Windows Microsoft bestätigt Google-Chrome-Blockade

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Mornsgrans

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Chrome-Nutzer werden sich freuen:

Man achte genau auf die Beschreibung, warum Chrome geblockt wird und den möglichen Workaround. - Faktisch bedeutet es: Du sollst keine anderen Browser neben mir haben egal, ob mit oder ohne eigener Kindersicherung.
 
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Wir haben Kinder und Jugendliche die letzten zwanzig Jahre wehrlos dem Internet ausgesetzt. Bitte klicken sie hier und bestätigen sie damit, daß sie volljährig sind, um die pornographischen Inhalte sehen zu können ist das beste Beispiel dafür. Jetzt müssen alle diese Versäumnisse aufgearbeitet werden. Eine ganze Generation wird umdenken müssen, schmerzhaft aber wahr.
 
Wir haben Kinder und Jugendliche die letzten zwanzig Jahre gedankenlos vor dem Rechner abgeparkt: "Such dir ein lustiges Katzenvideo und lass mich in Ruhe!"
FTFY.

Das Internet ist nun mal gefährlich, genau wie der Straßenverkehr oder auf Bäume klettern*. Aber wir packen unsere Kinder nicht in Watte wenn wir sie vor die Tür schicken**, und wir hacken auch nicht alle Bäume um um unsere Kinder vor der Gefahr des Runterfallens zu bewahren***.
Wir üben den Umgang mit diesen Gefahrenquellen mit ihnen, bis wir einigermaßen sicher sind, dass sie damit umgehen können. Das nannte man früher "Erziehung".

Es ist übrigens interessant, dass ausgerechnet Pornographie als erstes Internet-Horrorszenario genannt wird. Im Gegensatz zu Gewalt (physisch sowie psychisch), Betrug, und (Daten-)Missbrauch ist das gar keine echte Gefahr für Kinder. Nur unsere heuchlerische Sexualmoral verhindert einen aufgeklärten Umgang damit.
Wenn Eltern ihre Kinder offen aufklären würden, dann fänden Kinder das je nach Alter seltsam, eklig, lustig oder spannend. Wenn ihnen im Zuge der Aufklärung vermittelt würde, dass Sex nicht das Selbe ist wie Liebe, und dass Pornos in etwa so viel mit der zwischenmenschlichen Realität zu tun haben wie eine Zirkusshow, dann könnten sie damit viel souveräner umgehen.


*) Die Älteren erinnern sich vielleicht noch, was ein Baum ist.
**) Bei weiterem Nachdenken: "vor die Tür schicken" war so eine Modeerscheinung, bevor Kinder mit dem SUV in den Klassenraum gefahren wurden.
***) Aus anderen Gründen hacken wir jedoch gern alle Bäume um.
 
Im Gegensatz zu Gewalt (physisch sowie psychisch), Betrug, und (Daten-)Missbrauch ist das gar keine echte Gefahr für Kinder.
Ist aber einfacher als "Erfolg" zu "verkaufen". Rechte Propaganda, islamistische Radikalisierung, Gewalt als "Challenge in (a)sozialen Netzwerken ist schwerer in Griff zu bekommen. - Darum posaunt man lieber auf "Nebenkriegsschauplätzen".
 
Es ist ja schon wieder schön, dass Dritte entscheiden, was der Nutzer sehen darf und was nicht. Es ist ja nicht so, dass diejenigen, die das wollen, in aller Regel auch wissen, wie es umgangen werden kann. Letzten Endes werden nur wieder zig Nutzer vergrätzt ohne Grund und vor irgendetwas schützen dürfte das trotzdem nicht.

Gerade das Themenfeld (Kinder)-Pornographie ist doch neben Terrorabwehr auch die immer wieder ausgepackte Staffage, wenn es um´s Überwachen geht. Immerhin ist es für die Realsatire schon wieder witzig, wenn sich zwei Grosse gegenseitig über so etwas ausknocken.
 
Insgesamt, so online- und Technikaffin ich bin, gehört das Internet eigentlich strengst limitiert.
Eine ähnliche Problematik wie bei Alkohol, Nikotin ... die mangelnde Selbstkontrolle der Nutzer in Verbindung mit einer steuernden Lobby.
Die Frage "wer darf was" führt dann natürlich unweigerlich in eine Freiheits-Diskussion ... der derzeitig quasi-rechtsfreie Raum kann ja aber auch nicht der Weißheit letzter Schluss sein.

Die Verbote von Social Media unter 16 (oder ab wann?) finde ich zB ziemlich gut.

Das Gros der TP-Foristen wird die 40 überschritten haben, vermutlich so mit die letzten digital-non-natives. Mussten es also bewusster lernen und konnten nicht ab Alter 0,5 konsumieren.
'Wir' kennen also noch eine andere Welt. Alle unter 30 nicht mehr.
'Wir' haben PCs noch offline erlebt und haben vielleicht einige Gefahren mal live gesehen (wer erinnert sich an den großen Spaß mit backorifice?)

So, hat der alte weiße Mann sich mal wieder ausgekotzt, früher war alles besser.
Ich hätte gerne auch wieder 4-stellige Postleitzahlen (mit 2-stelligem Annex für den Briefbezirk).
 
Ich hätte gerne auch wieder 4-stellige Postleitzahlen (mit 2-stelligem Annex für den Briefbezirk).

Und zum allabendlichen Fernsehschluß gab es immer die Staatshymne zum mitsingen. Das waren noch Zeiten!

Aber mal ganz im Ernst: Ich bin heute echt verwundert, wie wir Teile der nachfolgenden Generationen in das sog. "Leben" entlassen.

Wo ist der zivilisatorische Fortschritt? Schule hat stark nachgelassen (hunderttausende Abgänger ohne Abschluß), großstädtische Milieus teilweise sozial prekär, Drogenmissbrauch, Spielsucht, private Überschuldung, Watte in der Birne, abgesprungene Fahrradkette kann nicht wieder aufgelegt werden usw. usw.

Und dann noch Themen wie Internet und soziale Medien. Kotz!

Gesellschaftlich verbrennen wir echt viel Kapital und Entwicklungschancen.
 
Wenn ich den Heise-Artikel richtig lese, besagt der doch lediglich, dass in Windows in einer ganz bestimmten Konstellation, nämlich bei aktiviertem Kinderschutz "Microsoft Family Safety" im Moment zwei Dinge nicht korrekt funktionieren. Zum einen löst die - in der Konstellation ja gewollte - Blockierung von Chrome nicht die Elternanfrage aus, ob das Programm ggf. freigegeben werden kann. Zum anderen werden anscheinend frisch aktualisierte andere Browser in diesem Szenario aktuell nicht geblockt.

Das klingt für mich nach eher kleineren Bugs in der Konfiguration von "Microsoft Family Safety", und ich vermute stark, dass die ziemlich schnell gefixt sein werden. Insofern finde ich es etwas erstaunlich, was sich da gerade für Diskussionen an dem Thema hochranken.
 
Ist aber doch üblich. Es geht um Microsoft, also muss alles was die machen immer abgrundtief böse sein.

Wer Family Safety aktiviert, will doch gerade, dass seine Kids eben nicht beliebig surfen. Da andere Browser solche Sperren umgehen würden, sind sie standardmäßig geblockt. Eigentlich völlig legitim und logisch.
 
Man sollte noch einmal den Startbeitrag genau lesen, besonders den ersten Satz nach dem Link.
 
Und das ändert dann was?

Es gibt ein Problem, dass Family Safety keine Meldungen bringt, wenn es legitimerweise Browser blockt, die kein Family Safety unterstützen. Das ist alles. Wer kein Family Safety aktiviert hat, hat keine Probleme. Und wer Family Safety aktiviert hat, wird wohl kaum freiwillig einen anderen Browser freigeben, der dann alle Kinderschutzfunktionen wieder umgehen kann.

Das ist mal wieder Sturm im Wasserglas.
 
Oder:
Wer diesen Thread kennt und Family Safety nutzt, weiß jetzt, warum ein eventuell installierter Chrome Browser nicht mehr funktioniert.

Was der geneigte User mit dem Wissen anfängt, bleibt ihm überlassen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist nur auch bei aktiviertem Family Safety nicht so, dass der Chrome-Browser als solcher "nicht funktionieren" würde. Das Blockieren von Chrome in den Kinder-Accounts ist ja gerade die gewünschte Funktionalität. Bei den Eltern-Accounts gibt es keine Blockaden durch Family Safety.

Was aktuell "nicht funktioniert", ist lediglich die automatisch generierte Meldung, wenn Chrome von einem Kinder-Account aus aufgerufen und wegen der Voreinstellungen blockiert wurde. Aber die Meldung erscheint in den Aktivitätsberichten, die man also nur im Eltern-Account aktivieren muss, um sie dort zu sehen. Wo man dann auch Chrome freischalten könnte. Obwohl das wenig Sinn ergibt, wenn man als Eltern Family Safety nutzen will.

Die Überschrift des Heise-Artikels suggeriert mit einer angeblich "bestätigten Google-Chrome-Blockade" ein massives Problem, das so aber gar nicht besteht. Und ist insofern leider ein ziemlicher Clickbait.
 
Ich kann es mir leider nicht verkneifen nochmals v
etwas off topic zu gehen und werfe eine simple aber m.E. entscheidende Frage in den Raum: Wie soll bitte schön eine vielleicht alleinerziehende und berufstätige Frau eines Kindes das alles technisch umsetzen?

Die gute und gesellschaftlich benachteiligte Dame hat doch weis Gott andere Themen zu stemmen, um ihr Leben zu bestreiten. Auch auf die Gefahr nochmals gerüffelt zu werden, aber wir brauchen auch mal einfache und schnell praktizierbare Lösungen und zwar möglichst schnell.

Kürzlich zeige mir eine ebensolche Dame das Smartphone ihrer 14-jährigen Tochter: 7 Stunden und 15 Minuten Handynutzung am Vortag...?!?!?

Das grenzt für mich schon an den Tatbestand der körperlichen Vergewaltigung heran. Und jeden Tag aus Neue. Das Dilemma dabei ist, daß ich ihr kaum geeignete Handlungsempfehlungen geben kann, um dem Problem zu begegnen.

Sorry für OT.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soll bitte schön eine vielleicht alleinerziehende und berufstätige Frau eines Kindes das alles technisch umsetzen?
Genau wie jeder Andere auch: Sich auf den Hosenboden setzen, sich das nötige IT-Wissen aneignen und dann mit dem Kind gemeinsam das Internet erkunden, bis es damit sicher umgehen kann.
Wie, dafür hat die Alleinerziehende Dame keine Zeit? Dann muss sie sich Hilfe suchen, entweder im privaten Umfeld oder professionell! Im lokalen Jugendclub kann ihr sicher ein Betreuer weiterhelfen.
Wie, betreute Jugendclubs gibt's nicht mehr? Was ist denn das für eine kaputte Gesellschaft, in die die Dame ihr Kind gesetzt hat?

Die gute und gesellschaftlich benachteiligte Dame hat doch weis Gott andere Themen zu stemmen, um ihr Leben zu bestreiten.
Die gute Dame hat vor Allem Eines: Sich mit der Erziehung eines Kindes die größte Verantwortung aufgeladen, die man sich als Privatmensch aufladen kann. Und offenbar hat sie nicht die Ressourcen zur Verfügung (persönlich oder in ihrem Umfeld) , um diese Aufgabe zu stemmen.
Nun mag ihr Status als Alleinerziehende nicht ihre Schuld sein. Vielleicht ist ihr Partner verstorben. Dass sie nun Probleme hat ihr Leben mit Kind zu schmeißen ist aber ihre Schuld, denn sie hatte offenbar keinen Plan B für die wichtigste Aufgabe ihres Lebens.
Wäre das ein IT-Problem, dann würde man sagen: "Kein Backup, kein Mitleid!" Nur schade, dass das in diesem Fall das Kind ausbaden muss.

Auch auf die Gefahr nochmals gerüffelt zu werden, aber wir brauchen auch mal einfache und schnell praktizierbare Lösungen und zwar möglichst schnell.
Wir brauchen v.A. tragfähige Lösungen. Und das bedeutet, dass jemand wie die gute alleinerziehende Dame aus deinem Beispiel nicht in ein Loch fällt, sondern von der Gesellschaft aufgefangen wird. Dass sie in ein Loch gefallen ist, ist ein gesellschaftsstrukturelles Problem, das man eigentlich vor 30 Jahren, als das Internet aufkam, oder spätestens vor 20 Jahren, als sich dessen heutige Struktur abzeichnete, hätte angehen müssen, sowohl politisch als auch zivilgesellschaftlich.
Wir haben es nicht getan, genauso wie wir seit fast 50 Jahren den Klimawandel* verpennen. Ganz offen: Ich staune, dass Menschen überhaupt noch Kinder in die Welt setzen, insbesondere, da das ja heute oft erst mit ca. 30 Jahren oder noch später passiert, wo man eigentlich annehmen sollte, dass die jugendlich naive Weltsicht der Teens und frühen 20er langsam verflogen ist.

Kürzlich zeige mir eine ebensolche Dame das Smartphone ihrer 14-jährigen Tochter: 7 Stunden und 15 Minuten Handynutzung am Vortag...?!?!?
Hoffentlich mit Einverständnis der Tochter**. Andernfalls würde ich das als Vertrauensbruch meiner Mutter betrachten, wenn ich die Tochter wäre.

Das grenzt für mich schon an den Tatbestand der körperlichen Vergewaltigung heran.
Das würdest du nicht schreiben, wenn du wüsstest, was eine tatsächliche Vergewaltigung für die Psyche eines Menschen bedeutet.

Das Dilemma dabei ist, daß ich ihr kaum geeignete Handlungsempfehlungen geben kann, um dem Problem zu begegnen.
Was du tun kannst ist, sie im Alltag zu entlasten, und seien es banale Dinge, wie z.B. Einkaufen.
Jede Minute die du der Mutter freischaufelst, kann sie mit ihrer Tochter verbringen statt mit irgendwelchem Gedöns. Wichtig ist, dass du zuverlässig bist, dass sie deine Hilfe also in ihr Leben einplanen kann.
Das Problem dabei ist aber oft, dass Menschen inzwischen verlernt haben, Hilfe anzunehmen, weil sie meinen, dafür irgendeine Gegenleistung erbringen zu müssen.


*) Ich will hier eigentlich kein weiteres Fass aufmachen, sondern nur zeigen, dass "das Internet" kein singuläres Problem ist, sondern dass das systematische Verpennen von Problemlösungen Methode hat.
**) Was ich bezweifle, denn dann hätte sie es dir selbst gezeigt.
 
Ich würde deinen Kommentar gerne besser einschätzen können bevor ich über eine Antwort nachdenke. Hast du Kinder? Wenn ja, wie alt?
 
Ich habe keine biologischen Kinder, was eine bewusste Entscheidung war, da ich schon recht früh die "Gelegenheit" hatte, mir über die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft Gedanken zu machen.
 
Dann verstehe ich, dass du nicht verstehst, wie massiv gerade Kinder durch "das Internet", also insbesondere Social Media, Gaming und die Akteure, die das für ihre Zwecke nutzen, manipuliert werden können. In einer Art und Weise und in einem Ausmaß, dass der Ansatz "rede einfach mal mit den Kindern darüber, dann verstehen die das schon" in etwa so wirkungsvoll ist wie der Versuch, einen Waldbrand mit einer Gießkanne zu löschen.

Und ja, ich rede da aus eigener Erfahrung. Weshalb ich dir gerne nahelegen möchte, dich mit "knackigen" Aussagen zu dem Thema in der Öffentlichkeit vielleicht doch etwas zurückzuhalten.
 
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