Iran-Krieg: Alle AWS-Daten in Bahrain sind zerstört

Mornsgrans

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Wer Daten auf externen (Cloud-)Servern speichert, sollte sich angesprochen fühlen.

Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser wehrt sich, unter anderem mit Angriffen auf US-Infrastruktur in der Region. Dabei hat der Iran auch Rechenzentren der Amazon Web Services (AWS) des US-Konzerns Amazon.com beschossen. Wie wirksam diese Angriffe waren, zeigt sich jetzt, Monate später: Amazon muss Segel streichen.
...
Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen
Quelle: Heise

Dumm, wenn auch die Backups vernichtet werden, die wohl ebenfalls in diesen Rechenzentren gelagert werden.
 
Oha! Wie gut, dass es auch Anbieter gibt, deren Server in Europa stehen.
 
Auch in Europa bist Du vor Datenverlust nicht sicher.
Die Sabotage-Akte und der Zwischenfall mit den Drohnen am Leipziger Flughafen sollten als Warnung dienen. Russland ist gerade dabei, seine Aktivitäten auf das NATO-Gebiet auszuweiten und da sorgen deren (meist verdeckten) "Nadelstiche" für Unruhe und Unsicherheit.
 
Das gibt der Cloud eine ganz andere Bedeutung, wenn sich mal wieder die Cloud in Rauch auflöst.
Wie gut, dass die Cloud die Lösung aller Probleme ist, schicken wir den krieg doch auch in die Cloud..

Spaß beiseite, zeigt mal wieder wie wichtig Backups sind, auch in der Cloud, das müssen wir hin und wieder neuen M365 Kunden auch beibringen, dass die Cloud halt kein Backup ist, spätestens wenn mal jemand oder ein Angreifer etwas löscht oder verändert.
 
und wie gut, das meine Daten nicht nur in der CLoud sind, sondern auch lokal auf zwei unabhängigen Festplatten.
 
Dumm, wenn auch die Backups vernichtet werden, die wohl ebenfalls in diesen Rechenzentren gelagert werden.
Wenn dein (einziges) Backup dem selben Szenario zum Opfer fallen kann wie die Arbeitsdaten, dann hast du kein Backup - egal ob es in der Klaut liegt oder bei dir zu Hause. Deshalb sind ja Off-Site-Backups als (nicht alleiniger!) Teil der Backupstrategie so wichtig.


Kann ich nur zustimmen: neulich einen USB Stick in der Hosentasche vergessen und in der Waschmaschine gewaschen --> Datenverlust
falscher USB-Stick [1]
(Unabhängig von der mechanischen Robustheit taugt ein USB-Stick aber ohnehin nur bedingt als dauerhafter Datenspeichecher.)


[1] https://geizhals.de/?cat=sm_usb&xf=8364_mit+Schraubverschluss
 
und wie gut, das meine Daten nicht nur in der CLoud sind, sondern auch lokal auf zwei unabhängigen Festplatten.

Wenn dein (einziges) Backup dem selben Szenario zum Opfer fallen kann wie die Arbeitsdaten, dann hast du kein Backup - egal ob es in der Klaut liegt oder bei dir zu Hause. Deshalb sind ja Off-Site-Backups als (nicht alleiniger!) Teil der Backupstrategie so wichtig.
Bei Daten in der Cloud wäre ich auch vorsichtig.
Ich traue da keinem Anbieter zu, meine Daten wirklich Sicher zu verwalten.
Ob jetzt Hacker, Regierungen oder der Konzern selbst da der Angreifer ist, ist mir da schon egal.

Lokal auf zwei unabhängignen Festplatten ist halt das absolute min. an Backup.
Es kommt halt immer darauf an wie wichtig (und teuer) einem die Daten sind.

Bsp.:
Die Rechnung von vor 20 Jahren wird evtl. zwar nicht mehr gebraucht aber der Inhalt ist für Angreifer halt trotzdem interessant.

Deswegen habe ich immer ein Turnschuh-Backup in 2Facher form.
Zwei unabhängige NAS-Systeme an 2 weit entfernten Orten. (Beide sind nicht mit dem Inet verbunden)
 
Eine Erkenntnis scheint zu sein, dass die Daten, so wie es in der Regel auch versprochen wird, auf regionalen Servern liegen und nicht weltweit verteilt werden. Im Falle eines Krieges hat diese Datenhaltung natürlich Grenzen. Was aber schon verrückt ist, dass die Personen und Unternehmen blind darauf vertrauen, dass es 2026 weder Kriege noch Sabotage noch sonstige Katastrophen geben kann, und die Leute / Unternehmen auf eigene Backups verzichten.

Es bedarf gar keiner großen Katastrophe, um diesen Irrsinn einmal zu erfassen. Bereits der Ausfall einer Internetleitung, warum auch immer, trennt die Unternehmen von ihren Daten, sowie der Kommunikation und lässt den Betrieb still stehen. Böse gesagt, ist der jetzige Ausfall in Fernost sogar gut. Wer so mit seinen Daten umgeht, dass er keine Sicherungen hat, verschwindet mitunter vom Markt. Übrig bleiben jene Unternehmen, die ihre Datensicherheit und Verfügbarkeit etwas ernster genommen haben. Das ist einfach natürliche Selektion.
 
wir wollen ja jetzt nicht paranoid werden, oder?
ich habe Cloudspeicher bei pCloud, die sitzen in den Alpen in der Schweiz, und haben Server in EU.
Meine Festplatten sind 2 unabhängige, wie gesagt. Eine davon könnte ich im Notfall einfach in die Hosentasche stecken. Aber es könnte ja auch die Bude abbrennen, oder es wird eingebrochen oder sonst was.

Ich denke, man muss die Kirche im Dorf lassen und das Ganze muss ja auch noch praktikabel bleiben. Mal eben irgendwo hin und eine Festplatte abholen für eine Sicherung ist ja auch nicht so easy.

Und wenn du, @Spread, die NAS ohne Netzanbindung hast, was macht das für einen Sinn? Ein NAS ist doch nur nützlich mit Netzanbindung, sagt ja auch der Name. Ansonsten isses eben nur eine Festplatte.
 
Mal eben irgendwo hin und eine Festplatte abholen für eine Sicherung ist ja auch nicht so easy.
Ist es nicht, aber gute Backups sind nie bequem.

V.A. aber taugt die externe HDD dann nicht mehr als Off-Site-Backup wenn ich sie mit nach Hause nehme um sie zu aktualisieren, denn wenn mir währenddessen die Bude abbrennt hilft mir die HDD überhaupt nicht.
Daher braucht man zusätzlich zum Off-Site-Backup, das dann auch immer "off-site" bleibt, einen Austauschdatenträger, den man zwischen on- und off-site transportiert.
Alternativ kann man zwei gleichwertige externe Datenträger nutzen, die man off-site immer wechselseitig austauscht, während man den Anderen zum Aktualisieren mit nach Hause nimmt. So hat man off-site auch keinen zusätzlichen Synchronisierungsaufwand.
 
wir wollen ja jetzt nicht paranoid werden, oder?
Bei Datensicherheit hat das nichts mit paranoier zu tun.
ich habe Cloudspeicher bei pCloud, die sitzen in den Alpen in der Schweiz, und haben Server in EU.
Schon mal ein guter Anfang.
Schütz aber auch nicht vor Hackern oder Regierungen/Geheimdienste die sich dort Zugänge beschaffen.
(Ein 100% Schutz ist mit Cloud halt nicht möglich)
Meine Festplatten sind 2 unabhängige, wie gesagt. Eine davon könnte ich im Notfall einfach in die Hosentasche stecken. Aber es könnte ja auch die Bude abbrennen, oder es wird eingebrochen oder sonst was.
Bei Einbruch, Feuer o.ä. nützt das leider nur wenig.
Deswegen das Turnschuh-Backup.
Das an zwei unterschiedlichen Orten ein Totalverlust eintritt, ist sehr unwahrscheinlich.
Ich denke, man muss die Kirche im Dorf lassen und das Ganze muss ja auch noch praktikabel bleiben. Mal eben irgendwo hin und eine Festplatte abholen für eine Sicherung ist ja auch nicht so easy.
Deswegen ja der Komentar, es kommt darauf an, was einem die Daten wert sind.
Ein Backup was alle X-Monate mal zu einem weiter entfernten Ort gebracht wird, sehe ich nicht als unpraktikabel.
Die Daten bei verlust wieder herzustellen zu können, ist mir eine fahrt nach irgendwo wert.
(Alternativ kann die Backupplatte per Post verschickt werden)
Und wenn du, @Spread, die NAS ohne Netzanbindung hast, was macht das für einen Sinn? Ein NAS ist doch nur nützlich mit Netzanbindung, sagt ja auch der Name. Ansonsten isses eben nur eine Festplatte.
Die NAS hängen an einem lokalen LAN-Netzwerk.
Bei Datenverlust können beide Standorte bei Bedarf mit dem Inet verbunden werden.;)
 
(Unabhängig von der mechanischen Robustheit taugt ein USB-Stick aber ohnehin nur bedingt als dauerhafter Datenspeichecher.)
Aber so was von ungeeignet! Schon vor einem knappen Vierteljahrhundert hat der Mike (Michael Nickles) in diesem Zusammenhang schon von Datenvernichtungsträgern gesprochen.
 
Auch im eigenen Off-Site-Backup, denn wenn euch die Bude abbrennt, samt Arbeitsdaten und On-Site-Backup, kommt ihr sonst nicht mehr an eure Cloud-Daten! ;)
Ojemineh - Einmal in der Woche mit einem guten Freund aus dem Weissnichtwasverein oder innerhalb der Familie, wenn man sich eh sieht, jeweils einen verschlüsselten Datenträger zu tauschen ist doch wirklich nicht so schwer. Da müssten dann schon gleich zwei Buden gleichzeitig abbrennen.
 
Wo wohnt denn dei guter Freund?
In der Nachbarwohnung, die gemeinsam mit Deiner abbrennt?
Zwei Straßen weiter, wo das Haus von der selben Flut überschwemmt wird?
Am anderen Ende der Stadt, wo die selbe Atombombe einschlägt?
Im selben Land, wo beim nächsten Staatsstreich der selbe aufständische Mob tobt?
Auf dem selben Planeten, der vom selben Dinokiller-Asteroiden verwüstet wird?

Wie weit entfernt "off-site" mindestens sein muss um wirksam zu sein, und wie weit es entfernt höchstens sein darf um praktikabel zu bleiben ist natürlich Abwägungssache. Aber ganz so trivial ist das mit dem Austausch von Datenträgern nicht für jeden.
 
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