Danke patnican für diesen Hinweis. Natürlich weiß ich nicht, wie die bisherigen organisatorischen Regelungen für solche Extremsituationen aussehen. Klar ist aber wohl, dass da irgendwas "hakt". Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass die Rettungsleitstellen und im Anschluss die Freiwilligen Feuerwehren oder andere Einrichtungen den "schwarzen Peter" haben, wenn es um die Versorgung von Stauopfern geht, dann hat die Erfahrung vom Wochenende gezeigt, dass das System entweder nicht funktioniert oder nicht ausreichend durchorganisiert ist. Denkbar auch, dass der zuständige Einsatzleiter der Bergungsmassnahmen vor Ort an der eigentlichen Unfallstelle die jeweilige Lage so falsch eingeschätzt hat, dass er die verbleibende Sperrungsdauer ständig nach oben korrigieren musste. Hätte er von Anfang an angegeben, dass die Sperrung mehr als 5 Stunden andauern würde, hätte ja die Rettungsleitstelle vielleicht laut so einem "Alarmplan" entsprechend reagiert. Aber wie gesagt: So lange ich nicht genau weiß, wie der organisatorische Ablauf bei einem solchen Unglück aussieht, kann ich mir leider kein vollständiges Bild machen. Und dieses Bild möchte und werde ich vervollständigen, um dann den Finger in die Wunde zu legen, denn es ist einfach nicht hinnehmbar, was da am Donnerstag einigen hundert Menschen widerfahren ist. Entweder es gibt einen Verantwortlichen, der einfach schlicht falsch reagiert hat, dann werden meine Drängeleien hoffentlich dazu führen, dass diese Person besser auf ihre Aufgaben vorbereitet wird. Oder aber es stellt sich heraus, dass es eigentlich gar niemanden gibt, der bei solchen Fällen das Kommando führt, in diesem Fall werde ich (und hoffentlich zukünftig noch andere) darauf drängen, dass dieses Vakuum schnellstmöglich gefüllt wird. Denn wenn sich niemand zuständig fühlt, passiert auch nichts. Das kennen wir alle nur zu gut.
Schreiben und Mails sind bereits in Vorbereitung. Ich werde diverse staatliche Stellen, politische Institutionen und Pressevertreter mit meinen Forderungen und Anregungen so lange nerven, bis ich eine Reaktion bekommen habe, die diese Titulierung auch verdient. Das bin ich nicht nur mir, sondern auch vielen anderen ehemals und zukünftig Betroffenen schuldig. Leider ist es oft so, dass man nach dem überstandenen Vorfall seinen Ärger schnell vergisst und zu faul ist, um die Sache weiterzuverfolgen. Dafür bin ich aber nicht gerade bekannt.
Bei Interesse kann ich die weitere Entwicklung gerne auch hier im Forum dokumentieren. Ist zwar nach meinem Verständnis nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle, aber da der Thread jetzt ohnehin existiert und mit Sicherheit unter den Thinkpadbesitzern auch einige Kraftfahrzeugführer sind, von denen wieder einige viel Zeit auf Deutschlands Strassen verbringen, dürfte es durchaus Leute geben, die diese Problematik betrifft...
hajowito