.
Das stimmt nicht! - Es gibt ahlreiche Steuerprogramme für Arbeitnehmer, die genau das können. Man muss lediglich zur Übertragung an das Finanzamt kurz online gehen. Alternativ boten/bieten diese Programme auch den Druck in die Formulare oder incl. Formularen fertig ausgefüllt auf weißem Papier an.

Ich habe dies schon 1 1/2 Jahrzente lang in dieser Art durchgeführt, dafür einen separaten Rechner nur für diesen Zweck im Schrank liegen gehabt. Davor hatte ich drei Jahrzehnte lang die Formulare ausgefüllt und mit Belegen persönlich beim zuständigen Finanzbeamten abgegeben, der nach Abgleich der Daten mir die Belege direkt wieder mitgegeben hatte. - Einen Steuerberater habe ich bisher nie in Anspruch genommen.
 
Das stimmt nicht! - Es gibt ahlreiche Steuerprogramme für Arbeitnehmer, die genau das können.
Wir sprachen hier die gesamte Zeit von ELSTER und dessen nachweislich nicht vorhandenen Linux-Verfügbarkeit. Nicht von irgendwelchen der zahlreichen anderen Steuerprogramme. Das wäre ein gaaaaanz anderes Thema gewesen.

Äpfel + Birnen = Kompott

Abgesehen davon:
Mir reicht's.
Bin jetzt raus hier.
 
Beim Militär ist man wohl daran gewöhnt, leidensfähig zu sein und allgemein sind die Österreicher ja auch nicht gerade für ihre fixe Art bekannt (sorry an die aus dem Nachbarland, diese Vorlage konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen). :ROFLMAO:
Wenn man allerdings genauer darüber nachdenkt, wird ein Großteil der "Angestellten" allerdings keine Firmen-Email besitzen und ebenso wenig mit Office-Produkten in Berührung kommen. Die Anzahl, die das betrifft, dürfte sich in einem kleinen Land wie Österreich wohl eher auf dem Niveau eines kleinen mittelständischen Unternehmens bewegen. Ein deutsches Bundesland mit seinem ganzen Verwaltungsapparat hat da sicher ganz andere Anforderungen und ist allein schon wegen der Größe auch eine ganz andere Hausnummer.
Und es bleibt ebenso die spannende Frage offen, auf welche Probleme das österreichische Militär noch treffen wird, wenn es gemeinsam in Nato-Verbund agieren will/muss, wobei ich da nicht mal an den echten Verteidigungsfall denken will.

Grüße Thomas
 
Ich glaube, es gibt ein Mißverständnis zur Speicherung. Wenn ein Office-Tools mich auf eine Cloud zwingt, ist es für mich gestorben. BTW ich nutze nach wie vor Lotus und habe MS Office 2003+ nur zur Portierung, Ausnahme Powerpoint für Folien. Bei mir geht nichts auf Cloud oder auswärtige Speicher.

Zum FA: die Steuererklärung inkl. Gewerbe mache ich selber per Pgm offline. Die Übertragung an FA geht via Steuerprogramm durch Aufruf seines Elsterfeatures, das logged sich im Portal ein und liefert. Ich bin selbst mit dem Programm (außer dieser Übertragung im Hintergrund) komplett offline und bekomme, wenn fertig, Übertragungsprotokoll. Statt Mail mache ich login im Elsterportal, natürlich dazu via Browser, den ich auch jetzt im Forum nutze.............. Insofern ....... wie @Mornsgrans .... nur vermutlich schon früher auf LSt-Programm umgestiegen.
 
Hi verschenk_nix

selbst auf die Gefahr hin, dass ich von den Mods gesperrt werde, muß ich Stellung zu Deinen sehr mutigen Aussagen nehmen

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Ich mag einfach keine Menschen, die völlig unreflektiert Behauptungen, Ansichten und Meinungen verbreiten, die sich im Nachhinein als totaler Schwachsinn ohne jegliche nachprüfbaren Grundlagen herausstellen. Meine 2 Beispiele auf Deine Elster / Corel Linux Ausagen hier beweisen das.

Besonders frech finde ich, wenn diese Menschen ihre nachgewiesene Falschaussagen noch schulmeisterisch, großspurig, überheblich-arrogant und vor allem hohl wieder anzweifeln.

Von diesen "Spezialisten" haben wir einfach zu viele rumlaufen, die sich über Unfrieden stiften, Falschaussagen spreaden sich an der Wut anderer hochziehen sich daran erfreuen.

Was Dich betrifft: Du hast ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung

TS
 
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Wir sprachen hier die gesamte Zeit von ELSTER und dessen nachweislich nicht vorhandenen Linux-Verfügbarkeit.

Dann habe ich meine Steuerklärung entweder nicht mit Elster oder einem anderen BS gemacht dieses Jahr. Das geht im Browser und damit ist im Gegensatz zu früher die Frage des OS obsolet.

Ausgerechnet bei der Steuer hat das FA die Identität der Person dazu doch so oder so, ergo ist da irgendwelche Geheimniskrämerei so oder so Humbug.

Ist auf jeden Fall besser als das Gefrickel mit irgendwelchen nur unter Windows lauffähigen Programmen, für die man meist auch noch etwas abdrücken darf und/oder die einem zeitgemäß ein Abo aufdrücken wollen, wenn man nicht aufpasst. Die Erstattung ist bei mir auch nicht so, dass sich ein Steuerberater dafür lohnen würde oder die Mitgliedschaft in einem Hilfeverein. Meine Millionen liegen jedenfalls sicher im Lotto-Jackpot.

Spätestens ab 2027 ist Stand jetzt der Bescheid sowieso nur noch digital (nicht die Erklärung selber), daher muss man ab da eine irgendwie gültige Mailadresse haben.


Die AusweisApp läuft ebenfalls unter Linux und per Zertifikat ist ebenfalls OS-unabhängig. Für smarte Endgeräte gibt es ElsterSecure.

PS. Die erste Beta-Version der AusweisApp habe ich sogar selber aus der damals nur per Quellcode oder als deb vorhandenen Version mittels Alien für Opensuse in eine lauffähige rpm-Version gewandelt und zurückgeschickt. Auf den Dank warte ich bis heute;-)

Auf jeden Fall ein spannendes Popcorn-Thema passend zur hoffentlich letzten hitzigen Phase dieses Sommers.
 
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Spätestens ab 2027 ist Stand jetzt der Bescheid sowieso nur noch digital (nicht die Erklärung selber), daher muss man ab da eine irgendwie gültige Mailadresse haben.
Nur der Vollständigkeit halber, wie es bisher aussieht (und vermutlich/hoffentlich bleibt). Der Bescheid kommt nicht per Mail, sondern die Mail sieht bisher so aus:
Sehr geehrte Damen und Herren,
für Sie wird von Ihrem Finanzamt bzw. Ihrer Finanzbehörde (Bayern) über das Verfahren ELSTER in Kürze eine verschlüsselte Datei mit allen wesentlichen Daten zum Einkommensteuerbescheid 2020 zur Abholung bereitgestellt.
Sie können diese Datei über die entsprechende Funktion Ihres Steuerprogrammes ab dem 17.12.2021 auf Ihren PC herunterladen!
Sollten Sie die Daten nicht abholen, so werden diese nach 6 Monaten automatisch gelöscht.
Dies ist eine automatisch generierte E-Mail - bitte antworten Sie nicht an diese Mailadresse.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Finanzamt / Ihre Steuerverwaltung
Ich hatte Briefpost zusätzlich angekreuzt und den Bescheid wie üblich zusätzlich per Papier bekommen. (Bin etwas altmodisch, selber drucken auf 9-Nadler :-) ................. zwar sehr gut lesbar, aber ~5-10Min. pro Seite im besseren Graphikmodus .............)
 
Zuletzt bearbeitet:
@albert66

Deswegen wird trotzdem eine Mailadresse benötigt und aus Sicht des Datenschutzes ist es sicher auch sinnvoller, wenn der Bescheid nicht wild per Mail verschickt wird, sondern in einer Umgebung abgerufen wird, die zumindest weitgehend sicher stellt, dass der richtige Empfänger diesen abruft.

Korrekt hätte ich besser geschrieben, dass dann die Information über den Bescheid per Mail kommt. Am Kern der Aussage digital vs. offline ändert es ja nichts und man kann Probleme auch erfinden, wo keine sind;-)
 
Wenn ich die Sicherheit meiner Daten auslagere, dann hätte ich gerne eine Vision, wie sicher die dort sind.

OT. Das hatte ich auch schon in der Tastatur, wollte aber das Thema nicht weiter treiben, sondern halte das eher für eine Pistole.

Vielleicht debattieren wir doch lieber da weiter, wo und wie Open Source und wenigstens nicht monopolisierte Software Dritter ein paar Krümel an Datensouveränität und Unabhängigkeit bringen können, wenn man diese Daten dann zusätzlich auch nicht auf deren Servern lagert.
 
Abseits des Offtopic : was gibt’s denn eigentlich Neues zum Thema Alternative zu M365 ? 😅
 
Abseits des Offtopic : was gibt’s denn eigentlich Neues zum Thema Alternative zu M365 ? 😅
Bevor ich mich zum Österreich -Bashing äußere oder darauf hinweise, daß _wir_ neutral sind und nicht der NATO angehören...und dass an ein deutsches Bundesland natürlich _nichts_ heranreicht...

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