Neues Linux für ältere Rechner

Mornsgrans

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Emmabuntüs Debian Edition 1.0: Neues Leben für Gebrauchtrechner

Das Emmabuntüs-Kollektiv hat eine neue Version seiner Linux-Distribution veröffentlicht, die gebrauchte Computer wieder flott machen soll. Emmabuntüs Debian Edition 1.0 basiert auf Debian 8.5 und bringt eine reichhaltige Software-Auswahl mit.
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Bislang gibt es das System nur als 32-Bit-Version, da vor allem ältere Computer anvisiert werden. Die Systemvoraussetzungen sind dementsprechend moderat: mindestens ein Pentium 4 mit 2 GHz und PAE-Unterstützung, 512 MByte RAM und 20 GByte Festplattenplatz.
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Nuja, eine weitere, schlanke Distri. Warum diese nun besonders für alte Rechner geeignet sein soll, erschließst sich mir nicht so ganz. Weitere Kandidaten wären VectorLinux, Lubuntu, Damn Small Linux (leider vermutlich eingeschlafen), Debian selbst etc ...
 
Ich verstehe auch nicht warum man da extra eine Distribution machen muss statt einfach einen Blend zu machen...
 
In diesem Fall wurde die Distri ja für einen speziellen Zweck entwickelt (ältere Rechner, u.a. für Dritte Welt Länder, möglichst viel vorinstallierte Software, da es im Einsatzgebiet nicht unbedingt einen Internetanschluss gibt).

Angenommen die karitative Organisation reist nun in ein Dritte Welt Land, um dort die Rechner mit der Software auszurüsten. Da macht das dann schon Sinn. Datenträger einlegen, installieren, fertig. Ich gehe einfach mal davon aus, dass man für diese Zwecke keine bereits vorhandene Distri gefunden hat oder nehmen wollte.

Man hätte die Distri auch "für sich" machen und behalten können. Finde es aber OK, es kann doch jeder eine Distri erstellen, wenn man meint, dass es notwendig ist. Es wird ja niemand gezwungen sie zu nutzen.

Vielfalt tut gut.
 
In diesem Fall wurde die Distri ja für einen speziellen Zweck entwickelt (ältere Rechner, u.a. für Dritte Welt Länder, möglichst viel vorinstallierte Software, da es im Einsatzgebiet nicht unbedingt einen Internetanschluss gibt).

Angenommen die karitative Organisation reist nun in ein Dritte Welt Land, um dort die Rechner mit der Software auszurüsten. Da macht das dann schon Sinn. Datenträger einlegen, installieren, fertig. Ich gehe einfach mal davon aus, dass man für diese Zwecke keine bereits vorhandene Distri gefunden hat oder nehmen wollte.

Da hätte man aber auch einfach das darunterliegende Debian benutzen können. Man bekommt die komplette Softwaresammlung auf DVDs und kann über eine Softwareliste direkt alle benötigten Pakete ohne Internetanbindung installieren.

Man hätte die Distri auch "für sich" machen und behalten können. Finde es aber OK, es kann doch jeder eine Distri erstellen, wenn man meint, dass es notwendig ist. Es wird ja niemand gezwungen sie zu nutzen.

Vielfalt tut gut.

Das muss man aber wieder relativeren: Als Maintainer einer Distribution hat man eine gewisse Verantwortung den Nutzern gegenüber. Diese Pflichten werden aber nicht immer wahrgenommen und das führt immer wieder zu Problemen mit ungestopften Sicherheitslücken oder hoffnungslos veralteten Paketen.
 
Da hätte man aber auch einfach das darunterliegende Debian benutzen können.

Hätte man vielleicht. Wollte man aber scheinbar nicht. Aus welchen Gründen auch immer.

Als Maintainer einer Distribution hat man eine gewisse Verantwortung den Nutzern gegenüber. Diese Pflichten werden aber nicht immer wahrgenommen und das führt immer wieder zu Problemen mit ungestopften Sicherheitslücken oder hoffnungslos veralteten Paketen.

Wo steht das, dass man als Maintainer Verantwortung und Pflichten hat? Dass es mit der Verantwortung und den Pflichten nicht immer so gehalten wird, wie es sein sollte, sieht man nicht nur bei einer Distri ;)

Im Endeffekt muss ich mir doch aber als Nutzer selbst überlegen, was ich mir installiere. Ich bin dafür verantwortlich, was auf meinem Rechner läuft.

Dort, wo diese Distri wohl vorrangig für erschaffen wurde (meist kein Internet, alte Computer) kommt es scheinbar nicht drauf an, ob das System nun ein paar Sicherheitslücken hat. Ich sehe das Projekt aber als ganzes - eine karitative Community, die sich (u.a) dafür einsetzt, in ärmeren Gegenden alte, noch brauchbare PCs zum Leben zu erwecken. Und nein, ich gehöre nicht zur Zielgruppe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hätte man vielleicht. Wollte man aber scheinbar nicht. Aus welchen Gründen auch immer.
Es gibt durchaus Gründe. Das Problem ist allerdings schwer durch eine Distribution zu lösen. Ältere Rechner - ich spreche da aus Erfahrung - sind oft etwas "zickig" zu betreiben. Sei es aufgrund von ACPI-Bugs, oder sei es, weil die entsprechenden Kernel-Module nicht mehr richtig gepflegt werden. Ich bin mittlerweile bei meinen Museumsstücken dazu übergegangen, den Kernel selbst zu patchen und von Hand die Kernel-Optionen anzupassen. Die eigentliche Idee von OpenSource, diese Patches in den Kernel einbauen zu lassen, habe ich bald wieder bleiben gelassen - das funktioniert nicht und trifft bei Kernel-Hackern auch nur auf taube Ohren. Will sagen: Es gibt durchaus gute Gründe, warum man Linux für alte Systeme fit machen will. Aber es ist eben leider nicht bei einer Distribution getan, weil vieles eben manuell eingepflegt werden will, und das kann eine Distribution eigentlich nicht wirklich leisten.
 
Emmabuntüs - sieht aus als wäre Alice Schwarzer Hauptsponsor... :D
 
In diesem Fall wurde die Distri ja für einen speziellen Zweck entwickelt (ältere Rechner, u.a. für Dritte Welt Länder, möglichst viel vorinstallierte Software, da es im Einsatzgebiet nicht unbedingt einen Internetanschluss gibt).

Angenommen die karitative Organisation reist nun in ein Dritte Welt Land, um dort die Rechner mit der Software auszurüsten. Da macht das dann schon Sinn. Datenträger einlegen, installieren, fertig. Ich gehe einfach mal davon aus, dass man für diese Zwecke keine bereits vorhandene Distri gefunden hat oder nehmen wollte.

Man hätte die Distri auch "für sich" machen und behalten können. Finde es aber OK, es kann doch jeder eine Distri erstellen, wenn man meint, dass es notwendig ist. Es wird ja niemand gezwungen sie zu nutzen.

Vielfalt tut gut.

Das beantwortet nicht die Frage. Man hätte auch einen Debian Pure Blend draus machen können, dann hätte man zusätzlich den Vorteil, dass man unnötige Fragmentiert verhindert hätte und im Grunde ein ganz normales Debian-System mit einer speziellen Paketauswahl hätte. Siehe auch:

https://www.debian.org/blends/

https://blends.debian.org/blends/ch02.html#Blends
 
Das beantwortet nicht die Frage. Man hätte auch einen Debian Pure Blend draus machen können, dann hätte man zusätzlich den Vorteil, dass man unnötige Fragmentiert verhindert hätte und im Grunde ein ganz normales Debian-System mit einer speziellen Paketauswahl hätte.
Das Problem des korrekten Funktionierens von Linux auf älteren Geräten lässt sich aber selten durch eine andere Paketauswahl lösen. Viele Probleme basieren auf der Wahl geeigneter Kernel-Parameter oder der richtigen Auswahl der Kernel-Module.
 
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