Kann man nicht den Stromverbrauch weiter reduzieren ?

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Saugblaser

Guest
Themenstarter
Hallo,

habe gestern bei Wikipedia was umfangreiches gelesen und dabei einen ganzen Akku geleert. Mein T23 ist dabei auf der Unterseite auch ganz schön warm geworden. Der Lüfter ist während der Zeit nicht angelaufen.

Nun Frage ich mich, ob das nicht total verschwendete Akku-Energie ist, wenn da nur eine Seite angezeigt wird - und sonst nichts. Wieso wird dabei so viel Verlustleistung erzeugt ? Ich habe im Keller noch einen Rechner, der konnte mit 8 MHz auch Seiten anzeigen. Die CPU war da einfach nur eingelötet - ohne Kühlkörper, Lüfter, Wasserkühlung ... usw.

Im Netzbetrieb habe ich einen Energie-Monitor zwischengeschaltet und sehe schon, dass das T23 die aufgenommene Leistung um knapp 50% zurückfahren kann. Das Ist m.E. aber immer noch sehr viel, um nur eine statische Seite anzuzeigen. Nun frage ich mich, ob man das "Gas" nicht noch weiter rausnehmen kann. Frage mich auch, wo das alles eingestellt wird, bisher habe ich noch nichts gefunden. Würde hier gerne bischen experimetieren. Ausserdem nervt die ständige Laderei ziemlich und ein heisses Notebook ist auch nicht ganz so toll.

Bevor ich's vergess: Die Dislaybeleuchtung macht hier bei Stufe 2 ca. 5 Watt aus

Gruss Gustav
 
Jede CPU erzeugt eine Verlustleistung in form von Wärme. Diese Verlustleistung wird meist auch als TDP in Watt angegeben. Das "Gas" rausnehmen kannst du nur bis zur untersten Grenze des Multiplikators/FrontSideBus (FSB). Ich mein da gabs mal ein Tool für, wenn du im Energiemanger im Akkubetrieb - niedrigsten Prozessortakt einstellst läuft der Prozessor mit dem minimalsten Multiplikator - weniger geht nicht! Was noch richtig Leistung zieht: Festplatte 0,5mA; WLAN 2 Watt; Ethernet/LAN 2 Watt; Laufwerke (auch wenn sie nicht benutzt werden) ca. 2-3 Watt. Das Display macht natürlich auch noch ne Menge vom Energieverbrauch aus - stell mal auf die kleinste Stufe - wenn du nun in den Energiemanager schaust siehst du was dein TP zieht. Bei meinem R40 sind es minimal um die 8-9 Watt

Wiki auszug:
Undervolting gibt es beim T23 noch nicht, erst im Pentium-M Prozessor des T40/R40.
 
Wenn das Notebook bei 3% laut Akkuanzeige abschaltet bzw. in den Ruhezustand wechselt, heit das noch lange nicht, dass tatsächlich die Abschaltspannung erreicht ist.
Dem Prozentwert kannst Du nur trauen, wenn Du den Akku kürzlich kalibriert hast. Ansonsten ermittle die Abschaltspannung und lasse den Battereanimator die Akkukontrolle übernehmen.
 
[quote='IT-Azubi',index.php?page=Thread&postID=683531#post683531]Jede CPU erzeugt eine Verlustleistung in form von Wärme.[/quote]
Stimmt schon. Aber wo Verlustleistung ist - ist auch Leistung. Meine Frage ist, es es eben sooo viel Leistung braucht, um eine Seite ohne aktiven Inhalt anzuzeigen. Wird wohl so sein, dass es beim T23 nicht anders geht. Finde hier nur im BIOS paar Einstellungen, die stehen aber alle schon zugunsten des Akkus.

Gibt es denn moderne Notebooks, die ihre Rechenleistung auf die tatsächlich benötige Leistung zurückfahren können ?
Habe hier noch ein T60, vielleicht gibt es da mehr zu experimentieren.

@Mornsgrans:
> Wenn das Notebook bei 3% laut Akkuanzeige abschaltet bzw. in den Ruhezustand wechselt, heit das noch lange nicht,
> dass tatsächlich die Abschaltspannung erreicht ist.
Habe die ganzen Beiträge über den Battereanimator gelesen und es auch hier getestet: Das T23 lief auch hier noch ca. eine Stunde auf 1% weiter. Bei einer Spannung von 10.5 V (3.5V/Zelle) habe ich den Versuch dann abgebrochen. Seltsamerweise wurden bei 100% wieder GENAU 31.70 Wh (von 43.20 Wh) eingeladen.

Darum ging es mir aber auch weniger, sondern dass das Teil unnötig vor sich hin "brät" ...

Gruss Gustav
 
Ja die braucht dein T23 - wie schon geschrieben kann der Prozessor KEIN Undervolting
 
Weiss jetzt nicht, was es mir Undervolting genau auf sich hat.
M.E. wäre es die Taktfrequenz, die für "kaum was zu tun" einfach zu hoch ist.

Nachtrag: Messe eben mit einem IR-Termometer 46 Grad auf der linken Unterseite, ungefähr unter dem Buchstaben "S"
Die Temperatur der Tischplatte (kein Tischtuch) ist 21 Grad.

Gruss Gustav
 
das ist der minimalste Multiplikator x FSB - minimalster Takt - drunter geht haltr einfach nicht
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=683642#post683642]Habe die ganzen Beiträge über den Battereanimator gelesen und es auch hier getestet: Das T23 lief auch hier noch ca. eine Stunde auf 1% weiter. Bei einer Spannung von 10.5 V (3.5V/Zelle) habe ich den Versuch dann abgebrochen. Seltsamerweise wurden bei 100% wieder GENAU 31.70 Wh (von 43.20 Wh) eingeladen.
[/quote]

Du musst das Notebook laufen lassen, bis es von selbst wegen Spannungsabfall abschaltet und im ausgeschaltetem Zustand wieder aufladen. Das Ganze je einmal wiederholen. Erst danach ist der Akku kalibiert.
Das nur mal zur Laufzeit im Akkubetrieb.

Das T23 ist mit Speedstep-Technologie ausgestattet und auch mit niedrigerer Taktrate fahren (Systemsteuerung-Energieoptionen-Energieschemas; dort "minimaler Energieverbrauch" wählen ). Bei niedrigerer Taktrate erzeugt es weniger Wärme und der Akku hält länger. (Ich hoffe, es funktioniert - ansonsten möge man mich korrigieren)
 
Nimm das Laufwerk aus dem Ultrabay raus. Wieder ~ 0.4W gespart
 
[quote='Mornsgrans',index.php?page=Thread&postID=683659#post683659]und im ausgeschaltetem Zustand wieder aufladen.[/quote]
Hmmm - und wie soll Windows dann merken, wie viel da eingeladen wird ?
Ich denke mal, dass Windows z.B. jede Sekunde Strom und Spannung erfasst wird - und daraus dann die eingeladenen Wh berechnet.

Zudem weiss ich nicht, was da für eine Elektronik im Akku verbaut ist. Denn nur die Gesamtspannung zur Bestimmung des Leerzustandes heranzuziehen ist gefährlich. Meist geht eine Zelle zuerst in die Knie und für die wird es dann eine schädigende Tiefentladung. Das ist mehr als kontraproduktiv. Ich fliege Modellhelikopter mit LiPo und LiFePo Zellen. Da fliegt immer eine Einzelzellenübewachung mit - ohne die geht gar nix.

> Systemsteuerung-Energieoptionen-Energieschemas; dort "minimaler Energieverbrauch" wählen
Steht hier schon auf "minimaler Energieverbrauch" - wahrscheinlich habe ich bereits alles ausgereizt ...

@Flory:
> Nimm das Laufwerk aus dem Ultrabay raus. Wieder ~ 0.4W gespart
Klar - hier ein halbes Watt und da ein halbes Watt ...
Das ist aber erstens Peanuts und zweitens hat eben jede Komponente ihren Stromverbrauch. Es geht mir mehr darum, dass das Notebook nicht unnötig vor sich hin dampft. An der roten Ampel steht schliesslich auch niemand mit halb durchgetretenem Gaspedal ...

Gruss Gustav
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=683808#post683808]
@Flory:
> Nimm das Laufwerk aus dem Ultrabay raus. Wieder ~ 0.4W gespart
Klar - hier ein halbes Watt und da ein halbes Watt ...
Das ist aber erstens Peanuts und zweitens hat eben jede Komponente ihren Stromverbrauch. Es geht mir mehr darum, dass das Notebook nicht unnötig vor sich hin dampft. An der roten Ampel steht schliesslich auch niemand mit halb durchgetretenem Gaspedal ...

Gruss Gustav[/quote]Der Ferrariproll schon :D
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=683808#post683808]
> Nimm das Laufwerk aus dem Ultrabay raus. Wieder ~ 0.4W gespart
Klar - hier ein halbes Watt und da ein halbes Watt ...[/quote]

Ich mach das so. Ernsthaft. BT aus, Laufwerk raus, ExpressCard raus. Spart mich insges. 1,5W das macht bei mir mind. 30min mehr Akkulaufzeit.
Den Verbrauch des Gerätes an sich bei Leerlauf könntes du nur noch durch Untertakten der CPU verbessern. Aber da ist auch irgendwann Schluss.
Mein 2,26Ghz läuft auf 800Mhz. Dadrunter macht er nur Murks.
 
[quote='Flory',index.php?page=Thread&postID=683831#post683831]Den Verbrauch des Gerätes an sich bei Leerlauf könntes du nur noch durch Untertakten der CPU verbessern.[/quote]
Das geht aber offensichtlich beim T23 nicht ... :(

Gruss Gustav
 
[quote='Saugblaser',index.php?page=Thread&postID=683808#post683808]Zudem weiss ich nicht, was da für eine Elektronik im Akku verbaut ist. Denn nur die Gesamtspannung zur Bestimmung des Leerzustandes heranzuziehen ist gefährlich. Meist geht eine Zelle zuerst in die Knie und für die wird es dann eine schädigende Tiefentladung. Das ist mehr als kontraproduktiv. Ich fliege Modellhelikopter mit LiPo und LiFePo Zellen. Da fliegt immer eine Einzelzellenübewachung mit - ohne die geht gar nix.
[/quote]

1. Der Akku merkt sich nichts, sondern das Thinkpad.
2. Auch wenn eine Zelle defekt ist, schaltet die Akkuladeanzeige z.B. auf einen Schlag von 40% auf 4% um oder gleich auf 0% und Ende der Session.
3. Die Abschaltspannung aller Thinkpads liegt je nach Modell zwischen 9 und 12V. Von einer Tiefentladung kann also keine Rede sein, auch wenn viele diesbezüglich gerne davon sprechen. Bei Tiefentladung geht aber tatsächlich die Spannung in den einzelen Zellen gegen 0V und das ist tödlich.
4. Die Kalibration des Akkus ist sehr zu empfehlen, da die Anzeige der Akkukapazität lediglich an die tatsächliche Akkukapazität angepasst wird
Das Einzige, was dem Akku beim Kalibrieren "angetan" wird, sind zwei zusätzliche Ladezyklen. In den meisten Fällen steigt nach der Kalibrierung die Akkulaufzeit. In den wenigen Fällen, in denen sie nach der Kalibration kürzer geworden ist, liegt keine Schädigung des Akkus durch das Kalibrieren vor, sondern es erfolgte auch hier eine Anpassung der Anzeige an die tatsächlichen gegebenheiten.
 
[quote='Mornsgrans',index.php?page=Thread&postID=683659#post683659]Du musst das Notebook laufen lassen, bis es von selbst wegen Spannungsabfall abschaltet und im ausgeschaltetem Zustand wieder aufladen. Das Ganze je einmal wiederholen. Erst danach ist der Akku kalibiert.[/quote]
Gut - das werde ich mal so probieren. Ich habe natürlich nicht abgeschaltet aufgeladen.

> 1. Der Akku merkt sich nichts, sondern das Thinkpad.
D.h. Windows legt eine Datei an, wo diese ganzen Daten drin stehen ??
Der Akku speichert ja auf jeden Fall auch irgendwelche Daten, sonst könnte mein T23 die beiden Akkus nicht unterscheiden

> 2. Auch wenn eine Zelle defekt ist, schaltet die Akkuladeanzeige z.B. auf einen Schlag von 40% auf 4% um ...
Den Defekt der schwächsten Zelle in einem Pack kann man vermeiden, wenn man eben nicht (dauernd) extrem tief entläd

Zur unnötigen Erwärmung: M.E. könnten die Geräte noch weiter in der Leistung herunterfahren. Machen sie aber nicht und leider kann ich mir nicht mein eigenes Notebook "schnitzen". Wenigstens kann man sich dann in der jetzt kommenden kalten Jahreszeit etwas die Hände wärmen. Ist allerdings ein arg teuerer Ofen ... :(

Gruss Gustav
 
Wo sich das Thinkpad die Kalibrierungswerte speichert, weiß ich nicht - ich vermute eher, dass sie in einem Baustein auf dem Board abgelegt werden.
Den Defekt der schwächsten Zelle in einem Pack kann man vermeiden, wenn man eben nicht (dauernd) extrem tief entläd
Wie oben geschrieben: Laufenlassen eines Notebooks bis Erreichen der Abschaltspannung ist keine Tiefentladung, da die Akkuspannung hierbei gerade mal um ca. 30% gesunken ist.
 
Bei "alten" TPs liegt die abschaltung je nach Festplatte bei 12,0 Volt - in meinem R40 schon ausprobiert. Wenn bei deinem TP die Versorungsspannung auf der 12V Schiene unter 12Volt sink bzw. ist ist der Akku leer ;) und das Notebook aus.

Tiefenentladung gibt es bei ORIGINALEN Akkus nicht - die sind zu intelligent :) die Elektronik verhintert eine Tiefenentladung - ausser der Selbstentladung
 
[quote='IT-Azubi',index.php?page=Thread&postID=684277#post684277]Bei "alten" TPs liegt die abschaltung je nach Festplatte bei 12,0 Volt - in meinem R40 schon ausprobiert. [/quote]

Du meinst Neo-alte TPs :D

Mein olles 600x aus '99 geht erst bei ca. 9,8V down.
 
[quote='IT-Azubi',index.php?page=Thread&postID=684277#post684277]Tiefenentladung gibt es bei ORIGINALEN Akkus nicht - die sind zu intelligent :) die Elektronik verhintert eine Tiefenentladung - ausser der Selbstentladung[/quote]
Gut, das wollte ich wissen. Leider muss man mal wieder raten, wie intelligent diese Akkus sind. Hinbekommen tut man das schon, dass keine Zelle tiefentladen wird. Ist halt wie so oft mit Mehrkosten verbunden - die heute ja keiner mehr zahlen will ...

Gruss Gustav
 
Also ich meine mich erinnern zu können, das beim OLPC-XO1, dem besonderen Laptop für Kinder und rauhe Bedingungen ein spezieller Chip/Modus/Whatever eingebaut ist, der beim Lesen (d.h. statischer Bildschirm) den Stromverbrauch erheblich senkt, indem halt die nicht benötigten Komponenten heruntergefahren werden. Finde aber auf die Schnelle keine Infos dazu- die Technologie gibts also in jedem Falle. Ist die Frage, ob das noch funktioniert, wenn man nicht nur liest, sondern Tabs mit Flash, Javascript usw usf. im Hintergrund am laufen hat.
 
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