Lenovo Fabrik in Deutschland?

ibmthink

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Laut Medienberichten erwägt Lenovo neben den schon vorhandenen Lenovo-Fabriken in den USA (dort soll noch eine 2. Fabrik eröffnet werden), in Mexico, Brasilien und Indien auch ein oder mehrere Werke in Kanada und in Deutschland (!) zu eröffenen:
http://winfuture.de/news,73427.html und http://www.digitimes.com/pda/a20121206PD215.html
Unter anderem will man dadurch die In-House Produktion von 20 % in diesem Jahr auf 50 % steigern. Hergestellt werden sollen wohl vor allem Produkte aus dem Think-Portfolio, da man große Unternehmen und auch Regierungen ansprechen will. Die eigenen Fabriken sollen wohl zu mehr Effizienz und kürzeren Lieferzeiten führen, und außerdem könne man so schneller auf die verschiedenen Märkte reagieren.
 
...wenn es wahr werden sollte, dürfte sich der (Telefon-)Support verbessern (hoff ich jedenfalls... ach, Träume...*es folgt ein Geigensolo*...)
 
Lohnniveau D gegen CHN. Wie soll das gehen ? Made in Germany? Sicher nicht bezahlbar, die wollen ja mehr Gewinn nicht weniger oder gleich.
 
Fuji hat ja auch noch Produktion hier. Anscheinend geht das schon. Das Lohniveau in China ist zuletzt auch sehr stark angestiegen. So billig ist die Produktion da auch nicht mehr. Außerdem spart man sich so die Transportkosten.
 
Na, wenn dadurch die Qualitätskontrollen besser werden...:rolleyes:
 
Dann kriegen sie die Beschwerden aber direkt auf den Hals, und hoffentlich auch (endlich) rein :facepalm:
Wieso sollten sie die Beschwerden dann direkt an den Hals kriegen? Du glaubst doch wohl selber nicht, daß Du da irgendwo direkt bei der Fabrik anrufen kannst... :facepalm:
 
Wieso sollten sie die Beschwerden dann direkt an den Hals kriegen?
Da dürften so einige wegen Qualitätsmängeln und unzureichender Endkontrolle zurückgehende Thinkpads direkt wieder in der hiesigen Fabrik landen. Könnte mir denken, dass sie dann eher schnallen, dass da was im Argen liegt.
Und wenn es hierzulande ein Lenovo-Management gibt, kriegen die vielleicht auch besser mit, wie unhaltbar der Telefonsupport in Rumänien allein wegen der Verständigungsschwierigkeiten ist.

Wenn es sich aber nur um ein Aufziehen der Medion-Linie im grossen Massstab für halb Europa handeln sollte, stimmt das natürlich nicht.
 
Das mit dem Lohn geht schon, die Arbeitsagenturen bezuschussen die Gehälter. Nach 10 Monaten wird dann die Humanressource ausgetauscht.
Der Unternehmer hat 10 Monate gespart, und die Arbeitsagentur hat keinen Leistungsempfänger im ALG-1.

Also sind alle zufrieden.
 
Da dürften so einige wegen Qualitätsmängeln und unzureichender Endkontrolle zurückgehende Thinkpads direkt wieder in der hiesigen Fabrik landen.
Denke nicht, daß die Fabrik das mitbekommen wird - das läuft sicherlich über einen Logistikpartner, bzw. über den Support. Begrab' mal Deine Hoffnungen in der Richtung lieber wieder...
 
Das mit dem Lohn geht schon, die Arbeitsagenturen bezuschussen die Gehälter. Nach 10 Monaten wird dann die Humanressource ausgetauscht.
Der Unternehmer hat 10 Monate gespart, und die Arbeitsagentur hat keinen Leistungsempfänger im ALG-1.

Ganz genau! Wer zahlt es also? Der deutsche Michel oder, wie ich jüngst der Anrede eines Schreibens an mich vom Finanzamt entnehmen durfte, der "Steuerbürger" (statt meines Namens, da wird einem sofort bewußt wie man dort gesehen wird - als Melkkuh).
 
Hamburg- und es handelte sich nicht um einen Serienbrief sondern einen individuellen Sachverhalt!
 
Hi,

zurück zum Thema: Ich halte das für eine PR-Aktion, bei der man ein recht kleines Werk im jeweiligen Land eröffnet, welches es ermöglicht, bei Ausschreibungen von großen Organisationen und Regierungen auf den "lokalen Anbieter" zu verweisen. Ob dann wirklich das komplette Gerät hier gebaut wurde oder nur das Display ans Basecover geschraubt wurde, ist für diesen Effekt egal.

Lohnanzug in China hin oder her, das Lohnniveau unterscheidet sich nach wie vor locker um den Faktor 5. Das können die Transportkosten im Leben nicht reinholen. (Und noch witziger finde ich den Glauben, die Qualität würde bei Produktion in Deutschland besser werden - als wären chinesische IT-Arbeiter irgendwelche unqualifizierten Buschmänner, die man im Lendenschurz einfach ans Fließband gestellt hat...)
 
Nein, die Fähigkeiten chinesischer IT-Arbeiter halte ich durchaus nicht für geringer als die europäischer oder deutscher. Was sich aber durch zahlreiche Beiträge hier im Forum zieht, sind diese erstaunlichen Endkontrollaussetzer, im Vergleich - wenn man den User-Aussagen hier traut - zu IBM-Zeiten. An solchen Kontrollen spart Lenovo anscheinend.

...Was aber im Nachhinein in der Gesamtabrechnung auch nicht gerade billig sein dürfte, wenn man all das Hin- und Herschicken von Notebooks vom Käufer zu den Fachbetrieben bedenkt, deren Arbeit in solchen Fällen ja Lenovo tragen muss. Und billig werden diese Nachbesserungswerkstätten auch für Lenovo nicht wirklich sein.

Natürlich muss man auch einbeziehen, dass Thinkpads im Vergleich zu früher sehr viel billiger verkauft werden (müssen). Aber vielleicht auch einen Aspekt unsinniger moderner Produktionsorganisation: die Fertigung erscheint rentabler, wenn sie weniger kontrolliert wird, solange ihr die Kosten für die Anschluss-Reklamationen nicht unmittelbar angerechnet werden, sondern eine davon losgelöste Firmenabteilung dafür zuständig (gemacht) wird. PKW-Rückrufaktionen sind hierfür ein eklatantes Beispiel. Fragt sich nur, ob es nicht in Wirklichkeit billiger wäre, es gleich bei der Produktion besser zu machen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der IT Bereich arbeitet seit Jahren nach dem System Banane. Reift beim Empfänger. Preisdruck und immer schneller Fortschritt lassen vielfach keine andere Möglichkeiten. Ihr wollt billige Thinkpads mit IBM Qualität , dann müssten sie doppelt soviel kosten. Andere Marken sind keinesfalls besser. Ein Lenovowerk in Deutschland ist ein Politikum nichts weiter, alles andere reine Spekulation. Wer soll Made in Germany bezahlen? Der Hype ist am Anfang immer groß, dann wird ausgelagert, schließlich folgen Werksschließungen mit Massenentlassungen.

Nokia, Delphi, Siemens, Opel......lässt sich beliebig fortführen. Mein Porsche kommt aus Finnland, meine Glashütte aus der Schweiz und mein Lenovo aus Nordkorea. Der Verbraucher bestimmt die Qualität und den Preis , der Hersteller den Profit. Das Prinzip Hoffnung stirbt zuletzt.
Lenovo aus Deutschland, vorübergehend. Die Qualität? Wenn wir hier um soviel besser wären....
 
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