Neue ThinkPads mit internen Akkus - kein reiner Netzbetrieb mehr möglich?

JohannesF

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Inzwischen ist ja Lenovo auf denselben Zug aufgesprungen wie länger zuvor schon HP bei den EliteBooks, also deutlich flachere Business-Notebooks mit internem Akku (oder zusätzlich einem externen), zweifellos sehen die neuen Geräte top aus (T570 zB.).

Sind jedoch diese neuen Geräte, wenn alle Akkus ausgebaut werden, eigentlich noch betriebsfähig? Hat das zufällig mal jemand ausprobiert?

Bei der bisherigen Bauweise konnte man halt den rückseitigen Akku auch mal herausnehmen, wenn das Gerät als Desktopersatz in Verwendung kam.
Auch kühltechnisch ist ein höher bauendes Gehäuse sicher kein Nachteil - aber 3 Jahre Garantie gibt's ja nach wie vor.

Trotzdem würde mich dies wohl kaum vom Kauf eines neuen Gerätes abhalten, der Hauptverwendungszweck eine Notebooks ist nun mal die mobile Nutzung, wobei ich auch Einige kenne, die das Notebook als reinen Desktopersatz verwenden, weil sie keinen Platz für einen Desktop-Schreibtisch haben.
Das Argument eines Datenverlusts bei Stromausfall kann man ja so nicht gelten lassen, dies ist bei jedem ThinkCentre genauso der Fall ;)

Gruß Johannes
 
Das Problem ist später mal wenn der Akku defekt bzw. ausgelutscht ist. Bin mir nicht sicher ob ich so ein Notebook kaufen würde. Beim Handy habe ich deswegen nochmal zu einem älteren LG gegriffen. Ist ja auch nicht selten das die Akkus sich aufblähen oder verformen wenn sie älter werden. So ein Notebook kannst dann vielleicht in die Tonne werfen oder irgendwie zerlegen was ja meist nicht so einfach ist.
 
Da auch Konfigurationen ohne internen Akku verkauft werden (Obwohl der Platz dafür vorhanden ist,incl. Akku-Anschluss),muss ein Betrieb nur mit NT und abgezogenem externen Akku möglich sein.

Gruss Uwe
 
So ein Notebook kannst dann vielleicht in die Tonne werfen oder irgendwie zerlegen was ja meist nicht so einfach ist.
Den Austausch des internen Akkus würde ich bei allen mir bekannten ThinkPads, die einen haben, als sehr einfach bezeichnen, wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, das sollte also nicht das Problem sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darüberhinaus ist es natürlich immer möglich, im BIOS den internen Akku zu deaktivieren...
 
Dachte der ist dann nur aus bis zum nächsten Einschalten.
Das ist richtig. Die Deaktivierung ist nur bis nächsten Einstecken eines Netzteils gültig, diese Option ist für Reparaturen gedacht.

Allerdings gibt es natürlich immer auch die Möglichkeit, einfach den Stecker des internen Akkus zu ziehen. Bei Geräten mit Power-Bridge kann man außerdem auch einen Dummy statt dem internen Akku einsetzen.
 
Man kann den internen Akku im Bios deaktivieren. Ich bin mir aber nicht sicher ob das nur bis zum nächsten Neustart oder dauerhaft deaktiviert bleibt.

Aber zum eigentlichen Thema, ich hab ein X240 welches ohne internen Akku bei mir ankam, da war nur ein Platzhalter aus Kunststoff.
In der Bucht oder bei dem ein oder anderen Thinkpad-Ersatzteilversorger kann man sich diesen aber nachkaufen.

Das hab ich auch gemacht, der Einbau ist ähnlich "schwierig" wie die Festplatte zu tauschen, sollte jeder hinbekommen! :)
Bei meinem X240 waren das 3 Schrauben und einen Stecker festmachen, mehr nicht.

Den Akku kann man so auf gleichem Weg auch tauschen oder ausbauen.
 
Warum sollte man stationär das Notebook ohne Akku betreiben wollen?

Weil es Leute gibt, die Panik haben, dass davon der Akku kaputtgeht. Wir haben in der Firma diverse T520 bis T540, die werden alle mindestens zu 90% in der Dock betrieben und keiner schert sich um die Akkus. Aber in den normalen Betriebszyklen stecken die das nahtlos weg und halten trotzdem noch gut.

Man kann sowas auch in Watte packen....
 
Sind jedoch diese neuen Geräte, wenn alle Akkus ausgebaut werden, eigentlich noch betriebsfähig? Hat das zufällig mal jemand ausprobiert?

Ja und ja.

Da ich meine TP meist stationär benütze, hängen diese an der Steckdose. Das Nachladen der internen Akkus ging mir bald auf den Keks, somit habe ich sie ausgebaut.

Auf den Betrieb hat dies keinerlei Einfluß. Alle paar Monate werden die Akkus wieder angeschlossen und geladen.

Einzig erwähnenswert ist, dass der Schwerpunkt des TP ohne den Akku in Richtung der Scharniere wandert (Display aufgeklappt) und der Rechner somit ein wenig kopflastig wird (beim X1C besonders deutlich, da großer Akku).

Stehr aber immer noch sicher.
 
Weil es Leute gibt, die Panik haben, dass davon der Akku kaputtgeht. Wir haben in der Firma diverse T520 bis T540, die werden alle mindestens zu 90% in der Dock betrieben und keiner schert sich um die Akkus. Aber in den normalen Betriebszyklen stecken die das nahtlos weg und halten trotzdem noch gut.
Man kann sowas auch in Watte packen....

Ja Danke ... darauf wollte ich aus raus. Erinnert mich an die Zeiten, als die Leute die Kontakte mit Test angeklebt haben, als das Notebook stationär betrieben wurde. Anscheinend hält sich der Mythos noch immer aufrecht. Drinnen lassen - wieso auch nicht? Gibt eine interne gute Ladeeletronik. Und seit LIION Akkus gelten die ganzen Mythen eh nicht mehr. Benutzen und arbeiten und gut ist.
 
Den "Mythos" kann jeder bei seinem eigenen Thinkpad nachvollziehen.
Ein Akku mit mehreren Ladezyklen verliert einfach durch unnötige Teilaufladerei an Kapazität. So sind in meinem Arbeitslaptop nur noch 42Wh von 47,5 Wh übrig nach 64 Ladezyklen.
Und ich gehe mal davon aus, dass in meinem T460p eine "gute" Ladeelektronik steckt.

Somit ist das völlig nachvollziehbar, wenn Leute die unnötige Abnutzung der internen Akkus verhindern wollen. Mit dem scheinbar problemlosen Ausbau steht dem ja aber nichts im Wege.
Mit Panik hat das weniger zu tun als mit vorrausschauendem Einsatz seiner "Werkzeuge" und Nachhaltigkeit.
 
Ein Akku mit mehreren Ladezyklen verliert einfach durch unnötige Teilaufladerei an Kapazität. So sind in meinem Arbeitslaptop nur noch 42Wh von 47,5 Wh übrig nach 64 Ladezyklen. Und ich gehe mal davon aus, dass in meinem T460p eine "gute" Ladeelektronik steckt.

Und was ist denn ein Ladezyklus? ;)

Der tritt ein bei "vollständiger" Entladung und anschließender "vollständigen" Ladung. Wobei es da ja kein absolutes 0% gibt dank der Ladeelektronik. Aber grob gesagt, um einen Ladezyklus wirklich zu erreichen, muss der Akku "leer" und wieder "ganz voll" geladen werden - das ist dann ein "verbrauchter" Zyklus.

Wenn das Netzteil andauernd dran ist tagelang bekommst Du dank Ladeelektronik keinen einzigen Ladezyklus hin. Den bekommst Du wiederum nur hin, bei sehr oft statt findenden Schwankungen zwischen 70-100%. Da aber auch hier die ThinkPad Ladeelektronik bei 95% hängt, bekommst Du das nicht mal so einfach hin.

Aus der Praxis. Ich habe hier sowohl ThinkPads als auch MacBooks die tagelang am Netzteil hängen. Gerade bei den MacBooks habe ich keine Möglichkeit den Akku zu "deaktivieren". Da steht zum Beispiel ein 13er MacBook Pro aus 2011 mit 511 Ladezyklen (nach 6 Jahren vorwiegenden Netzbetrieb) und da habe ich gerade ein 2013er MacBook Air auf dem Schoß welches ebenso oft am Netz dauerhaft hängt, das nun 202 Ladezyklen hat. Und das nach 6 bzw. 4 Jahren und einer Lebensdauer von 800-1000 Zyklen.

Ja. Da werde ich meine Lebenszeit verschwenden und immer exakt auf Akku Optimierung achten.
Akku Optimierung = Voodoo.
 
Ausschlaggebend ist doch, wieviel Kapazität diese Akkus nach der langen Zeit zur Anfangskapazität noch haben. Das ist für den Nutzer entscheidend.
Und soweit ich gelesen hab, wird ein Ladezyklus nicht nur von leer (oder fast leer) bis voll verbraucht, sondern wird immer gestartet wenn ich den Laptop wieder an das Netz hänge.

Soweit ich weiss, sind die Ladezyklen der Batterien begrenzt (mag für den Normalnutzer keine Rolle spielen) und die Kapazitätsminderung über die Zeit ist auch nicht zu leugnen.
Und einfach den Akku nicht benutzen (oder unnötig zu laden), wenn man ihn nicht benötigt hat auch nichts mit Voodoo zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum sollte man stationär das Notebook ohne Akku betreiben wollen?

Das will man eigentlich nur dann, wenn man für den Akku keine kühlere Lagermöglichkeit als das Innere des Notebooks findet. Oder als Gegenfrage formuliert:

Warum sollte man seinen Akku ausgerechnet im Inneren eines Notebooks lagern wollen, obwohl man weiss, dass höhere Temperaturen dem Akku nicht dienlich sind? :thumbsup:
 
Und was ist denn ein Ladezyklus?

Der tritt ein bei "vollständiger" Entladung und anschließender "vollständigen" Ladung. Wobei es da ja kein absolutes 0% gibt dank der Ladeelektronik. Aber grob gesagt, um einen Ladezyklus wirklich zu erreichen, muss der Akku "leer" und wieder "ganz voll" geladen werden - das ist dann ein "verbrauchter" Zyklus.

Und soweit ich gelesen hab, wird ein Ladezyklus nicht nur von leer (oder fast leer) bis voll verbraucht, sondern wird immer gestartet wenn ich den Laptop wieder an das Netz hänge.

Ist beides nicht richtig, zumindest offenbar nicht für neuere Thinkpads. Ich hatte über einen langen Zeitraum für meinen Akku Ladeschwellen bei 65 % (untere) und 80 % (obere) gesetzt. Dabei den Akku selten unter die 50 %-Marke entladen. So gut wie niemals (außer 2-3 Rekalbibrierungsvorgängen) auch nur in die Nähe von 0 %. Dennoch wurden die Zyklen nach einigen Lade-/Entladevorgängen immer wieder hochgezählt. Jedoch nicht bei jedem einzelnen.

Es ist offenbar so (und glaube das auch mal irgendwo gelesen zu haben), dass nach einer gewissen "Gesamtkapazität" von Ladung und Entladung die Zyklenzahl um 1 steigt. Wahrscheinlich immer dann, wenn insgesamt in der Menge der verfügbaren Gesamtkapazität des Akkus ent- und geladen wurde.

Edit: Hm, sehe jetzt erst bewusst die "" bei Timestheus Post. Vielleicht hat er ja genau das gemeint...:huh:
 
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ok, das ist ja schon mal eine interessante Info bezüglich Lenovo. Aber im Fokus stehen ja weniger die Ladezyklen, sondern die Kapazitätsminderung des Akkus.

Hauptsächlich geht es den Leuten ja darum, so viel Kapazität des Akkus über die Jahre zu behalten wie möglich.
Und das scheint mit den unnötigen Teilladungen nicht so zu gelingen. Ich versteh nicht, warum es für manche Nutzer ein Problem darstellt, wenn Leute den Akku nicht benutzen und "verbrauchen" wollen, wenn nicht notwendig.
 
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ok, das ist ja schon mal eine interessante Info bezüglich Lenovo. Aber im Fokus stehen ja weniger die Ladezyklen, sondern die Kapazitätsminderung des Akkus.

Hauptsächlich geht es den Leuten ja darum, so viel Kapazität des Akkus über die Jahre zu behalten wie möglich.
Und das scheint mit den unnötigen Teilladungen nicht so zu gelingen. Ich versteh nicht, warum es für manche Nutzer ein Problem darstellt, wenn Leute den Akku nicht benutzen und "verbrauchen" wollen, wenn nicht notwendig.

Ok, da bin ich ganz bei Dir. Aber dafür gibt es ja die Möglichkeit des Setzens der Ladeschwellen, um unnötige Ladevorgänge zu vermeiden. Das geht ja sehr flexibel.
 
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