Händler in Kanada liefert nicht nach Deutschland. Hat jemand eine Idee, wie das abgewickelt werden könnte?

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Ich bin in der seltsamen Situation, dass ich ein Thinkpad in einer bestimmten Konfiguration suche, und das auch ganz genau passend bei einem (ebay-)Händler in Kanada gefunden habe (~300 €): Dieser Händler will aber nicht nach Deutschland liefern, das ist ihm zu aufwendig.
Hat jemand eine Idee, wie ich das abwickeln könnte?
Oder ist jemand vor Ort, der an mich weiterschicken würde?
 
Du kannst es bei Reship an eine Adresse in Richmond, Canada liefern lassen und die leiten es dann nach Deutschland weiter.
Je nach Paketdienst kostet es dann ab 60$, da kommt dann vermutlich auch noch Zoll dazu. Das ist wohl kein günstiger Spaß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder ist jemand vor Ort, der an mich weiterschicken würde?
Wenn da ein LiIon-Akku verbaut sein sollte wird es mit privatem (Weiter-)versand auf dem Luftweg schwierig / teuer...

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DHL erlaubt den Versand von Gefahrgut (darunter fallen u.a. auch Lithium-Akkus) nur eingeschränkt und nur innerhalb Deutschlands. International gar nicht. Da Pakete insbesondere vor dem Verladen ins Flugzeug auch geröntgt werden, ist die Chance sehr hoch, dass das Paket dann einfach abgewiesen wird und zurück an den Absender geht. Einfach nicht richtig deklarieren dürfte also nicht wirklich eine Option sein.

Laut dieser Seite hier https://www.paketda.de/verschicken/batterie-akku-gefahrgut.html ist UPS der einzige, der international auch Lithium-Akku-Versand für Privatkunden erlaubt - unter der Voraussetzung, dass sie Teil eines Geräts sind und dass man bei der (wohl nicht ganz einfachen) Buchung die entsprechenden Angaben macht.

Da die Faröer Inseln außerdem kein Mitglied der EU sind, musst du entsprechende Zolldokumente fertig machen. Das habe ich bisher nur bei DHL gemacht, sollte bei UPS aber ähnlich sein. Ist auch nicht ganz einfach, da man in der Regel eine Rechnung ausstellen muss (oder ggf. geht bei Neuware auch die Originalrechnung), dann muss man die Ware korrekt deklarieren und außerdem die internationale Zolltarifnummer angeben, was je nach Artikel auch nicht immer einfach ist - bei einem PC-Gehäuse bin ich mal halb verzweifelt, bei einem Smartphone dürfte das einfacher sein. Die Dokumente (Zollinhaltserklärung CN23 und Rechnung) müssen am Ende gut sichtbar außen am Paket in einer Versandtasche o.ä. befestigt sein.
 
Der Händler in Kanada wird wissen, warum er nicht per Luftfracht nach Übersee versendet. Darum lasse es einfach bleiben.
 
Ich hatte mal einen besonders preiswerten Versand aus den USA: der Verkäufer hat ein altes Taschenbuch genommen, in der Mitte etwas rausgeschnitten und den Artikel reingelegt. Für Bücher gibt es nämlich international besonders günstige Versandoptionen und zollfrei sind sie auch. Geht natürlich nur bei kleinen Artikeln.
 
Beim Zoll im Empfängerland werden Sendungen zumindest stichprobenartig geröntgt - da kann der Schuss auch schon mal nach hinten losgehen...
 
...Geht natürlich nur bei kleinen Artikeln.
Aaaach... Da geht schon einiges...
Riesenbuch_Druckerei.jpg
 
Meine glaub erste Bestellung beim Buchversand Amazon waren gebrauchte Taschenbücher aus ner US Buchhandlung nach Einführung des Marketplace.

Und das Paket schien unterwegs aufgeschnitten und wieder zugeklebt worden zu sein.
 
Ich hatte mal einen besonders preiswerten Versand aus den USA: der Verkäufer hat ein altes Taschenbuch genommen, in der Mitte etwas rausgeschnitten und den Artikel reingelegt. Für Bücher gibt es nämlich international besonders günstige Versandoptionen und zollfrei sind sie auch. Geht natürlich nur bei kleinen Artikeln.
Dürfte dann aber mehrfachen Straftatbestand erfüllen. Betrug beim Versanddienstleister, Steuerhinterziehung beim Zoll, hab' ich noch was vergessen?

Beim Zoll im Empfängerland werden Sendungen zumindest stichprobenartig geröntgt - da kann der Schuss auch schon mal nach hinten losgehen...
Ich meine, es werden sogar alle Sendungen durch den Röntgenscanner geschickt bei internationalem Versand, zumindest bei DHL. Aber: Nur weil es gescannt wird, heißt es nicht, dass es auch auffällt.

Ah, das Buch "Frauen verstehen" Band 1 von 35 😇
Nur 35 Bände? Das ist dann aber die extrem gekürzte Fassung, oder? ;)
 
Aber: Nur weil es gescannt wird, heißt es nicht, dass es auch auffällt.
Kommt vermutlich auf die Erkennung an. Jedes Material besitzt eine typische Signatur, der Schwerpunkt dürfte auf biologischem Material, Sprengstoffe und Drogen liegen. Andere Materialien werden da eher durchgewunken. Wenn der Inhalt aber als "Book" deklariert ist und innenliegend eine Platine erkannt wird, kann es auch zu einer gründlicheren Untersuchung kommen. Liegt vermutlich im Ermessen und an der "Tagesform" des Zöllners.

Nur 35 Bände? Das ist dann aber die extrem gekürzte Fassung, oder?
Das ist die stark gekürzte Taschenbuchausgabe ;)
 
So, zurück zum Thema :-)

@Mornsgrans hatte ja geraten:
… lasse es einfach bleiben.
Das hab´ ich ignoriert.

Auch @HolyBimBam – im Verweis auf @cuco – hatte Bedenken geäußert:
Wenn da ein LiIon-Akku verbaut sein sollte wird es mit privatem (Weiter-)versand auf dem Luftweg schwierig / teuer...

Selbst @Snuffchen , von dem der Rat mit Reship stammte (vielen Dank für den Tip!), war eher skeptisch:
… kostet es dann ab 60$, da kommt dann vermutlich auch noch Zoll dazu. Das ist wohl kein günstiger Spaß.

Ich hab´s trotzdem mit Reship probiert. Mit der günstigsten Versandart (Post NL, 45,37 €).
Und: Alles hat problemlos funktioniert, Flugtransport einer Ware mit Akku, obwohl (oder weil?) Reship mehrere fette "Achtung--Batterie!"-Aufkleber außen auf den Karton appliziert hatte:

Paket-mit-Label.jpg

Auch die Zollabwicklung: ohne Probleme. Der einzige Punkt: es hat einige Zeit gedauert, aber mit recht präzisem Tracking:

PostNL-Tracking.png
Mittlerweile, einen Monat später, ist das Gerät da – und ich bin froh, dass ich´s nicht unversucht gelassen habe!
 
was dass für ein Thinkpad ist

Das war/ist ein Thinkpad Chromebook C14 Gen1 in einer Konfiguration, die ich hier noch nie angeboten gesehen habe (auch nicht neu): mit i7-1265U, 16 GB RAM, NVME-SSD und WWAN.
Chromebook ist/wäre für mich als solches völlig uninteressant. Aber ich habe seit vergangenen November ein "SuzyQ"-Platinchen, mit dem sich coreboot auf Chromebooks flashen lässt (und noch einige andere schöne Sachen), und schon das C14 mit i5-1245U läuft ganz hervorragend unter Linux (dank leicht gepimptem tlp hat dieses Gerät zwischen 3–5 Watt Verbrauch im realistischen Alltagsmix). Und der NVME-Anschluss lässt SSDs bis 2 TB möglich werden. (Das Display ist zwar schrottig [dumpfe Farben, dunkel], aber ich habe da noch eins vorrätig aus dem Parts Clearance Sale mit hervorragenden "inneren Werten", das passt.)
Da das Gerät in/aus Kanada in sehr gutem Zustand mit noch quasi neuem Akku sein sollte/ist, war´s mir den Aufwand wert.

Hier kommt noch ein Angebot an Forums-Mitglieder:

Wer ein Chromebook hat und das schon lange mal "corebooten" wollte, aber mangels "SuzyQ" (was auch ziemlich schwer zu bekommen ist, es sei denn, man lötet selber) nicht konnte:
Dem/der biete ich an, coreboot draufzumachen, gegen Spende an einen gemeinnützigen Verein (Vorschläge kommen bei Interesse).
 
Auch @HolyBimBam – im Verweis auf @cuco – hatte Bedenken geäußert:
Dazu eine Ergänzung: Was HolyBimBam da zitiert hatte, stammte aus einem Thread, in dem ein privater Versand von Gefahrgut aus Deutschland heraus geplant war. Erstens können für Versand *nach* Deutschland andere Regeln gelten als für den Versand *aus* Deutschland heraus. Und zweitens ist es ein großer Unterschied, ob man ein Paket als Privatkunde aufgibt oder als Firma. Beides war hier nämlich ja der Fall. Der Versand erfolgte durch ein Unternehmen und das aus dem Ausland *nach* Deutschland.
 
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