Image von NTFS Partition mit defekten Sektoren erstellen

jal2

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Hallo,

welches Linux-Tool wuerdet ihr mir empfehlen, um eine NTFS Partition von einer externen Festplatte, die eventuell defekte Sektoren aufweist, in ein Imagefile zu retten?
Bisher fielen mir ntfsclone und ddrescue (bzw. dd-rescue) ein, wobei ich bei ntfsclone nicht sicher bin, ob es mit defekten Sektoren umgehen kann.

Gibt es ein Programm, das ausgibt, welche Files aufgrund der defekten Sektoren beschaedigt sind?

Gruss,
jal2
 
Der man page zu ntfsclone ist zu entnehmen, dass es eine Option gibt, um mit defekten Sektoren umgehen zu können:

--rescue
Ignore disk read errors so disks having bad sectors, e.g. dying
disks, can be rescued the most efficiently way, with minimal
stress on them. Ntfsclone works at the lowest, sector level in
this mode too thus more data can be rescued. The contents of
the unreadable sectors are filled by character '?' and the
beginning of such sectors are marked by "BadSectoR\0".
 
Danke für den Tipp. Habe heute einiges probiert - die Platte ist widerspenstig: ntfsclone kommt gar nicht bis zu einer Prozentanzeige, sondern hängt sich auf bzw. lockt den Rechner (grml wheezy latest vom 18.10.). Ein long Test mit smartctl endet schnell mit einem Lesefehler (LBA ca. 4500.000.000). ddrescue bleibt bei ca. 1MB stehen, dabei wird der Rechner auch nach einiger Zeit gelockt. Bei allen Versuchen war die Platte ueber eine eSata Cardbuskarte an einem X60 angeschlossen.

Es handelt sich um eine WD Elements 1GB (3,5"), die im ausgeschalteten Zustand heruntergefallen sein soll.
 
Auch wenn Deine bereits nach 1MB gescheiterten Versuche mit ddrescue keine weiteren Hoffnungen auf Erfolg machen, würde sich trotzdem anbieten, vor allen weiteren Rettungsversuchen mit dem guten alten dd erstmal ein rohes Image der Partition anzulegen, und erst dann lieber zu versuchen, die Daten von diesem Image runterzuretten. Wenn die Platte schon einen Hau weg hat, sollte man die verbliebenen letzten Atemzüge besser dazu nutzen, erstmal eine rohe Kopie anzufertigen, solange das noch möglich ist, und alle weiteren Eingriffe an dem Image vornehmen.

Sowas wie
Code:
dd if=/dev/sdy9 of=/irgend/wo/sdd1.img bs=4k conv=noerror,sync
sollte (hoffentlich noch) dabei helfen.
 
@rumbero
ntfsclone und ddrescue sind Imagezustellungsprogramme! ;)
(Allerdings mit einem bisschen besserem Funktionsumfang als dd. :D )

@jal2
Hast du den Funktionsumfang von ddrescue ausgenutzt?
Also logfile und dann verschiedene Bereiche einzeln nacheinander und eventuell sogar in rückwärts auslesen lassen?
Stoppt er immer nach 1MB, egal welchen Bereich du auslesen willst?
Den Lock den du beschreibst, ist das wirklich ein Lock (Absturz des Rechners), oder kommt ddrescue einfach nur sehr langsam voran?

Normalerweise rettet man zuerst den Anfangsbereich mit der Partitionstabelle (sagen wir die ersten rund 10 MB). Dann teilt man den weiteren Speicherbereich auf (sagen wir mal jeder Block 1-10% der gesamten Festplattengrösse), und versucht diese auszulesen. Wenn ein Bereich definitiv lockt, dann geht man zum nächsten Bereich. Das dient einfach zu einmal so viele Daten wie möglich herunterzubekommen. Dann kann man Problemblöcke noch im Reverse-Mode versuchen zu retten. Hilft das auch nichts, dann unterteilt man weiter und versucht so stückchenweise möglichst viel zu kopieren.

Dank des Logfiles ist dies mittels ddrescue ohne Probleme möglich.

mfg Moskito
 
@rumbero
ntfsclone und ddrescue sind Imagezustellungsprogramme! ;)
(Allerdings mit einem bisschen besserem Funktionsumfang als dd. :D )
Kleine Korrektur: ntfsclone erstellt ein Dateisystem-Image, was in diesem Falle wohl eher noch eine Ebene zu hoch gegriffen ist.

dd ist sicher primitiver als ddrescue, aber genau das ist auch dessen Vorteil, wenn es in erster Linie darum geht, lieber erst mal ein rohes Partitionsimage ohne Rücksicht auf dessen Inhalte anzulegen. Ich verwende dd auch gerne, um ganze Festplatten bitgenau zu kopieren, ohne mich um Dateisystemangelegenheit kümmern zu müssen.
 
Sowohl ddrescue wie auch ntfsclone arbeiten auf Sektor-Level. ntfsclone interpretiert einfach noch die FS-Daten um nicht beschriebene Sektoren nicht unnötig auslesen zu müssen, was jedoch im Hinblick auf einen potentiell zerstörten Index natürlich nicht besonders brauchbar ist.

Daher ist ddrescue das Mittel der Wahl um eine möglichst genaue 1:1 Kopie der Festplatte zu erstellen. Wenn ddrescue nach 1MB lesen lockt und nicht mehr weitermacht, dann kommst du mit dd erst recht nirgends hin.
Die einzige Möglichkeit besteht dann eben die weitere Unterteilung und teilweises auslesen, was mittels ddrescue möglich ist.

mfg Moskito
 
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