M.2 via mPcie in Thinkpads

Endymion172

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Hi,

ich bin mal wieder auf der suche nach 'ner SSD für mein altes T60 Notebook und meinen Desktop (Ivi Bridge). Da ich jetzt schon etwas für die Zukunft gesucht habe geht es also Richtung m.2/NGFF. Da ja die alten Boards noch keine M.2 Steckplätze besitzen, habe ich daher nach Adakten gesucht und auch welche gefunden. Allerdings bin ich dabei auch auf Adapter mPcie -> M.2 gestoßen.

Das wirft bei mir natürlich die Frage auf, kann man so einen auch in ein alten Thinkpad schrauben? Nur mal als Gedankenspeil, also ohne Sinn und Unsinn. Wil bei den mSata ging das ja nicht.
 
vorweg, verbessert mich bitte wenn das folgende falsch ist.


soweit ich mich eingelesen habe, hat ein mpci slot folgende anbindungen: usb, sata und pcie x1
der m.2 slot alst als anbindung: pcie x4 und sata
welche sata-anbindung 150, 300 oder 600mb/s ist dabei egal da ssds auf und abwärtskompatibel sind.
entsprechend müsste man problemlos hoch und runter adaptieren können.

im inet gibts zb. für den mpcie und den m.2 ja einfache adapterkarten die die sata-anbindung als normalen sataanschluss bereitstellen.
 
Ein T60 bietet keine SATA-Unterstützung an den M-PCIe Slots. Das ging erst ab dem T420.

Man bräuchte also eine m.2 SSD, die direkt PCIe- anstatt SATA-Signale nutzt. Ich weiß aber nicht, ob die alten Boards dann davon booten könnten.
 
Zuletzt bearbeitet:
mPCIe hat USB und eine PCIe-Lane. Nach welchem Standard diese Lane arbeitet (PCIe 1.0/1.1/2.0/...) ist dabei nicht festgelegt und kommt aufs Gerät an.
SATA im mPCIe-Slot ist eher ein Spezialfall, der sich eben mSATA nennt. Bei dem kann der mPCIe Slot eben entweder als normaler mPCIe-Slot benutzt werden oder eben als SATA Port und wird dann entsprechend entweder direkt oder über den SATA-Controller an CPU/Chipsatz angebunden.

m.2 hat nicht grundsätzlich 4 Lanes. 2 Lanes sind auch verbreitet. Über SATA an dem Slot weiß ich nichts (daher kann deine Angabe stimmen).

Theoretisch könnte so ein Adapter von m.2 auf mPCIe durchaus diese eine Lane einfach durchreichen. Für Bastler könnte man sogar anbieten, dass mit einem Flachbandkabel und einem weiteren mPCIe-Adapter dieses eine m.2 Gerät auch mit 2 Lanes verbunden wird, aber das ist dann Bastlerware, die man vielleicht in der Zukunft auf hwtools findet, wahrscheinlich aber eher nie ;)

m.2 SSDs hängen normalerweise nicht am SATA-Anschluss. Der Vorteil der m.2-SSDs ist ja gerade, dass sie diesen einen Umweg umgehen können und so größere Datenraten und geringere Zugriffszeiten erreichen können. Wie eine m.2 SSD aber damit klar kommt, wenn man sie nicht an 4/2 Lanes, sondern nur an eine hängt, weiß ich nicht. Im normalen PCIe-Standard läuft dass so, dass solche Geräte dann eben einfach nur eine Lane nutzen und mit der geringeren Übertragungsrate klarkommen (müssen). Ob sich die m.2 SSDs genau so verhalten, muss wohl erst jemand ausprobieren.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Es könnte funktionieren, aber bisher hat es niemand getestet. Ich bezweifel allerdings auch noch, dass das BIOS dann davon booten kann. Von meiner USB3-Karte im mPCIe-Slot geht es z.B. jedenfalls nicht.

Ach moment, ich sollte besser lesen. Ich hab die ganze Zeitt an dein Laptop gedacht. Im T60 macht das ganze nämlich wenig Sinn. Bevor man da mit Adaptern bastelt und schweineteure m.2-SSDs mit eventuell noch geringerer Größe kauft, die dann vielleicht nicht mal bootfähig sind, baut man lieber die HDD aus und eine normale SSD dort ein.

Der Desktop ist dagegen ein anderes Feld. Da hast du ja noch die Möglichkeit, entsprechende Slots mit 2, 4 oder mehr Lanes auf dem Board zu nehmen und daher m.2-SSDs auch mit voller Performance anzusprechen. Außerdem sind die BIOSe auch normalerweise in der Lage, von externen Erweiterungskarten zu booten.
Aber auch hier würde ich dir eher zu einer normalen SSD raten. Falls zu zu viel Geld hast und noch extremere Performance wirklich brauchst, kannst du noch zu PCIe-SSDs greifen.

Ansonsten würde ich m.2-SSDs aktuell nur dort einsetzen, wo halt auch wirklich m.2-Slots vorhanden sind. Und am besten auch mit einem Chipsatz, der damit vernünftig umgehen kann. Zukünftige Treiberupdates sollen ja die SSDs in m.2-Slots dann nicht mehr per AHCI ansprechen, wie heutige SATA-Controller (und so arbeiten die Controller auch, die auf PCIe-SSDs verbaut sind), sondern dafür NVMe nutzen: http://en.wikipedia.org/wiki/NVM_Express . Das ganze wird definitiv nicht mit SSDs gehen, die per SATA angebunden sind oder mit einem ähnlich arbeitenden Controller auf PCIe-SSDs. Voraussichtlich aber mit SATA-Express (was es noch nicht gibt) und vermutlich eben auch mit m.2-SSDs, die eben direkt per PCIe angebunden werden.

Eine Sache spricht noch gegen m.2-SSDs nach heutigem Stand. Vorausgesetzt, man hat die Wahl (also noch SATA-Ports vorhanden und frei): m.2-SSDs, die es aktuell zu kaufen sind, sind in Benchmarks insgesamt betrachtet selten mehr als 1% schneller als schnelle SATA-SSDs. Dafür aber viel viel teurer.

//EDIT: Zitat heise: "Die meisten bisherigen m.2-SSDs besitzen einen Controller mit SATA-Interface." Damit ist der Vorteil dann ja wieder komplett hinfällig und m.2-SSDs heutiger Bauart hätten keinen Vorteil. Dann sind das nur SSDs, die ihren eigenen SATA-Controller mitbringen und damit kaum schneller sein können, als normale SATA-SSDs. Außerdem wären sie damit zu dem NVMe nicht kompatibel, was ja erst die großen Vorteile bringen soll.
 
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