Makroökonomie vor Mikroökonomie

jbruenig

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Hallo,

vielleicht hat jemand hier ja eine Ahnung. Ich fange jetzt im Sommersemester an zu studieren. Traumfach Wirtschaftsigenieurwesen/Verkehrswesen. :)

Leider ist die TU-Berlin doch etwas chaotisch (beim Umstrukturieren). So fallen Betriebliches Rechnungswesen und Mikroökonomie auf einen Termin (die Vorlesungen). Nun wurde mit seitens der studentischen Studienberatung vorgeschlagen, doch erstmal Makroökonomie statt Mikroökonomie zu belegen. Lt. Wikipedia baut die Makroökonomie aber argumentationstechnisch auf der Mikroökonomie auf.

Wie sinnvoll ist also eine solche Belegung?

Liebe Grüße,

Jan
 
für jemanden ohne wirtschaftliche Basiskenntnisse eventuell schwieriger, aber Grundlagen Mikroökonomik kann man auch gut im Selbststudium verstehen
Buchtipp: Pindyck / Rubinfeld - Mikroökonomie (zum Nachschlagen, denn zum Lernen/Verstehen der Basis zu ausführlich - aber mit schönen Beispielen, dafür geringer Matheteil)
Standardwerk: Varian - Grundzüge der Mikroökonomik
zum Verstehen: das Mikroökonomik Skript (im Zweifelsfall von einem Kommilitonen der Mikro hört besorgen)
 
Guten Morgen jbruenig.

Also wenn dir das Studenten selbst raten, dann würde ichs auch in der Reihenfolge belegen. Beide Fächer sind mathelastig, wobei man in Mikro nen Tick mehr rechnen muss (war zumindest bei uns der Fall). Aber als Wing sollte man ja eh ein gewisse Affinität zur Mathematik haben, also von daher...

Gruß
 
Na ja, es wurde als Ersatz vorgeschlagen. Im Studienverlaufsplan steht eigentlich im 1. Semester Mikro und BRW...

Aber generell gäbe es da scheinbar wohl keine Probleme?

Liebe Grüße,

Jan
 
hab meinen Beitrag noch etwas ergänzt und würde mich hellvean anschließen - ich würds machen, aber dabei Mikro nebenher ein bisschen bearbeiten (ist ja kein Lernen für Klausurreife sein), denn einem Erstsemester fehlt doch idR das Verständnis für Zusammenhänge auf diesem Gebiet, sich daher damit zu beschäftigen schadet in keinem Fall

Edit: Mikro wirst du früher oder später dann wannanders hören (und schreiben) müssen - ein Studienverlaufsplan ist (zumindest an einer Uni) idR kein starres Gebilde sondern ein Vorschlag
 
Ich denke als aktiver Fachschafter auch, dass die dortigen Studenten dich in diesem Fall am besten beraten können. Es ist auch realistisch, sich Mikro im Selbststudium anzueignen. Kannst du herausfinden, welche Lehrbücher für Mikro empfohlen werden? Das unterscheidet sich nämlich im Niveau von Uni zu Uni.
 
In Mikro wird der Varian (grundzüge der Mikroökonomie) empfohlen (da hab ich mir das erste Kapitel auch schon durchgeschaut). Soll ja so ziemlich DAS Buch sein, ich finds auch richtig gut, lebendig beschrieben, super eingedeutscht.

Dahingegen hab ich mir auch schon das empfohlende Buch für "Investition&Finanzierung" angeschaut (Hirth, glaube ich, selber Verlag wie Varian). Das ist so richtig scheiße, viele Fehler, wenig Logik, schlecht aufgebaut ... dafür aber 100%ig zur Vorlesung passend, weil der Lehrstuhll auch von ihm geleitet wird...
 
@jbruening:
...wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich auch mit Makroökonomie beginnen.

Und wenn Du nicht von der ganz faulen Sorte bist (was bei einer TU meist nicht der Fall sein sollte), und wirklich interessiert bist, empfehle ich Dir noch ganz freiwillig die Abendvorlesungen
bei der örtlichen VWA-Verwaltungs-und-Wirtschaftsakadmie zu besuchen. Da sind meist ganz interessante Vorlesungen dabei, die ggf. eine hilfreiche Ergänzung sein können.
Du musst dich dort ja nicht zusätzlich anmelden, sondern einfach nur intressiert reinsetzen.

Guckst Du mal vielleicht hier
 
Mikro nach Varian kann anfangs etwas "eigenartig" sein,ihc hab auch schon Mathematiker darüber fluchen gehört. Es gibt in den meisten Lehrbuchsammlungen auch ein Arbeitsbuch zum Varian. Das ist sehr hilfreich, auch wenn manche Aufgabentexte anscheinend von bekifften Hiwis verfasst wurden :D
 
Als Diplom-Ökonom, der Wirtschaftswissenschaft (integriert) studiert hat, lautet meine Meinung: Es ist vollkommen egal, was du zuerst hörst ! Die inhaltliche Schnittmenge zwischen Mikroökonomie und Makroökonomie ist minimal. Insofern sehe ich auch keinen didaktischen Vorteil bei einer Bevorzugung von Mikroökonomie. Das i.d.R. zuerst Mikroök. und dann Makroök. gelesen wird, ist wohl vor allem eine Konvention. Ich habe einen gewissen Vergleich, da ich beide Vorlesungen an zwei verschiedenen Universitäten aufgrund eines Studienwechsels gehört habe. Daß dir der Varian gefällt wundert mich aber. Eines seiner Mikroökonomie-Bücher (ich weiß gerade nicht mehr welches) war das Standardlehrbuch meines Profs. in Bielefeld. Ein theoretischeres und unverständlicheres Werk ist mir kaum je mehr begegnet. Aber die Geschmäcker sind eben verschieden. Aber davon abgesehen, die Dinge die du dir da einpaukst, wirst du zu 99,9 % in deinem späteren Berufsleben sowieso nicht mehr brauchen....es sei denn, du wirst Uni-Professor ! :thumbsup:

Btw: Take it easy...
 
Ich kann IceWalker nur zustimmen. Die Schnittmenge ist relativ gering. Ich bin Student der VWL im 4. Semester und habe auch im 2. Mikro und im 3. Makro gehört. Allerdings finde ich den Varian super
 
Ich finde den Varian auch gut, nur haben sie hier in Bonn am Anfang alles getan, um es richtig unverständlich zu machen.
 
[quote='facecrusher86',index.php?page=Thread&postID=562447#post562447] Allerdings finde ich den Varian super[/quote]
Ich find ihn auch gut, aber einen bessern Überblick bekommt man IMHO mit P/R

Stefan
 
[quote='IceWalker',index.php?page=Thread&postID=562437#post562437](...) Es ist vollkommen egal, was du zuerst hörst ! Die inhaltliche Schnittmenge zwischen Mikroökonomie und Makroökonomie ist minimal. (...)[/quote]Das ist auch meine Erfahrung. Wenn Zusammenhänge und Aufbauendes kommt, dann erst später.

Die hier gezeugte Freude über den Varian wundert mich auch sehr.
Zum Selbststudium eignet sich der V. meiner Meinung nach schon. Wohl aber nur oder wesentlich besser, wenn man sich alte Klausuren oder Übungen besorgen kann.

Viel Erfolg!
 
Der Varian wird von der TU halt empfohlen und die Vorlesung orientiert sich auch daran.

Nun, lenken wir die Fragestellung ein wenig auf Makroökonomie. Gibt es Standardwerke, die ihr besonders empfehlen würdet?

Die TU schlägt vor:

Blanchard, Olivier, und Gerhard Illing: Makroökonomie, Pearson Studium, 4. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7051-5.

Forster, Josef, Ulrich Klüh und Stephan Sauer: Übungen zur Makroökonomie, 2. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7208-9

Blanchard, Olivier: Macroeconomics, 3rd international edition, 2003, Prentice Hall.

Kromphardt, Jürgen: Grundlagen der Makroökonomie, 3. Auflage (2006), Vahlen.


Natürlich kann man nicht alles kaufen, aber es wäre schön, ein umfassendes Buch zu haben, wo man hin und wieder Begriffe und Fragestellungen nachschlagen kann.

Liebe Grüße,

Jan
 
[quote='jbruenig',index.php?page=Thread&postID=562679#post562679]Der Varian wird von der TU halt empfohlen und die Vorlesung orientiert sich auch daran.

Nun, lenken wir die Fragestellung ein wenig auf Makroökonomie. Gibt es Standardwerke, die ihr besonders empfehlen würdet?

Die TU schlägt vor:

Blanchard, Olivier, und Gerhard Illing: Makroökonomie, Pearson Studium, 4. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7051-5.

Forster, Josef, Ulrich Klüh und Stephan Sauer: Übungen zur Makroökonomie, 2. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7208-9

Blanchard, Olivier: Macroeconomics, 3rd international edition, 2003, Prentice Hall.

Kromphardt, Jürgen: Grundlagen der Makroökonomie, 3. Auflage (2006), Vahlen.


Natürlich kann man nicht alles kaufen, aber es wäre schön, ein umfassendes Buch zu haben, wo man hin und wieder Begriffe und Fragestellungen nachschlagen kann.

Liebe Grüße,

Jan[/quote]
Meine persöhnliche Empfehlung:
Blanchard, Olivier, und Gerhard Illing: Makroökonomie, Pearson Studium, 4. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7051-5.
 
[quote='pendal',index.php?page=Thread&postID=562788#post562788][quote='jbruenig',index.php?page=Thread&postID=562679#post562679]
[...]
[/quote]
Meine persöhnliche Empfehlung:
Blanchard, Olivier, und Gerhard Illing: Makroökonomie, Pearson Studium, 4. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7051-5.[/quote]

seh ich genauso - hängt aber auch ein bisschen davon ab in welcher Sprache die Vorlesung gehalten wird, sollte die Vorlesung Englisch sein würde ich aus Verständnisgründen eine englische Variante vorschlagen (zur Gewöhnung an die Begriffe)
 
Blanchard, Olivier, und Gerhard Illing: Makroökonomie, Pearson Studium, 4. Auflage (2006), Pearson Studium, ISBN 3-8273-7051-5. :thumbsup:
 
[quote='IceWalker',index.php?page=Thread&postID=562437#post562437]Aber davon abgesehen, die Dinge die du dir da einpaukst, wirst du zu 99,9 % in deinem späteren Berufsleben sowieso nicht mehr brauchen....es sei denn, du wirst Uni-Professor ![/quote]

Erklärt das warum unsere Top-Manager soviel Unsinn treiben... Spass beiseite, aber die Aussage von einem der das Studium 5 Jahre durchgezogen hat wundert mich dann doch etwas, die promotionsrate in BWL ist ja doch eher null und die meisten BWLer die ich kenne haben es dann doch eher aus monetären Gründen studiert statt eine akademische Laufbahn anzustreben. Ich hab mal über BWL als Fernstudium siniert, aber bei der Aussage scheint das ja mehrjährige Zeitverschwendung zu sein. Ist die Aussage jetzt nur auf die Uni bezogen oder ist BWL-Studium an den FHs genauso nutzlos und praxisfern? Da würd mir ja schon in der ersten Semesterwoche jegliche Motivation flöten gehen...
 
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