Lebenslauf: Lücke vor Studium und Abitur

Scav

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9 Aug. 2007
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Hallo,

mal wieder ein Thread zur allgemeinen Lebensberatung. ;)
Wie geht man mit einer Lücke vor dem Abitur im Lebenslauf um?
Mein etwas ungewöhnlicher Lebenslauf sieht ungefähr so aus:
  • Realschulabschluss an Gesamtschule
  • Ein Jahr Ausbildung, ohne Abschluss
  • Ein Jahr rumhängen und ein paar Nebenjobs
  • Abitur
  • Studium(Uni) in Regelstudienzeit
Die Ausbildung werde ich einfach ohne große Erklärung erwähnen, aber was mache ich mit dem anderen Jahr?
Schon nervig, wenn man solche Altlasten mit rumschleppt, ich war 17 und blöd. :D

Gruß
 
1 Jahr Nebenjobs zur Berufsfindung...

is ja nicht schlimmes...

Du hast das Jahr genommen um Dir einige Berufsbereiche anzuschauen um dann entscheiden zu koennen, welchen Beruf Du erlernen moechtest...

oder aber um den Beruf nich sofort ueber eine Ausbildung zu beginnen, sondern erstmal studieren..

Bimbo-01
 
Kannst auch ggf. mit einer Selbständigkeit ausfüllen, einen Nachweis dafür hast du in der Regel sowieso nicht. Wenn du z.B. nur bis (glaube es waren) 5.200 pro Jahr verdienst. Suche dann aber etwas aus, womit du dich auskennst, z.B. Selbständig im Reparaturservicebereich oder Gebrauchtwarenhandel (PC An- und Verkauf) oder du schreibst die Wahrheit um und verlängerst jeden deiner Nebenjobs um paar Monate um oder betitelst diese als Gelegenheitsjobs, wenn du zwischen den einzelnen Jobs längere Pause hattest.
 
auf keinenfall ne lücke lassen,
sondern wie schon geschrieben wurde, schön die praktikas/nebenjobs aufführen.
 
Schreib doch einfach das du gereist bist und die Welt sehen wolltest um Lebenserfahrung zu sammeln.
 
Ehrenamt.. vielleicht hast du ja auch wirklich eins gemacht?
 
"This bug is a feature"

Dein Lebenslauf zeigt doch, dass Du erst gedacht hast und dann gehandelt hast. Du hast die Ausbildung, die Dir offensichtlich nicht gepasst hast geschmissen. Du hast Dich neu orientiert und Dein Ziel mit maximalem Erfolg erreicht. Wo ist das Problem? Es ist vor allem Jahre her.

Evtl. könnte eine der <Klischee> kleinen HR-Mädels mit Perlenohrring </Klischee> Deine Bewerbung aussortierten. Dann würde sie Dein Jahr Selbstständigkeit/Reisen etc. genauso wenig akzeptieren. Das passiert Dir eher in größeren Unternehmen mit großer HR-Abteilung.

Wenn Du einen Personaler / eine Personalerin mit Menschenkenntnis erwischst, wirst Du eher Verständnis bzw. Respekt ernten.

Ist meine subjektive Meinung, die aber auch meine Erfahrung widerspiegelt. Ich würde Dich jedenfalls eher nehmen, als den aalglatten, angepassten Bewerber.

Gruß

Sebastian
 
Ist imho wirklich nicht schlimm, kenne eine ganze Reihe von Leuten, bei denen das so ist.
Bei mir klafft nach der Bundeswehr auch ein halbes Jahr, da ich nach Dienstzeitende zum 30.09. keinen Bock hatte, direkt am 01.10. mit dem Studium zu beginnen. Musste mich erst einmal vom Spieß erholen... ;)
Konnte ich bisher aber immer kreativ verkaufen.

Sei "stolz" über Deinen Werdegang - vor allem darüber , dass Du die Uni in der Regelstudienzeit geschafft hast. Denn das ist nicht selbstverständlich.

BTW: Was hast Du studiert ?
 
Realschulabschluss an Gesamtschule
Ein Jahr Ausbildung, ohne Abschluss
Ein Jahr rumhängen und ein paar Nebenjobs
Abitur
Studium(Uni) in Regelstudienzeit

.....
Mittlere Reife > Abitur

kann man die fehlende Zeit doch locker als Vorbereitungszeit fürs Abi deklarieren...- dauert normal ja länger um von Realschule zu Studium/Uni aufzusteigen... die Nebenjobs wirken dann sogar positiv
 
Ich bin mit meinen BEwerbungen bisher immer weit gekommen - auch in Großen Unternehmen wie WDR und NDR.

Ich hatte bei mir zwischen SChule und Ausbildung auch rund ein Jahr mit Nebenjobs und recht viel Freizeit.

Meinen Lebenslauf hab ich dabei nicht tabellarisch verfasst sondern als Aufzählung.

Dabei ist im Wesentlichen Schule und AUsbildung vertreten. Für das jahr dazwischen steht weiter unten mit Jahreszahl unter der Rubrik "Jobs" die eine Tätigkeit und noch eine zweite die ich anschließend hatte. Ohne weitere Angaben über genaue Monate, sondern nur so dass die Jahre abgedeckt sind.
Gleiches zwschen Ausbildung und jetzt STudium. Ausildung ging bis Januar, Studium ab Oktober. Für 2009 hab ich also einfach unter "Jobs" einen weiteren Beruf mit angegeben.

Ob man nun genau volle 13 Wochen mit 38,5 Stunden pro Woche irgendwo gearbeitet hat oder nur 2 Monate + 1 Monat Freizeit - danach kräht kein Hahn. Weder bei der Bewerungsauswahl spielte es eine Rolle, noch wurde es beim Gespräch angesprochen.
"Lückenlos" heisst beim Lebenslauf imho eh nur Angabe in Jahren. Wenn alle Jahre dargestellt sind, dann ist er lückenlos.
 
Und bitte schreib' Praktika, nicht Praktikas.

Ansonsten schließe ich mich den meisten Beiträgen hier an. Bei einem Unternehmen, das schon bei sowas kleinkariert bis zum Anschlag ist, wollte ich sowieso nicht arbeiten.

Ein guter Personaler sollte wissen, wie sehr man auch an den schwierigen Zeiten wachsen kann. Letztlich sollte es doch darum gehen, was man aktuell mit seinem Können zum Unternehmenserfolg beitragen kann und nicht darum, ob man in seiner späten Jugend mal desorientiert war, oder nicht.

.
 
[quote='Bimbo-01',index.php?page=Thread&postID=762881#post762881]1 Jahr Nebenjobs zur Berufsfindung...

is ja nicht schlimmes...

Du hast das Jahr genommen um Dir einige Berufsbereiche anzuschauen um dann entscheiden zu koennen, welchen Beruf Du erlernen moechtest...[/quote]
Das wäre das sinnvollste. :thumbup:
 
Hallo,

erstmal danke für die vielen Antworten!
Ich will schon bei der Wahrheit bleiben, daher fallen Praktika, Ehrenamt, etc. weg.
[quote='Pommbaer',index.php?page=Thread&postID=763011#post763011]Meinen Lebenslauf hab ich dabei nicht tabellarisch verfasst sondern als Aufzählung.

Dabei ist im Wesentlichen Schule und AUsbildung vertreten. Für das jahr dazwischen steht weiter unten mit Jahreszahl unter der Rubrik "Jobs" die eine Tätigkeit und noch eine zweite die ich anschließend hatte. Ohne weitere Angaben über genaue Monate, sondern nur so dass die Jahre abgedeckt sind.
Gleiches zwschen Ausbildung und jetzt STudium. Ausildung ging bis Januar, Studium ab Oktober. Für 2009 hab ich also einfach unter "Jobs" einen weiteren Beruf mit angegeben.
[/quote]Nach dem Verfahren hätte ich dann in der Kategorie "Schule und Ausbildung" eine Lücke, die erst weiter unten in "Jobs und Praktika" gefüllt wird, ist das nicht komisch?


[quote='Innocent',index.php?page=Thread&postID=762909#post762909]BTW: Was hast Du studiert ?[/quote]Ingenieurwissenschaften, hab aber geschummelt... Hab noch das letzte Bachelor-Semester und den ganzen Master vor mir. :D


[quote='TiMeKeePer',index.php?page=Thread&postID=762885#post762885]auf keinenfall ne lücke lassen,
sondern wie schon geschrieben wurde, schön die praktikas/nebenjobs aufführen.[/quote]Ich finde es irgendwie merkwürdig solche Sachen wie Pizzafahren und Treppenhausreinigung aufzuführen, geht das nur mir so?
 
[quote='Scav',index.php?page=Thread&postID=763071#post763071]Ich finde es irgendwie merkwürdig solche Sachen wie Pizzafahren und Treppenhausreinigung aufzuführen, geht das nur mir so? [/quote]Das geht nicht nur dir so, das interessiert v.a. auch keine Sau ;-) Nebenjobs sollten entweder eine Fertigkeit zeigen oder was mit dem Job zu tun haben, ansonsten geb ich die nicht mit anh
 
Im Endeffekt wird so ein Jahr als Jugendsünde betrachtet. Das war vor dem Studium, das war nicht so wichtig. Egal was du schreibst: In Vorstellungsgesprächen wird nach dem Zeitraum gefragt. Der Personalmensch befürchtet auf Grund des "herumhängens", dass du arbeitsunwillig seist. Im Gespräch musst du ihm diese Angst nehmen, z.B. mit Verweis auf das Einhalten der Regelstudienzeit: "Damals habe ich Fehler gemacht doch inzwischen viel gelernt..."
 
ich würde den ll erst ab dem zeitpunkt des abiturs beginnen lassen, das andere interessiert kein ***
 
[quote='Scav',index.php?page=Thread&postID=763071#post763071]Hallo,

erstmal danke für die vielen Antworten!
Ich will schon bei der Wahrheit bleiben, daher fallen Praktika, Ehrenamt, etc. weg.
[quote='Pommbaer',index.php?page=Thread&postID=763011#post763011]Meinen Lebenslauf hab ich dabei nicht tabellarisch verfasst sondern als Aufzählung.

Dabei ist im Wesentlichen Schule und AUsbildung vertreten. Für das jahr dazwischen steht weiter unten mit Jahreszahl unter der Rubrik "Jobs" die eine Tätigkeit und noch eine zweite die ich anschließend hatte. Ohne weitere Angaben über genaue Monate, sondern nur so dass die Jahre abgedeckt sind.
Gleiches zwschen Ausbildung und jetzt STudium. Ausildung ging bis Januar, Studium ab Oktober. Für 2009 hab ich also einfach unter "Jobs" einen weiteren Beruf mit angegeben.
[/quote]Nach dem Verfahren hätte ich dann in der Kategorie "Schule und Ausbildung" eine Lücke, die erst weiter unten in "Jobs und Praktika" gefüllt wird, ist das nicht komisch?

[/quote]Nein du schreibst Schule/Ausbildung von X - bis X.
Dann steht unter "Jobs und Praktika" im Folgejahr ein Beruf, und dann gehts unter Schule Ausbildung mit dem darauf folgenden Jahr mit Abitur weiter.

Dass sich das ganze im Nicht-Tabellarischen etwas lokal verschiebt ist normal, aber kein Nachteil.

WEnn du einen SChulabschlus im Anhang hast, dann interessiert es keine Sau mehr ob du irgendwo ind erSchulzeit mal ne Lücke hast. Ich kenne jemanden der hat da auch ne Lücke, weil er durch ne Sportverletzung ein Jahr durch Krankenhaus + Reha verloren hat. Hat dann ein Jahr später einfach an der STelle weitergemacht.
Ihm wurde empfohlen auf die Lücke nicht hinzuweisen sondern den Zeitraum der Schulzeit einfach um ein Jahr zu strecken. Ob du nun 13 oder 14 Jahre schule angibst -> was da zählt ist der Abschluss.
Keiner wird nachfragen was man in dem Jahr gemacht hat, ob man Sitzengeblieben ist ( was unter anderem familiäre Ursachen haben kann ) oder ob man Krank war etc etc. Das wird auch zu privat und geht einen Personaler im übrigen auch nichts mehr an.

Das ist also jetzt zu entscheiden:
Hast du zB Realschule gemacht mit Abschluss, bzw die Schule regulär beendet, dann gearbeitet und dann an einer anderen Schule das ABi drangehängt dann würd ich es so wie in meinem ersten Vorschlag hinschreiben.

Wenn du aber die Schule mittendrin abgebrochen hast um ein bisschen für kleines Geld zu jobben, um dann doch weiter zur Schule zu gehen, dann würde ich überlegen es wie in meinem zweiten vorschlag ganz raus zu lassen und das Jahr in der Schulzeit untergehen zu lassen.
Geht aber nur optimal, wenn die Schulzeit dadurch nicht länger als 13, bzw 14 Jahre gedauert hat.
 
Echt beschissen unsere Leistungsgesellschaft, in der man nicht einmal ein bisschen Zeit vertrödeln darf und auf keinen Fall irgendwelche Lücken im Lebenslauf haben darf, die einem negativ angerechnet werden könnten. :thumbdown: :thumbdown: Und wem haben wir diesen ständigen Leistungsdruck und die Angst, zu versagen, arbeitslos zu werden oder zu bleiben und in die Armut abzurutschen zu verdanken? Den Neoliberalen, die ständig immer und überall nur von Wachstum, Leistung, Gewinn und Erfolg sprechen. Man muss sich nur mal das sonntagabendliche INSM -Geschwätz anhören, dass weiß man, was Sache ist. :wacko: Und da ist es auch überhaupt kein Wunder, dass schon die Kinder unter diesem stetig wachsendem Leistungs- und Konkurrenzdruck leiden und krank werden.

Das wollte ich nur mal zu der Sache loswerden. Ansonsten ist es am besten, wenn du einfach ehrlich und direkt bist und dich nicht in irgendwelche seltsame Rechtfertigen verstrickst oder dir irgendetwas aus den Fingern saugst, was nicht stimmt. Du kannst die Lücke auch einfach offensichtlich lassen, das könnte neugierig machen (wenn der Rest des Lebenslauf ansonsten ansprechend ist) und deine Chancen steigern. Ein 0815-lückenloser Lebenslauf ohne jedwede Abweichung ist einfach nur langweilig und hebt dich nicht aus der Masse heraus.
 
"Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft"[/url] müsste man echt mal einen eigenen Thread eröffnen.

Besonders putzig finde ich immer wieder, wie dort Personen , die vor allem wegen ihres guten Aussehens (Moderatoren, Schauspieler) an die Tröge des öffentrechtlich rechtlichen Rundfunks geraten sind, ihre Visage für die Initiative hergeben.

Ich vermute, mangels einschlägigen Studiums oder sonstiger Ausbildung verstehen die gar nicht, was sie da von sich geben.
Und im Falle von Fußballern qualifiziert anscheinend schon das Vorhandensein eines Abiturs...

Wegen einer Lücke in seinem Lebenslauf sollte man echt keine Panik bekommen. Sicherlich lohnt es damit nicht, sich bei bei bestimmten Organisationen bzw. Firmen zu bewerben - jedoch wird man gerade dort auf die Dauer auch kein gesundes Betreibsklima vorfinden, dass einen lange gerne da arbeiten lässt.
 
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