LTS --- 5 Jahre Support

Logische Konsequenz, der Aufwand Sicherheitsupdates für die Desktoppakete ebenfalls 2 Jahre länger auszuliefern sollte nicht so viel Mehraufwand bedeuten.

Aber sollte man die 5 Jahre tatsächlich auskosten dürfte einen nach dem letzten Update (also das nach 5 Jahren auf die aktuellere LTS Version) vermutlich der Schlag treffen - aus Feature und aus "kaputt geh"-Sicht.
 
Wer nutzt denn im Privatumfeld eine Desktopdistri 5 Jahre ohne ein Upgrade zu machen ?

Grüz!
Hibbelharry
 
Das zielt auf die etablierte Konkurrenz der Enterprise-Distros RHEL und SLES/SLED. Ansonsten wird kaum jemand eine LTS länger als 2 Jahre auf dem Laptop/Desktop nutzen ... ich jedenfalls nicht ;).
 
Nehm ich auch an. Wenn ich jetzt vor nem RHEL5 oder 4 sitze frag ich mich jedesmal wieder wie ich das früher geschafft hab die Technik der Zeit glücklich zu benutzen :)

Grüz!
Hibbelharry
 
Das zielt auf die etablierte Konkurrenz der Enterprise-Distros RHEL und SLES/SLED. Ansonsten wird kaum jemand eine LTS länger als 2 Jahre auf dem Laptop/Desktop nutzen ... ich jedenfalls nicht ;).

Siehe Windows XP (ok, ist vielleicht Äpfel mit Birnen oder besser Fenster mit Pinguinen verglichen).



Wenn ich aber an einem Rechner die Hardware nicht ändere kann ich mir durchaus vorstellen auch beim OS keine großen Sprünge zu machen.
 
Man ist ja nicht gezwungen, die ganzen 5 Jahre durchzuhalten. Wahrscheinlich will ich auch schon vorher was neues haben. Aber andererseits ist man auch nicht gezwungen, ein hervorragendes System auszuwechseln, wenn man es (aus welchen Gründen auch immer) nicht will. Die verwendete Software wird ja dennoch durch Aktualisierungen großteils auf dem neuesten Stand sein. Finde ich jedenfalls besser als die 13 Monate von Fedora.
 
Die verwendete Software wird ja dennoch durch Aktualisierungen großteils auf dem neuesten Stand sein. Finde ich jedenfalls besser als die 13 Monate von Fedora.
Nö. LTS heißt nur, dass Sicherheitsupdates/-Patches eingespielt werden, neuere Programmversionen gibt's m.W. nicht.
 
Richtig, bis auf Firefox, da wird glaube ich ausnahmsweise geupdatet. Ärgerlich ist das halt auch die ganzen Programme auf einem Stand bleiben - erinnert ihr euch an das Thunderbird vor 5 Jahren? Klar kann man PPAs nutzen, aber das führt die LTS Sache ad absurdum.
 
Klar kann man PPAs nutzen, aber das führt die LTS Sache ad absurdum.

Finde ich nicht. Es kann doch Sinn machen, die (für sich) wichtigsten Anwendungen per PPA aktuell zu halten, aber 98% des Systems nur per LTS.

Wie auch immer. Jedenfalls dürfte niemandem ein Nachteil entstehen, wenn LTS nun 5 Jahre läuft.
 
ich denke, mit dieser Entscheidung will man im Business-Bereich punkten...wo jedes Upgrade kosten verursacht.
 
ich denke, mit dieser Entscheidung will man im Business-Bereich punkten...wo jedes Upgrade kosten verursacht.

Selbst als Privatperson, die im Prinzip gerne "installiert", finde ich Upgrades doch ziemlich lästig. Nicht die Installation an sich (und das anschließende persönliche Anpassen), sondern das ganz Drumherum mit Daten sichern und kopieren. Das mache ich erst, wenn ein gewisser "Leidensdruck" vorhanden ist.
 
Seine Daten sichert man eh regelmäßig und wenn man ein separates /home anlegt, geht selbst eine Neuinstallation statt eines Upgrade ganz einfach vonstatten.
 
Zumindest für die Einstellungen, die sich unter /home befinden. Beim Rest heißt es Beten. Aber angenehmer als bei Windows mit der in dieser Hinsicht doch sehr unlustigen Registry auf jeden Fall :).
 
Seine Daten sichert man eh regelmäßig und wenn man ein separates /home anlegt, geht selbst eine Neuinstallation statt eines Upgrade ganz einfach vonstatten.

Naja es dauert trotzdem ein gutes Stück bis man alle S/W wieder installiert hat und sowas.

Ich bin total Updatefreundlich auf'm Desktopsystem, freu mich immer "huch was gibts neues?". Nur bei Ubuntu war das nach dem Versionssprung danach meist mehr "was ist jetzt wieder alles kaputt". Bei Arch kommt das manchmal aber auch vor, nur eben nicht so "gebündelt". :D

Bei reinen Servern hingegen hätte ich zwar gern Arch, tendiere aber doch zu Debian..

Zum Business Bereich: Da punktet Ubuntu doch schon lange nicht mehr ...

Andererseits: Was ist so schlimm wenn nur Kleinigkeiten kaputt gehen, die schnell behoben sind?
 
Software bezahlen?

In der aktuellen ct liest sich die zukünftige Entwicklung von Ubuntu für mich so, dass ich das eigentlich nicht mehr verwenden möchte. Jetzt mal abgesehen von der Problematik mit dem Desktop. Z. B. soll das Softwarecenter auch kostenpflichte Software anbieten. Wie habe ich mir das vorzustellen? Ist dann in Synaptics eine zusätzliche Spalte für den Preis? Zu hoffen ist noch, dass man diese Extrasoftware (für mich unvorstellbar, dafür zu bezahlen) als Quelle zentral einfach abschalten kann, wie die verschiedenen Repos und PPAs.
 
@dirkk Das gibt es doch schon jetzt. In 11.04 gab es das auch schon. Davor weiß ich nicht, da hatte ich noch kein Ubuntu. Im jetzigen Software-Center gibt es einen Punkt, der heißt "zum Kauf", und da findet man dann auch Programme wie Ultra-Edit und so. Ich geh aber einfach gar nicht darauf und so stört es mich auch nicht.

Abstellen geht glaub ich nicht. Auf jeden Fall finde ich hier nirgends eine Einstellungsmöglichkeit dafür.

EDIT: Ob es in Synaptics überhaupt die Möglichkeit gibt diese kostenpflichtigen Sachen zu bekommen weiß ich gar nicht. Ultra-Edit hab ich z.B. nicht gefunden. Aber in der Standardinstallation gibt es Synaptics ja auch gar nicht mehr. Hab es mir aber nachinstalliert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das zielt doch eindeutig auf den Business-Markt. Gerade in Unternehmen mit heterogenen, weil historisch gewachsenen Strukturen verliert Ubuntu dramatisch an Zuspruch. Die kurzen Zyklen (und das sind im Business-Bereich, wo es auch um Zertifizierungen geht, auch drei Jahre) sind für Admins einfach inakzeptabel. Shuttleworth geht damit einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn er jetzt noch den unsäglichen Unity-Desktop gegen eine vernünftige Oberfläche austauscht und die Bugs beseitigt, hat Ubuntu auch wieder eine Chance im Business-Umfeld. Bislang sinken die Zahlen dramatisch, übrigens auch beim Server, der in den letzten Monaten nahezu die Hälfte eingebüßt hat.

Gruß
enrico65
 
@dirkk: ich halte deinen Standpunkt für wenig fundiert. Natürlich muß es auch kommerzielle Software geben. Indirekt werden damit viele Open Source Projekte finanziert. Außerdem würde diese Konkurrenz der Open Source Entwicklung gut tun.

Ich finde es ausgeprochen positiv, daß Ubuntu einen dau-festen einfachen Weg einbaut, kommerzielle Software zu installieren. Das wird sicher manchen Hersteller dazu animieren seine Software für Linux anzubieten. Als Nutzer wirst Du immer die Wahl haben. Mark Shuttleworth hat ganz klar gesagt, daß Ubuntu selbst immer kostenlos bleibt.

Softwareentwickler müssen genau wie andere Menschen auch ihren Lebensunterhalt bestreiten. Oder arbeitest Du für lau? Ich nicht.
 
Okay, das mit Synaptics war etwas bissig gemeint...

Es ist für mich auch eine "philosophische" Frage... ich bin mit Open-Source groß geworden... beruflich wie privat nutze ich Linux nun schon nicht ganz 20 Jahre... beruflich wie privat habe ich nie ein anderes System (UNIX...) verwendet. Ab und zu mal (ganz selten) Windows aufgerufen, weil das meist mit dem Kauf des Rechners auf der Platte war. Ich habe EINMAL Geld inverstiert, so 20 Euro, in Foto-Software, die in einer eingeschränkten Version mit der Kamera kam, und dann upgegraded auf die "Pro"-Version. Die Software war trotzdem totaler Mist, so dass ich sie nicht mehr benutzt habe. So, um den Kreis wieder zu schließen. Linux war und ist für mich auch immer das Flair der Open-Source. (Selbst Android hätte ich lieber noch etwas offener, als es im Vergleich zu Apple schon ist.) Und das haben viele Entwickler, Freaks etc. auch in erster Linie deswegen gemacht, weil es Spass machte, etwas neues, besseres zu schaffen. Natürlich müssen die auch leben. Und das tun sie auch, die ja meist auch im Universitäten bzw. Software-Unternehmen angestellt sind.

Ich habe nichts dagegen, dass es auch eher "kommerziell-ausgerichtete" Distris gibt. Nur möchte ich die dann nicht benutzen. Ich hoffe, dass z. B. Mint nicht nur bzgl. der Desktops eine gute Alternative zu Ubuntu bleibt, sondern auch in Bezug auf die Kommerzialisierung.
 
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