Office-Turbulenzen allenthalben und Europas Weg zur digitalen Souveränität: Neugründungen, Forks, Kooperationen: der aktuelle Stand - eine Annäherung

saint_nabor

Active member
Themenstarter
Registriert
1 Aug. 2023
Beiträge
200
Das Unbehagen, sich ganz auf Microsoft verlassen zu sollen, zieht momentan Kreise: Kaum eine Woche vergeht ohne neue Initiativen, Ansätze oder Projektmeldungen. Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Open Source und nicht zuletzt Lizenzkosten ist in vollem Gange. Ein Blick auf die Neugründungen, auf Kooperationen und mehr.

Guten Morgen liebe Thinkpad-Community,😊

Neuerdings arbeiten mehrere Firmen – darunter Ionos und Nextcloud – an einem Projekt namens „Euro-Office“. Ziel ist eine quelloffene Office-Suite, die die genannten Aspekte konkret umsetzt. Die Akteure setzen dabei auf einen Fork des seit 2009 bestehenden OnlyOffice.

Neue Info zum Fork: zu Euro-Office: Euro-Office
Laut Eigenbeschreibung entsteht dort eine webbasierte, kollaborative Office-Lösung für Dokumente, Tabellen, Präsentationen und PDFs – gedacht zur Einbettung in andere Anwendungen wie Filesharing, Wikis oder Projektmanagement-Tools.

Dass OnlyOffice als Basis herangezogen wird - steht nun fest - gleichwohl wirft dies z.B. auf Reddit verwunderte Fragen auf - heiß diskutiert: Warum Euro-Office, aber nicht LibreOffice?

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

(310 Upvotes, 187 Kommentare)

Zitat:
(aus dem o.g. Thread) „Ich sehe ständig Schlagzeilen über die 'Euro-Office'-Initiative, um Microsoft Office in ganz Europa zu ersetzen, und ehrlich gesagt... ich verstehe es nicht. Warum das Rad neu erfinden? LibreOffice gibt es doch schon."(Ende des Zitats)

Nun - damit nicht genug: LibreOffice hat derzeit noch mehr Sorgen und Konflikte

Der Konflikt um LibreOffice : Genau hier wird es turbulent: Die Document Foundation (TDF) steckt momentan (selbst) in einer tiefen Krise. Ein Beitrag im Linuxguides-Forum spricht sogar von einem „Debakel sondergleichen“ – besonders bitter für alle, die auf LibreOffice gesetzt haben.
Hintergrund: vgl. den Thread "TDF und LibreOffice-Turbulenzen und "Krisennachrichten": ( LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community )

Kurzfazit: Besonders schmerzlich ist der Vertrauensverlust. Denn das Open-Source-Modell lebt wesentlich von Zusammenarbeit. Wenn Strukturen versagen und Menschen sich in Zwist verrennen, ist das eine bittere Lektion für die gesamte Gemeinschaft. Und das ausgerechnet jetzt, wo echte Alternativen zu Microsofts Dominanz so dringend gebraucht würden.

Beispiele für LO-Großprojekte: es gab immer wieder Leuchtturmprojekte mit LibreOffice:
  • Dänemark
  • Schleswig-Holstein
  • Österreichisches Bundesheer
(vgl. Wikipedia: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen)

Persönliche Einschätzung: Für mich war LibreOffice lange ein starkes Zeichen für das andere Modell – ein Garant für digitale Souveränität und Offenheit. Ich werde die Projekte weiter beobachten, erstmal bei LO bleiben, solange es für mich funktioniert. Aber ich werde mir auch Collabora Office und OnlyOffice/Euro-Office ansehen. In den nächsten 12–18 Monaten könnte sich zeigen, wohin die Reise geht.

Was bleibt? Ein echtes Debakel – aber paradoxerweise hat der Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der freien Bürosoftware gerade erst richtig angefangen. Und LibreOffice geht darin leider geschwächt ins Rennen.

Ausblick: Übrigens: Vom 10. bis 12. September findet die LibreOffice-Konferenz in Pordenone, Italien, statt. Mal sehen, was daraus wird.


ein kleiner Videoclip zum Thema; Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Stats: 58 000 views :: 3900 Likes :: 405 Comments


und eine satirische Antwort auf das Projekt: Microsoft Reacts to the New Europe-Office

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Stats: 270 000 views :: 16000 Likes :: 1600 Comments

weitere Hintergründe - Artikel, Diskussionen und mehr:

der erwähnte Artikel; Also - wäre das nicht schon turbulent genug: zur TDF und LibreOffice allein gibts derzeit Turbulenzen und "Krisennachrichten": LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community

und passend zu der Debatte: Ein aktuelles Beispiel für den politischen Druck: (Heise) Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung - ein Heise-Artikel: Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung

eine Übersicht: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen:
...und auch ein Blick nach La France 🇫🇷 ist sehr aufschlussreich: Digitale Souveränität: Der Staat beschleunigt den Abbau außereuropäischer Abhängigkeiten vgl. https://www.numerique.gouv.fr/sinfo...ique-reduction-dependances-extra-europeennes/ ( Veröffentlicht am Mittwoch, 8. April 2026 | DINUM )

....im Rahmen einer Initiative zum Schwerpunkt: "Digitale Werkzeuge, Öffentliches Beschaffungswesen" formiert sich in Frankreich ein Prozess, der sehr interessant ist: 🇫🇷:love:

Auf Initiative des Premierministers, des Ministers für öffentliche Maßnahmen und Finanzen sowie des Beigeordneten Ministers für Künstliche Intelligenz und Digitales organisierte die Interministerielle Direktion für Digitales (DINUM) in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Unternehmen (DGE), der Nationalen Agentur für Cybersicherheit Frankreichs (ANSSI) und der Direktion für staatliches Beschaffungswesen (DAE) am Mittwoch, den 8. April 2026, ein interministerielles Seminar. Ziel war es, die gemeinsamen Bemühungen zum Abbau außereuropäischer digitaler Abhängigkeiten zu verstärken. Die Veranstaltung, die Minister, Regierungsstellen, öffentliche Betreiber und Akteure der Privatwirtschaft zusammenbrachte, markiert eine Beschleunigung der französischen und europäischen Strategie für digitale Souveränität.
Verstärktes Engagement des Staates
Im Anschluss an die jüngsten Richtlinien des Premierministers, insbesondere die Rundschreiben zur digitalen öffentlichen Auftragsvergabe und zur allgemeinen Einführung des Videokonferenztools „Visio“, ermöglichte das Seminar die Formulierung eines klaren Ziels: die digitalen Abhängigkeiten des Staates von außereuropäischen Ländern zu verringern.

zuletzt noch die beiden Github-Ressourcen zu Euro- und OnlyOffice

Euro-Offfice@github: https://github.com/Euro-Office

OnlyOffice@Github: https://github.com/ONLYOFFICE


Euch allen hier auf dem Thinkpad-Forum noch einen schönen Einstieg ins Wochenende 😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Suchstring müsste "erfahrungen nach dem wechsel von microsoft office auf open source" in einem KI unterstützen Browser was ausspucken.
Ich fürchte mit diesem Suchstring wird man beinah unendlich viel zu den Office-Anwendungen selbst finden und zu Kommunikation bzw. Büroorganisation nur vereinzelt etwas. Das müsste man sicher um "Outlook und Bürokommunikation / Organisation" oder so ergänzen bzw. spezieller fassen. OpenOffice und seine vergleichbaren Mitbewerber enthalten ja keinen E-Mail Client und Kalender im dienstlichen Umfeld umfasst für mich eben deutlich mehr als ein Notizbuch, in dem die eigenen Termine gesammelt sind.
Wie gesagt, "Ohne groß selbst recherchieren zu wollen, ..." dachte ich, dass sich hier jemand schon mit diesem Aspekt beschäftigt hat und kurz berichten kann. Also bitte nicht falsch auffassen, ich bin durchaus nicht zu faul selbst zum suchen, ich wollte einfach Meinungen aus erster Hand dazu hören.
 
Guten Morgen

in meinem hier zuletzt geposteten Beitrag ist mir die bislang unbekannte Organisation ZenDiS (Zentrale für Digitale Souveränität) aufgefallen, von der ich vorher noch nie was gehört habe. Eine neue Marmelade, eine neue Nutella-Konkurrenz oder was ist das?

Beim Besuch der Webpräsenz (große, bunte Flächen, voll mit Buzzz-Words zum Thema) zeigte dann schnell, da geht es um ganz, ganz dicke Bretter bohren. Enttäuscht von "neue Weine in alten Schläuchen, bin ich über das in diesem Thread oft erwähnte openDesk gestolpert.
Liest sich gut, bis zum Ende zur Unterseite "Betriebsmodelle" :

1786089351200.png
Stellt sich mir die Frage, was hat das BDI mit Oberschlapphut Dobrindt damit zu tun?

TS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Verschenk_nix


da hilft kein unsichtbarer Ironie Tag. Fakt ist leider

Die Bundesverwaltung zeigt eine erhebliche Abhängigkeit von wenigen US-amerikanischen Anbietern proprietärer Software wie Microsoft, Oracle und IBM, was die digitale Souveränität Deutschlands gefährdet...
Ade
TS
Es sollte uns an dieser Stelle im Forum nicht um die Weiterverbreitung des durchaus berechtigten US-Bashings gegen dort selbstbeschlossene IT-Vormachtstellungen gehen - Dieser Sachverhalt amerikanischer Monopolisten wurde ja mit einigen Jahrzehnten Verspätung zumindest auch von "unseren" Behörden erkannt und hinreichend dokumentiert.

Es besteht vielmehr die Gefahr eines wilden Um-Sich-Beissens dieser Unternehmen mittels beauftragtem Abmahnwahnsinnes, um ein Kippen der öffentlichen Meinung bei uns zu beeinflussen oder verhindern.

Diese sind augenblicklich nachweislich auf dem Kriegspfad, weil ihnen die Felle - gerade in Europa - massiv davonschwimmen. Da wird es dann künftig nicht mehr nur mit albernen und auf den ersten Blick durchschaubaren Aktionen wie der Standort-Scharade in München getan sein.

Es geht schlicht und einfach um die Verteidigung eines Monopols. Wer es aufmerksam beobachtet hat, konnte schon vor langer Zeit die ersten Vorboten dieser Absicht durch die gewaltsame Einführung und Verbreitung von zu damals für alternative Programmpakete anfänglich inkompatiblen Office-Formaten beobachten.

Ihr erinnert Euch vielleicht - *.docx *.xlsx & Co.

Das große Geld für Lizenzen wird übrigens - schon immer - nicht nur bei den Behörden und Großkonzernen abgeschöpft, denn diese profitieren häufig von "großzügigen" Rabatten.

Die Gelddrucklizenz entsteht vielmehr bei all denen, die aus "Kompatibilitätsgründen" nachziehen müssen, also all den Millionen Lieferanten und Dienstleistern.

Überlegt Euch einfach mal, warum es ewige Zeiten lang kein ordentlich funktionierendes Offline-Elster für Linux gab - oder Corel schon seit immer und ewig die freien Betriebsysteme boykottiert.

Die größte Gefahr sehe ich übrigens ebenfalls in nicht dokumentierten und uneinheitlichen "Work-Arounds" wie Makros und PlugIns. Selbst heute noch basteln sich einzelne Dienststellen lokale Lösungen zusammen die dann ungerne zu Gunsten einer flächendeckend übergreifenden Generallösung aufgegeben werden.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Guten Morgen

in meinem hier zuletzt geposteten Beitrag ist mir die bislang unbekannte Organisation ZenDiS (Zentrale für Digitale Souveränität) aufgefallen, von der ich vorher noch nie was gehört habe. Eine neue Marmelade, eine neue Nutella-Konkurrenz oder was ist das?

Stellt sich mir die Frage, was hat das BDI mit Oberschlapphut Dobrint damit zu tun?

TS

Für mich sieht das lediglich nach der bewährten Methode zur Schaffung zusätzlicher Planstellen im öffentlichen Dienst aus. Oder vielleicht wollte ja dort auch einfach nur jemand seinen "Klicki-Bunti-Enkeln" ein lukratives Pöstchen verschaffen.

"Ich mach beruflich 'was mit Medien, Freiheit und Datenschutz..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Mögliche Szenarios werden immer mehr thematisiert:

Wenn man es genau nimmt, ist es egal, ob Server/Dienstleister in den USA oder innerhalb der EU stehen, ein KO-Kriterium für Cloud-Dienste externer Anbieter:
Für die Mehrheit der Unternehmen hätte ein solcher Ausfall drastische Auswirkungen: Ganze 54 Prozent meinen, dass sie nach einem Arbeitstag die Dienstleistung und den Betrieb einstellen müssten, sollten sie keinen Zugriff auf kritische Dienste mehr haben. 29 Prozent der teilnehmenden großen Unternehmen erwarten einen Schaden von mehr als 100.000 Euro für einen einzigen Tag eines solchen IT-Ausfalls. Es handelt sich um eine Selbsteinschätzung der Befragten
 
Wenn man es genau nimmt, ist alles egal. Es ist ja nicht so, dass Unternehmen nur aus Luft, Mitarbeitern, Büros und ein paar Werkhallen samt Equipment etwas machen. Da nützt es ja nichts, wenn ich zwar 100% Hoheit über meine IT und die daran gekoppelten Prozesse habe, aber wenn meine Zulieferer dann versagen oder die Logistik, die mein tolles Produkt schließlich vom Hof abholen soll, wird bei mir ebenso in kürzester Zeit alles stehen, falls der globale Kill-Switch kommen sollte.
 
Für wen ist OpenDesk Community gedacht?
Eine Antwort versucht dieser Heise-Artikel zu geben:
OpenDesk besteht aus:
  • Nextcloud für Dateien
  • Open-Xchange für Mail und Kalender
  • Collabora Online für die Dokumentbearbeitung
  • Element für Chat und Videokonferenzen
  • OpenProject
  • XWiki
  • CryptPad
  • Jitsi
  • Univention Nubus als Identitätsverwaltung.
  • Dovecot als Mailsever
Und es erscheint in zwei Varianten: der Community Edition (CE) und der Enterprise Edition.
 
Hallo

Ein weiterer Beitrag in diesem Themenreigen. Diesmal geht es darum, wie man die Verwaltungen digitalisiert, und wie das die beteiligten Behörden umzusetzen gedenken.

Deutschland-Stack: Mit vier Studien zur digitalen Verwaltung

Das Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung fördert vier Kurzstudien zum Deutschland-Stack. Sie sollen die Digitalisierung von Behörden vorantreiben.

Eine zerbrochene Kette vor der deutschen Flagge

(Bild: heise medien)

15:41 Uhr
Lesezeit: 4 Min.
iX Magazin
Von: Moritz Förster
Vier wissenschaftliche Kurzstudien zum Deutschland-Stack fördert dieses Jahr das Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung (NEGZ). Sie sollen klären, wie die Verwaltung überholte Arbeitsweisen überwinden kann, wie sich der Deutschland-Stack auf konkrete Planungs- und Genehmigungsverfahren übertragen lässt, welche Rolle Open Source dabei spielt und schließlich, wie ein föderaler Staat eine gemeinsame Infrastruktur steuern und kontinuierlich weiterentwickeln kann.
Beim Deutschland-Stack handelt es sich um die geplante gemeinsame Grundlage für digitale Verwaltungsleistungen.
 
Moin,
jetzt ist auch das Österreichische Bundesheer schneller und fortschrittlicher als die Deutsche Bundeswehr.
Interessanterweise fiel auch hier die Entscheidung auf LibreOffice, um jede Form einer 'Cloud' zu umgehen. Anders als bei Deutschen Behörden, die Microsoft hörig sind und ihre Firewalls für die M365 'Cloud' sehr weit geöffnet haben.

 
Neues vom Digitalminister Karsten Wildberger und seinem Team. Ein Bericht auf netzpolitik.org zur KI Software "Spark Workflow" für Verwaltungen

KI-Sprachmodelle für die Verwaltung

„Das sind Annahmen, die sich schwer belegen lassen“
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger ist überzeugt, dass die hauseigene KI-Software „Spark Workflow“ Verwaltungsprozesse deutlich beschleunigen wird. Doch noch seien etliche Fragen offen, die auch der Minister nicht beantworte, sagt Digitalexperte Stefan Kaufmann. Er plädiert für einen alternativen Ansatz, um die Verwaltung zu modernisieren.

Esther Menhard
12. August 2026, 08:05 Uhr

Bürokratierückbau, Modernisierung des Staates und eine effizientere öffentliche Verwaltung – gebetsmühlenartig wiederholt die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziele. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) will die öffentliche Verwaltung vor allem mit Hilfe generativer KI modernisieren. Darüber hinaus sollen KI-Agenten Genehmigungsverfahren um bis zu 50 Prozent beschleunigen und so Mitarbeiter:innen entlasten. Zu Jahresanfang hatte Wildberger sogar noch von 80 Prozent Beschleunigung gesprochen.
 
Moin,
jetzt ist auch das Österreichische Bundesheer schneller und fortschrittlicher als die Deutsche Bundeswehr.
Interessanterweise fiel auch hier die Entscheidung auf LibreOffice, um jede Form einer 'Cloud' zu umgehen. Anders als bei Deutschen Behörden, die Microsoft hörig sind und ihre Firewalls für die M365 'Cloud' sehr weit geöffnet haben.

Ist denn bekannt, welche Lösung die Ösi-Truppe für E-Mail und Kalender einsetzt? Oder gibt's da noch Brieftauben? :ROFLMAO:
 
Hallo

Überlegt Euch einfach mal, warum es ewige Zeiten lang kein ordentlich funktionierendes Offline-Elster für Linux gab - oder Corel schon seit immer und ewig die freien Betriebsysteme boykottiert.
Weil ich mir das nicht vorstellen konnte, habe mal ein wenig gesucht, ob es wirklich nie oder nur schwierig zu bekommende Elster-SW für Linux gibt. Hier was ich finden konnte.

Ja, ELSTER ist unter Linux verfügbar, jedoch nicht mehr als installierbare Desktop-Software, sondern primär als webbasierte Lösung.

- Mein ELSTER (Webportal): Die offizielle und empfohlene Methode ist die Nutzung über den Browser. Das Portal Mein ELSTER ist plattformunabhängig und unterstützt Linux-Distributionen wie Linux Mint und Ubuntu über gängige Browser wie Firefox oder Chromium (teilweise auch Edge/Chrome unter Linux). Seit 2013 ist dafür kein Java mehr erforderlich.

- ElsterAuthenticator: Für die Anmeldung mit Sicherheitsstick oder Signaturkarte steht die ElsterAuthenticator-Software offiziell auch für Linux zur Verfügung. Sie erfordert jedoch die Installation von Java (z. B. OpenJDK) und ggf. zusätzliche PC/SC-Bibliotheken für den Lesegerätezugriff.

-ElsterFormular (Desktop): Die klassische Installationssoftware ElsterFormular gibt es offiziell nicht für Linux. Die Finanzbehörden stellen keine Version bereit, da sie als nicht wirtschaftlich gilt. Nutzer versuchten früher den Einsatz via Wine, doch da die Abgabe ab dem Steuerjahr 2020 zwingend über das Webportal erfolgen muss, ist diese Methode obsolet.

*Zusammenfassend: Für die Steuererklärung unter Linux nutzen Sie einfach das Mein ELSTER-Webportal in Ihrem Browser. Bei Nutzung eines ELSTER-Sticks laden Sie den ElsterAuthenticator für Linux herunter.


Des Weiteren gibt es seit 2006 ein eigenes Elster Forum für Linux für Anwender, und im Ubuntuusers Forum hat's auch einen eigenständiges Wiki mit Installationshilfen, Tips und Tricks.

Ade
TS
 
Ist denn bekannt, welche Lösung die Ösi-Truppe für E-Mail und Kalender einsetzt? Oder gibt's da noch Brieftauben? :ROFLMAO:
Ich zitiere aus dem Heise-Artikel (https://www.heise.de/news/Oesterreichs-Bundesheer-stellt-auf-LibreOffice-um-10660756.html)

"Ausgangspunkt war 2021 Microsoft Office 2016 Professional mit zahlreichen VBA- und Access-Lösungen. Allerdings nutzte das Bundesheer schon damals keine E-Mail oder Kollaborationslösungen Microsofts, sondern selbst gehostete Linux-Server mit Samba."
 
Guten Morgen
Dürfte ein Trugschluss sein, zumal M$ in den vergangenen 2 Jahren kräftig an der Preisschraube gedreht hatte
Wenn man den Heise Artikel von heute liest, kann man den ansteigenden Frust des Stimmvolkes an den bundeseigenen Kontrollgremien verstehen.

Bayerns 360-Millionen-Rechnung: Jetzt muss das Bundeskartellamt endlich ran!

Bund und Länder zahlen Millionen an Microsoft, während weltweit Kartellbehörden aktiv werden. Deutschland darf nicht länger zögern, meint Dennis-Kenji Kipker.

Collage der bayerischen Flagge und des Microsoft-Logos

(Bild: bluestork,Pixel-Shot/Shutterstock.com; heise online)

07:30 Uhr
Lesezeit: 5 Min.
iX Magazin
Von Prof. Dennis-Kenji Kipker

In acht Jahren zahlt der Freistaat Bayern rund 360 Millionen Euro an Microsoft, ähnlich dramatische Summen meldet der Bund. Hinter den Zahlen verbirgt sich ein Geschäftsmodell, das auf restriktiver Lizenzbündelung unabhängiger Produkte und Preistreiberei setzt und Kunden immer tiefer in die Abhängigkeit führt. Es wird Zeit, dass das Bundeskartellamt diesen Praktiken nun endlich Einhalt gebietet.
 
Ist eigentlich nichts neues:
- der zahnlose Tiger namens "Bundeskartellamt"
- Die exorbitanten Gelder, die Bayern an Microsoft bezahlt - gerade das war bereits einige Seiten vorher in diesem Thead Thema und auch, dass dem wohl jetzt ein Riegel vorgeschoben werden soll. Auch hier soll wohl auf Open Source umgestiegen werden.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben