NAS für 2 Standorte

walhamburger

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Hallo zusammen,

nachdem mir hier schon häufig echt super geholfen worden ist, probiere ich es nochmal: :)

Ich plane momentan an einer Lösung für folgendes Problem bzw. Aufgabenstellung:

Ich habe zwei Notebooks (X60s und T420). Die allermeiste Zeit der Woche halte ich mich in Hamburg auf. Dort steht mein T420 80-90% der Zeit im Dock auf dem Schreibtisch und ist per WLAN mit dem Netz/Internet verbunden. Das X60s ist auch sowohl per WLAN zu Hause im Netz als auch unterwegs per UMTS online.
Da es immer schwieriger bzw. nervender wird, die Daten auf beiden Geräten synchron zu halten bzw. immer das, was gerade gebraucht wird sich auf dem anderen Gerät befindet, möchte ich eine NAS anschaffen, auf die beide Geräte Zugriff haben, und ich somit von beiden Geräten nur noch einen zentralen Datenbestand bearbeite. Eine Nas ist dafür wohl das Mittel der Wahl oder?!
Das NAS wird dann an meinen Router/Modem (Vodafone Easybox 803) gehängt und somit fürs Netzwerk verfügbar gemacht.

Mir ist klar, dass ich per WLAN keine gigantischen Durchsatzraten erzielen werde, deshalb plane ich zum Dock des T420 ein PowerLAN (devolooder AVM) zu legen, weil das Verlegen eines richtigen LAN-Kabels auf Grund der räumlichen Gegebenheiten nicht funktioniert. Damit sollte ich dann doch aber annähernd die Geschwindigkeit eines richtigen LAN-Kabels drin sein oder? (30-40MB/s reichen mir locker)
Das X60s kann dann nach wie vor per WLAN mit der NAS verbunden bleiben, weil ich damit nie so riesige Daten bearbeite, als dass ich den Durchsatz einer Kabelverbindung bräuchte. Zur Not kann ich das PowerLAN des T420 auch kurzfristig an das X60s hängen.

Soweit so simpel ist die Sache bisher, jetzt kommts aber:

Des öfteren halte ich mich aber auch in Hannover auf, dort bin ich natürlich nicht in meinem Hamburg-LAN verbunden und habe dementsprechend auch keinen Zugriff auf mein NAS dort. Das möchte ich per VPN lösen...dafür ist es doch gedacht oder?!
Gleiches gilt für das X60s, wenn ich damit unterwegs per UMTS onlien bin.
Mir ist auch bewusst, ich das NAS für das Internet freigeben müsste, um auch von unterwegs bzw. Hannover Zugriff auf das NAS zu haben. Wie stellt man das am sichersten an?! (Portweiterleitung oder DynDNS?) Ebenso weiß ich, dass der Upload der Internetverbindung in Hamburg (Standort des NAS) der limitierende Faktor für die Geschwindigkeit des Zugriffs von außerhalb sein wird.

Was haltet ihr soweit von meinen Überlegungen, begehe ich irgendwo einen großen Denkfehler oder gibt es völlig andere und wesentlich bessere Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen?!
Wenn meine Überlegung soweit okay ist, welche Hardware bzw. welche NAS ist zu empfehlen?!
(Mir würde wahrscheinlich eine 1-Platten-NAS reichen, weil dort per USB noch eine Backup-Platte angeschlossen wird, von der im Falle eines Ausfalls der NAS-Platte wiederhergstellt werden kann.)
 
dyndns oder einen vergleichbaren anderen dienst brauchst du auf alle fälle um überhaupt deinen router von außen erreichen zu können. wenn dein router als vpn-server einsetzbar ist, kannst du nach entsprechender konfiguration von außen ins netz und brauchst keine portweiterleitung, sollte dein router jedoch keinen vpn-server enthalten, muss ein anderes gerät diese aufgabe übernehmen und der router muss die erforderlichen ports auf dieses gerät weiterleiten. bei hochwertigen nas (qnap, synology etc) lässt ich diese funktion vermutlich nachrüsten.
 
Je nach Datenmenge evtl. einen Storage-Anbieter? Gerade bei 2 Standorten und UMTS wäre das IMHO eine Überlegung wert.
 
Hallo,

halte ich prinzipiell alles für vernünftige Überlegungen.

So ein Setup habe ich mir mit meiner Synology DS110+ stehen. Das NAS fungiert als zentraler Datenspeicher. Ein VPN-Server ist auf dem NAS installiert (direkt von Synology) und ist über eine Port-Weiterleitung von außen erreichbar.
Ich benutze das System hauptsächlich als persönliche Cloud für mein iPad. Die Datenübertragungsraten von außen sind wegen des geringen Uploads (bei mir immerhin 1024 Mbit/s, wg. DSL 16000) mühsam aber man kann noch damit arbeiten. Schwierig wird es, wenn man richtig große Dateien wie Videos oder so übertragen will. Zum Musikstreamen und für Office-Dateien reicht es aus.
Im Heimnetz kann man auch mit WLAN ganz gut mit dem NAS arbeiten. Wenn doch einmal große Datenmengen übertragen werden müssen, ist aber ein Kabel natürlich deutlich schneller.

Wenn Dir der Platz ausreicht, halte ich auch ein Ein-Platten-NAS mit angeschlossenem zweiten Backup-USB-Laufwerk für eine gute Lösung. Das hat gleichzeitig auch den Vorteil eines sehr geringen Stromverbrauchs.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich Dir die Synology NAS sehr empfehlen. Die "j"-Geräte sind echte EInsteigergeräte. Die Geräte ohne Index oder mit "+" sind schon sehr leistungsfähig. Alternativ baut auch QNAP sehr gute Geräte, ich bin mir aber nicht sicher, wie es da mit VPN aussieht.

Viele Grüße
Sven
 
@ JoeG35: Auf einen externen Storageanbieter wollte ich eigentlich verzichten. Ich würde meine Daten gerne auf eigener Hardware behalten. Zumal meine Datenmengen (mind. 500GB) bei einem Anbieter auch ziemlich ins Geld gehen würden.

@ yatpu: Vielen Dank für den Hinweis, ich werd mal nachsehen, ob die Easybox (die bei mir entgegen vieler Hass-Einträge in anderen Foren ziemlich gut läuft) DynDNS & Portweiterleitung beherrscht, ich meine aber ja!
dazu: @all: habt ihr Erfahrungen mit dyndns.org?! Reicht der kostenlose Account von denen oder wird man damit auf Dauer nicht glücklich?! Wo liegen die Vorteile der bezahlten Accounts?! Bessere Erreichbarkeit?!

@ SOA: So eine Art "persönliche Cloud" soll es bei mir dann auch werden. Dank DSL 16000 komme ich auch ca. 100kb/s Upload, für den Zugriff von Unterwegs meistens okay, wenns um Videos geht, bin ich meistens eh zu Hause und hänge dann entweder im WLAN oder am PowerLAN und habe dann größere Geschwindigkeiten zur Verfügung.
 
dyndns (und die anderen anbieter wie no-ip, selfhost usw) und portweiterleitung sind grundausstattung. deren vorhandensin setze ich bei nem router voraus. sollte sowas fehelen ist das imho nur ein häufchen elektroschrott. ein vpn-server jedoch ist bei routern eher was besonderes. bei geräten mit alternativer firmware wie ddwrt, openwrt, tomato etc dagegen gehört es zum guten ton sowas direkt einzubauen oder optional anzubieten.
 
würde eher zu qnap raten, da hast du imo die bessere ausstattung, musste letztens bei nem 2bay nas von synology erfahren, dass kein vpn server installiert werden kann.

alternativ kannst du dann auch direkt auf dem nas den vpn server laufen lassen (pptp oder openvpn) und musst nur den port im router weiterleiten, und bist dann direkt mit dem nas verbunden. bei den qnaps hast du auch die möglichkeit per RTRR direkt Ordner zwischen den beiden QNAP's zu syncen, geht natürlich auch per rsync, aber so ist es bequemer;-)
 
würde eher zu qnap raten, da hast du imo die bessere ausstattung, musste letztens bei nem 2bay nas von synology erfahren, dass kein vpn server installiert werden kann.

Stimmt so definitiv nicht für die "neueren" Geräte. Mein 110+ ist von 2010 und auf dem und auf allen neueren Geräten läuft der VPN-Server. Probleme gibt es höchstens mit sehr alten Geräten.
Einen DynDNS Service kann man auf den Synologys auch unabhängig vom Router verwenden, weil das NAS selber die Aktualisierung unterstützt.
DynDNS.com war bei mir eine zeitlang recht zickig. Ich habe dann zu selfhost gewechselt und bin sehr zufrieden damit.
 
(...auf allen neueren Geräten läuft der VPN-Server
Ist der VPN-Server auf den NASen :) von Synology immer dabei oder muss der (kostenpflichtig?!) dazugebucht/gekauft werden?! Bei den technischen Daten des DS112 (klingt für mich nach nem passenden Gerät für mich) ist der VPN Server unter "Zusatzpakete" aufgelistet. http://www.synology.com/products/spec.php?product_name=DS112&lang=deu#p_submenu Oder bedeutet das nur, dass man den Dienst nachträglich herunterladen kann und dann auf dem Server installierne muss?!
 
ja glaube das war nen DS209J, trotzdem bissel schwach, aber scheint wohl am mangelnden RAM zu liegen...

edit:

ja kannst du gratis nachträglich installieren...
 
Ja, alle Pakete können zusätzlich gratis installiert werden.
Synology hat jetzt einiges aus dem Grundumfang herausgelöst. Der Vorteil ist, dass das Basispaket schlank bleibt und die Zusatzpakete falls erforderlich unabhängig vom Betriebssystem aktualisiert werden können.
Ich habe bei mir eine ganze Reihe dieser Zusatzpakete installiert und alles läuft problemlos.

Der VPN Server ist sehr stabil und unterstützt PPTP und OpenVPN.

ja glaube das war nen DS209J, trotzdem bissel schwach, aber scheint wohl am mangelnden RAM zu liegen...

Synology scheint da recht stringent vorzugehen. Wenn es Probleme mit Stabilität oder Performance geben könnte, werden Pakete für die alten Geräte nicht mehr angeboten. Ist mir aber so fast lieber, als wenn es dann hinterher nicht richtig läuft.
 
Daten mittels VPN an zwei Standorten synchron halten? Das halte ich für keine gute Idee - unabhängig davon, welches NAS genutzt wird. Der Remote-Zugriff muss nicht nur gute Download-Raten, sondern auch gute Upload-Raten bieten und da wird es nicht viel Auswahl geben.
Mein Vorschlag: Nutzung eines Cloud-Service und hier auf den Standort des Providers achten.
Grüße, Ingolf.
 
Daten mittels VPN an zwei Standorten synchron halten? Das halte ich für keine gute Idee - unabhängig davon, welches NAS genutzt wird. Der Remote-Zugriff muss nicht nur gute Download-Raten, sondern auch gute Upload-Raten bieten und da wird es nicht viel Auswahl geben.
Mein Vorschlag: Nutzung eines Cloud-Service und hier auf den Standort des Providers achten.
Grüße, Ingolf.

Davon abgesehen, dass ich meine Daten auch nicht aus der Hand geben möchte, wo ist der Vorteil? Was über VPN der Download ist bei der Cloud-Lösung der Upload. So oder so geht es durch das Nadelöhr meines Providers.
Da ich unterwegs nur Office-Dateien und andere kleinere Dateien brauche funktioniert das prima. Ganz davon abgesehen arbeitet ein Großteil der Industrie und Konzerne auch mit ähnlichen Systemen, das ist etablierte Technik.
 
Sehe ich auch so!
Den Hauptteil stößt Du nachts an, eine halbwegs potente Leitung (bei 10MBit Upstream bekomm ich theoretisch in 60 Minuten 4500MB weggeschaufelt) vorausgesetzt klappt das auch, danach kommen ja nur noch die veränderten Daten....
 
Ganz davon abgesehen arbeitet ein Großteil der Industrie und Konzerne auch mit ähnlichen Systemen, das ist etablierte Technik.
Dieser Meinung kann ich zustimmen - mit einem kleinen Unterschied: Feste IP und deutlich mehr Bandbreite als via dynamischer IP und DynDNS. Hatte es auch mal probiert, aber trotz einem theoretischen Upload von 10MBit (VDSL50) war das Resultat mehr als dürftig. Bzgl. des "aus der Hand geben der Daten" habe ich auf den Standort des Anbieters hingewiesen. Einer in Deutschland gehosteten Lösung würde ich prinzipiell den Vorrang geben. Zudem werden sensible Daten in einen TrueCrypt-Container gepackt.
Grüße, Ingolf.
 
Dieser Meinung kann ich zustimmen - mit einem kleinen Unterschied: Feste IP und deutlich mehr Bandbreite als via dynamischer IP und DynDNS.

Hallo Ingolf,

jein. So ein Firmen-VPN nutzt man ja entsprechend von außerhalb, also z.B. von zu Hause und da ist dann doch wieder die eigene Bandbreite das begrenzende Element.
Sicher ist eine feste IP und mehr Bandbreite von Vorteil, aber bei den Firmen dürfte die Haupt-Triebfeder sein, dass auch sehr viele Angestellte von außen auf das Netzwerk zu greifen und daher genug Bandbreite vorhanden sein muss.

Ansonsten hast Du schon recht, eine amerikanische Cloud-Lösung würde ich von vorne herein ausschließen. Aber auch bei einem deutschen Anbieter gehört schon viel Vertrauen dazu und TrueCrypt macht das ganze nicht schneller oder komfortabler.
Da finde ich den Gedanken selber Herr meiner Daten zu sein schon viel sympathischer.

Viele Grüße
Sven
 
Ich hätte ein BlackArmor NAS 220 2TB zu verkaufen, mit Debian Lenny installiert, zugriff per SSH übers Netz möglich, VPN sollte man auch installieren können.
Bei Interesse -> PN
 
Wer wenig Erfahrung mit VPN und Remote Access hat, dem sei prinzipiell zu einem System zu raten, welches eine Komplettlösung bereits mitbringt. Bei Synology scheint das ja der Fall zu sein, wie einige Beiträge bezeugen. Eine Alternative ist Netgear: die "Readynas"-Geräte bringen bereits eine ganze Menge an installiertem Kram mit, und mit dem "ReadyNAS Remote" Tool hat man eine narrensichere Methode ohne Administrier-Aufwand, um den Fernzugriff zu gewährleisten.

Ich persönlich habe diese Lösung seit einiger Zeit am Start. Die Datentransferraten sind hier auch nicht doll, aber für meine Belange (in 1. Linie Arbeitsdateien von max. 10MB) reicht es allemal. Video kannste vergessen.

Da ich darüber hinaus auch mal offline bin, habe ich mir zusätzlich eine Synchronisationslösung per "Free File Sync" eingerichtet. Damit hat man seine Dateien lokal immer verfügbar, und zwar in SSD-Geschwindigkeit. Für die Synchronisierung von oft gebrauchten Ordnern richtet man sich einen Batch Job ein, der das Ganze automatisiert abwickelt. Ist alles von der Handhabung nicht IT-Jedi-Stufe, sondern für den geübten User leicht einrichtbar. Für mich persönlich ist das viel komfortabler, weil man so einfach alle paar Tage auf den Button klickt, und schon hat man alle Dateien zwischen Client und NAS auf identischem Stand. Das nur mal so als Denkanstoß ...
 
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