Nun ist es passiert, Gehäuseteile/Displayabdrücke der Tastatur auch bei Servion nicht mehr zu tauschen auf Garantie.

Prosper

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Nun ist es passiert, Gehäuseteile/Displayabdrücke der Tastatur auch bei Servion nicht mehr zu tauschen auf Garantie.

Hallo,

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von mir mit dem Service Provider "Servion" mit IBM/Lenovo Geräten.

Ich habe mein X61 vor Ende der Garantie mit VOS eingeschickt bei Servion.
Seit dem 01.01.2011 ist von Lenovo/IBM eine strickte Anweisung erteilt worden, das Gehäuseteile nicht mehr auf Garantie gewechselt werden.

Habe diese Info gerade erhalten von Servion direkt - gut das ich nicht nur Gehäuse und Displayteile zum Tausch hatte - der CPU / Palmrest Lüfter war ebenfalls laut und schleifte....

Andernfalls wären 39€ fällig gewesen für eine Prüfungspauschale (von Servion gefordert).
Nur gut das ich dieses nicht in irgentwelchen AGBs gefunden habe /darauf hingewiesen worden bin... :facepalm:

Also, Displayabdrücke und Gehäuseteile mit Rissen sind nicht mehr über Garantie zu tauschen - auch nicht über Servion.

Jede Delle, geplatztes/gerissenes Gehäuse wird dem Kunden als "unsachgemäße" Handhabung des Kunden Pauschal ausgelegt und nicht gewechselt.... - Außer man kann dieses auf einen Materialfehler zurückführen/beweisen :thumbdown:
:wacko: Wo ist die Qualität hin vor 4-5 Jahren, auch die Hotline zeigt sich nicht mehr kulant...

Schade, dass diese nun nicht mehr von IBM/Lenovo möglich ist... muss wohl langsam andere Neugeräte von einem anderen Herstellen kaufen (müssen) :D :angry::crying: :cursing:
 
Ich habe die gleichen Informationen von Servion bekommen.

Wird eine lustige Geschichte mit den ganzen gebrochenen Palmrests bei den T4** Modellen dort nachzuweisen dass es sich um einen Produktions/Materialfehler handelt.
 
Es war für mich nur eine Frage der Zeit bis das passiert.
Wenn Lenovo selbst diese Dinge ablehnt werden sie dies auch nicht mehr lange über deren externen Service-Stellen so abwickeln.
Da war so ein Gedanke dazu.

Allerdings hört man das gleiche ja bei jedem anderen Hersteller auch so. Ich war ehrlich gesagt immer super erstaunt wenn ich hier so gelesen habe ws bei Lenovo / IBM so als Garantiefall durchgeht.

Mnches haben sicherlich uch einige Kunden zu verschulden. Es gab ja einige die unter Garantie z.B. ne Tastaturflatrate verstanden haben um die Teile in der Bucht zu verhökern.

Ich denke man war dort vor allem zu IBM Zeiten bei weitem zu großzügig mit Garantieleistungen und dies wurde usgenutzt ohne Ende so das dies heute nicht mehr zu refinanzieren ist.

Schade und leider sehr wahrscheinlich einigen gierigen Menschen zu verdanken welche aber eher weniger bei Lenovo sitzen.


Gruß

zwäähn

edit wirkliche Materialfehler sollten natürlich abgedeckt werden ( ich hoffe das wird auch wieder was werden )
Aber wenn man sich mal so im Netz umguckt wurde IBM / Lenovo schon ganz schön beschissen
 
Na ja ,das liegt mMn nach nicht unbedingt am Hersteller,sondern am "Anspruchdenken" der Kundschaft. Wenn hier hier im Forum gefragt wird,ob man ein TP vor Ablauf der Garantie "einfach mal so " einschicken solle ,um zu sehen ob man irgendwelche "Schönheitsmängel" noch kostenlos ersetzt bekommt. Da kann ich ich Lenovo schon verstehen,daß sie einem großzügigem Auslegen der Garantie (Die ja freiwillig ist) einen Riegel vorschiebt . Zumal wir hier im Forum dem (unbewußt) Vorschub geleistet haben,da in Grenzfällen immer Servion als "Rettungsanker" empfholen wude und die damit auf die Dauer beim Hersteller "negativ" (In diesem Falle als zu kundenfreundlich ) aufgefallen sind . Gruss Uwe
 
Tilly' schrieb:
.... da hilft nur noch den Toughbook von Panasonic.

Word !

TPs sind halt Desktop-Ersatzgeräte geworden ( :facepalm: ).

Soll der Kunde nun selber für Konstruktionsfehler zahlen, sollten wenigsten die Ersatzteilpreise gesenkt werden. 50 Euro für ein Palmrest mit Sollbruchstelle ? Zuviel...
 
zwäähn' schrieb:
Aber wenn man sich mal so im Netz umguckt wurde IBM / Lenovo schon ganz schön beschissen
Das hatten wir doch hier im Forum erst vor ein paar Tagen, dass einer nachfragte, was er noch vor Ablauf der Garantie "so machen" kann.

Auf der anderen Seite missfällt mir immer mehr, dass der Service so stark runtergefahren wird :thumbdown: Ich habe es selbst erlebt, dass z.B. auf einmal meine Festplatte - bislang ein CRU - nur noch durch den Vor-Ort-Service ersetzt werden sollte. So kann man auch Kosten produzieren.
 
Macht es irgendwas aus, Think Pad Protection dazuzuaufen?

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?
 
Ja, ich hoffe doch. Nicht, dass ich dann voller Erwartungen bei Lenovo anrufe, und mir eine weitere, neue Ausrede entgegen weht ;)
 
Wobei ich anmerken muss, dass noch bei keinem meiner Laptops mal irgendwas gebrochen ist. Wahrscheinlich behandle ich die Teile auch entsprechend vorsichtig und packe sie beim Transport in eine vernünftig stabile Laptoptasche (nicht nur so ein Billigteil für 6,95...).
Andererseits gehen viele mit Laptops um, als wären das irgendwelche unzerstörbaren Teile, wenn ich so sehe, bei wie vielen nicht-Thinkpads die Ladebuchsen auf dem Motherboard abgerissen sind.... Ich habe auch schon Toughbooks mit Gehäusebrüchen gesehen.
 
Habe noch in der letzten Dezemberwoche 2010 ein defektes Palmrest, den Hauptlüfter und die Displayscharniere auf Garantie gewechselt bekommen, allerdings nicht bei Servion.

Lucky me.
 
Ich habe mal den Thread in "Allgemeine ThinkPad-Diskussionen" geschoben, weil es nicht nur die X-Modelle betrifft.
 
zwäähn' schrieb:
Ich denke man war dort vor allem zu IBM Zeiten bei weitem zu großzügig mit Garantieleistungen und dies wurde usgenutzt ohne Ende so das dies heute nicht mehr zu refinanzieren ist.
Das wird so nicht ganz stimmen, allerdings kostete ein ThinkPad zu IBM-Zeiten auch gut das Doppelte von dem, was es heute kostet. Auch die Modellauswahl war kleiner.
Ich fände ne faire Lösung wäre es die Ersatzteilpreise zumindest für die Erstkäufer (und erst recht innerhalb der Garantiezeit!) wenigstens auf ein vernünftiges Maß herunterzuschrauben. Die angesprochenen 50€ für ein Palmrest sind echt viel.
 
Mornsgrans' schrieb:
Wer Schrott verarbeitet, darf sich nicht über Reklamationen wundern.

Da fällt mir ein:

Bei meinem Streitfall mit Lenovo (wegen Tastaturaabdrücken auf dem Display vor 2 Jahren) habe ich auch das "Werbevideo" von Matt Kohut (der ja auch im Lenovo Forum vertreten ist) verlinkt.

In dem Video preist er die T60 Serie und dessen Konstruktion, dass Tastaturabdrücke NICHT vorkommen können.
(so interpretiere ich seine Erklärung zum ClamShell Design des Deckels)

Die nette Dame von der Beschwerdestelle meinte nur:
ICH sei schuld, da das Gerät unter "Druck" transportiert wurde.

Was der nette Herr Kohut da im Video erzählt dient nur dem Verkauf der Geräte.

Im Garantiefall war man (in dem Fall ich) schon vor 2 Jahren der Doofe.

Wen es interessiert, hier das Video:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7GuHhwJHHSw[/youtube]
 
dazu kommt ja dann auch noch, dass das Clamshell Design immer mehr wegfällt - braucht man sich mal bloß n T60 und n R400 im Vergleich anschauen.

also so langsam überlege ich ob ich nicht mein Thinkpad verkaufe. Es geht ja fast nurnoch abwärts bei Lenovo. Allerdings frage ich mich, ob bei diesen Neuigkeiten hier, die Anzahl potentieller Kunden nicht rapide sinken wird.
 
Aviator' schrieb:
also so langsam überlege ich ob ich nicht mein Thinkpad verkaufe.

Die Frage ist dann natürlich, wohin gehen? Zu HP? Acer? Sony? Dell? Was ganz anderes? Ich denke mal über kurz oder lang wird es überall so laufen.
Zum Beispiel die Tastatur. Wir haben bei uns ein einziges Dell Laptop. Dort hat die Leertaste Probleme gemacht. Ich habe bei Dell angerufen und sie haben mir eine neue Tastatur geschickt. Gleiches mit einem defekten RAM. Sie haben mir den RAM zugeschickt und ich soll den alten Entsorgen. Beide Fälle waren berechtigt und es hat ein defekt vorgelegen. Beides wurde ohne Anstand getauscht. Wie früher bei Lenovo.
Nur zeigt das für mich, dass man bei Dell die "Problematik" vielleicht noch nicht so in der Form erkannt hat. Über kurz oder lang wird das bei Dell wahrscheinlich auch nicht mehr so laufen.




Gruß aus Trier
 
Das Problem ist meiner Meinung nach das Gleiche wie in allen anderen Branchen:

- Ein Großteil der Konsumenten kauft nur noch nach Preis, nicht nach Qualität
- Die Preise für qualitativ hochwertige Rohstoffe steigen
- Ein Teil der Käufer lebt nach dem Motto "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht." und lässt fleissig selbstverschuldete Defekte am Gerät über Garantie tauschen, was die Kosten der Hersteller zusätzlich treibt
- dazu kommt sicherlich, dass nun ein chinesischer Hersteller das Ruder in der Hand hält was, wie den meisten bekannt sein dürfte, zumindest in heutigen Zeiten, nicht wirklich für hochwertige Waren steht

Klar, dass man sich das auf Dauer als Hersteller nicht leisten kann. Dann heisst es Abstriche machen. Danke, liebe Egoisten.
 
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